Samstag, 31. Januar 2015

[Rezension] Brandon Sanderson - Steelheart



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 448
ISBN: 978-3-453-26899-9
Erscheinungstermin:
9. Juni 2014
Preis:
17,99 EUR (D), 18,50 EUR (A), 25,90 CHF
Format:
Hardcover
Verlag: Heyne fliegt


Klappentext gem. Heyne fliegt
Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …


Rezension:
Als Achtjähriger musste der heute 18-jährige David Charleston mit ansehen, wie der Epic Steelheart seinen Vater tötete, David selbst überlebte nur durch sehr viel Glück. Als David sechs Jahre alt war, erschien Calamity auf Himmel über der Erde und ein gewisser Prozentsatz der menschlichen Bevölkerung entwickelte urplötzlich außergewöhnliche Fähigkeiten. Ab diesem Zeitpunkt gab es auf der Erde zwei Arten "intelligenten" Lebens: die Menschen und die Epics. Zu dieser Zeit glaubten die Menschen noch an ein friedliches Zusammenleben mit den "Superhelden", doch kurz nach dem Mord an seinem Vater, der David als Vollwaise zurücklies, zwangen die Epics die ehemaligen Vereinigten Staaten von Amerika das Kapitulationsgesetz zu verabschieden - seitdem sind die Epics an der Macht und die Menschen nur ihre billigen Arbeitssklaven. Steelheart selbst übernahm die Kontrolle über "Newcago", Davids Geburtsstadt Chicago. Die Vereinigten Staaten von Amerika gab es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr - sie wurden zu den Zerbrochenen Staaten.

David schlug sich nach dem Mord an seinem Vater ein Jahr lang auf der Straße durch, bevor er schlussendlich in einer Fabrik landete, denn in Newcago ist Kinderarbeit an der Tagesordnung. David jedoch hatte Glück, denn er hatte in dieser Waffenfabrik Gelegenheit, eine (wenn auch dürftige) Schulbildung zu erhalten. Dieses Leben endete vor zwei Monaten, als er 18 Jahre alt wurde. Ab diesem Zeitpunkt sind die jungen, verwaisten Menschen auf sich allein gestellt. David weiß genau, was er mit seinem zukünftigen Leben anstellen will - er will sich "den Rächern" anschließen, sein primäres Ziel ist es, Steelheart zu töten. Tatsächlich plant David bereits seit zehn Jahren diese Zukunft für sich und er hat Glück, denn "die Rächer" sind tatsächlich in Newcago. "Die Rächer" haben es sich zur Aufgabe gemacht, Epics zu töten, um die Menschheit von deren Knechtschaft zu befreien.

David gelingt es, mit "den Rächern" Kontakt aufzunehmen, doch von einer Aufnahme eines neuen Mitgliedes halten sie nicht viel, doch es gelingt ihm zumindest, das Interesse ihres Anführers "Prof" an seinen Notizen zu wecken, denn seit zehn Jahren beschäftigt sich David nur mit einem: Epics und wie man diese ausschalten kann. Hierzu hat er ausführliche Notizen gemacht, Schwarzmarktinformationen gesammelt und es so auf ein ausführliches Glossar gebracht. Schlussendlich gelingt es ihm, sich der örtlichen "Rächergruppe" anzuschließen und sie sogar zu überzeugen, in Newcago zu bleiben und den Kampf gegen Steelheart aufzunehmen. Erstaunt nimmt er zur Kenntnis, dass es sich bei "Prof" um niemand anderen als Jonathan Phaedrus handelt, den Gründer "der Rächer" und seinem großen Vorbild. David hat einen Plan, wie er Steelheart ein für alle Mal ausschalten kann, doch wird es ihm gelingen, die Gruppe vom Prof von diesem zu überzeugen, denn es ist augenscheinlich so: Die Chancen, bei der Ausführung dieses Planes zu unterliegen und sein Leben zu lassen, sind außerordentlich hoch, zumal niemand weiß, wie Steelheart überhaupt zu besiegen ist ...


"Wo es Schurken gibt, da gibt es auch Helden" (S. 431). Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir bei diesem Buch gefallen, dass sehr detailliert auf die gesellschaftliche Entwicklung eingegangen wird, denn nach der Ergreifung der Macht durch die Epics änderte sich die gesellschaftliche Ordnung radikal. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch arbeitet. Im Besonderen haben mir die Figur des David und der Megan gefallen. Bei David empfand ich den Reifungsprozess von einem recht "naiven" Jugendlichen zu einem rational denkenden jungen Mann sehr gut dargestellt und auch die Figur der Megan empfand ich als ausgesprochen interessant, den bei dieser war ich immer wieder verblüfft, wie sie auf die Figur des David reagierte. Da waren ein paar herrliche Szenen dabei, die ich extrem genossen habe. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe.Ich werde bei Gelegenheit auf jeden Fall weitere Bücher des Autoren ins Auge fassen.

Bewertung


Der Autor: 
Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen Jugendbüchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwählt, Robert Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.randomhouse.de/heyne/

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Dick Houston - Bulu. Ein kleiner Hund, der Leben rettet



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 272
ISBN: 978-3-499-63033-0
Erscheinungstermin: 1
. September 2014
Preis:
9,99 EUR (D)
Format:
Taschenbuch
Verlag: Rowohlt


Klappentext gem. Rowohlt:
Bulu, auf einer Farm in Sambia geboren, ist von Anfang an anders als andere Hunde: ungewöhnlich ruhig und scheinbar verschlossen. Niemand will ihn, doch für Anna und Steve, die aus England in den afrikanischen Busch gezogen sind, ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie taufen den Welpen Bulu – der wilde Hund. Und tatsächlich macht der kleine Jack-Russell-Mischling seinem Namen alle Ehre. Während er im Busch aufwächst, blüht er auf und entdeckt seine Berufung als Beschützer von verwaisten Tierbabys. Unerschrocken verteidigt er sie gegen Giftschlangen oder Krokodile – bis zu einer schicksalhaften Begegnung mit einem Löwen ...


Rezension:
Steve und Anna sind ehemalige Polizisten aus England, die sich kennenlernten und einen Traum hatten - sie wollten Wildtieren in Afrika helfen. Nach einem schweren Unfall von Steve stand für sie fest: jeder Tag könnte ihr letzter sein, von daher bringt es nichts, über das "Morgen" nachzudenken und zu planen, wichtig ist, im "Jetzt" zu leben und seine Träume zu verwirklichen. So beschlossen beide, nach Sambia auszuwandern und dort ein Wildtierschutzzentrum zu bauen. Ihren Hund mussten sie, auf Grund seines Alters, in England bei Annas Mutter zurücklassen.

