Montag, 30. November 2015

[Challenge] Goldmann-Challenge 2016

Es geht in die 2. Runde!!!
Der Goldmann-Verlag hat sich bereit erklärt, auch für das Jahr 2016 Sponsor für die Goldmann-Challenge zu sein.
Da wollen wir doch mal sehen, ob wir das Jahr 2015 toppen können und es noch mehr gelesene Bücher des Verlages geben wird.





Ich bin nach wie vor ein großer Fan des Verlages, da seine Bücherpalette voll auf meiner Wellenlänge liegt. Wenn es euch genauso geht, lade ich euch ein weiteres mal ein, gemeinsam mit mir die Welt der Bücher des Goldmann-Verlages zu entdecken.
Ihr könnt bei dieser Challenge alle Bücher aus euren Regalen kramen und sie lesen, wenn sie vom Goldmann-Verlag sind, es ist völlig gleich, ob ein älteres oder ein neueres Exemplar. Die einzige Bedingung besteht darin, dass auf dem Cover eindeutig das Logo vom Verlag zu sehen ist.
Wer nicht genug Bücher im Regal hat, der schaue sich doch einfach mal die Vielfalt der Goldmann Bücher im Gesamtkatalog des Verlages an. Auch ein Blick auf die Verlagsvorschauen lohnt sich.
Ihr habt aber auch die Gelegenheit, über das Bloggerportal Bücher des Verlages anzufordern  

Natürlich geht es nicht ganz ohne Regeln.

 

Die Regeln: 
  • Im Zeitraum vom 01.01. - 31.12.2016 sollen mindestens 20 Bücher des Goldmann-Verlages gelesen und rezensiert werden (es muss der Verlag auf dem Buchcover erkennbar sein).
  • Wer teilnehmen möchte, hinterlässt bitte einen Kommentar unter diesem Post mit Angabe und Link zu eurem Blog.
  • Ein späterer Einstieg in die Challenge ist kein Problem, jedoch zählen erst die ab der Anmeldung rezensierten Bücher! Es lohnt sich also, sich vorher anzumelden und es einfach zu probieren.
  • Falls ihr auf eurem Blog über die Challenge berichten wollt, könnt ihr euch das Logo gerne mitnehmen. Eine weitere Bekanntmachung der Challenge auf FB, Twitter, Google+, in Foren etc. würde mich sehr freuen.
  • Es ist nicht nötig, eine Challenge-Seite auf eurem Blog zu führen. Die gelesenen und rezensierten Bücher müssen hier in das unten stehende Formular eingetragen werden. Es wird nur gezählt, was eingegeben wurde. Bei der Eingabe des Nutzernamens versucht bitte darauf zu achten, dass es immer derselbe ist, sonst ist eine Zuordnung zur Person recht schwierig (ich spreche da aus Erfahrung).
  • Die gelesenen Bücher dieser Challenge können auch gerne mit anderen Challenges kombiniert werden. 


Unterstützung:
Die 3 besten Teilnehmer, die über das Jahr die meisten Bücher vom Goldmann-Verlag gelesen und rezensiert haben, erhalten vom Verlag nach Ende der Challenge einen Preis. Fleiß, der Spaß am Lesen und unsere Sucht sollen ja belohnt werden.

Verwaltung:
Ich (Kleeblatt) werde die Challenge betreuen und euch regelmäßig einmal im Monat (nach Möglichkeit immer am 1. des Folgemonats) ein Update schreiben, damit ihr zu diesem Zeitpunkt erkennen könnt, an welcher Stelle ihr gerade unter den Teilnehmern steht. Gerne stehe ich euch für Fragen und Anregungen zur Verfügung.


Als letztes möchte ich uns gemeinsam ganz viel Spaß wünschen, immer wenigstens 1 Buch auf dem Lesestapel und Lust und Laune, um die unendlichen Weiten des Goldmann-Verlages zu ergründen.
Auf dass ganz viele Interessenten an dieser Challenge teilnehmen.

Liebe Grüße

Kleeblatt


Teilnehmer:
01. Kleeblatt - Lesendes Katzenpersonal 
02. Kerry - Lesendes Katzenpersonal  
03. Kajsa Arnold - Lost in Books 51 
04. Simone - Kunterbunter Kopfsalat 
05. Samy - 
06. Angy - Beastybabes Bücher 
07. Anruba - Anruba 
08. Katharina - Booksline 
09. Martina - Martinas Buchwelten 
10. Eva - Bücherfansite 
11. Yvi - Yvis Leseecke 
12. Karin - Karins Buch 
13. Nef - Buchjunkies 
14. Sabine - Buchmomente 
15. Anne - Litterae Artesque 
16. Tanja - Tanjas Bücher 
17. Lea - Leas Lesezauber 
18. Klusi - Klusi liest 
19. Barbara - Sommerleses Bücherkiste 
20. BuchBria - Buchbria 
21. Elias - Lesender Pinguin 
22. Katja - MissRose's Bücherwelt 
23. Anke - Svanvithe 
24. Lisa - Mexis Leseparadies 
25. Katharina - Kathaflauschi Books 
26. Yunika - Yunikas Bücherwelt 
27. Claudia - Claudias Bücherwelt 
28. Dia78 - Diabooks78 


