Dienstag, 9. Februar 2016

[Hörbuch-Rezension] Martina André - Schamanenfeuer - Das Geheimnis von Tunguska



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (26. Juli 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746626153
ISBN-13: 978-3746626154
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 3,5 x 20,9 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Hundert Jahre sind vergangen, seit in der Nähe des sibirischen Flusses Tunguska eine gigantische Explosion stattgefunden hat. Die Wissenschaftlerin Viktoria Vanderberg will das Rätsel lösen. Als sie beinahe tödlich verunglückt, rettet sie ein Mann, in den sie sich sogleich verliebt: Leonid, der Nachfahre eines Schamanen. Obwohl ihn seine Großmutter warnt, Nachforschungen anzustellen, will er Viktoria nicht im Stich lassen - vor allem nicht, als rätselhafte Morde geschehen.

Zum Buch:
1905: Der deutschstämmige Leonard Schenkendorff studiert in St. Petersburg Elektromechanik. Durch den Bruder seiner Freundin Katja gelangen sie in die aufständischen Unruhen und müssen mit ansehen, wie ihr Vermieter, ein Jude, ermordet wird. Man nimmt die beiden fest, trennt sie voneinander und klagt sie des Mordes an. Sie werden zum Tode verurteilt.
Kurz vor seiner Exekution erhält Leonard ein Angebot des Geheimdienstes, an einem geheimen Projekt teilzunehmen. Als Pfand behalten sie Katja, die von Leonard schwanger ist.
Um sich und Katja zu retten, stimmt er zu und findet sich kurze Zeit später in Sibirien wieder, wo er mit anderen Wissenschaftlern an einer Geheimwaffe bauen soll.

2008: 100 Jahre nach der verheerenden Katastrophe in Sibirien brechen Wissenschaftler auf, um weitere Erkenntnisse über die damalige Explosion zu erhalten. Viktoria Vanderberg ist eine von ihnen. Es soll bewiesen werden, dass es sich damals um einen Meteoriteneinschlag gehandelt habe. 
Es kommt zu einem Unglück, dem Viktoria fast zum Opfer gefallen wäre. Ein anderer Mitarbeiter stirbt, Viktoria wird durch den Schamanen Leonid gerettet. Eine Rettung, die eigentlich nicht hätte sein sollen, denn dadurch bindet er Viktoria an sich. Es wird weitere Tote geben und Viktoria ist sich sicher, dass etwas ganz und gar nicht so ist, wie es sein sollte...

100 Jahre ist es her, dass über die sibirische Tunguska eine Katastrophe hereinbrach. Am 30.06.1908 ereignete sich dort eine Explosion, die die Kraft von tausenden Atomwaffen hatte. Bäume knickten wie Streichhölzer um, der entstandene Lichtschein wurde noch in Europa gesehen. Den Donner der Explosion hörte man noch in 1000 km Entfernung.
Erst 19 Jahre nach der Katastrophe kamen die ersten Wissenschaftler in dieses Gebiet, um die Ursache zu ergründen.
Was ist geschehen? War es ein Meteoriteneinschlag, eine Methangasexplosion oder gar ein verunglücktes Raumschiff?
Auch 100 Jahre später gibt es keine Erklärung dafür.

So ist es nicht verwunderlich, dass immer noch Wissenschaftler nach Sibirien geschickt werden, um dem Rätsel der Tunguska auf die Sprünge zu helfen.
Eine solche ist die Expedition, der Viktoria Vanderberg angehört.
Dass diese Expedition jedoch nur als Alibi gilt, bemerkt Viktoria leider erst sehr spät.

Die Autorin Martina André hat um diese Katastrophe eine Geschichte geschrieben, die eine scheinbare Erklärung der Ereignisse beinhaltet. Sie hat Geschichte lebendig gemacht und sie mit ihren eigenen Worten ausgefüllt. Dabei kommen dem Leser die Ereignisse völlig glaubhaft vor. Als Leser hatte ich das Gefühl, mich mit den Wissenschaftlern vor Ort wiederzufinden, egal, ob in der Vergangenheit oder 100 Jahre später.
Verknüpft hat sie die Ereignisse mit dem Kult der Schamanen, die die Verbindung zur Geisterwelt pflegen. Mit der Kraft des Schamanen Leonid kann Viktoria auch vom Tod wieder ins Leben befördert werden.

Martina Andrés Bücher spielen oftmals in verschiedenen Zeitebenen, so auch in diesem Roman. Abwechselnd erfährt der Leser die Ereignisse von 1905 - 1908 und die von 2008. Man steigt tief in die Geschichte ein und kann sich der Faszination des Erzählten nicht wiedersetzen.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch erlebt, die von Anja Bilabel eingelesen wurde.
Mit ihrer ruhigen und angenehmen Stimme verleiht sie der Geschichte Leben und lässt den Leser mitfiebern. 
Die Geschichte beginnt in der Zarenzeit und reicht bis in die Gegenwart.

Als ich das erste Mal von der Katastrophe in der Tunguska hörte, zugegeben, es erfolgte erst mit der Kenntnis des vorliegenden Buches, war ich fasziniert von den Geschehnissen dort vor Ort. Ich habe Fotos und Videos gesehen, die die Wucht der Explosion zeigen und die ahnen lassen, welche Kraft dort getobt hatte. Natürlich war ich daraufhin neugierig, wie die Autorin die Ereignisse umsetzen würde und welche Katastrophe sie einsetzen würde, um die Zerstörungen zu erklären.

Sie hat für ihren Roman wieder umfangreiche Recherche betrieben, was die Geschichte angeht, was die technischen Möglichkeiten angeht und für die mystischen Belange. Mich hat Martina André wieder überzeugt und ich empfehle das Buch sehr gern weiter.

In der Bewertung habe ich ein Pfötchen abgezogen, weil der Roman für mein Empfinden ein paar Längen hatte.


Bewertung:



Zur Autorin: (Text von Aufbau)
Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Der französisch klingende Nachname ist ein Pseudonym und stammt von ihrer Urgroßmutter, die hugenottische Wurzeln in die Familiengeschichte mit einbrachte. Sie hat mit „Die Gegenpäpstin“ sowie den Romanen „Das Rätsel der Templer“ und „Die Rückkehr der Templer“ drei Bestseller vorgelegt. Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh/Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist

mehr über die Autorin erfahrt ihr HIER

Bibliographie und Rezensionen von Martina André findet ihr auf unserer Autorenseite


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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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