Doch der Wunsch nach einem neuen Weggefährten blieb - auch wenn sie immer gewarnt wurden, dass Hunde in der Wildnis nicht lange überlebten, zu viele Gefahren durch große oder giftige (Raub-)Tiere. Tatsächlich gab es auf einer ehemaligen Alligator-Farm in der Nähe einen Wurf Welpen. Fünf Stück waren es und bis auf einen waren bereits alle schon vermittelt, doch dieser eine war anders als seine Geschwister, von daher waren seine Chancen ein Heim zu finden, gerade in der Wildnis Sambias, eher gering. Doch Steve und Anna schauten ihn sich trotzdem an und sie verliebte sich augenblicklich in den kleinen weißen Welpen mit einem Punkt auf den Rücken. Er durfte mit zu ihnen und bekam den Namen "Bulu", was das Wort "Wildhund" in der lokalen Nyanjasprache war.

Erstaunlicherweise lebte sich der kleine Bulu sehr schnell und sehr gut ein und seine "Andersartigkeit" zeichnete sich in seinem ganzen Wesen aus, denn als Anna und Steve anfingen, verwaiste Wildtiere aufzunehmen, war es Bulu, der diesen half, in der (vorübergehenden) Welt der Menschen zurecht zu kommen - er wurde ein "Ziehvater", u. a. von Warzenschweinen, Meerkatzen und Pavianen. Bulu hatte ein Gespür für verwaiste Jungtiere, denn auch er brachte auf seinen Streifzügen welche mit nach Hause. Doch Sambia ist nicht nur schön, sondern auch sehr gefährlich, gerade für einen kleinen, mutigen Hund, der es mit Elefanten, Krokodilen und Löwen zu tun bekommt und trotz dieser Gefahren, die in Sambia täglich lauern, liebt dieser kleine Hund seine Freiheit.


Ein kleiner Hund, der viele Leben rettete und für immer veränderte. Dieses Buch erzählt die Geschichte eines kleinen, ungewöhnlichen Mischlingshundes mitten in der Wildnis Sambias. Es schildert, wie er zu seinen Menschen kam und was er mit diesen alles erlebte. Der Schreibstil war dermaßen realistisch, dass ich zwischendrin fast das Gefühl hatte, ich würde selbst mit diesem kleinen, außergewöhnlichen Hund durch den Busch streifen und auf Abenteuerjagd gehen. Dieses Buch ist definitiv nicht nur was für Hundefreunde!

Bewertung

Der Autor:
Dick Houston wurde in Ohio geboren und verbrachte den Großteil seines Lebens in Afrika als Wildführer, Lehrer und Autor. Als Safariführer organisierte er Reisen durch die Sahara, die Regenwälder Zentralafrikas und den afrikanischen Busch. U. a. für die New York Times und die Los Angeles Times schrieb er über afrikanische Themen. Houston ist Mitbegründer von Elefence International, einer gemeinnützigen Organisation zum Schutz von Elefanten in Sambia. (übernommen von Rowohlt)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.rowohlt.de/

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 30. Januar 2015

[Rezension] Stephan Harbort - Aus reiner Mordlust



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426786168
ISBN-13: 978-3426786161
Größe und/oder Gewicht: 14 x 2,5 x 19 cm

Inhalt gem. Knaur:
Es gibt Menschen, die den Drang dazu verspüren zu töten – ohne Motiv, ohne Auftrag. Doch was geht wirklich in den Köpfen dieser Thrill-Killer vor? Stephan Harbort ist Experte für Serienmorde und befasst sich nun als Erster grundlegend mit dem Phänomen der Mordlust. Er schildert die Taten, die Ermittlungen und gibt Einblick in die psycho­logischen Hinter­gründe dieser Fälle.

Zum Buch:
Es gibt Morde und es gibt Morde. Keiner gleicht dem anderen. Raubmorde, Morde im Affekt, Mord aus Eifersucht, aus Liebe, aus Hass und noch viele weitere könnte man aufzählen.
All diese Morde haben gemeinsam, dass sie ein Motiv haben, einen Grund, warum jemand ermordet wurde.

In diesem Buch vom Experten für Serienmorde Stephan Harbort geht es um Morde, die um ihrer selbst willen verübt werden.
Man kann es als Normalbürger nicht nachvollziehen, dass jemand Menschen umbringt, um zu sehen, ob es geht und wie man sich dabei fühlt. Einfach nur ums Töten selbst geht es, den Kick erleben, jemanden umgebracht zu haben.

Anhand von 8 Fallbeispielen lässt der Autor den Leser an furchtbaren Morden teilhaben. Aus einer Gruppe von Jugendlichen, die gemeinsam zusammen abhängen, wird einer ermordet. Die Täter haben sich den Schwulen ausgesucht, weil man auf ihn am ehesten verzichten konnte.
Als Leser ist man dabei, wenn man Ausschnitte aus den Vernehmungsprotokollen liest. Die Täter in dem Fall sind völlig emotionslos und fühlen kein Unrecht. Ja, sie hätten eine Tat begangen, aber dass es Unrecht ist, können sie nicht nachvollziehen. Sie wollten nur den Kick verspüren, vor anderen prahlen, was für tolle Männer sie doch sind.

Ein anderer überfällt eine Frau, schlägt sie ins Gesicht, um sie gefügig zu machen, vergewaltigt sie und ertränkt sie anschließend. Selbst die Leiche der Frau wird noch geschändet. Auch hier keine Reue, kein Mitleid dem Opfer gegenüber, grenzenlose Gewalt und letztendlich ein Mord.

Ein angeführtes Beispiel ist so schlimm und grausam wie das nächste. Unfassbar liest man die Morde und kann fast nicht glauben, was man liest. Was geht in einem Menschen vor sich, der zu so etwas fähig ist? Was ist an ihm anders als an einem normalen Menschen, der diesen Drang zum Morden nicht verspürt.

Der Autor versucht auch, die Hintergründe, das Umfeld der Täter zu beleuchten. Wie wurde dieser Mensch zu einem Täter?
Das Elternhaus, das soziale Umfeld, Schule, Beruf und viele andere Dinge spielen eine entscheidene Rolle, auch kann es krankhaft bedingt sein.
Es wird aber auch klargestellt, dass andere Menschen, die eine ebenso schwere Kindheit oder ein schweres Leben hatten, nicht zum Täter werden. Was also sind die Gründe für solche schweren Vergehen.
In den Fallbeispielen wird das alles mit aufgezählt und hinterfragt, was aber die letzte Schwelle überwinden lässt, kann wohl niemand sagen. Sicher spielen auch da einige Faktoren eine Rolle, die Psyche ebenso wie die Entwicklung des Menschen.