01. Update mit Stand 31.01.2016 
02. Update mit Stand 29.02.2016 
03. Update mit Stand 31.03.2016 
04. Update mit Stand 30.04.2016 
05. Update mit Stand 31.05.2016 
06. Update mit Stand 30.06.2016 
07. Update mit Stand 31.07.2016 
08. Update mit Stand 31.08.2016 
09. Update mit Stand 30.09.2016 
10. Update mit Stand 31.10.2016 
11. Update mit Stand 30.11.2016 
12. Update mit Stand 31.12.2016 

Sonntag, 29. November 2015

[Hörbuch-Rezension] Anu Stohner - Aklak, der kleine Eskimo

katzen-0065.gif von 123gif.de

Auch in diesem Jahr wird es wieder an jedem Adventsonntag Rezensionen zu Winter-/ Weihnachtsbüchern geben.
Ihr habt hoffentlich genauso viel Spaß daran wie wir.









Hörprobe



Eckdaten:
Erscheinungstermin: 27. November 2015
Label: cbj audio
Erforderliche Metadaten des Labels: Musik-Datei enthält eindeutiges Kauf-Identifikationsmerkmal. Weitere Informationen.
Gesamtlänge: 1:19:18
Genres:
Diverses
Kindermusik
ASIN: B018JE8IES

Inhalt gem. cbj audio:
Hoch im Norden wohnt Aklak, der kleine Eskimo. Zusammen mit Tuktuk, seinem braven Husky, dem Schneehuhn, dem Schneehasen und der Robbe lässt er sich am liebsten heimlich vom großen Wal auf einer Eisscholle spazieren fahren. Als die großen Eskimojungs die Freunde dabei ertappen, fordern sie Aklak zum Schlittenrennen heraus: Dreimal um den Großen Eisbärbuckel und zurück – das können Aklak und Tuktuk unmöglich gewinnen ... – oder?
Gelesen von der sanften und lebendigen Hörspielstimme von Sigrid Burkholder

Zum Hörbuch:
Aklak ist ein kleiner Eskimo, der in die 1. Klasse geht. Gerne spielt er mit seinen Freunden, die nicht ganz gewöhnlich sind, denn es handelt sich um ein Schneehuhn, einen Schneehasen, eine Robbe und einem Wal. Nach der Schule besucht er sie gemeinsam mit seinem Husky Tuktuk.
Seine Mutter gibt ihm immer noch die Warnung mit, auf den Eisbären aufzupassen und schon gar nicht auf die Eisschollen zu gehen. Das hat sie streng verboten.
Natürlich hört Aklak nicht immer auf seine Mutter, so dass er das ein oder andere mal doch auf einer Eisscholle anzutreffen ist.
Dabei wird er eines Tages von älteren Jungs erwischt, die ihm drohen, ihn zu verpetzen.
Es sei denn, er würde ihnen die Peitsche geben, die Aklak einst von seinem Großvater geerbt hat und an der er sehr hängt. Er weigert sich, ihnen die Peitsche zu übergeben.
Da schließen sie einen Deal. Es soll ein Hundeschlittenrennen stattfinden, der Sieger erhält die Peitsche.

Schweren Herzens lässt Aklak sich darauf ein, obwohl er keine Ahnung hat, wie er das Rennen gewinnen soll. Er geht in die 1. Klasse und darf nur einen Hund vor den Schlitten spannen, der ältere Junge ist schon so alt, dass er zwei Hunde vorspannen darf. Was für ein Dilemma ...

Eine wunderschöne Geschichte um den kleinen Eskimojungen Aklak. Er hat sich auf eine Sache eingelassen, die ihm ohne Erfolg zu sein schien. 
Iklik, seine Freundin aus der Schule, die sich mit ihm angefreundet hatte, sieht das gar nicht problematisch. Üben ist angesagt, sagt sie und nimmt das Heft in die Hand. Sie lernt Aklaks Freunde kennen und abgesehen davon, dass Aklak nun immer üben muss, schmiedet sie mit seinen Freunden einen Plan.

Ein großes Rennen um den Eisbärbuckel. Ein erfolgloses Rennen, so denkt Aklak, aber er hat nicht mit der Macht der Freundschaft gerechnet. Iklik sowie seine tierischen Freunde sind für ihn da, als er sie am dringendsten brauchte. Sie haben sich verschworen, ohne ihn in das Komplott einzuweihen.

Es ist eine schöne Geschichte, in der es um Freundschaft geht und die zeigt, dass man gemeinsam stark ist. Mit Freunden kann man alles durchstehen und überwinden. Auch schon in der Kinderzeit sind Freunde wichtig, sie sind für einen da und helfen, wenn sie in der Lage dazu sind.

Die Sprecherin Sigrid Burkholder hat die Geschichte hervorragend wiedergegeben. Sie sprach mit den unterschiedlichsten Stimmen, je nachdem, welchen Protagonisten sie gerade sprach. Gut verständlich und mit Betonung konnte man der Geschichte lauschen und sie gespannt mitverfolgen.
Untermalt wurde sie mit Hintergrundgeräusche und gelegentlich mit Musikeinlagen.

Ein Hörbuch, dem man jetzt im Winter gespannt und interessiert lauschen kann. Man kann die Atmosphäre förmlich spüren, erfreut sich an einer schönen Geschichte und ist froh, im Warmen sein zu dürfen.

