Donnerstag, 31. Dezember 2015

[Rezension] Candace Bushnell - Lipstick Jungle



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (9. März 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548266967
ISBN-13: 978-3548266961
Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 4,1 x 18 cm

Inhalt gem. Ullstein:
New York hat seine eigenen Gesetze. Wenn im gesamten Land der Labour Day das Ende des Sommers markiert, fängt im Big Apple alles an: mit der glamourösen Fashion Week und den neuen Kollektionen der Modeschöpfer. Keiner kennt sich in dieser schillernden Welt der Medien und der Mode besser aus als Nico, Victory und Wendy. Doch Frauen, die ganz oben stehen, können tief stürzen … Drei unwiderstehliche Karrierefrauen am Wendepunkt ihres Lebens: Sollen sie wirklich ALLES dafür tun, um ganz oben zu bleiben?

Zum Buch:
Ich gehöre zu den seltenen Exemplaren, die "Sex and the City" nur vom Hörensagen kennen. Interessiert hat es mich nicht, so dass ich mir darüber kein Urteil erlauben kann. Aber es war ein Straßenfeger und von genau der Autorin, die auch "Lipstick Jungle" geschrieben hat. Da ich nur Gutes von ersterem Buch / Film gehört hatte, dachte ich mir, ich könnte mit diesem Buch nicht allzuviel falsches machen.
Das Cover zog am meisten, ein absoluter Hingucker, der den Suchenden regelrecht anbrüllt, es mitzunehmen. Super gelungen, anders kann man es nicht beschreiben.

Das Buch handelt von drei Freundinnen, drei bedeutenden Freundinnen, die es zu etwas gebracht haben. Sie sind um die 40 und haben es geschafft, sind fast am Ziel ihrer Wünsche.
Nico ist Chefredakteurin eines Magazins, Wendy die Chefin einer Filmproduktionsfirma und Victory Modedesignerin. Sie sind in bedeutender Stellung und haben sich hoch gebissen, sie allein haben es geschafft. Aber es gibt immer noch etwas zu erreichen und dabei ist es fast egal, wer dabei auf der Strecke bleibt. 
Nico ist verheiratet und hat eine Tochter, die von ihrem Mann betreut wird. Sie genießt das und ist doch nicht glücklich mit der Tatsache, dass ihr Mann keine Arbeit hat. 
Mit Wendys Ehe läuft es nicht so besonders. Ihr Mann, nicht so erfolgreich wie sie selbst, will die Scheidung, doch was wird mit den Kindern? Bei wem sollen sie leben, bei der karrieresüchtigen Mutter oder doch beim Vater, der bis jetzt immer für sie da war?
Victory, die Modedesignerin hatte gerade einen Flop mit ihrer Frühjahrskollektion hingelegt. Sie beginnt eine Affäre mit einem älteren Herrn, aber ob ihr das das Glück bringen wird, das sie sich erhofft?

Drei Frauen, drei Schicksale, drei Protagonistinnen, die mir leider nicht einmal im Ansatz sympathisch waren. Karrieregeile Frauen, die vor nichts zurückschrecken und denen es egal ist, wer dabei auf der Strecke bleibt. Kinder, Ehemänner, egal, Hauptsache sie selber können sich beweisen.
Frauen, die nur an sich denken und ihr eigenes Umfeld für selbstverständlich nehmen. Das ist leider nicht mein Denken und das kann ich nicht gutheißen. An der Stelle reicht mir nicht einmal das Wissen, dass das nur ein Buch ist, was ich lese. Ich kann mich mit den Protagonistinnen in keinster Weise identifizieren, das brauche ich aber, um den handelnden Personen klar zu kommen.

Für mich war dieses Buch so gar kein Highlight, so dass ich dafür keine Leseempfehlung geben kann.


Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von Ullstein)
Candace Bushnell, die weltberühmte Autorin von Sex and the City, war Kolumnistin für The New York Observer und Redakteurin der Vogue. Mit dem Bestseller Raufschlafen hat sie ihr überragendes Talent auch als Romanschriftstellerin bewiesen. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Annette Hennig - Und immer war es Liebe 03: Das Geheimnis des Briefes



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 284 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (17. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1512126357
ISBN-13: 978-1512126358
Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 1,8 x 19,8 cm

Inhalt gem. Amazon:
Das Finale der großen Familiensaga um Liebe, Leid und Leidenschaft 
Argentinien 1945: Arthur Weimann flieht in ein neues Leben, ein fremdes Land, fern seiner Heimat. Er bekommt eine zweite Chance, heiratet eine Tochter aus reichem Hause und wird dennoch nicht restlos glücklich. Die Vergangenheit überschattet die Ehe mit seiner blutjungen Frau und er schreibt sich in einem Brief an seine große Liebe alles von der Seele. Erst 70 Jahre später treffen seine Zeilen ein, die Empfängerin ist, genau wie er, längst verstorben. Nun ist es an seinen Nachfahren, das Geheimnis aufzudecken, das er ihnen hinterlassen hat. Werden seine Kinder und Kindeskinder ihn verstehen oder werden sie ihn verurteilen? Können sie ihm vergeben? Eine fesselnde, dramatische Liebesgeschichte - geheimnisvoll und spannend erzählt!