In seinem Nachwort beschreibt der Autor, dass es tatsächlich Anzeichen gibt, die typisch sind für mordlüsterne Täter und er zählt viele davon auf.
Im Anhang findet man Tabellen von Auswertungen über Täter zu vorliegenden Fällen. Dort sind beispielsweise prozentual aufgelistet, wie die schulischen Leistungen waren, der Familienstand der Täter, Beruf, Intelligenz und Nationalität sind ebenso berücksichtigt wie Drogen- und Alkoholkonsum. 

Man hält ein Buch in den Händen, in dem von grausamen Morden die Rede ist, deren Aufklärung und Hintergründe.
Der Autor vermag es, den Leser zu fesseln, selbst wenn man sprach- und fassungslos die einzelnen Fälle liest.
Für Leser, die gern mal in die tiefen Abgründe gucken wollen, möchte ich dieses Buch zum Lesen empfehlen. 


Bewertung:




Zum Autor:
(Text übernommen von Knaur)
Stephan Harbort, Jahrgang 1964, ist Kriminalhauptkommissar und führender Serienmordexperte. Er sprach mit mehr als 50 Serienmördern, entwickelte international angewandte Fahndungsmethoden zur Überführung von Gewalttätern und ist Fachberater bei TV-Dokumentationen und Krimi-Serien. Stephan Harbort lebt in Düsseldorf.

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der 




bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 29. Januar 2015

[Rezension] Patrizia Sabrina Prudenzi - Böses mit Bösem vergelten



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1556 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 302 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00R9YY44S

Klappentext gem. Amazon:

Verzeihen oder vergelten? Manchmal hat man keine Wahl, wenn die Vergangenheit zu schrecklich ist...

Habe ich wirklich alle umgebracht?

Ich weiß es nicht.

Warum kann ich mich nicht erinnern?

Die junge Julia Walz gerät in Schwierigkeiten. Sie wird verdächtigt, eine Reihe von brutalen Morden begangen zu haben. Ihr größtes Problem: Sie weiß es nicht, da sie aufgrund eines Traumas an Erinnerungsstörungen leidet.
Der Einzige, der ihr glaubt, ist Inspector David Nyomda. Er kommt dem Geheimnis von Julias Familie auf die Spur und bringt sich selbst in Gefahr, um Julia zu helfen.

Wird Julia je erfahren, ob sie eine brutale Serienmörderin ist?


Rezension:
Die 22-jährige Julia Walz ist sehr zufrieden mit ihrem Leben. Derzeit studiert sie in London an der Uni und ist als Au-Pair-Mädchen seit einem halben Jahr bei Familie Collins tätig. Sie kommt eigentlich ganz gut mit ihren Gasteltern aus und auch mit den Kindern des Hauses, dem Kindergartenkind Marvin und dem Schulkind Chelsey versteht sie sich gut. Doch ihr Leben war nicht immer so unbeschwert. Vor 17 Jahren, einen Tag nach ihrem 6. Geburtstag wurden ihre Eltern auf bestialische Art und Weise ermordet, aufgeschlitzt und die Augen wurden ausgestochen. Ihre Eltern waren noch sehr jung, ihre Mutter gerade einmal 23 Jahre alt, als ihr Leben endete. Die folgenden Jahre bis zur Volljährigkeit verbrachte sie bei ihren gefühlskalten Verwandten, ihrer Tante Elisabeth "Betty" von und zu Kornberg und deren Mann Norbert. Nach dem Mord an ihren Eltern war sie es, die die Leichen fand, ein Umstand, der Folgen hatte, denn seitdem leidet die junge Frau immer mal wieder an Visionen und Halluzinationen.

Ab und an kracht es dann doch im Hause Collins, denn Julia will auch ihr eigenes Leben führen, was nun einmal beinhaltet, auch unter der Woche auszugehen. Nach einem solchen Abend wacht sie am nächsten Morgen neben Joe Simons auf, einer Barbekanntschaft, aber ehrlich, sie hat keine Ahnung, wie sie in seine Wohnung, geschweige denn in sein Bett gekommen ist. Schon wieder hatte sie einen Blackout. Sie verschwindet schnell und will nur noch nach Hause. Sie ist spät dran, schafft es aber dennoch, die Kinder pünktlich in den Schulbus zu verfrachten. Um sich für den Streit zu entschuldigen, beschließt sie, das Haus der Collins zu putzen und macht dabei eine grausige Entdeckung: Sie findet die Leichen von Evelyn und Marc Collins, ihren Gasteltern, ermordet und grausam zugerichtet, wie einst ihre Eltern. Zufall?

Die hinzugerufene Polizei nimmt die Ermittlungen auf und als auch noch Julias Vergangenheit ans Licht kommt, gilt sie schnell als Tatverdächtige, zumal sie kein Alibi aufweisen kann. Die Situation verschlimmert sich noch, als in der Wohnung von Joe Simons dessen Leiche gefunden wird, ebenfalls genauso zugerichtet, wie die übrigen Opfer. Auf Grund ihres Blackouts ist es Julia unmöglich, ihre Unschuld zu beweisen, doch sie weiß, dass sie niemanden ermordet hat. Dr. Peter Sullivan, Doktor der Medizin und Psychiatrie und tätig u. a. für die Polizei, ist sich dessen nicht sicher. Nach einem unglücklichen Vorfall wird sie in die geschlossene Abteilung der Forensischen Psychiatrie eingewiesen und hat somit noch weniger Chancen, ihre Unschuld zu beweisen. Auch ihre Tante strebt ein Entmündigungsverfahren an, doch warum? Lediglich der 29-jährige Inspector David Nyomda ist nicht von der Schuld der jungen Frau überzeugt und ermittelt weiter, auch wenn er dadurch seinen Job riskiert. Doch kann er die Unschuld der jungen Frau beweisen oder ist sie doch schuldig und eine bestialische Mörderin?


Wow, was für ein Buch!!! Der Plot wurde ausgesprochen spannend und abwechslungsreich erarbeitet, es war mir partout nicht möglich vorherzusagen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde und bis zum Ende hatte ich wirklich keine Ahnung, worauf ich mich eingelassen habe. Solch ein Buch habe ich selten gelesen, davon hätte ich gerne sehr viel mehr. Besonders gut hat mir hier auch noch gefallen, dass der Leser immer wieder in die Erinnerung Julias eintaucht und so miterlebt, wie sie die damalige Zeit kurz vor und nach den Morden an ihren Eltern erlebt hat. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet und ich war sowohl von der Figur der Julia, wie auch des David, geradezu hingerissen. In beide konnte ich mich problemlos hineinversetzen und habe mit ihnen ihre Aufgaben gemeistert. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd und beklemmend beschreiben, ich musste das Buch am Stück lesen, ich konnte den Reader einfach nicht aus der Hand legen. Wie gesagt: bitte, bitte viel mehr davon.