Ein Hörbuch, dass ich gern weiterempfehle, ein Buch für die ganze Familie.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Verlag cbj)
Anu Stohner wurde 1952 in Helsinki geboren und lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Altlußheim am Rhein. Für ihre Übersetzungen aus dem Englischen, Schwedischen und Finnischen wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Finnischen Staatspreis. Zu ihren bekanntesten Büchern zählen die vom »Kleinen Weihnachtsmann«, vom »Schaf Charlotte« und von der »Kleinen Schusselhexe«, die alle in Zusammenarbeit mit Henrike Wilson entstanden sind.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Neuzugänge] der 48. KW 2015

Einen schönen und geruhsamen 1. Advent wünschen wir euch.

Gab es schon mal einen Sonntag, wo wir keine Neuzugänge posten konnten? Ich glaube nicht. So wollen wir euch natürlich auch diesen Sonntag nicht enttäuschen. Ein paar Bücher wollten partout zu uns und wir haben ihnen gern ein nettes Zuhause gegeben.
 
Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.
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Kerrys Neuzugänge:


Kleeblatts Neuzugänge:
- Bush, Nancy - Detective Rafferty 01: Nirgends wirst du sicher sein
- Wilkins, Kimberley - Das Haus der geheimen Versprechen 
- Corbin, Rihana - Love cats searching 
-  Stohner, Anu - Aklak, der kleine Eskimo 




Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Wir wünschen euch eine schöne Woche.

Kerry und Kleeblatt

Samstag, 28. November 2015

[Rezension] Kathy Reichs - Tempe Brennan 01: Tote lügen nicht



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 537 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag 2000; Auflage: Taschenbuchausgabe (2000)
ASIN: B0017AMUMS

Inhalt gem. Heyne:
Tempe Brennan ist forensische Anthropologin in Montreal. Skelette und verweste Körperteile gehören zu ihrem Alltag. Als die 23-jährige Isabelle missbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, erinnert sich Tempe an einen Fall ein Jahr zuvor. Sie versucht, die beiden Verbrechen mit drei weiteren Leichen in Verbindung zu bringen. Doch Detective Luc Claudel nimmt sie nicht ernst. Sie recherchiert auf eigene Faust und lenkt so die Wut des Serienkillers zunächst auf ihre Freundin Gabby, dann auf ihre Tochter Katy und schließlich auf sich selbst.

Zum Buch:
Tempe Brennan ist forensische Anthropologin. Als sie zu einer Leiche gerufen wird, fallen ihr bei der Untersuchung Parallelen zu einem länger zurückliegenden Fall ein. Auch wenn es absurd erscheint, kommen ihr die Gedanken, dass es sich um einen Serienmörder handeln könnte.
Von den ermittelnden Beamten wird sie schlichtweg belächelt.
Aber Tempe gehört nicht zu den Frauen, die nach Vorschrift handeln, sie ermittelt und versucht, ihre Beobachtungen zu beweisen und begibt sich selbst damit in große Gefahr...

Die Autorin Kathy Reichs hat mit diesem Buch, ihrem Erstlingswerk, in einem Metier geschrieben, in dem sie sich bestens auskennt. Sie selbst ist forensische Anthropologin und weiß, wovon sie schreibt. Das macht das Buch sehr authentisch.

Eine 23 Jahre alte Frau wird zerstückelt aufgefunden. Bei der Untersuchung der Toten fällt ihr ein Fall ein, deren Todesursache mit dem jetzigen Todesfall Parallelen aufzeigt. Aber sie wird nicht ernst genommen. Detective Luc Claudel, polizeilicher Ermittler in diesem Fall, nimmt sie überhaupt nicht ernst, wenn er sie denn überhaupt einmal wahr nimmt.

Tempe ist auch nach vielen Jahren in ihrem Beruf noch immer bedrückt, wenn sie eine neue Leiche auf dem Tisch hat. Sie versucht, den Menschen zu sehen, seine Geheimnisse zu ergründen, soweit ihr das möglich ist.
Die zerstückelte junge Frau lässt sie nicht in Ruhe, ebensowenig wie die folgenden Toten, die noch gefunden werden. Sie ist sich sicher, dass es sich um einen Serienmörder handelt, für sie weist alles darauf hin.

Das Buch ist in der Ich-Form aus der Sicht von Tempe geschrieben. Der Leser hat Einblick in ihr Denken und Fühlen.
Sie kämpft nicht nur für Gerechtigkeit und Wahrheit für die Toten, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen.
Tempe ist trockene Alkoholikerin und muss immer wieder aufs Neue gegen die Gier und den Appetit auf etwas Alkoholisches ankämpfen. Oftmals spielen ihre Gedanken mit dem Alkohol, aber sie bleibt stark und bekämpft die Sucht.

Tempe ist eine Protagonistin, die man weiterhin begleiten kann, wenn man sich mit ihr angefreundet hat und wissen will, wie ihr Leben weitergehen wird. Es gibt bis dato 17 Teile der Tempe Brennan-Reihe und ich denke, ich werde noch das ein oder andere aus der Serie lesen.
Sie hat mich für sich eingenommen. Sie ist beharrlich, ehrlich und schonungslos. Sie ist eine Frau, die sich von Rückschlägen nicht zurückhalten lässt. Ein einmal beschriebener Weg lässt sie nicht los, bis sie der Wahrheit auf die Spur gekommen ist.
Tempe geht ihren Weg, von anderen belächelt und manchmal auch gebremst, verliert sie jedoch nie ihr Ziel vor den Augen. Gegen alle Widerstände, selbst dem Wissen, in Gefahr zu geraten, lässt sie sich nicht beirren.
Es ist ein weiter Weg bis zum Ziel, aber sie geht ihn, sie will den Toten ihre Glaubwürdigkeit geben und das Gefühl haben, der Gerechtigkeit Genüge gegeben zu haben.