Zum Buch:

70 Jahre sind ins Land gegangen, bis ein Brief seinen Empfänger findet. Nicht direkt ihn selbst, sondern seine Nachfahren. Der Empfänger ist inzwischen verstorben, wie auch der Adressat selbst.
Der Adressat war Arthur Weimann, Deutscher, der vor 70 Jahren aus Überzeugung in den Krieg zog und nie wieder kam. Er hinterließ Frau und Kind in dem Glauben, er wäre gefallen.
Nun dieser Brief, der für alle Beteiligten zu spät kam. Der Brief erreichte nur noch die Nachkommen, die schon einen Teil aus Arthurs Geschichte in Erfahrung bringen konnten, die aber nun doch überrascht sind, aus Argentinien die letzten Lebenszeichens ihres Vaters, Großvaters bzw. Urgroßvaters zu erhalten.
Aber es ist noch nicht zu spät, um Beteiligte aufsuchen zu können und die restlichen Puzzleteile aus Arthurs Leben zu erfahren. Es wird ein Trip in die Vergangenheit und gleichzeitig ein Abschluss der Trilogie um Arthur Weimann...

Was habe ich gewartet auf den Schlussband der Trilogie um Arthur Weimann, denn durch die beiden Vorbände konnte man erfahren, wie es ihm zu Kriegszeiten ergangen ist. Von zu Hause weggegangen, um das Dritte Reich als Soldat zu unterstützen und um nie wiedergekommen.
Nun endlich erfährt man als Leser, wo es Arthur letztendlich hin verschlagen hatte. Er verbrachte seine letzten Jahre, Jahrzehnte in Argentinien, wo er reich geheiratet hat. Isabel, die Tochter eines Weinguts setzte sich in den Kopf, Arthur Weimann, den neuen Verwalter des Gutes, zu ehelichen. Seit sie ihn gesehen hat, ging ihr dieser Mann nicht mehr aus dem Kopf. Da war es völlig uninteressant, dass er mehr als doppelt so alt war wie sie selbst. 
Arthur, der im Leben nichts mehr zu verlieren hat, heiratet Isabel und macht sie glücklich. Sie weiß, dass er sie auf seine Art liebt, aber sie weiß auch, dass er nicht grenzenlos glücklich mit ihr ist. Arthur hatte schon ein Leben, das in der Vergangenheit liegt und über das er nie mit ihr gesprochen hat. Obwohl er seiner jungen Frau so gut wie jeden Wunsch erfüllt, weigert er sich beharrlich, mit ihr nach Deutschland, seinem Heimatland zu reisen.

In der Gegenwart erhält Elisa, Agnes und Walthers Tochter, den Brief, der 70 Jahre zu spät kam.

Abwechselnd erzählt die Autorin Annette Hennig die Geschehnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Am interessantesten fand ich die Ereignisse der Vergangenheit, die von Arthurs und Isabels Leben handelte.
Man lernt ein ungestümes Mädchen kennen, dem jeder Wunsch erfüllt wird und einen ruhigen, besonnenen Mann, der die Jugend schon weit hinter sich gelassen hat und der sich ein weiteres Mal auf eine Beziehung einlässt. Argentinien wird Arthurs letzte Heimat, in der er auch sterben wird.

Drei Bücher, drei Familien und die verschiedensten Schicksale durfte man in der Trilogie kennenlernen. Mehr als einmal sind mir die Tränen gekommen. So blieb auch in dem Abschlussband mein Auge nicht trocken, lag es daran, dass es so gut und einfühlsam geschrieben wurde oder daran, dass ich eh nah am Wasser gebaut bin?
Die Protagonisten sind durchweg sympathisch, die aus der Vergangenheit wie auch die aus der Gegenwart. Arthur hat es sich sein Leben lang nicht leicht gemacht und immer versucht, aus der jeweiligen Situation das beste zu machen.
Parallel dazu hatte der Leser die Möglichkeit, die "zurückgebliebene" Familie von Arthur, angefangen von Agnes, über Elisa und Nina wie auch deren Kinder und Kindeskinder mitzuerleben. Eine komplexe Familiengeschichte, die in den 40er Jahren des vergangenen Jh. begann und 2014 endet.
Ich bin ein wenig traurig, dass ich diese Familie nun endgültig verlassen muss, die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen und ich habe sie durch all die Jahre gern begleitet.

Die Trilogie ist mehr als nur lesenswert, sie vermittelt auch ein klein wenig Geschichtswissen. Obwohl man durchaus jedes Buch für sich lesen kann, empfehle ich doch, es als Ganzes zu sehen und mit Band 1 zu beginnen. Ich habe es nicht bereut und viele angenehme Stunden beim Lesen der Bücher verbracht.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.