Bewertung
Von Patrizia Sabrina Prudenzi bereits gelesen und rezensiert:

Die Autorin: 
Patrzia Sabrina Prudenzi: Ich entstamme aus einer deutsch-italienischen Ehe und wurde im Jahr 1963 in Mannheim geboren. Kindheit und frühe Jugend verbrachte ich in Italien. Nach dem Abitur habe ich in Perugia Politische Wissenschaften, später in Mannheim Wirtschaftsinformatik studiert. Heute arbeite ich als IT-Spezialistin und habe in diesem Bereich bereits einige Sachbücher publiziert. Ich habe mich schon immer als »Winterkind« bezeichnet, da mein Geburtstag im Dezember liegt. Schon als kleines Mädchen liebte ich den Herbst als den Vorboten des Winters, vor allem wenn der Nebel über den Feldern und in den Wäldern schwebt. Dann saß ich am Kaminfeuer und lauschte den zugegebenermaßen für ein Kind etwas zu gruseligen Erzählungen meiner italienischen Oma, die sich als Dorfhexe einen Namen gemacht hatte. Viele Stunden verbrachte ich in dem Mumien-Museum in der Krypta der Dorfkirche des kleinen Ortes in den italienischen Apenninen. Dort starrte ich die mumifizierten, ausgestellten Gerippe an, und stellte mir diese Menschen zu ihren Lebzeiten vor. Ihre leeren Augenhöhlen erzählten mir von ihrem Leben und von ihrer Traurigkeit, nun tot zu sein. Ich wollte nie die Knochen anfassen, weil ich Angst hatte, dass diese in mir Gefühle auslösen könnten, die mich überwältigen würden. Manchmal durfte ich dort die Touristen-Führungen machen, vor allem wenn die Erwachsene im Sommer zur Mittagszeit ein kleines Schläfchen machten. Ich merkte bald, dass ich eine Menge Erwachsene zum Gruseln bringen konnte, wenn ich, mit meiner Barbie-Puppe in der Hand, die Geschichten der Todesfälle blutig und düster ausschmückte. Schreiben war für mich in der Schule immer ein Vergnügen. Ich verschlang ein Buch nach dem anderen. Früh bildete sich mein Interesse für das Übernatürliche und das Okkulte, auch wenn ich finde, dass die Welt ein schöner Platz zum Leben ist. Ich glaube, dass meine Fähigkeit, mich in den Erfahrungen von anderen, auch fiktiven Personen, einzufühlen, sich in den dunklen Gewölben des Mumien-Museums entwickelt hat. Aus diesem erschreckenden und faszinierenden Reich der Fantasie schöpfe ich heute noch meine Erzählungen. Man kann mir ruhig glauben, wenn ich über Geister, Dämonen oder schreckliche Morde schreibe, stets das Gleiche wie meine Figuren empfinde. Wenn sie Herzklopfen oder Atemnot haben, habe ich es auch. So entstehen die extrem realistischen (manche sagen sinnlichen) Beschreibungen in meinen Texten. Ob das eine Begabung oder ein Verhängnis ist, sollst Du Leser selbst entscheiden.  (übernommen von Amazon)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 

Patrizia Sabrina Prudenzi 

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

[TTT] - Top Ten Thursday #193

Auch in dieser Woche mache ich wieder beim Top Ten Thursday, organisiert von Steffis Bücher Bloggeria, mit.
 
 
http://buecher-bloggeria.blogspot.de/

 
Diese Woche lautet das Thema:
"10 Reihen, die ihr dieses Jahr beginnen / fortsetzen oder auf Stand lesen wollt"  

Okay, das dürfte jetzt nicht wirklich schwer sein, denn ich bin ein bekennender Reihen-Junkie ^^
  
 
Puh, das war´s auch schon wieder, wobei mir die Auswahl wirklich sehr schwer fiel, da ich wirklich das bin, was man einen bekennenden Reihen-Junkie nennen kann - ich liebe es einfach, die Figuren mit jedem Band besser kennen zu lernen. So und jetzt bin ich gespannt, ob ich mit jemandem die ein oder andere Reihe gemeinsam habe.
   
Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße

Kerry

Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] Daniel Dersch - Gottes letzter Plan


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2196 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 485 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B00R14EKD6


Klappentext gem. Amazon:
Robert Smith ist ein Mann, der von schlechten Angewohnheiten und guten Vorsätzen zusammengehalten wird. Er ist ein Gescheiterter, der von vergangenen Erfolgen zehrt und von einer tiefen Todessehnsucht getrieben wird. Seine Karriere als Schriftsteller geht völlig den Bach runter, die Liebe seines Lebens hat ihn verlassen und als wäre das nicht schon genug, driftet er in die Alkoholsucht ab.

Sein gesamtes Leben ändert sich jedoch schlagartig, als er die Möglichkeit bekommt, in die Zukunft zu blicken. Der Mantel des Unbekannten lüftet sich zwar nur für ein paar Tage, doch das reicht aus, um Roberts Leben wieder auf die richtige Spur zu bringen.

Robert ahnt jedoch nicht, welche Schrecken die Zukunft für ihn bereithält.
Und bald erfährt er von einer fürchterlichen Katastrophe, die nur er allein verhindern kann.
Einer Katastrophe, welche die ganze Welt ins Verderben zu stürzen droht.

Kann Robert das Unheil abwenden? Und was noch wichtiger ist: Wird er dieses Abenteuer überleben?


Rezension:
Robert "Bob" Smith hatte einst alles im Leben, was er sich wünschen konnte. Er war ein erfolgreicher Autor und mit der Liebe seines Lebens liiert. Doch von einem Tag zum anderen ging nichts mehr: Bob hatte eine Schreibblockade, es ging partout nichts mehr. Diese versuchte er mit Alkohol zu überwinden, doch dadurch wurde es nur noch schlimmer und am Ende so schlimm, dass Samantha, die Liebe seines Lebens, es nicht mehr aushielt und ihn nach zehn gemeinsamen Jahren verließ. Nun sitzt Bob in einem heruntergekommenen Appartement, arbeitslos, erfolglos, allein und nur dem Alkohol als Weggefährten.

Am 31.13.2012 soll sich jedoch alles ändern. Durch Zufall surft Bob im Internet und stößt auf einen Artikel über den Glückspilz "Robert Smith". Auf dem abgebildeten Foto ist eindeutig er abgebildet - wie kann das sein? Erstaunt muss er in dem Artikel lesen, dass er wohl innerhalb weniger Tage zwei Jackpots geknackt und Unmengen Geld gewonnen hat. Wie kann das sein, er spielte doch gar nicht? Doch dann sieht er, dass dieser Artikel ein zukünftiges Datum trägt - ein vorgezogener Aprilscherz auf seine Kosten? Bob lässt es darauf ankommen ...