Tempe ist eine Frau, die ich bewundere. Eine sympathische Protagonistin, die man einfach mögen muss.
Die Autorin hat das Buch von Beginn an mit Spannung belegt, die sich stetig steigert. Als Leser lässt man dann irgendwann das Buch nicht mehr aus den Augen, weil man wissen will, wie es ausgeht.
Auch wenn die Autorin mit ihren Beschreibungen nicht gerade zimperlich und sanft umgegangen ist, war es eine Freude, sie bei ihren Aktivitäten rund um die Toten zu beobachten
Ich für meinen Teil werde Tempe mit Sicherheit noch einige Male begegnen und freue mich schon auf das nächste Treffen mit ihr.

Reiheninfo:
Tempe Brennan 01: Tote lügen nicht
Tempe Brennan 02: Knochenarbeit
Tempe Brennan 03: Lasst Knochen sprechen 
Tempe Brennan 04: Durch Mark und Bein 
Tempe Brennan 05: Knochenlese 
Tempe Brennan 06: Mit Haut und Haar 
Tempe Brennan 07: Totenmontag
Tempe Brennan 08: Totgeglaubte leben länger 
Tempe Brennan 09: Hals über Kopf 
Tempe Brennan 10: Knochen zu Asche 
Tempe Brennan 11: Der Tod kommt wie gerufen
Tempe Brennan 12: Das Grab ist erst der Anfang
Tempe Brennan 13: Blut vergisst nicht 
Tempe Brennan 14: Fahr zur Hölle 
Tempe Brennan 15: Knochenjagd
Tempe Brennan 16: Totengeld 
Tempe Brennan 17: Knochen lügen nie 



Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von Heyne)
Kathy Reichs, geboren in Chicago, lebt in Charlotte und Montreal. U.a. ist sie als forensische Anthropologin für gerichtsmedizinische Institute tätig. Ihre Bücher werden in 30 Sprachen übersetzt.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 27. November 2015

[Rezension] Andrea Sawatzki - Ein allzu braves Mädchen


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 176
ISBN: 978-3-492-30486-3
Erscheinungstermin: 11. August 2014
Format:
Taschenbuch
Verlag: Piper


Klappentext: gem. Piper
Ihre roten Haare leuchten zwischen dem Grün der Bäume. Verstört und mit bloßen Füßen findet man die junge Frau in einem Waldstück. Ihr anfängliches Misstrauen den Psychiatern gegenüber weicht erst ganz allmählich dem Bedürfnis, ihre Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die wirklich niemanden kalt lässt. Aber entspricht das, was sie erlebt zu haben glaubt, auch der Wahrheit?


Rezension:
Winfried Ott ist tot. Der 71-jährige Mann starb bereits vor einigen Tagen, ermordet mit einem scharfkantigen Gegenstand. Vermisst hatte den Mann niemand, lediglich durch das Bellen seiner Hunde wurde die Nachbarschaft darauf aufmerksam, dass bei Ott irgendwas nicht stimmte. Vom Täter ist weit und breit keine Spur zu entdecken - doch wer hätte auch ein Motiv gehabt, diesen alten Mann zu ermorden?

Derweil wird eine junge, verstörte Frau in einem Wald aufgefunden. Sie selbst kann sich an nichts erinnern, weiß nicht, was passiert ist und wie sie in den Wald gekommen ist. Von der hinzugerufenen Polizei wird sie in eine psychiatrische Klinik gebracht. Anfänglich ist die Frau nicht bereit, mit den Ärzten zusammen zu arbeiten, doch nach und nach verändert sich ihre Einstellung.

Zu ihrer betreuenden Ärztin, Dr. Minkowa baut sie langsam aber sicher ein Vertrauensverhältnis auf und beginnt, sich ihr zu öffnen und der Ärztin schonungslos und offen aus ihrem Leben zu berichten. Dr. Minkowa ist schockiert und fasziniert von dieser jungen Frau, die noch immer keinen Namen hat. Dann jedoch steht ein unheimlicher Verdacht im Raum - könnte sie etwas mit dem Tod des alten Mannes zu tun gehabt haben?


Opfer oder Täterin? Der Plot wurde abwechslungsreich und realistisch erarbeitet. Fasziniert war ich von der Tatsache, wie die Autorin es schaffte, den Leser immer wieder in die Gedankenwelt der jungen Frau eintauchen zu lassen und die ist mitunter sehr erschreckend. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, jedoch hätten mir ein paar mehr an der Zahl gut gefallen, irgendwie waren sie recht rar gesät. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, jedoch blieb bei mir nach Abschluss der Lektüre ein eher fader Beigeschmack zurück - ich hatte wohl einfach zu viel erwartet.

