Freitag, 6. Mai 2016

[Rezension] Chris Priestley - Onkel Montagues Schauergeschichten (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-8415-0283-4
Erscheinungstermin:
1. Oktober 2014 
Format: Taschenbuch
Verlag: Oetinger


Klappentext gem. Oetinger: 
Onkel Montague ist ein komischer alter Kauz. Er lebt mit seinem Diener Franz in einem düsteren Haus mit einem Garten, der an einen Friedhof erinnert. Edgar besucht Onkel Montague jeden Tag, obwohl der Weg durch einen unheimlichen Wald führt. Aber Onkel Montague ist einfach der beste Geschichtenerzähler! Bei flackerndem Kaminfeuer erzählt er so Gruseliges, dass Edgar eine herrliche Gänsehaut über den Rücken läuft. Aber woher kennt Onkel Montague all die Geschichten, und ist es wirklich nur Zufall, dass Gegenstände, die in den Geschichten vorkommen, in seinem Haus zu finden sind?


Rezension:
Der kleine Edgar besucht ein Internat, sodass er keine Freunde unter den Dorfkindern hat, die allesamt in dieselbe Schule gehen. Doch das macht Edgar nicht viel aus, denn eigentlich kann er nicht viel mit anderen Kindern anfangen - er tickt irgendwie anders. Am liebsten besucht seinen Ur-Großonkel Montague, denn dieser versteht es wie kein anderer, Geschichten zu erzählen, die einen das Fürchten lehren.

Onkel Montague ist schon sehr alt und auch irgendwie merkwürdig, denn er verweigert sich vollkommen den modernen Errungenschaften, wie zum Beispiel der Elektrizität. In seinem Haushalt gibt es weder elektrische Geräte, noch Strom. Dafür hat er einen Diener, Franz, den der kleine Edgar aber noch nie gesehen hat. Zwar weiß er, dass es ihn gibt, aber mit eigenen Augen hat er diesen in all den Jahren noch nicht gesehen.

Gewöhnlich sitzen Edgar und Onkel Montague in dessen Wohnzimmer am gemütlichen Kamin, trinken Tee und essen Plätzchen. Egal, wie oft Edgar schon in diesem Zimmer war, immer entdeckt er neue Details bzw. Gegenstände und ein jedes davon steht für eine Schauergeschichte, die ihm sein Onkel sogleich erzählt und der kleine Edgar hat das Gefühl, bei jeder dieser Erzählungen direkt dabei zu sein. Doch wie viel davon ist Fiktion und wie viel mag der Wirklichkeit entsprungen sein?


Der 1. Band der Schauergeschichten-Reihe! Der Plot des Buches wurde schaurig-schön erarbeitet, wobei mir hier immer wieder die Frage aufstieß, ob das Buch nicht etwas zu gruselig für Kinder ist. Eingeflochten in seinen Besuch bei Onkel Montague erzählt ihm dieser elf Schauer-(Kurz)Geschichten, die harmonisch in den Plot eingearbeitet wurden. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei ich hier gerade die Figur des Onkel Montague sehr faszinierend empfand, denn seine ganze Persönlichkeit ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd zu lesen, sodass mir das Buch horrormäßig-schöne Stunden bereitet hat.

Bewertung

Der Autor:
Christ Priestley ist Autor, Illustrator, Maler und Cartoonist. Seit er ein Teenager war, liebt er Grusel- und Geistergeschichten. Er hat bereits mehrere Kinderbücher veröffentlicht und lebt in Cambridge.  (übernommen von oetinger)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

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