Dienstag, 12. Januar 2016

[Rezension] Malala Yousafzai / Christina Lamb - Ich bin Malala


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-426-78689-5
Erscheinungstermin: 1. Oktober 2014
Format:
Taschenbuch
Verlag: Knaur


Klappentext: gem. Knaur
Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg überfallen und niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Wie durch ein Wunder kommt Malala mit dem Leben davon. Als im Herbst 2013 ihr Buch "Ich bin Malala" erscheint, ist die Resonanz enorm: Weltweit wird über ihr Schicksal berichtet. Im Juli 2013 hält sie eine beeindruckende Rede vor den Vereinten Nationen. Barack Obama empfängt sie im Weißen Haus, und im Dezember erhält sie den Sacharow-Preis für geistige Freiheit, verliehen vom Europäischen Parlament. Malala Yousafzai lebt heute mit ihrer Familie in England, wo sie wieder zur Schule geht.


Rezension:
Am 9. Oktober 2012 ging ein Raunen um die Welt, denn an diesem Tag wurde ein junges Mädchen von gerade einmal 15 Jahren auf dem Schulweg von Taliban überfallen und niedergeschossen. Sie überlebt schwer verletzt - doch was waren ihre "Verbrechen" in den Augen der Taliban, was hatte dieses Mädchen sich zu schulden kommen lassen, dass sie das erste Kind ist, dass von den Taliban niedergestreckt wurde?

Bei besagtem Mädchen handelte es sich um die 15-jährige Malala Yousafzai, Tochter eines Schuldirektors und einer Analphabetin, welche sich in Pakistan für das Recht auf Bildung für Mädchen und Frauen einsetzte. Als sie 1997 geboren wurde, war sie für ihren Vater ein Geschenk des Himmels, denn im Gegensatz zu den traditionellen Meinungen, war er glücklich über die Geburt seiner Tochter, obwohl in diesem Kulturkreis Jungen bevorzugt werden. Doch er ahnte bereits damals, dass Malala es weit bringen würde, sodass er sie nach der afghanischen Volksheldin Malalai von Maiwand benannt wurde. Später wurden der Familie noch zwei Söhne geboren, doch Malala war in den Augen ihres Vaters immer etwas Besonderes.

Tatsächlich erkannte er früh, dass Malala ein aufgewecktes und sehr intelligentes Kind ist, sodass er sie förderte, wo er nur konnte. Auch betrieb er im Swat-Tal eine Schule, die von den Taliban nicht gern gesehen wurde, denn dort wurden auch Mädchen unterrichtet. Wirkliche Aufmerksamkeit zog das Mädchen, das immer in ihren schulischen Leistungen die beste sein wollte und dieses Ziel meist erreichte, im Jahre 2011 auf sich, als bekannt wurde, dass sie hinter dem Pseudonym Gul Makai steckte und seit 2009 wöchentliche auf einer BBC-Seite ein Blog-Tagebuch führte, in dem sie von ihrem Leben als Mädchen und Schülerin im Swat-Tal berichtet. Dass sie sich auch weiterhin für die Bildung von Mädchen einsetzte, machte sie in den Augen der Taliban zu einer Gegnerin, die es auszuschalten galt ...


Ich hatte mir das Buch persönlicher vorgestellt! Bei diesem Buch handelt es sich um eine Autobiographie einer noch sehr jungen Frau, die sich politisch in ihrem Heimatland engagierte und sich für das Recht von Mädchen und Frauen auf Bildung einsetzte und dennoch, etwas enttäuscht bin ich, denn ich hatte hier erwartet, von Malalas eigenen Erfahrungen und Ansichten zu erfahren, jedoch ist das Buch sehr politisch gehalten. Sicher, es ist sehr informativ, doch dadurch fiel es mir unheimlich schwer, bei diesem Buch am Ball zu bleiben, da ich es oftmals als fad und sehr ausschweifend empfand und mir hier einfach das persönliche fehlte.

Bewertung

Die Autoren:
Malala Yousafzai, geboren 1997, wurde von klein auf von ihrem Vater Ziauddin gefördert und dazu ermutigt, sich für die Rechte von Mädchen einzusetzen. Ziauddin Yousafzai leitete selbst eine Schule im pakistanischen Swat-Tal – und missachtete damit das Verbot der Taliban. Malala lebt heute mit ihrer Familie in England. Seit März 2013 geht sie in Birmingham wieder zur Schule. Im September 2013 wird sie mit dem Internationalen Friedenspreis für Kinder und dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit ausgezeichnet. 2014 erhält Malala Yousafzai als jüngste Person der Geschichte den Friedensnobelpreis. (von Droemer-Knaur übernommen)


Christina Lamb ist eine international anerkannte Korrespondentin und berichtet seit 1987 über Pakistan und Afghanistan. Sie hat in Oxford und Harvard studiert und bereits fünf Bücher veröffentlicht. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise, draunter allein fünf Mal die Auszeichnung als Britain's Foreign Correspondent of the Year oder den Prix Bayeux, Europas rennommierteste Auszeichnung für Kriegsberichterstatter. Derzeit schreibt Christina Lamb für die "Sunday Times" und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London sowie in Portugal. (von Droemer-Knaur übernommen)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


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