Montag, 14. Dezember 2015

[Rezension] Petra Schier - Kleines Hundeherz sucht großes Glück



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (9. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956492420
ISBN-13: 978-3956492426
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3 x 18,5 cm

Inhalt gem. Mira:
Eine warme Küche und zwei Menschen, die ihn umsorgen - so stellt sich der kleine zerzauste Mischlingshund Amor das Glück vor!
Als er eines kalten Winterabends in der städtischen Sozialstation auftaucht, lässt er sich von der schüchternen Lidia und dem Sozialarbeiter Noah das Ohr kraulen. Glücklich erkundet Amor darauf die Küche, schnüffelt an köstlichem Schokokuchen - und stibitzt Lidias Geldbeutel. Noah und Lidia versuchen ihn einzufangen und scheinen sich dabei sogar näherzukommen - Amor sieht seine Chance, die Liebe in ihr Leben zu bringen und ein echtes Zuhause zu finden.
Doch werden seine Weihnachtswünsche wahr?

Zum Buch:
Seit einem Jahr lebt der kleine Amor, ein Mischlingshund, schon auf der Straße. Alles war besser, als das Tierheim, aus dem er ausgerückt ist. Er hat den Traum nach einem eigenen Zuhause noch lange nicht aufgegeben.
Da begegnet ihm Elfe-Sieben, geschickt von Santa, um Noah zu helfen, der ihm vor 27 Jahren einen Wunschzettel geschickt hatte. Den Wunsch, dem Jungen eine intakte Familie zu geben, konnte er bis heute nicht erfüllen. Nun wollen sie versuchen, Amor und Noah zusammenzubringen, so dass Noah wenigstens nicht allein ist, wenn er schon keine Familie hat.

Noah ist Sozialarbeiter und scheut sich davor, Nähe und Zuneigung an sich heranzulassen. Nach seiner schwierigen Kindheit, Vater Alkoholiker und Mutter drogenabhängig, ist er mehr oder weniger ein Einsiedler. Er wird in der Sozialstation geachtet und kommt mit jederman gut aus. Nur als Lidia dort auftaucht, um neben ihrem Vollzeitjob auch noch die kranke Köchin zu vertreten, spürt er, dass es auch noch anderes gibt. Aber er kann nicht aus seiner Haut und fühlt, dass er nicht gut genug für Lidia ist und blockt sie ab.

Es dauert nicht lange, bis Lidia erkennt, dass sie Noah liebt, hat aber mit seiner Abweisung so ihre Probleme. 
Amor, der kleine Hund, konnte zwar nicht Noahs Herz erweichen, aber das von Lidia, so dass er bei ihr einziehen durfte.
Wird dem kleinen Kerl nun gelingen, die beiden doch noch zu vereinen?

Was für eine anrührende Geschichte, die in der Adventszeit spielt.
Zwei einsame Menschen und ein Hund sind auf der Suche nach Liebe.
Noah, der durch seine harte und grausame Kindheit traumatisiert ist und die Befürchtung hat, dass er wie sein Vater werden wird, ein Alkoholiker und Schläger, lässt niemanden an sich heran. Jedenfalls nicht so nah, dass es in Richtung Beziehung gehen würde. Obwohl er sehr engagiert auf Arbeit ist, ist er einsam.
Lidia, jüngster Spross der Rosenbaums und mit 29 Jahren, sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, noch immer Single, liebt es, zu kochen und zu backen und macht das auch mit großem Erfolg. Als Not am Mann ist, hilft sie in der Sozialstation aus und kommt Noah näher. Aber sie kann ihn nicht immer verstehen. 
So kann sie nicht nachvollziehen, dass er zwar sehr bemüht ist, den bedürftigen Menschen zu helfen, aber seine Hilfe einem kleinen, um Liebe und Fressen bettelnden Hund, verweigert.
Amor, der endlich ein Zuhause gefunden hat, ist überglücklich und zeigt das auch. Aber er spürt auch die Zerrissenheit von Lidia, wenn es um Noah geht.
Da meldet sich die Elfe-Sieben wieder und tüftelt einen Plan aus, den sie mit Amor umsetzen möchte.

Alle drei Protagonisten habe ich ins Herz geschlossen. Ganz besonders Amor, den ich beim Lesen direkt vor Augen hatte. Durch das bezaubernde Cover, auf dem ein kleiner weißer Hund mit fragenden Augen abgebildet ist, muss man ihn einfach mit Amor identifizieren. Der silbern glitzernde Schriftzug des Titels sowohl auf dem Cover als auch auf dem Buchrücken machen das Buch edel und stimmen den Leser, auch durch einen Tannenzweig, auf eine Weihnachtsgeschichte ein.
Die Weihnachtsgeschichten von Petra Schier muss man einfach lieben. Sie sind schnell gelesen, spielen um die Weihnachtszeit und haben immer einen Hund als Protagonisten, der eine entscheidene Rolle spielt. So auch in diesem Roman.

Man kann die Geschichte auf sich einwirken lassen, die man völlig entspannt, nach Möglichkeit schön eingemummelt mit Tee, Kakao oder Kaffee und einer Kerze vorzugsweise in der Adventszeit lesen kann. Die schönste Zeit des Jahres genieße ich immer mit Weihnachtsgeschichten und freue mich besonders, wenn eine von Petra Schier dabei ist.

Mit dieser Weihnachtsgeschichte erzählt sie von Menschen, die Angst haben, sich zu binden, der Liebe und Achtung zu den Menschen sowie der Hilfsbereitschaft. Aber die Liebe kommt auch hier nicht zu kurz. Wenn auch einige Ereignisse vorhersehbar sind, macht es Spaß, das Buch zu lesen und zu beobachten, wie Barrieren entfernt werden.
Ein Buch fürs Herz, zum schmachten und genießen, das ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:





Zur Autorin:
(übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Petra Schier und dem Verlag
bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Die Bibliographie von Petra Schier und unsere Rezensionen findet ihr HIER

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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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