Derweil wird der Nachtwächter Steven Oswald in einem Einkaufszentrum radioaktiv verstrahlt. Die Ärzte rätseln, wie es zu diesem Phänomen kommen konnte, denn die Menge der Rückstände in Steven weiß auf einen Reaktorunfall eines Atomkraftwerkes hin - und solch einen Unfall hat es in New York City definitiv nicht gegeben! Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt, auch wenn sich Bob und Steven nicht kennen, sind ihre Schicksale eng miteinander verflochten und das, was ihnen jetzt widerfährt ist erst der Anfang, der Anfang vom Ende?


Der Anfang vom Ende? Der Plot wurde ausgesprochen realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir hier gefallen, wie der Autor es geschafft hat, die verschiedenen Ausgangssituationen der jeweiligen Figuren so gut miteinander zu verknüpfen, dass am Ende die gesamte Geschichte ein stimmiges Bild ergab, bei dem keine Fragen offen blieben. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders gelungen empfand ich die Figur des Protagonisten Bob, denn an ihm lässt sich wunderbar die Wandlung einen eher schwachen und mutlosen Individuums, das dem Alkohol verfallen ist, zum selbstbestimmten Menschen beobachten, der nicht gewillt ist, das vorherbestimmte Schicksal kampflos anzunehmen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch faszinierende und teils erschreckend realistische Lesestunden bereitet hat.



Bewertung

Von Daniel Dersch bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
Daniel Dersch wurde 1986 in München geboren. Seitdem er schreiben kann, schreibt er Geschichten. Die meisten seiner Arbeiten zeichnen sich dabei durch einen sehr temporeichen Plot, eine nicht alltägliche Prämisse und einen leichten Hang zum Übernatürlichen aus. So auch sein Horror-Bestseller "Fleisch und Blut", der inzwischen auch ins Englische übersetzt wurde. (übernommen vom Amazon)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei


Daniel Dersch

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.


[Rezension] Dominic Franke und Cornelia Franke - Jamies Quest: Aufgabe gesucht (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 374
ISBN: 978-3-000-46935-0
Erscheinungstermin:
1. Oktober 2014  
Format: Taschenbuch
Verlag: Cornelia Franke


Klappentext gem. Cornelia Franke:
Von Merlin gesandt, erblüht unser Land durch des Wanderers helfende Hand.
Jamie kann nicht glauben, dass gerade er ein sagenumwobener Wanderer sein soll. Eigentlich wollte er nur sein neues Computerspiel starten, als er sich plötzlich in Brior wiederfindet. Von monströsen Spinnen verfolgt, fordert sein Abenteuer all seinen Mut, doch lauert auf Jamie ein weitaus größerer Feind …


Rezension:
Der 17-jährige Jamie Aven Bell liebt es, in seiner Freizeit Computerspiele zu spielen. Derzeit hat er ein ganz neues am Start, ein 3D-Rollenspielerspiel, auf das er sich schon länger freute und das er endlich sein eigen nennt. Gerne taucht er in die Welt der Rollenspiele ab, denn dort ist er ein großer starker Hüne, der sich seinen Aufgaben stellt und diese meistert. Im wirklichen Leben sieht es da leider etwas anders aus. In der Schule ist er ein Außenseiter, ein Mobbingopfer, das von einem Tyrannen regelmäßig gequält wird. Er gehört keiner coolen Clique an, ist weder besonders sportlich, noch besonders gutaussehend. Zwar hat er in Olive eine verständnisvolle Freundin, doch wenn diese ihn vor dem Schulschläger rettet, ist das auch nicht gerade aufbauend für sein Ego. Deswegen flüchtet er so gern in andere Welten, in denen er der Held ist.

So auch dieses Mal, doch dieses Spiel scheint eine echte Weltneuheit zu sein, denn Olaf befindet sich von jetzt auf gleich in einem Wald. Alles fühlt sich so echt und so real an, als wäre er tatsächlich vor Ort und so detailliert. So trifft er zum Beispiel auf ein lila-farbenes entzückendes Fuchswesen, das ihm aus der Hand frisst. Auch der Spielleiter ist zumindest als Stimme vor Ort, doch noch während des Erkundungsganges muss Jamie feststellen, dass dieses Spiel dermaßen real ist und er vor Tanteln (Spinnenwesen in allen möglichen Größen) flüchten muss. Durch Zufall gelangt er auf einen Bauernhof und findet dort Unterschlupf.

Dort trifft er auf den 15-jährigen Hannes bzw. eine Holzlatte von Hannes trifft Jamies Schädeln. Nachdem das Missverständnis zwischen den Jungen aufgeklärt ist, erkennt Hannes, dass es sich bei Jamie nur um einen "Wanderer" handeln kann, der eine Aufgabe zu erfüllen hat. Nur von einer Aufgabe weiß Jamie nichts. Ein merkwürdiger Umstand, denn bisher hatten alle Wanderer vom großen Merlin eine Aufgabe zugeteilt bekommen, die sie zu lösen hatten, bevor sie wieder in ihre Welt durften. Langsam ahnt Jamie, dass er sich nicht in einem Spiel befindet, sondern an einem Ort namens Brior und dort ist einiges anders, als auf der Erde. Hier wird er geachtet und mit Respekt behandelt, er als "Wanderer" wird beschützt und die Eingeweihten helfen ihm herauszufinden, was seine Aufgabe ist und was noch so ganz anders ist, als in seinem alten Leben: Die Mädchen scheinen sich unheimlich zu ihm hingezogen zu fühlen. Das Mädchen Lana bestürmt ihn vom ersten Augenblick an und Jamie weiß gar nicht, wie ihm geschieht, denn obwohl er sich durchaus geschmeichelt fühlt, so hat er doch in der "realen Welt" Olive an seiner Seite, doch wie es dem jungen Mädchen beibringen? Mit so etwas hat er nun wirklich keine Erfahrung.

Leider hilft ihm das alles nicht bei der Erfüllung seiner Aufgabe, da er partout nicht weiß, woraus diese besteht und ihm anscheinend auch niemand hier wirklich Auskunft geben kann. Doch eines ist merkwürdig in Brior seit Jamies Ankunft. Die Tanteln, die bisher immer im Schattenhain gelebt haben und diesen nur selten verlassen haben, kommen immer näher an die Stadt ran. Diese Wesen jedoch sind nicht wie normale Hausspinnen - es sind hochgiftige Killer, die alles und jeden zerstören ...


