Donnerstag, 14. April 2016

[Rezension] Susanne Mischke - Töte, wenn Du kannst!



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 448
ISBN: 978-3833309601
Erscheinungstermin: 10. Juni 2014
Format: Taschenbuch
Verlag: Berlin Verlag

Klappentext gem. Berlin Verlag:
Wie weit würden Sie gehen, um Ihr Kind zu retten?
Der schlimmste Alptraum jeder Mutter: Nur einen fatalen Moment lässt Tinka Hansson ihre schlafende Tochter aus den Augen, während sie vor der Markthalle am Göteborger Kungstorget einkauft. Als sie sich wieder umdreht, ist Lucie wie vom Erdboden verschluckt. Der erste Moment des Schreckens wird schnell zur grauenvollen Ewigkeit ...
Vier Jahre nagt das ungelöste Verbrechen an Kommissar Greger Forsberg. Erst als ihm die bizarre Selma Valkonen als Kollegin aufgezwungen wird, kommt Bewegung in den alten Fall. Zur selben Zeit erhält Lucies Vater eine anonyme, perfide Nachricht: Seine Tochter lebt, doch für weitere Informationen über ihren Aufenthaltsort soll er zum Mörder werden – und: keine Polizei!


Rezension:
Vater, Mutter, Kind bestehend aus Leander, Tinka und Lucie - so zumindest sollte es sein. Doch es gibt nur noch Leander und Tinka. Vor vier Jahren ließ Tinka Hansson ihre kleine Tochter in deren Buggy nur kurz während des Einkaufens aus den Augen und seitdem ist nichts mehr so wie es war, Lucie ist wie vom Erdboden verschluckt. Kein Lebenszeichen gibt es von ihr und auch keine Leiche, einfach nichts, was den Eltern neue Hoffnung geben könnte oder ihnen die Möglichkeit gäbe, mit der Situation abzuschließen.

Auch Kommissar Greger Forsberg ermittelte in dem Fall, doch auch er konnte keine Spur von dem kleinen Mädchen finden. Nun bekommt er, sehr zu seinem Leidwesen, eine neue Kollegin: Selma Valkonen. Fest steht, Lucie ist nicht das einzige Kind, das verschwunden ist - könnte da das organisierte Verbrechen dahinter stecken? Die beiden Ermittler gehen dem nach und blicken in menschliche Abgründe und Intrigen.

Derweil erhält Leander eine anonyme Nachricht. Seine Tochter würde noch leben und es ginge ihr gut. Wenn er wissen wolle, wo sie sich befindet, muss er einen Mord begehen - und die Polizei außen vor lassen. Leander befindet sich in einem moralischen Dilemma - er würde alles tun, um seine Tochter wiederzubekommen, doch wird er es wirklich schaffen, zum Mörder an einem Menschen zu werden, der ihm nichts getan hat?


Wirst du für dein Kind zum Mörder? Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Story erst ganz zum Schluss auflöst und man dann erst erfährt, was es mit der Entführung des kleinen Mädchens auf sich hatte und warum genau ihr Vater zum Mörder werden soll. Die Figuren wurden authentisch und realistisch erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich die Figur des Leander, der förmlich von seinem inneren Zwiespalt aufgefressen wird, denn zum einen will er unbedingt sein Kind wieder haben, zum anderen kann er sich nicht vorstellen zum Mörder zu werden. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch spannende Lesestunden bereitet hat.
Bewertung
 

Die Autorin:
Susanne Mischke wurde in Kempten im Allgäu geboren, lebt in Norddeutschland und Südschweden und schreibt seit zwanzig Jahren erfolgreich Romane, u.a. ausgezeichnet mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für Literatur und der »Agathe« dem Frauenkrimipreis der Stadt Wiesbaden. Zuletzt erschienen von ihr die Krimis »Tod an der Leine« (2009), »Totenfeuer« (2010), »Todesspur« (2012) und »Töte, wenn Du kannst!« (2013). Insgesamt verkauften sich ihre Romane über 500.000 Mal. Ihre Bestseller »Mordskind« und »Die Eisheilige« wurden vom ZDF verfilmt. (übernommen von Berlin Verlag)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

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