Reiheninfo:
Und immer war es Liebe 01: Agnes Geheimnis
Und immer war es Liebe 02: Das Geheimnis der Uhr
Und immer war es Liebe 03: Das Geheimnis des Briefes


Bewertung:


Zur Autorin:
Annette Hennig über sich selbst findet ihr HIER 


Von Annette Hennig wurden gelesen und rezensiert 
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An dieser Stelle  möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


                           Annette Hennig 

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 29. Dezember 2015

[Rezension] Lauren Weisberger - Ein Ring von Tiffany



Leseprobe 




Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Goldmann Verlag (9. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442542677
ISBN-13: 978-3442542673
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Emmy, Leigh und Adriana leben in New York und sind unzertrennliche Freundinnen. Allerdings sind sie auch völlig verschieden: Adriana ist ein echter Vamp, Emmy träumt von Mann und Kind, und Leigh scheut vor großer Nähe stets zurück. Als Emmy von ihrem Freund verlassen wird, beschließt sie allerdings, ihr Leben umzukrempeln und sich ein Jahr lang in erotische Abenteuer zu stürzen. Angesteckt von Emmy will auch Adriana Neuland betreten. Sie nimmt sich vor, statt zahllosen Affären lieber einem Verlobungsring nachzujagen. Und selbst Leighs Leben steht Kopf, als sie den charismatischen Schriftsteller Jesse Chapman kennen lernt. Dabei hat ihr Freund ihr doch gerade erst einen Heiratsantrag gemacht ...

Zum Buch:
Drei Freundinnen, die durch eine tiefe verankerte Freundschaft miteinander verbunden sind. Sie stehen kurz vor der 30 und stehen mitten im Leben. Emmy, die mit ihrem Freund Duncan seit 5 Jahren zusammen ist, möchte Mutter und Ehefrau sein. Bevor es jedoch soweit kommen kann, verlässt er sie wegen einer Jüngeren.
Leigh arbeitet als Lektorin und liebt die Ruhe, Chaos ist so gar nichts für sie. Als ihr Freund ihr einen Heiratsantrag macht, nimmt sie ihn an, ist sich aber nicht sicher, ob sie das auch will.
Adriana, die dritte im Bunde, ist der sprichwörtliche Vamp. Ihre Eltern, beide Brasilianer haben ihr das exotische Aussehen vererbt und unterstützen ihre Tochter finanziell, so dass sie es nicht nötig hat zu arbeiten. Durch ihr Aussehen und ihr Auftreten führt sie ein wahres Schickimicky-Leben. Sie lässt nichts aus, auch keinen Mann, so dass sie ein wandelnder Ratgeber ist, wie man Männer behandeln muss. Ihre größte Sorge ist, dass sie ihr nicht mehr zu Füßen liegen.

Als Emmy nun von ihrem Freund verlassen wird, will sie ihr Leben komplett ändern. Sie, die bislang ruhig und gesittet lebte, will nun auch keinen Mann auslassen und diese nehmen, wie sie kommen. Sie will wissen, was sie versäumt hat.
In einer ruhigen Minute beschließt Adriana, nun auch ihr Leben zu ändern. Sie will es in einem Jahr schaffen, dass ihr ein Mann einen Heiratsantrag macht. Die beiden schließen eine Wette.

Drei Freundinnen, von denen 2 eine Wette abschließen, dass sie innerhalb eines Jahres ihr Leben verändern. Leigh schließt sich dieser Wette nicht an, aber auch sie wird Veränderungen in ihrem Leben erfahren, gerade sie, die das Beständige liebt. Eine Begegnung mit dem Autor Jesse Chapman bringt doch so einiges in Schwingung bei ihr.

Bislang habe ich von der Autorin nur Gutes gehört, gelesen hatte ich noch nichts. Dieses Buch sollte nun ihr erstes sein, aber wie es aussieht, wird es auch das letzte bleiben.
Die drei Protagonistinnen konnten mich mit ihrer Art so gar nicht für sich interessieren. Ganz im Gegenteil, Adriana machte es mir besonders schwer, sie auch nur ansatzweise zu mögen. Ihre ganze Art und Denkensweise gingen mit so gegen den Strich, dass sich meistens mein Gefieder sträubte, wenn es um sie ging.
Viel Tiefgang habe ich ehrlich gesagt bei dem Buch nicht erwartet, aber das ist ok bei einem Buch, das man nur mal zwischendurch zur Entspannung lesen möchte. Was sich mir dann aber bot, war noch weniger, als ich ohnehin nur erwartet hatte. 
Die einzelnen Stränge verliefen ineinander, so dass es gerade zu Beginn sehr schwer war, die Orientierung nicht zu verlieren. Das Leben von Emmy und Adriana war für mich so uninteressant, dass ich es bereits vergessen hatte, als ich mit dem Buch fertig war.
Für dieses Buch habe ich verhältnismäßig viel Zeit zum Lesen gebraucht, ich schleppte mich regelmäßig durch dieses Buch, musste mich zwingen, es weiterzulesen.

Das Cover des Buches finde ich gelungen, aber das war es auch schon.
Ein paar mal konnte ich tatsächlich schmunzeln, aber für eine Leseempfehlung reicht es leider nicht.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von Goldmann)
Lauren Weisberger hat an der Cornell University studiert und danach für die Modezeitschrift Vogue gearbeitet. Sie war dort die persönliche Assistentin der Herausgeberin Anna Wintour. Ihr von eigenen Erfahrungen bei der Vogue inspirierter Debütroman „Der Teufel trägt Prada“ machte die junge Autorin über Nacht zum Star, und auch die Verfilmung des Buches mit Meryl Streep und Anne Hathaway in den Hauptrollen wurde zum Welterfolg. Es folgten die Bestseller "Die Party Queen von Manhattan", "Ein Ring von Tiffany", "Champagner und Stilettos" und "Die Rache trägt Prada" – die brillante Fortsetzung ihres Debütromans. Lauren Weisberger lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in New York.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 28. Dezember 2015