1. Band der Jamies-Quest-Reihe! Der Plot wurde abenteuerlich und abwechslungsreich erarbeitet, wobei es mir manchmal wirklich grusselig wurde, denn Spinnen, überall Spinnen, in allen Größen und wenn ich in allen Größen sage, meine ich wirklich riesige Spinnen, die es auf der Erde zum Glück nicht gibt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Leser an Jamie, dem sehr unsicheren Teenager, der sich als ideales Opfer für Schläger förmlich anbietet, in diesem Abenteuer miterleben kann, wie sich dieser Junge seiner eigenen Stärken nach und nach bewusst wird und durchaus auch in der Lage ist, Menschen zu begeistern und mitzureißen, sodass diese ihm auch in die gefährlichsten Abenteuer folgen und dennoch ist er noch immer ein Teenager, der nicht immer zuerst seinen Kopf einsetzt. Diese Gegensätzlichkeit empfand ich als sehr angenehm, denn Teenager sind alles, aber nicht perfekt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch wirklich schöne Lesestunden bereitet hat und ich mich jetzt schon auf den nächsten Band freue, der derzeit in Arbeit ist, denn ganz ehrlich, am Ende gibt es einen ganz bösen Cliffhanger.

Bewertung

Die Autorin:
Cornelia Franke, 1989 in Mönchengladbach geboren, studierte Kulturwissenschaften und arbeitet als Lektorin. Dazu engagiert sie sich für die kreative Schreibförderung an Grundschulen. Film- und kinoversessen, liebt sie es außerdem zu bloggen, neue Kochrezepte auszuprobieren oder stundenlang mit ihrer Spiegelreflexkamera durchs Grüne zu wandern. Den Traum, Bücher zu schreiben, fasste sie schon früh, ihr erstes Kinderbuch „Timmy und die Allergomörder“ veröffentlichte sie 2010. Mit ihrem Mann Dominic lebt und schreibt sie zusammen in Berlin. 2015 erscheint bei cbt ihr vierter Roman. Weitere Informationen zu ihren Büchern findet man unter www.corneliafranke.org Dominic Franke, Jahrgang 1982, wurde in Berlin geboren, lernte zunächst einen Bürojob, der ihm jedoch zu monoton erschien. Sein Motto lautet „Nutze die Zeit, die du hast, für etwas, das dir Spaß macht“, daher begann er Drehbücher zu schreiben. Seit 2008 arbeitet er zusammen mit seiner Frau an ihren Büchern.  (übernommen von Amazon)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei



bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.


Dienstag, 27. Januar 2015

[Rezension] Frida Mey - Elfie Ruhland 02: Radieschen von unten



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 282 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (8. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629764
ISBN-13: 978-3746629766
Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 2,3 x 19,1 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Mopsfidel & mausetot
Bei ihrem zweiten Auftritt soll Elfie Ruhland Ordnung in die chaotischen Steuerunterlagen der „Pietas“ bringen, einer erfolgreichen Bestatterkette, die von der herrischen Juliane Knörringer geleitet wird. Diese hält ihren erwachsenen Sohn Carlos an der kurzen Leine und terrorisiert ihre Angestellten nach allen Regeln der Despotenkunst. Doch nicht nur das: Elfie findet heraus, dass die Knörringer sich nicht zu schade ist, ihre trauernden Kunden aufs Fieseste übers Ohr zu hauen. Als dann ein aufgebrachter Witwer verschwindet, kommt Kommissarin Alex ins Spiel. Elfie gerät unter Verdacht und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Stets im Schlepptau hat sie dabei Amadeus, den verzogenen und übergewichtigen Pflege-Mops, der sie mit seiner pfiffigen Spürnase tatkräftig unterstützt.

Zum Buch:
Elfie Ruhland hat eine neue Aufgabe. Sie soll die Steuerunterlagen eines Bestattungsinstitutes auf Vordermann bringen. Man weist ihr einen kleinen engen Platz zu, an dem es ihr mit ihren vielen Ordnern wirklich schwer fällt, zu arbeiten.
Die Chefin des Bestattungsinstitutes Juliane Knörringer betreibt dieses gemeinsam mit ihrem Sohn Carlos, der jedoch nicht allzu viel zu melden hat. Unter der Knute seiner Mutter vollbringt er dort sein Tageswerk. Das Einzige, was die beiden wirklich zu verbinden scheint, ist ihre Liebe zum Tango, dem sie abends, wenn niemand mehr dort ist, ihren Tribut zollen. Dann wird die Leichenhalle zur Tanzfläche.
Elfie ist stark versucht, ihr bordeauxfarbenes Notizbuch wieder herauszuholen, zumal sie feststellen musste, dass die Chefin noch ganz andere Dinge auf dem Kerbholz hat...

Elfie Ruhland ist noch genauso, wie man sie in Teil 1 kennengelernt hat. 
Nach wie vor besucht sie regelmäßig ihren ehemaligen Verlobten Ludwig auf dem Friedhof und erzählt ihm das ein oder andere und fragt ihn um Rat. Das tut sie bereits seit 30 Jahren. Nur scheint Ludwig in letzter Zeit ein wenig mit ihr zu schmollen, denn viel Zuspruch erfährt sie nicht mehr durch ihn.

Eines Tages kommt in das Beerdigungsinstitut eine aufgebrachter Kunde und beschwert sich massiv. Die Chefin ist nicht im Haus und der Sohn versucht ihn zu beschwichtigen. Elfie bekommt den ganzen Ärger mit und macht sich ihre Gedanken. Als dann noch dieser Kunde tot aufgefunden wird, beginnt auch der Leser zu überlegen, inwieweit Elfie an dessen Ableben beteiligt ist. Wer Elfie schon aus Teil 1 kennt, weiß, dass sie mit unangenehmen Zeitgenossen nicht zimperlich umgeht.
Als es einen weiteren Todesfall in Elfies unmittelbarer Umgebung gibt, weiß man nicht mehr so richtig, wie man es werten soll. Hat sie oder hat sie nicht nachgeholfen? Denn schließlich hat sie doch das schon in Ruhestand gesetzte Notizbuch wieder aktiviert und ihre Notizen darin verewigt.

Es bleibt spannend bis zum Schluss.

Die Gerechtigkeit liebende Elfie kann Unordnung und Chaos nicht leiden. Nicht nur beruflich hilft sie, Ordnung zu schaffen, auch im zwischenmenschlichen hat sie das Bedürfnis, dass alle lieb  und nett zueinander sind. Gerne hilft sie auch ein wenig dabei nach. Elfie will, dass alles seinen geregelten Gang geht. Passt ihr was nicht, versucht sie alles wieder Lot zu bringen.
Nach wie vor kann auch Alex, die Polizistin, Elfie nicht ganz zuordnen. Privat verstehen sich die beiden sehr gut, aber was ist, wenn Elfie wirklich am Tod beteiligt ist?