Bewertung

Die Autorin:
Andrea Sawatzki, geboren 1963, gehört zu den bekanntesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Nach ihrem Spiegel-Bestseller »Ein allzu braves Mädchen« erschien die turbulente Weihnachtskomödie »Tief durchatmen, die Familie kommt«, die ebenfalls wochenlang auf den Bestsellerlisten stand. Andrea Sawatzki lebt zusammen mit ihrem Mann, dem Schauspieler Christian Berkel, und den zwei gemeinsamen Söhnen sowie drei Hunden in Berlin. »Tief durchatmen, die Familie kommt« wurde mit Andrea Sawatzki, Axel Milberg und anderen für das ZDF verfilmt. (von Piper übernommen)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.




[Rezension] Jessica Khoury - Die Einzige: In deinen Augen die Unendlichkeit


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 440
ISBN: 978-3-401-06869-5
Erscheinungstermin: 1. Januar 2013
Format:
Hardcover
Verlag: Arena


Klappentext: gem. Arena
Als Pia ihm begegnet, weiß sie nicht, wohin sie blicken soll. Diese unglaublich blauen Augen. Die wilden Zeichen, die seinen Körper bedecken. Seine Lippen, die ihren Namen so aussprechen wie niemand zuvor. Pia weiß, dass Eio sterblich ist. Im Gegensatz zu ihr, der ersten und einzigen Unsterblichen. Sie weiß, dass sie zusammen keine Zukunft haben. Doch obwohl alles gegen sie spricht, ist ihre Liebe das Einzige, wofür Pia kämpfen wird.


Rezension:
Die 17-jährige Pia lebt in der Forschungseinrichtung Little Cam im dichten Urwald des Amazonas. Sie wurde dort geboren und hat Little Cam noch nie verlassen. Zeit ihres Lebens ist sie von Wissenschaftlern umgeben, immerhin ist es eine Forschungsstation und auch ihre Eltern sind Wissenschaftler, die dort geboren wurde. Doch Pia ist einzigartig, denn sie ist unsterblich und sie ist die einzige ihrer Art. Pia ist nicht unglücklich mit ihrem Leben, kennt sie doch nichts anderes und ist es doch auch ihr eigenes Ziel, ihren Eltern bzw. ihrer Umgebung nachzueifern und Wissenschaftlerin zu werden, immerhin bringt sie dafür die besten Voraussetzungen mit. Pia ist zufrieden, so wie es ist, doch sie ist auch einsam, denn es gibt niemanden wie sie und auch niemanden in ihrem Alter in Little Cam.

Eines Tages jedoch ändert sich alles. Ein Baum brach um und schuf ein Loch im Elektrozaun, der die Forscher vom Urwald trennt. Sie, die bisher lediglich einen Blick auf die Außenwelt werfen konnte, beschließt nun, diese zu ergründen und schleicht sich heimlich fort. Weit kommt sie jedoch nicht, da trifft sie auf einen Eingeborenen. Dieser stellt sich ihr als Eio vor und schnell ist klar, dass er anders ist, als sie erwartet hat, denn Eio spricht ihre Sprache und dieser Junge, der etwa in ihrem Alter ist, fasziniert sie. Zurück in Little Cam kann sie ihn einfach nicht vergessen.

Plötzlich erscheint ihr ihre bisherige Welt als zu klein, zu abgeschottet und immer wieder schleicht sie sich unbemerkt aus dem Lager, um sich mit Eio zu treffen, der ihr seine Welt zeigt. Tatsächlich ist Eio etwas Besonderes, denn er ist das Kind einer Indianerin und eines Forschers, der vor Jahren eine Beziehung mit ihr einging. Auch Eios Vater schleicht sich immer wieder aus Little Cam und unterrichtet seinen Sohn. Was beide noch nicht wissen: Eio wurde darauf vorbereitet, Pia zu retten, denn in Little Cam ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint ...


Die Einzige ihrer Art! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Die Idee an sich, eine Forschungseinrichtung inmitten eines Urwaldes und in diesem Umfeld eine 17-jährige Unsterbliche zu platzieren fand ich ausgesprochen vielversprechend, jedoch war leider nach dem Zusammentreffen von Pia und Eio der restliche Plot mehr als offensichtlich. Die Figuren wurden realistisch erarbeitet, blieben jedoch in meinen Augen recht flach. Anfangs empfand ich Pia als durchaus faszinierend, wie sie sich den Regeln widersetzt und die Außenwelt erkundet, doch auch im Laufe des Buches legt sie ihre Naivität nicht ab, was ich, in Anbetracht der Tatsache, dass sie immer mehr über die Hintergründe der Forschungseinrichtung erfährt, so nicht recht glauben mochte. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, doch konnte dieser den schwachen Plot und die fadenscheinigen Charaktere nicht wirklich aufwerten.


Bewertung

Die Autorin:
Jessica Khoury hat syrische und schottische Wurzeln, lebt mit ihrem Mann in Toccoa, Georgia, und studierte Englisch am dortigen College. Neben dem Schreiben trainiert sie eine Jugendfußballmannschaft. „Die Einzige. In deinen Augen die Unendlichkeit“ ist ihr Debütroman, der auf Anhieb in mehrere Sprachen übersetzt wurde. (von Arena übernommen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.