[Rezension] Sophie Kinsella - Charleston Girl



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442473993
ISBN-13: 978-3442473991
Originaltitel: Twenties Girl
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,7 x 18,8 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Lara Lington könnte etwas Ablenkung gut gebrauchen: Ihr Freund hat sie verlassen, ihr Job ist ein Katastrophengebiet und ihre Familie ein Fall für sich. Dann taucht auch noch eine junge Frau auf, die Laras Leben restlos auf den Kopf stellt: Sadie Lancaster, ein Wirbelwind mit Federboa und einer Vorliebe für Charleston. Sadie hat nur ein Problem: Sie ist der Geist von Laras Großtante und gehört eigentlich in die Zwanzigerjahre. Nun ist sie ins London der Gegenwart geraten, wo sie nach einem Mann zum Flirten und nach einer verschwundenen Perlenkette sucht. Und für beides braucht sie Laras Hilfe ...

Zum Buch:
Wer geht schon zur Beerdigung einer Großtante, die er nicht kennt? Lara Lington wird das tun, weil es sich so gehört und ihre Familie darauf Wert legt. Brauchen kann sie solche Einlagen gerade gar nicht, denn in ihrer Firma läuft es momentan nicht so gut, da ihre Freundin und Miteigentümerin lieber Urlaub macht als arbeitet. Ihr Freund hat sie ebenfalls gerade verlassen, so dass ihr Leben nicht nach rosa Sonnenschein aussieht.
Da begegnet ihr Sadie Lancaster, ihre Großtante, zu deren Beerdigung sie gerade ist, auf dem Friedhof als Geist, als 23 Jahre junge Frau. Erst kann Lara das nicht wirklich realisieren, aber Sadie lässt an dieser Tatsache keinen Zweifel, hat sie doch einen Wunsch. Sie möchte, dass Lara ihre Perlenkette sucht, an die sie sehr hängt.
Von dem Moment an wird nichts mehr sein wie es war...

Sadie Lancaster ist tot. 105 Jahre hat sie gelebt und nun wurde es Zeit, zu gehen. Aber wirklich gegangen ist sie nicht, sie erscheint ihrer Großnichte als Geist und bringt das Leben derselben ein wenig auf Trab.
Sadie ist 23 und hat Lust aufs Leben, will einige Dinge gern noch einmal tun, dafür braucht sie Lara. Sie hatte nie geheiratet, weil ihre große Liebe vor Jahren verschwunden war und eine neue gab es für sie nicht.
Nun bringt sie Lara dazu, erst einmal die Einäscherung zu verhindern, könnte ja sein, dass sie keinen natürlichen Tod gestorben ist. Sie war doch erst 105.

Sadie "zwingt" Lara, einen wildfremden Mann um ein Date zu bitten, was er auch annimmt. Er hatte keine Wahl, Sadie stand genau hinter ihm und brüllte ihm ins Ohr. So macht Sadie es mit allen, bei denen sie ihren Willen durchsetzen will, sie brüllt ihnen ins Ohr und die jeweiligen Personen "gehorchen".
Ein Date ohne Tanzen geht natürlich nicht, auch wenn es eine Bar ist, in der sie sich befinden, es wird Charleston getanzt, den mochte Sadie immer am liebsten.

Was für ein Buch.
Der Geist von Sadie tanzt in Laras Leben und krempelt dieses vollkommen um. Humorvoll und voller Charme wird eine Geschichte erzählt, die von verpassten Gelegenheiten handelt und von Missverständnissen. Eine Liebe, die nicht sein sollte, wurde jahrelang falsch gedeutet. So wird nicht nur Laras Leben verändert, auch Sadie wird einige Dinge aus einer völlig neuen Perspektive sehen.
Lara und auch Sadie sind zwei Protagonistinnen, die man einfach ins Herz schließen musste. Zwei so unterschiedliche Frauen, zwischen denen Jahre liegen, machen gemeinsame Sache und bringen erstaunliches zutage.

Während der Lektüre funktionierte mein Kopfkino ganz hervorragend. Ich hatte immer Sadie in der Peilung und stellte sie mir vor, wie sie den Leuten ihre eigene Meinung zu deren machte und amüsierte mich dabei köstlich.

Das ist ein ganz anderes Buch als die Bücher der Autorin um Becky Brandon, der Shoppingqueen. Humorvoll geschrieben und doch zum Nachdenken anregend. Verpasste Chancen und Gelegenheiten und der Gedanke an den Tod sollten eigentlich keine humorvolle Lektüre sein, sind sie aber in diesem Buch. Ich habe mich mit dem Buch wundervolle Stunden lang unterhalten und war ein wenig wehmütig, als ich von den beiden Frauen Abschied nehmen musste.

Ein wundervolles Buch für unterhaltsame Lesestunden, das ich gern weiterempfehle.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?« oder »Kein Kuss unter dieser Nummer« im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.


Von Sophie Kinsella wurden von uns gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 27. Dezember 2015

[Neuzugänge] der 52. KW 2015

Jahresendspurt, Weihnachten ist vorbei und in wenigen Tagen ist auch schon Sylvester und damit ein neues Jahr. Doch erst einmal zur vorangegangenen Woche, wo es natürlich (es war ja immerhin Weihnachten) doch ein paar neue Schätze gab.

Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.
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Kerrys Neuzugänge:



Kleeblatts Neuzugänge:
- Wilken, Constanze - Sturm über dem Meer 
- Cabot, Meg - Heather Wells 05: Gibt es ein Leben nach der Torte? 
- Zinßmeister, Deana - Pest 03: Das Pestdorf 
- James, Julie - Cameron Lynde 05: Keine Hochzeit ist auch keine Lösung 


Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Wir wünschen euch eine schöne Woche und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Kerry und Kleeblatt

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohe Weihnachten

So ihr lieben, heute gibt es mal keine Rezension. An dieser Stelle möchten wir euch allen ein schönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben wünschen, hoffentlich einen fleißigen Weihnachtsmann und vorab schon einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr.



Kleeblatt und Kerry

Mittwoch, 23. Dezember 2015

[Rezension] Gavin Extence - Das unerhörte Leben des Alex Woods



Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Limes Verlag; Auflage: 1. Aufl. 477 S. (3. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809026336
ISBN-13: 978-3809026334
Originaltitel: Alex Woods VS The Universe
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 4,1 x 22 cm

Inhalt gem. Limes:
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.
Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.
Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

Zum Buch:
Alex Woods ist 17 Jahre alt und wird von der Polizei gestoppt, mit Marihuana im Gepäck und einer Urne voller Asche. 
Er erzählt eine Geschichte, die vor 7 Jahren begann, als er von einem Meteoriten gestreift wurde. 
Aus dem anfänglich schüchternen und uninteressanten Jungen wurde eine Berühmtheit. Fernsehen, Zeitungen und viele andere wichtige Institutionen warfen ihn ins Rampenlicht. 
Als er Mr. Petersen kennenlernt, einen alten missgelaunten Mann, beginnt über die gemeinsame Liebe zu Büchern eine Freundschaft, die ungewöhnlich ist und die späte weitreichende Entscheidungen zur Folge haben...

Alex war schon ein Außenseiter, bevor er Bekanntschaft mit einem Meteoriten gemacht hatte und ins Koma fiel. Seine Mutter, die einen Esoterikladen betreibt, tickt auch ein wenig anders als andere Mütter. Er wurde gemobbt und gemieden, was sich auch nach seiner Popularität nicht änderte. Alex interessierte sich für die Dinge, die sich um Meteoriten drehten und entwickelte sich zum Besserwisser, was auch nicht gut ankam.
So war es für ihn auch schwer, Freunde zu finden. Umso erstaunlicher war jedoch, dass er mit dem alten Mr. Petersen Freundschaft schloss, ein ebenso einsamer Mensch, der unleidlich war und nichts und niemanden leiden konnte. Bis eines Tages zu sehen war, dass Mr. Petersen schwer krank war und man nicht auf Heilung hoffen konnte. Der alte Mann wollte nicht den Rest seines Lebens dahinsiechen und fasste einen Entschluss, bei dem ihm nur Alex helfen konnte.

Ein wunderbares Debütwerk des Autoren Gavin Extence.
An den Protagonisten Alex Wood muss man sich gewöhnen, seine Art und seine wortgewaltigen Ausschweifungen. Aber er ist erst 10 Jahre, als man ihn kennenlernt und man begleitet ihn die kommenden 7 Jahre. Jahre, in denen er anfangs einsam ist und von seinen Klassenkameraden gemieden wird und in denen er Mr. Petersen kennen und schätzen lernt. Er wird ihm ein wahrer Freund und die beiden gehen einen Weg, der nicht ganz legal ist.

Mit diesem Buch hält man ein Buch in den Händen, in denen es um Freundschaft geht und das Einstehen für andere, ohne an die Konsequenzen zu denken.
Das Thema Tod spielt eine zentrale Rolle und die Art, wie das Leben zu Ende gehen soll oder kann. Hat man das Recht, dem Leben selbst ein Ende zu setzen oder andere Hilfe anzunehmen? Was ist erlaubt, was legal? 
Ein Thema, was betroffen macht und zum Nachdenken anregt. Wie würde man selbst in einer solchen Situation entscheiden?

Das Buch hat mich zu Tränen gerührt, aber auch Stellen zum Schmunzeln ließen nicht auf sich warten. Ich habe mich mit Alex angefreundet und jeder wäre mit so einem Freund reich beschenkt. Wahre Freunde erkennt man eben wirklich erst an ihrem Handeln.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:




Zum Autor:
(übernommen von Limes)
Gavin Extence, geboren 1982, wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit dem interessanten Namen Swineshead auf. In seiner Kindheit machte er eine kurze, aber glanzvolle Karriere als Schachspieler; er gewann zahlreiche nationale Turniere und reiste nach Moskau und St. Petersburg, um sich dort mit den besten jungen Denkern Russlands zu messen. Er gewann nur ein Spiel.