Es bleibt spannend. Elfie ist eine Protagonistin, die man sehr gern begleitet. Sie steht dafür ein, was sie tut und wenn sie etwas verbotenes tut, macht sie es so, dass niemand ihr die Schuld zuweisen würde.
Gibt es das perfekte Verbrechen?

Auch dieser Teil mit Elfie Ruhland sorgt mehr für Spaß und Unterhaltung als für Spannung und kriminalistische Recherchen.
Ich habe Elfie gern wieder begleitet und bin schon auf ihre nächste "Aufräumaktion" gespannt.

Reiheninfo:
Elfie Ruhland 01: Manchmal muss es eben Mord sein
Elfie Ruhland 02: Radieschen von unten
Elfie Ruhland 03: Mord ahoi (Febr. 15)


Bewertung:



Zu den Autorinnen:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Hinter Frida Mey verbergen sich Friedlind Lipsky und Ingeborg Struckmeyer, die ihre Figuren am liebsten gemeinsam um die Ecke bringen. Für sie ist eben Mord manchmal die beste Lösung. Friedlind Lipsky, geboren 1957, stammt aus dem Weserbergland, arbeitet als Journalistin und lässt sich von den Abgründen ihres Umfelds zu ihren mörderischen Geschichten inspirieren. Ingeborg Struckmeyer, geboren 1942, ist Diplom-Bibliothekarin und lebt in München. Ihre Mordserfahrung sammelte sie in Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden.

Von Frida Mey wurden gelesen und rezensiert:



Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Lotte Minck - Loretta Luchs 01: Radieschen von unten








Eckdaten:
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Droste Vlg; Auflage: 1 (September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3770014898
ISBN-13: 978-3770014897
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2,2 x 18,8 cm

Inhalt gem. Droste:
Das Leben kann ganz schön hart sein, findet Loretta Luchs. Der Job an der Sex-Hotline ist anstrengend, der Freund zu Hause erst recht. Um mal in Ruhe nachzudenken, zieht sie für ein paar Sommertage in den Schrebergarten ihrer Freundin Diana. Für Loretta ist die Kolonie »Saftiges Radieschen« das Paradies auf Erden. Selbst die ständige Präsenz von Muskelprotz Frank, der schneller redet als denkt, kann das Idyll nicht stören. Wohl aber die Tatsache, dass Parzellennachbar Uwe eines schönen Sommermorgens kopfüber in seiner Regentonne steckt – mausetot.

Zum Buch:
Als Loretta Luchs so richtig die Faxen dicke hat von ihrem Freund Tom, der zu Hause sitzt und seine Zeit mit Nichtstun bzw. lieber mit seinem Computer verbringt, nimmt sie das Angebot ihrer Freundin und Kollegin Diana an und zieht in deren Schrebergarten. Dort will sie ein wenig Zeit mit Nachdenken verbringen und Urlaub machen.
Sie genießt das Leben in der Laubenkolonie, lernt den ein oder anderen Nachbarn kennen, plaudert mit ihnen und hört sich den Tratsch von anderen an. Sie wird in die Gemeinschaft integriert und kommt gut aus mit ihren Nachbarn.
Da hört sie eines Tages einen Schrei ihrer Nachbarin Lisbeth. Diese hat gerade ihren Mann kopfüber in einer Wassertonne gefunden. Unfalltod durch Ertrinken ist die offizielle Todesursache. Aber kann das sein?
Kurz darauf gibt es den nächsten Toten, wieder so ein merkwürdiger und eigentümlicher Tod.
Loretta beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen ...

Dieses Buch ist der Beginn einer Krimiserie um Loretta Fuchs.

Als Frank, ebenfalls ein Gartennachbar und Loretta den Mann kopfüber in der Regentonne finden, haben sie noch Hoffnung, ihn retten zu können. Schnell wird die Tonne umgekippt, aber es ist zu spät. Lisbeths Mann ist tot, vom Dach in die Regentonne gefallen unter Alkoholeinfluss.
Ein nächster Nachbar pfählt sich förmlich, was auch noch als Unfall durchgeht. Beim Arbeiten im Garten soll es passiert sein, nur dass der Mann dafür bekannt war, dass er lieber nichts tat und schon gar keine Gartenarbeit.
Loretta, die gerade Urlaub im Schrebergarten ihrer Kollegin Diana macht, kommen die Todenfälle nicht ganz geheuer vor.
Während sie noch versucht, abzuschalten von ihrer Tätigkeit bei einer Sexhotline und ihrem nichtsnutzigen Freund Tom, kommen die Dinge um sie herum in Bewegung. 

Die Leutchen in der Schrebergartenkolonie sind ein bunt gemischter Haufen. Frank, ein Muskelprotz, hilft wo er kann. Er redet schneller als er denkt und ist bei den Frauen sehr beliebt.
Dann gibt es einen Vorsitzenden, der seine Macht bei einer allein erziehenden Frau zu zeigen versucht, ein schwules Pärchen und andere diverse Personen, die gemeinsam mit ihren Frauen wie beispielsweise Elisabeth, Helga und Ulla die Gemeinschaft bereichern.

Einige von ihnen lernt Loretta gut kennen, wie Holger und Frank. Sie treffen sich, trinken gemeinsam und fühlen sich gemeinsam wohl.

Als jedoch Loretta beginnt, nachzuforschen, was es mit den Todesfällen auf sich hat, begibt sie sich selbst in große Gefahr.

Lotte Minck hat mit diesem Roman einen humorvollen Krimi, der kein Krimi im herkömmlichen Sinn ist, geschrieben.
Die Protagonisten sind leicht kauzig, aber liebevoll gezeichnet. Man muss sie einfach gern haben.
Loretta, die privat mit ihrem Freund Tom nicht glücklich ist, ist meine Heldin in diesem Buch. Sie muss man einfach ins Herz schließen. Sie findet schnell Freunde und hat eine umgängliche Art, die auch andere mögen.

Eigentlich gibt es nichts schlimmeres, als Urlaub machen zu wollen und der Tod geht um.
Aber die Autorin Lotte Minck hat ihren Roman so humorvoll geschrieben, dass man nicht das Gefühl hatte, einen Krimi zu lesen. Ich habe mehr geschmunzelt als nach einem Täter gesucht.
Ein wunderbarer "Krimi" zum abschalten, die Beine hoch und am liebsten beim Regenerieren in einem Schrebergarten. Aber auch ohne Garten habe ich mich mit diesem Roman prächtig unterhalten und empfehle ihn sehr gern weiter.