Donnerstag, 26. November 2015

[Rezension] Thomas Enger - Gejagt (Band 4)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-7645-0480-9
Erscheinungstermin: 21. September 2015 (1. Auflage)
Format:
Broschiert
Verlag: blanvalet

Klappentext: gem. blanvalet
Für welches Geheimnis würden sie töten?
Nach dem Tod ihres Vaters nimmt sich Hedda Hellberg eine Auszeit – und taucht nicht wieder auf. Als Henning Juuls Exfrau Nora von dem Verschwinden ihrer ehemaligen Schulfreundin erfährt, kann sie nicht glauben, dass diese freiwillig ihre Familie verlassen hat. Schnell findet sie heraus, dass Hedda in einen schwedischen Mordfall verwickelt ist. Als Nora bei ihren Nachforschungen stecken bleibt, wendet sie sich an Henning – und bald befindet sich das Expaar auf gefährlichem Terrain. Denn irgendjemand ist bereit zu töten, um eines der dunkelsten Geheimnisse der europäischen Geschichte zu bewahren …



Rezension:
Journalistin Nora Klemetsen hat es derzeit nicht einfach. Von ihrem Ex-Mann Henning Juul kommt sie nur schwer los, doch nach den tragischen Vorfällen von vor zwei Jahren, in Folge dessen ihr gemeinsamer Sohn starb, ist ein gemeinsames Leben für sie einfach nicht mehr möglich. Zwar gibt es in ihrem Leben mittlerweile Iver, doch ob das mit ihm für alle Ewigkeit ist, da ist sich Nora nicht ganz so sicher, zumal Iver auch noch ausgerechnet der Chef von Henning ist. Als wäre ihr Leben nicht schon verwirrend genug, sucht sie ein gewisser Hugo Refsdal auf. Dieser ist der Ehemann von Hedda Hellberg, Noras Mitbewohnerin zu Studentenzeiten, und er macht sich Sorgen, denn seine Frau ist aus einem geplanten Urlaub nicht mehr zurückkehrt.

Hedda hat vor zwei Monaten ihren Vater verloren und diesen Verlust nur schwer verkraftet. Um diesen zu verarbeiten, wollte sie sich in eine Rehaklinik nach Italien zurückziehen. Hugo selbst brachte seine Frau zum Flughafen, doch als sie zum erwarteten Zeitpunkt nicht zurückkam, musste Hugo auf Nachfrage feststellen, dass seine Frau niemals in dieser Klinik angekommen ist. Seit mehr als einem Monat fehlt jede Spur von Hedda. Hugos Sorge um seine Frau scheint nicht unberechtigt, verschwand doch in den 90er Jahren eine Tante von ihr spurlos. Allgemein wird davon ausgegangen, dass sie Selbstmord beging, doch ihre Leiche wurde nie gefunden. Hat sich dieses Schicksal jetzt wiederholt? Nora verspricht, ihr möglichstes zu tun, um den Aufenthaltsort von Hedda zu ermitteln, denn ihr als Journalistin stehen andere Mittel und Wege zur Verfügung als der Polizei.

Henning hat derweil ganz andere Sorgen. Nach wie vor kümmert er sich als einziger um seine alkoholkranke Mutter und auch zu seiner Schwester Trine hat er, seit ihrem Rücktritt als Justizministerin, keinen Kontakt mehr. Doch das schlimmste ist, Tore Pulli ist tot. Tore Pulli, der Mann, der ihm die Hintergründe des Brandanschlages von vor zwei Jahren auf seine Wohnung offenbaren können, der Henning aufzeigen hätte können, wer für den Tod seines Sohnes verantwortlich ist, wurde im Gefängnis ermordet. Henning jedoch ist, trotz dieses nicht unerheblichen Rückschlages, nicht gewillt, einfach aufzugeben und wenn er sich mit dem Teufel persönlich anlegen muss - er muss ein für alle mal erfahren, warum man ihm vor zwei Jahren nach dem Leben trachtete und das seines Sohnes nahm und wer dafür verantwortlich war, damit Henning diesen Menschen endgültig zur Strecke bringen kann, denn anders ist für ihn ein Weiterleben einfach nicht möglich. Um an Informationen zu kommen, begibt er sich auf gefährliche Pfade ...


Der 4. Band der Henning-Juul-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor aufgezeigt hat, wie wandlungsfähig Menschen sein können, wenn sie ein klares Ziel vor Augen haben und dass sie mitunter alles riskieren, nur um diesem Ziel näher zu kommen. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Entzückt hat mich die Figur des Henning Juul, der dem wahren Strippenzieher hinter dem Anschlag, der sein Leben unwiderruflich veränderte, immer näher kommt und der jedoch für jeden Schritt in die richtige Richtung einen hohen Preis zahlen muss. Leider konnte ich mich mit der Figur der Nora nicht so wirklich identifizieren, zu unsicher erscheint sie mir teils in ihrem Privatleben, wo sie doch beruflich erfolgreich ist und sich durchzusetzen weiß. Bei ihr hatte ich manchmal das Gefühl, sie würde aus zwei Hälften bestehen, die nicht gut ineinanderpassen. Den Schreibstil empfand ich als geradezu fesselnd erarbeitet, sodass ich mich nur schwer von dem Buch lösen könnte. Jetzt heißt es wieder: Warten auf den nächsten Band, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, denn es gibt am Ende einen faszinierenden Cliffhanger, der mich am liebsten sofort hätte weiterlesen lassen, wenn es denn möglich gewesen wäre.


Bewertung


Von Thomas Enger bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor:
Thomas Enger, Jahrgang 1973, studierte Publizistik, Sport und Geschichte und arbeitete in einer Online-Redaktion. Nebenbei war er an verschiedenen Musical-Produktionen beteiligt. Sein Thrillerdebüt Sterblich war hierzulande wie auch international ein sensationeller Erfolg. Er lebt zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern in Oslo. (übernommen von Randomhouse)


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag




bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 

[Rezension] Morton Rhue - Über uns Stille



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-473-58452-9
Erscheinungstermin: 1. Juli 2013 
Format: Taschenbuch
Verlag: Ravensburger


Klappentext: gem. Ravensburger
Die Angst vor einem Atomkrieg wächst. Scotts Vater hat einen Bunker im Garten bauen lassen. Seitdem stellt Scott sich quälende Fragen: Wird er es rechtzeitig in den Bunker schaffen, wenn der Krieg kommt? Und was, wenn dort kein Platz mehr für ihn ist, weil die Nachbarn schneller waren? Wie lange muss man eigentlich in einem Bunker bleiben? Hätten sie überhaupt eine Chance zu überleben, wenn draußen alles verseucht wäre?


Rezension:
Die letzten Tage der Sommerferien des Jahres 1962 sollten die letzten unbeschwerten Tage im Leben des 12-jährigen Scott sein. Das Jahr 1962 ist geprägt vom Kalten Krieg und der Angst vor der Zündung einer Atombombe. Scotts Vater weiß ebenfalls um die Gefahr, die fast zum Greifen nah ist und er lässt für sich und seine Familie im heimischen Garten, unter seinem Haus, einen Atomschutzbunker bauen. Tatsächlich geschieht am letzten Ferientag das, was alle befürchtet und doch jeder geleugnet hat: eine Atombombe wird gezündet.

In dem Augenblick jedoch, als die Familie ihren Bunker betreten will, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Nachbarn, denn diese haben keinen Schutzbunker für sich und ihre Familien. Während dieser Auseinandersetzungen wird Scotts Mutter schwer verletzt und neben seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder schaffen es auch einige Nachbarn in den Bunker. Um unbeschadet in die Außenwelt zurückkehren zu können, müssen sie mindestens 14 Tage in dem Bunker überstehen, 14 Tage lang - 10 Personen und dabei ist der Bunker lediglich mit Vorräten für eine 4-köpfige Familie ausgestattet.

Es dauert nicht lange, dann droht die Situation im Bunker zu eskalieren und auch alte Streitigkeiten unter den "Geretteten" bahnen sich ihren Weg in diese Situation, denn nicht jeder ist der Meinung, dass jeder in dem Bunker ein Anrecht auf sein Überleben hat ...


Wenn das Unvorstellbare geschieht! Der Plot wurde authentisch und realistisch erarbeitet. Im Besonderen beeindruckt haben mich die unterschiedlichen Situationen, die sich innerhalb des Bunkers abspielten, zumal diese im Laufe der Zeit immer wieder variieren und zur Eskalation innerhalb der Gruppe führen könnten. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Gerade die Figur des 12-jährigen Scott hat mich sehr beeindruckt, der bereits vor der Zeit im Bunker, gerade auf Grund der politischen Situation und auch der Voraussicht seiner Eltern, deutlich reifer war, als seine Freunde und am ehesten realisiert hat, was durchaus passieren könnte und dann auch geschah. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, hätte mir allerdings zwischendrin eher weitere Interaktionen der Menschen im Bunker gewünscht.


Bewertung

Von Morton Rhue bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor: 
Nach einigen Jahren an einem New Yorker College schmiss Morton Rhue, eigentlicher Name: Todd Strasser, sein Studium, um sein Glück zuerst in einer Kommune und dann als Straßenmusiker in Europa zu suchen. Trotz seiner Schwierigkeiten mit Rechtschreibung und Grammatik schrieb Rhue Lieder und Gedichte für seine Freunde zu Hause und begann nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten ein Literaturstudium. Nach seinem Abschluss arbeitete er einige Jahre als Reporter für verschiedene Zeitungen. 1978 erschien sein erster Roman "Angel Dust Blues". Mit seinen Tantiemen gründete er eine Firma und begann Glückskekse zu produzieren, von denen er die nächsten zwölf Jahre bis zu seinem Durchbruch als Schriftsteller noch mehr verkaufen sollte als von seinen Büchern. (von Amazon übernommen)

  
Wie ich zu dem Buch kam: 
Das Buch habe ich mir geliehen.

Mittwoch, 25. November 2015

[Rezension] Kimberley Wilkins - Das Sternenhaus



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426653540
ISBN-13: 978-3426653548
Originaltitel: Ember Island
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,8 x 21,8 cm

Inhalt gem. Knaur:
1891: Die ungestüme Nell wächst auf der Gefängnisinsel Ember Island auf, wo ihr Vater die Strafanstalt leitet. Als ihre Mutter mit nur 36 Jahren stirbt, stellt er die Gouvernante Tilly ein. Die junge Frau, die selbst bereits schwere Schicksalsschläge erleiden musste, erobert das Herz des Mädchens im Sturm – und nicht nur seines … Mehr als 100 Jahre später reist die Bestsellerautorin Nina auf die abgelegene Insel vor der Küste Australiens. Hier, im Haus ihrer Urgroßmutter Nell, dem »Sternenhaus«, hofft sie, umgeben von beeindruckender Landschaft und bewegender Stille, ihre tiefe Schreibkrise überwinden zu können, in die der Betrug ihres langjährigen Lebensgefährten sie gestürzt hat.

Zum Buch:
Nina ist eine recht erfolgreiche Autorin, leidet aber momentan an einer akuten Schreibblockade. Nicht ganz unschuldig daran ist ihr Freund, bzw. Exfreund, der sie verlassen hat. Mit einer anderen Frau ist ihm gelungen, was er erstrebte, er wird Vater.
Nina flieht aus ihrem Zuhause und macht sich auf den Weg zur Gefängnisinsel Ember Island, wo ihre Urgroßmutter Nell einst mit ihrem Vater lebte. Das Haus ist ein wenig in die Jahre gekommen und bedarf einer grundlegenden Überholung, um die sie sich nun kümmern will.
Dabei findet sie Teile eines alten Tagebuches ihrer Urgroßmutter und taucht in eine Welt ein, die 100 Jahre zurück liegt.

Nell lebte Ende des 19. Jh. auf der Gefängnisinsel Ember Island, deren Direktor ihr Vater gewesen ist. Er ist Witwer und lebt gemeinsam mit seiner Tochter, von der er sich nicht trennen mag, seit seine Frau gestorben war.
Als eines Tages Tilly auf die Insel kam, ist sie ein Glücksgriff für ihn, denn sie wird fortan die Gouvernante seiner Tochter. Aber Tilly trägt ein tiefes Geheimnis mit sich und eine Vergangenheit, die sie bald einzuholen scheint...

Kimberley Wilkins gelingt es mühelos, zwei Zeitebenen miteinander zu verknüpfen. Wie schon in ihren beiden ersten Büchern hat sie damit Erfolg.

Die beiden Zeitebenen dieses Buches sind durch 100 Jahre voneinander getrennt. In beiden spielt sich alles auf der abgelegenen Insel Ember Island ab, die seinerzeit eine Gefängnisinsel war und von Privatpersonen weitestgehend unbewohnt. So ist es auch kein Wunder, dass Nell, die Tochter des Gefängnisleiters dort vereinsamt, denn es gibt niemanden, mit dem sie ihre Freizeit verbringen kann. Als Tilly in ihr Leben tritt, freunden sich die beiden recht schnell an. Auch zwischen Tilly und Nells Vater scheint es eine Beziehung zu geben, die Tilly wegen ihrer Vergangenheit nicht wirklich ausleben kann.

Nina, in der Gegenwart, kann den Betrug ihres Freundes nicht verkraften  und flüchtet auf die Insel. Sie ist bezaubert von ihr und lässt die Vergangenheit ihrer Urgroßmutter auf sich wirken. Sie will nun, einmal angefixt durch ein paar Seiten eines alten Tagebuches, alles wissen, aber wird sie jemals alles erfahren? Aber auch Nina hat ein Geheimnis, das sie nicht preisgeben mag, dass aber aufgrund einer aufdringlichen Journalistin droht, aufgedeckt zu werden.

Die 2 Zeitebenen haben nicht nur Nell als Gemeinsamkeit, die diese miteinander verbinden. Der Handlungsort, die Gefängnisinsel, tut ihr übriges, wie auch an Herantasten an die Wahrheiten, die hinter all dem stecken und die aus dem Buch eine Einheit macht, die 100 Jahr überbrücken.
Die Autorin lässt den Leser teilhaben an einer Zeit, die uns nur aus Geschichtsbüchern nahe gebracht wurde. Ehen wurden aus wirtschaftlichen Überlegungen geschlossen, Liebe war an der Stelle unwichtig. Schnell ist da auch mal ein Betrüger zur Hand, der es auf die Erbschaft und das Eigentum der Ehefrau abgesehen hat. Es war eine Zeit, in der Frauen keine Rechte hatten und wenn sie sich zur Wehr setzten, mundtot gemacht wurden. Wer interessierte sich schon für Frauen.
Eine graue, düstere Zeit.

Die Autorin Kimberley Wilkins hat interessante Charaktere geschaffen, die man sehr gern begleitet. Auch wenn Unrecht geschehen war, so litt man mit den Protagonistinnen doch mit und hoffte für sie auf einen guten Ausgang.

Mit den Protagonistinnen hat die Autorin lebensbejahende Frauen geschaffen, die sich nicht unterkriegen lassen, die ihr Leben in die Hand nehmen und die ihren Weg gehen. Ich mochte die Frauen, ganz besonders Tilly, der übel mitgespielt wurde.
Kimberley Wilkins ist eine Autorin, die ich sehr mag und das mit recht, wie ich nach diesem Buch wieder feststellen durfte. 



Bewertung:




Zur Autorin:
(Text von Knaur)
Kimberley Wilkins hat erfolgreich sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene publiziert. Ihre Werke wurden unter anderem mit dem Romantic Book of the Year Award, dem Aurealis Award und dem Lynne Wilding Award ausgezeichnet sowie für zahlreiche andere Preise nominiert. Kimberley Wilkins lebt mit ihrer Familie in Brisbane, sie ist Dozentin an der Universität von Queensland.


Von Kimberley Wilkins wurden gelesen und rezensiert:
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Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt