Donnerstag, 18. Februar 2016

[Rezension] Jodi Picoult / Samantha van Leer - Mein Herz zwischen den Zeilen (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 288
ISBN: 978-3-414-82365-6
Erscheinungstermin: 19. Juli 2013 
Format:
Hardcover
Verlag: Baumhaus


Klappentext gem. Lübbe:
»Hilf mir« – Deliah kann es kaum fassen, als sie diese Nachricht in ihrem Lieblingsbuch findet. Offensichtlich hat Oliver, der umwerfend gut aussehende Prinz der Geschichte, die Bitte speziell für sie hinterlassen. Und tatsächlich: Schnell stellen die beiden fest, dass sie über die Grenzen der Buchseiten hinweg miteinander sprechen können. Doch das reicht ihnen schon bald nicht mehr aus. Oliver ist schon lange genervt von seinem Märchen, das er immer wieder durchspielen muss, sobald ein Leser das Buch aufschlägt. Und er findet Gefallen an Deliah, die so anders ist als die langweilige Prinzessin Seraphima, die er sonst immer küssen muss. Da ist es doch klar, dass er endlich zu ihr will! Und Deliah: Die hat sich längst Hals über Kopf in ihren Märchenprinzen verliebt. Und ist begeistert von der Idee, Oliver aus dem Buch herauszuholen. Doch wie können die beiden es schaffen, die Grenzen zwischen ihren so unterschiedlichen Welten zu überwinden?

Rezension:
Die 15-jährige Deliah ist anders, als die übrigen Mädchen in ihrem Alter. In der Schule ist sie eine Außenseiterin und hat nur eine Freundin, die ebenfalls eine Außenseiterin ist. Viel gemeinsam haben die beiden zwar nicht, dennoch verstehen sie sich gut und eigentlich genügt ihnen das auch. Sicherlich, glücklich ist Deliah über die Situation nicht, aber es könnte alles schlimmer sein. Ihre große Leidenschaft sind Bücher, sie liebt es, zu lesen und in fremde Welten einzutauchen. 

Besonders angetan hat es ihr ein Märchenbuch für Kinder mit dem Titel "Mein Herz zwischen den Zeilen". Dieses Buch ist einzigartig, denn die Autorin hat nur ein einziges Märchenbuch geschrieben und es existiert auch nur dieses eine Exemplar. Durch Umwege fand dieses seinen Weg in die Bibliothek von Deliashs Schule und wurde dort von ihr entdeckt. An sich ist die Geschichte nichts Besonderes, Prinz Oliver muss viele Gefahren bestehen und gegen einen Drachen kämpfen, bis er seine Angebetete, Prinzessin Seraphima, befreien und für sich gewinnen kann.

Doch diese Geschichte hat etwas, das Deliah einfach nicht mehr los lässt. Immer wieder entleiht sie das Buch, obwohl sie es bereits auswendig kennt, aber sie kann einfach nicht davon lassen. Dann entdeckt sie eines Tages, dass das Buch sich verändert hat und tatsächlich nimmt Prinz Oliver mit ihr Kontakt auf und bittet sie um Hilfe, denn er will endlich aus der sich immer wiederholenden Geschichte ausbrechen. Nach anfänglicher Unsicherheit, ob wirklich ein Kontakt mit einer literarischen Figur möglich ist, steht für Deliah eines fest: sie wird einen Weg finden, um Oliver zu befreien, doch dies ist leichter gesagt als getan ...


Leider nur Mittelmaß! Der Plot wurde sehr bildhaft erarbeitet, war aber leider in großen Teilen voraussehbar, sodass mir hier die Spannung gefehlt hat. Zwar kann die Geschichte durchaus mit einer reizenden Story aufwarten, doch so wirklich gepackt hat sie mich nicht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich die Figur der Deliah als sehr naiv empfand, was sich auch nicht wirklich im Laufe des Buches änderte. Die Figur des Oliver hingegen empfand ich als deutlich reizvoller. Während er in der Erzählung des Märchens ein Prinz ist, der weiß, dass von ihm erwartet wird, Abenteuer und Kämpfe zu bestehen, um seine Prinzessin aus ihrer Notlage zu befreien, so ist er doch hinter den Kulissen ein junger Mann, der sich nichts sehnlicher wünscht, als seine Freiheit und generell auch eher zu der ruhigeren, nachdenklicheren Sorte Mensch gehört. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch konnte dieser in meinen Augen das Buch nicht wirklich retten. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich von Jodi Picoult bereits einige Bücher gelesen habe und diese mir zum größten Teil gefallen haben, sodass ich von der Idee eines gemeinsames Jungendbuch in Zusammenarbeit mit ihrer Tochter sehr angetan war, jedoch das Ergebnis nicht meinen Erwartungen entsprach.

Bewertung


Von Jodi Picoult bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite deaktiviert wurde)


Die Autorinnen: 
Jodi Picoult, geboren 1967 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Tieren in Hanover, New Hampshire. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.
Samantha von Leer ist die Tochter von Jodi Picoult, sie geht noch auf die Highschool. Die Idee zu Mein Herz zwischen den Zeilen kam ihr eines Tages im Unterricht. Sie erzählte sofort ihrer Mutter davon, die so begeistert war, dass die beiden daraufhin ihren ersten gemeinsamen Roman schrieben. In ihrer Freizeit spielt Samantha Softball, singt und spielt in Musicals. Außerdem liebt sie es, mit ihren drei Hunden zu spielen. Nach einem von ihnen, Oliver, wurde der Held dieser Geschichte benannt.

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

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