Sein erster Roman »Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat« schlug in Großbritannien ein wie ein Meteorit – Alex Woods eroberte die Herzen der Leser im Sturm und die Presse feierte den Roman als DIE Entdeckung des Jahres.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Karen Rose - Faith 01: Dornenmädchen



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 896 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426517078
ISBN-13: 978-3426517079
Originaltitel: Closer Than You Think
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4 x 21,3 cm

Inhalt gem. Knaur:
Gnadenlos gejagt von einem Stalker, flieht Faith an den Ort, der ihr seit ihrer Kindheit Alpträume bereitet: in das abgeschiedene, leerstehende Herrenhaus ihrer Familie, in dem ihre Mutter vor 23 Jahren Selbstmord beging. Hier will sie unter neuer Identität einen Neuanfang wagen. Doch was sie in dem alten Anwesen erwartet, übertrifft all ihre Ängste. Auf der Zufahrtstraße dorthin taumelt ihr eine schlimm zugerichtete, nackte junge Frau vors Auto. Bei den anschließenden Ermittlungen stößt das FBI unter dem Kellerboden der Villa auf sorgfältig präparierte Frauenleichen. FBI-Agent Deacon Novak zweifelt an Faith‘ Unschuld, doch gleichzeitig fasziniert ihn die hübsche Zeugin. Gemeinsam betreten sie einen düsteren Pfad, der weit in Faith‘ Vergangenheit führt.

Zum Buch:
Die Psychiaterin Faith bricht alle Brücken hinter sich ab. Sie wurde von einem ihrer Patienten gestalkt, selbst 30 Anzeigen bei der Polizei brachten keine Besserung, im Gegenteil, sie wurde nicht einmal ernst genommen. Sie ändert ihren Namen und macht sich auf den Weg zum Ort ihrer Kindheit.
Ein einsam stehendes leeres Herrenhaus wurde ihr von ihrer Großmutter vererbt, in das sie nun Zuflucht sucht.
Sie war seit ihrer Kindheit nicht mehr oft dort gewesen, hat sie doch keine positiven Erinnerungen mehr an das Haus. Dort starb ihre Mutter und wurde von ihr gefunden. Von dort hat sie Erinnerungen, die sie verdrängt hat und die sie auch heute noch nicht fassen kann.
Dann läuft ihr auch noch eine Frau vors Auto, zerschunden und missbraucht. Das eingeschaltete FBI in Person von Agent Deacon Novak hält sie zunächst für schuldig.
Bei der Untersuchung des alten Herrenhauses werden Leichen gefunden, die grausam zugerichtet waren.
Das Grauen hat noch lange kein Ende und Faith fragt sich ein ums andere mal, was hier passiert. Hat ihr Stalker sie hier gefunden? ...

Dieser Thriller ist der Auftaktband einer neuen Krimireihe um die Psychiaterin Faith Corcoran.

Auf der Suche nach Sicherheit und Schutz begibt sie sich in neue Gefahr und in den Bereich eines Mörders, der es auch auf sie abgesehen hat.
Gemeinsam mit dem FBI-Agenten Deacon Novak macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und dem Mörder, der in dem Gemäuer sein Unwesen trieb.

Das Buch beginnt spannend und endet nach fast 900 Seiten ebenso. Zwischen den Buchdeckeln finden sich nicht nur die vielen Seiten, sondern auch eine gut ausgetüftelte Geschichte, die vor Angst, Wahnsinn, Verbrechen, Morde und auch Liebe nur so strotzt.

Faith, die ihre Vergangenheit in dem Haus bis heute erfolgreich verdrängt hat, wird nun wieder mit ihr konfrontiert. Irgendwann wird ihr bewusst, was damals geschehen ist und auch, warum sie es verdrängt hatte. Es ist eine Vergangenheit voller Schrecken, die ihr auch heute noch Albträume bescherten.

Die Geschichte ist spannend und mitreißend, wenn sie auch einige Längen hat, die nicht hätten sein müssen. Das Buch wäre auch mit 200 - 300 Seiten weniger ein absoluter Lesemagnet.
Ich konnte die Finger nicht davon lassen, nachdem ich mich erst einmal eingelesen und festgebissen hatte. Man will es wissen, und das nach Möglichkeit auch bald. Wer ist der Mörder? Vermutungen werden angestellt, wieder umgeschmissen, weil aufgrund einer Wenung alles in einem neuen Licht gesehen werden muss. Die Autorin spielt mit dem Leser, lässt ihn raten und eigene Überlegungen anstellen. Zumindest ging es mir so. Immer wieder lag ich daneben und kam der Auflösung nicht wirklich näher.

Mit Faith und Deacon hat die Autorin Protagonisten geschaffen, mit denen man sich identifizieren kann. Sie sind gradlinig und ehrlich und es macht Spaß, sie bei ihrer Suche nach dem Mörder zu begleiten.

Die Geschehnisse werden mal aus der Sicht von Faith und andererseits aus der des Mörders erzählt.
Trotz der vielen Seiten kommt keine Langeweile auf. Neben Thrillerelementen bekommt man auch reichlich Erotik zu lesen, die meinetwegen nicht so ausgeprägt hätte sein müssen.
Alles hält man mit diesem Buch Spannung und Unterhaltung in den Händen, die man nur schlecht beiseite legen mag.
Ich für meinen Teil bin schon auf Teil gespannt.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich das einfallsreiche Cover des Buches. In rot gehalten, schimmert eine Rose durch die ausgestanzten Teile des Nachnamen der Autorin. Einfach nur Klasse.


Bewertung:



Zur Autorin: 

(Text von Knaur)
Karen Rose studierte an der Universität von Maryland, Washington, D. C. Ihre hochspannenden Thriller sind preisgekrönte internationale Topseller, die in viele verschiedene Sprachen übersetzt worden sind. Auch in Deutschland feiert die Bestsellerautorin große Erfolge. „Todesstoß“ stand auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Wenn Karen Rose nicht gerade Thriller schreibt oder auf Weltreise ist, lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Florida.




Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 22. Dezember 2015

[Rezension] Marc Levy - All die ungesagten Worte



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Knaur TB (13. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426503859
ISBN-13: 978-3426503850
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2,8 x 19,2 cm

Inhalt gem. Knaur:
Kurz vor der Hochzeit erfährt Julia, dass ihr Vater an ihrem großen Tag nicht dabei sein kann. Dies wundert sie gar nicht, denn der erfolgreiche Geschäftsmann Anthony zeichnete sich schon immer durch Abwesenheit aus, die diesmal jedoch endgültig zu sein scheint: Er ist gestorben, und anstatt zu heiraten, muss Julia seine Beerdigung organisieren.
Da bekommt sie ein seltsames Paket – einen »Gruß« des Verstorbenen. Aber ist er wirklich tot?
Julia begibt sich auf eine Reise, die sie von Paris nach Berlin führt und an deren Ende sie nicht nur ihren Vater in einem neuen Licht sieht, sondern auch die wahre Liebe findet …

Zum Buch:
Obwohl sie sich schon lange mit ihrem Vater nichts zu sagen hat, hofft Julia, dass er an ihrem großen Tag, ihrem Hochzeitstag, dabei sein werde. Aber es kommt ganz anders, die Hochzeit findet nicht statt, da statt Trauung an diesem Tag die Beerdigung ihres Vaters stattfindet.
Sie kann es nicht glauben, es sieht aus, als wäre es mit Absicht geschehen.
Als sie in ihr Appartement kommt, findet sie dort eine riesige Kiste vor. Der Inhalt ist ein Android, eine 1:1-Kopie ihres Vaters. Einmal in Gang gesetzt, erzählt er ihr, dass er der Prototyp einer neuen Produktionsreihe ist, deren Investor er war.
Der Android hat eine Lebensdauer von 6 Tagen, wenn er nicht vorher deaktiviert wird, so dass der Verstorbene nach seinem Ableben noch einmal die Gelegenheit hat, mit unerledigten Sachen ins Reine zu kommen bzw. mit seinen Angehörigen noch einmal Kontakt aufnehmen kann.
Julia ist stinksauer auf ihren Vater, auch wenn er als "neugeborener" Tote vor ihr steht, und ist nicht bereit zu verzeihen, dass er sie in den letzten Jahren mehr oder weniger vergessen hat.
Ihr Vater bittet sie um die 6 Tage, eine letzte Chance für ihn, Zeit mit Julia zu verbringen. Widerwillig gibt sie ihm die Zeit, nicht ahnend, dass auch sie ihren Vater in der Zeit neu kennenlernen wird. Eine Zeit, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird...

Was für eine schöne Idee, nach dem Ableben noch einmal Kontakt aufnehmen zu können und längst vergangenes ins Reine zu bringen.

Vater und Tochter fahren gemeinsam nach Montreal ins gebuchte Hotel, in dem Julia eigentlich ihre Hochzeitsreise verbringen wollte.
Von dort geht die Reise nach Berlin, um Vergangenes aufzuarbeiten. Vor 20 Jahren hatte sie dort ihre große Liebe Thomas zurücklassen müssen, als ihr Vater sie urplötzlich nach Hause holte. Viele Briefe folgten zwischen Julia und Thomas, bis er in Afghanistan einem Bombenattentat zum Opfer fiel.
Vergessen konnte Julia ihn nie, aber das Leben ging weiter. Nun steht sie wieder in der Stadt, die sie vor 20 Jahren erlebte, als die Mauer zwischen Ost und West fiel.

Eine ans Herz gehende Geschichte von Marc Levy hält man mit diesem Roman in Händen. Julias Vater ist bemüht, in den ihm verbleibenden 6 Tagen gemeinsam mit seiner Tochter vieles wieder gutzumachen, wo er als Vater versagt hat. Julia macht es ihm nicht leicht, zu tief sitzt der Schmerz, der sie immer wieder traf, wenn ihr Vater vor Abwesenheit glänzte.

Durch die Konfrontation mit ihrem Vater wird ihre Vergangenheit wieder lebendig, sie erinnert sich an die Zeit von vor 20 Jahren, als sie jung und glücklich war. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn ihr Vater damals nicht eingeschritten wäre?
Was wäre wenn, eine Konstellation, die schwer nachzuempfinden ist.
Was bezweckt ihr Vater, nun mit ihr nach Berlin zu reisen?

Der Roman wurde aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben, die das Gesamtbild abrunden.
Julia ist eine Frau, die man gern haben muss, mit dem Vater empfand ich nur Mitleid. Mitleid, dass es ihm erst nach seinem Tod gelungen ist, das Wichtige zu sondieren.
Besondere Erwähnung möchte ich Julias schwulem Freund, Stanley, gewähren. Er ist für Julia der Fels in der Brandung, sei es beim Schuhekauf oder bei Ratschlägen. Wer so einen Freund hat, der ist fürs Leben gewappnet.

Ein wunderbarer Roman, den man gelesen haben sollte, wenn man Fan von Marc Levy ist, aber auch, wenn man einfach nur gut unterhalten werden möchte mit einer Geschichte, die mich berührt hat.


Zum Autor:
(übernommen von Knaur)
Marc Levy wurde 1961 als Sohn eines Verlegers in Frankreich geboren. Er ist von Beruf Architekt und entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino. Von 1983 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er studierte und sein erstes Unternehmen gründete.
Sein erster Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt worden ist, wurde zu einem internationalen Bestseller, genauso wie "Wo bist du?", "Sieben Tage für die Ewigkeit", "Bis ich dich wiedersehe", "Zurück zu dir", "Wenn wir uns wiedersehen" und "Kinder der Hoffnung".
Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und New York.


Bibliographie und Rezensionen von Marc Levy findet ihr auf unserer Autorenseite


Bücher von Marc Levy, die bereits von uns gelesen und rezensiert wurden:

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[Rezension] Joy Fielding - Die Katze



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1 (1. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442467845
ISBN-13: 978-3442467846
Originaltitel: Charley's Webb
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,5 x 18,8 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Charley Webb ist Journalistin und allein erziehende Mutter von zwei Kindern. Eines Tages erhält sie eine schockierende E-Mail: Jill Rohmer, die des kaltblütigen Mordes an drei Kindern überführt wurde und im Gefängnis auf ihre Hinrichtung wartet, bietet Charley ihre Geschichte exklusiv für ein Buchprojekt an. Zunächst zögert Charley, doch schließlich willigt sie ein. Während sie aber noch damit beschäftigt ist, erste Recherchen über Jill einzuholen, bekommt sie plötzlich entsetzliche Drohbriefe, in denen der Tod ihrer Kinder angekündigt wird. Charley ist außer sich vor Angst, denn sie ahnt, dass sie Geister rief, die ihr selbst zum mörderischen Verhängnis werden können …

Zum Buch:
Charley Webb schreibt regelmäßig Zeitungskolumnen aus ihrem Alltag, für die sie geliebt und gehasst wird. Der Hass geht soweit, dass sie Drohbriefe bekommt, in denen auch ihre Kinder bedroht werden.
Da bekommt sie eines Tages Post von einer Mörderin, die im Todestrakt sitzt. Diese hatte seinerzeit 3 Kinder ermordet und wartet auf ihre Hinrichtung. Jill Rohmer, die Mörderin, bietet Charley an, ihr exclusiv ihre Story zu erzählen, damit diese ein Buch über sie schreiben kann, mit allen Details und bislang unbekannten Fakten.
Charley ist sich nicht gleich sicher, was sie machen soll, aber letztendlich nimmt sie das Angebot an ...

Charley Webb ist Journalistin und hat eine wöchentliche Kolumne in einer Zeitung. Ihr Privatleben ist alles andere als perfekt. Sie ist alleinerziehend von 2 Kindern, die sie über alles liebt. Freunde hat sie auch nicht mehr viel, da sie mit ihrer Art schon mal bei anderen aneckt.
Als sie das Angebot der Kindermörderin Jill Rohmer annimmt, behandelt sie diese anfänglich ein wenig versnobt, kühl und desinteressiert. Sie besteht ihr gegenüber auf Ehrlichkeit, wird aber anfänglich gleich enttäuscht. Sie überlegt, ob sie die Zusammenarbeit abbrechen soll, macht aber weiter.
Im Laufe der Erzählung von Jill Rohmer muss sie erkennen, dass Jill nicht allein "gearbeitet" hat, es gab einen Komplizen, aber wer war es? Warum schützt Jill ihn? Charley macht es sich zur Aufgabe, dem Unbekannten auf die Spur zu kommen, was sich als nicht ganz einfach erweist, da es bereits ihr eigenes Umfeld zu betreffen scheint.

Während der Roman zurückhaltend beginnt, stellt sich schon bald Spannung ein. Wem oder was ist Charley auf der Spur? Spielt dort jemand ein Spiel mit ihr? 
Charley ist eine sympathische, wenn auch ein wenig ruppige Protagonistin. Ich mochte sie, auch wenn mir ihre Kaltschnäuzigkeit nicht immer gefiel.
Jill hingegen wusste ich erst nicht zu nehmen. War sie naiv, manipulativ oder wirklich so abgebrüht, wie sie manchmal tat? Sie war noch jung, keine 25 Jahre, konnte man da wirklich solche schreckliche Greueltaten tun?

Der Autorin Joy Fielding gelingt es, Spannung zu produzieren. Sie führt den Leser auf eine Reise des Unglaubens. Die Frage nach der Schuld oder Unschuld von Jill stellt sich schleichend ein. Diese wird jedoch recht bald beantwortet, nur die Frage nach dem wahren Täter bleibt lange offen. Ich hatte während des Lesens einen Täter im Auge, konnte ihn aber nicht wirklich fokussieren. Was jedoch letztendlich die Auflösung brachte, war für mich nicht vorhersehbar und schockte mich im wahrsten Sinne des Wortes.
Mich hat die Autorin geschickt aufs Eis geführt, denn damit hätte ich nicht gerechnet.

Ich mag die Bücher von Joy Fielding, sie sind nicht so blutig und gepflastert von unendlich vielen Leichen, aber sie bieten Spannung und Unterhaltung. So auch dieser Krimi von ihr, den ich gern weiterempfehle. 

Bewertung:





Zur Autorin:
(Text übernommen vom Goldmann)
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.










Von Joy Fielding wurden gelesen und rezensiert:
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