Wer allerdings einen spannenden und tiefgreifenden Krimi erwartet, der sollte sich eine andere Lektüre suchen, denn diese hier verspricht Unterhaltung pur. 

Reiheninfo:
Loretta Luchs 01: Radieschen von unten
Loretta Luchs 02: Einer gibt den Löffel ab
Loretta Luchs 03: An der Mordseeküste
Loretta Luchs 04: Wenn der Postmann nicht mal klingelt

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Droste)
Lotte Minck ist von Geburt halb Ruhrpottgöre, halb Nordseekrabbe. Nach 50 Jahren im Ruhrgebiet entschied sie sich, an die Nordseeküste zu ziehen.
Ihre Heldin Loretta Luchs und alle Personen in Lorettas Universum sind eine liebevolle Huldigung an Lotte Mincks alte Heimat

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 26. Januar 2015

[Rezension] Sophie Kinsella - Shopaholic 07: Shopaholic in Hollywood



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479878
ISBN-13: 978-3442479870
Originaltitel: Shopaholic to the Stars
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 4 x 18,9 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Becky Brandon, geborene Bloomwood, ist endlich angekommen – und das nicht nur im Leben und in der Liebe, nein, in Hollywood! Der Rodeo Drive und die Stars: Becky ist in ihrem Element. Und wie kombiniert man seine Leidenschaft fürs Shoppen mit dem Wunsch, selbst einmal über den roten Teppich zu laufen? Ganz einfach – der Shopaholic wird Stylistin für die Stars. Leichter gesagt als getan, denn die Crème de la Crème von Hollywood ist nicht gerade für jedermann offen. Doch Becky wäre nicht Becky, wenn sie nicht durch verrückte Aktionen auffallen würde. Nein, auch Hollywood kann ihr nicht lange widerstehen ...

Zum Buch:
Becky hat es geschafft. Für 3 Monate ist sie mit Mann und Kind nach Hollywood gezogen, hinein in die Glamourwelt der Reichen und Schönen.
Noch immer hofft sie ganz fest, durch die Arbeitsbeziehung, die Luke mit Sage, der Schauspielerin hat, in der Filmwelt als Stylistin und Beraterin Fuß fassen zu können. Nur leider ist Sage recht schwierig und lässt niemanden an sich ran.
Auch ein Versuch, auf gut Glück in die Hollywoodstudios zu gelangen, schlägt fehl. Sie ist recht verzweifelt und versucht mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln in die Welt der Reichen und Schönen aufzusteigen.
Ihre Freundin Suze ist mit Mann und Familie zu Besuch bei ihr und gemeinsam versuchen sie nun ihr Glück, Suze als Komparsin und Becky noch immer als Stylistin. Dann scheint sich das Blatt für Becky zu wenden, aber zu welchem Preis? ...

Mit diesem Buch hat man den nunmehr 7. Teil aus der Shopaholic-Reihe um Becky Brandon, geborene Bloomwood, in der Hand. 

Becky läuft in diesem Teil völlig aus dem Ruder. Sie ist so weit, dass sie über Leichen geht. In ihrem Kopf hat es Klick gemacht, aber dieser Klick bezieht sich auf die Welt der Promis, zu der sie unbedingt dazugehören möchte.
Ihr Ideenreichtum ist schon legendär, wenn sie etwas haben oder erreichen will.
Sie schafft es in diesem Band sogar, alle ihre Liebsten vor den Kopf zu stoßen und wundert sich, warum sie niemand versteht.
Sie will dazugehören, zu den Promis, und lässt aber auch nichts unversucht, um das zu erreichen.
So kannte man Becky bislang nicht, sie ist auf einem egoistischen Trip und kommt von diesem auch nicht mehr runter.
Die Probleme, die ihre Freunde und Liebsten haben, prallen an ihr ab. 
Versprechen werden gebrochen, die sie nicht nur Fremden gegenüber gegeben hat, sondern auch die, die ihre Familie betreffen.

Für mich absolut bewunderswert ist Luke, der meiner Meinung nach aber langsam auch ein wenig unglaubwürdig wird, denn so langmütig kann doch selbst der beste Mann nicht mehr sein.
Becky leistet sich so einiges, meist unbewusst und auch ohne zu überlegen. Sie verplappert sich mehr als einmal und muss dann mit den Folgen leben, die nicht immer als positiv einzuschätzen sind.

Aber sie lernt auch, ein wenig hinter die Fassaden von Hollywood zu sehen und nicht alles ist so, wie es scheint.

Im großen und ganzen hat man wieder die leicht durchgeknallte, wenn es ums Shoppen geht, und chaotische Becky vor sich. Sie versucht, sich selbst zu verwirklichen und macht einen auf Egoist. Das ist ein absolut neuer Wesenszug an ihr. Wichtige Dinge behält sie nicht mehr im Auge, gerade wenn es um ihre eigene Familie geht, was gerade bei ihrem Vater und Elinor auffällt. Luke lügt sie an bzw. sie schiebt die Wahrheit ein wenig hinaus und verbiegt sie auch mal ganz gern.

Das Ende ist ein wenig enttäuschend, denn viele Dinge wurden angeschnitten und harren nun darauf, in einer Fortsetzung weitergeführt zu werden. Als Leser ein unzufriedenes Ergebnis, weil einfach zu viel in der Luft hängt, was einer Antwort bedarf.

Ich habe den 6. und 7. Teil fast hintereinander gelesen und das war ein wenig viel Becky. So reizend und liebenswert sie auch ist, in dieser geballten Ladung war selbst mir das ein wenig zu viel. Die paar Jahre Abstand, die die beiden Bücher erschienen sind, waren nicht ganz unbegründet.
Aber trotzdem habe ich Becky und ihre Lieben gern auch zum 7. Mal begleitet, durch dick und dünn.
Für einen eingefleischten Fan der Reihe ist natürlich auch dieser Teil ein Muss. 
Auch dieses Mal habe ich Becky gern begleitet, sie auf ihrem Weg in Hollywood beobachtet, nicht gewusst, soll ich ihr Glück wünschen oder besser nicht und mich an ihrem chaotischen Leben erfreut.
Nun bin ich auf den Folgeband gespannt, wie es aussieht, wird dort nicht ganz soviel geshoppt werden.


Reiheninfo:
Shopaholic 01: Die Schnäppchenjägerin
Shopaholic 02: Fast geschenkt
Shopaholic 03: Hochzeit zu verschenken
Shopaholic 04: Vom Umtausch ausgeschlossen
Shopaholic 05: Prada, Pumps und Babypuder
Shopaholic 06: Mini Shopaholic
Shopaholic 07: Shopaholic in Hollywood

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?« oder »Kein Kuss unter dieser Nummer« im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.


Von Sophie Kinsella wurden von uns gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt