Freitag, 22. Juli 2016

[Buchpremiere] Veit Etzold stellt "Skin" vor

Donnerstag Abend - endlich war es soweit, die Buchpremiere zu "Skin" stand an - ein Termin, dem Kerry schon sehnsüchtig entgegengefiebert hat.


Dieses Mal reisten wir getrennt an, denn Kerry hatte noch einen dienstlichen Termin und war in einer ganz anderen Gegend Berlins unterwegs als Kleeblatt, doch schlussendlich schafften es beide, pünktlich vor Ort zu sein. Der Tatort dieses Mal wieder das Hotel Ellington, in dem wir bereits einer Lesung des Autoren lauschen durften und auch dieses Mal wurden wir wieder sehr gut durch die Angestellten betreut, der Lesungssaal war klimatisiert, es wurden Getränke gereicht - sprich, man konnte bereits vor der Lesung ganz entspannt und gut versorgt mit alten und auch neuen Bekannten plauschen (was wir auch ausgiebig gemacht haben).

Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite und ehrlich, puh, war uns warm. Kurz vor 19 Uhr wurden die Türen zum Saal endlich geöffnet und Kerry "sprintete" voran, um Plätze möglichst weit vorne zu ergattern. Die zweite Reihe war es dieses Mal, denn die erste Reihe war komplett reserviert. 

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Punkt 19 Uhr begann Veit Etzold ganz unvermittelt aus dem Prolog vorzulesen, was die Zuhörer umgehend in eine total verdreckte Wohnung katapultierte, in welcher final eine Wasserleiche aufgefunden wird. 

Saskia Etzold und Veit Etzold

Unter Anleitung seiner Frau Saskia klärte uns Veit Etzold über Wasserleichen auf. Saskia berichtete noch eine überaus amüsante Story über einen ehemaligen Praktikanten, der in dem Moment sein Praktikum beendete, als er eine Wasserleiche sah. Auch erfuhren wir, dass Fliegenmütter sehr fürsorglich sind und umgehend nach Eintritt des Todes ihre Eier auf einer Leiche ablegen, bevorzugt auf Wasserleichen, weil die schon so schön weich sind. Weiterhin wurden uns die Unterschiede zwischen harten und weichen Identifikationsmerkalen erklärt. 

Ach ja, der gestrige Abend war ein ganz besonderer, denn genau vor 8 Jahren trafen sich Veit und seine Frau zum ersten Mal - an einem Obduktionstisch. 

Direkt danach wurden wir im Rahmen einer weiteren Passage des Buches mit dem Protagonisten Christian König bekannt gemacht und erfuhren, wie dessen erster Arbeitstag bei seinem neuen Arbeitgeber (einer Unternehmensberatung) ablief. 

Vielleicht weiß es ja schon der ein oder andere, dass Veit Etzold selbst 4,5 Jahre bei einer Unternehmensberatung tätig war und dass er somit in seinem Buch ein Stück weit aus dem "Nähkästchen" geplaudert hat. 

Nun war es Zeit für eine kleine Pause, doch davor gab es noch ein weiteres Highlight - ein Quiz. Wer bereits eine Premierenlesung von Veit Etzold besucht hat, weiß, dass es sich durchaus lohnen kann, das Buch bereits sehr aufmerksam gelesen zu haben, denn es werden Fragen zu diesem Buch gestellt und wer zuerst die Antwort weiß, gewinnt einen Preis und die sind nicht ohne. Dieses Mal gab es wieder die Recherchemappe, Manuskriptteile und 3 Leinwände mit den Auftdrucken der ersten drei Clara-Vidalis-Büchern. Kerry, die im letzten Jahr bereits ein Manuskriptteil ergattern konnte, wusste, sie wollte eine Leinwand - und hier musste man verdammt schnell sein. Die erste Leinwand krallte sich glatt Prof. Michael Tsokos und auch die zweite Leinwand war weg, ehe überhaupt die Frage komplett gestellt wurde. 



Eine 3. Frage für die 3. Leinwand - es ging also um alles und auch um Kerrys Ehre und es hat geklappt - sie war am schnellsten und konnte das Objekt der Begierde für sich beanspruchen.

Kerry mit dem Objekt der Begierde

In der Pause hatte das Publikum die Möglichkeit, sich die mitgebrachten oder neu gekauften Bücher signieren zu lassen, was Kerry auch wahrgenommen hat und sie hat sich noch zusätzlich die Leinwand signieren lassen - solch einen edlen Schatz bekommt sie schließlich nie wieder. 

der Beweis - die Leinwand wurde signiert

Natürlich war das Katzenpersonal nicht allein gekommen. Herr Miez war mit von der Partie und wollte es sich nicht nehmen lassen, sich mit dem Ehepaar Etzold fotografieren zu lassen.

Veit Etzold, Herr Miez und Saskia Etzold

Nach der Pause kam das Gespräch auf Warhammer, ein Spiel, das Veit Etzold wohl leidenschaftlich seit seiner Jugend spielt und dessen Bausätze für die Figuren Veits Herz wohl höher schlagen lässt, frei nach dem Motto - Männer werden nur 3 Jahre alt, anschließend wachsen sie nur noch ;-) Dafür muss Veit mit der Serien-Leidenschaft seiner Angetrauten klarkommen ^^

es gab auch einen Büchertisch

Nun war es an der Zeit, uns weitere Figuren des Buches vorzustellen. In der ausgesuchten Passage lernten wir Hauptkommissar Deckhard und Rechtsmedizinerin Sophie kennen und es war offensichtlich, dass Deckhard eher kein überschwenglich-positiver Mensch ist.

Wer denkt, dass ein Autor, der über Wasserleichen schreibt, ein "harter Hund" ist, der könnte mit unter irren, denn der Herr Etzold ist nicht nur ein total netter und sympathischer Mann, nein, wenn er sein Blut sieht, wird er ganz weich (in den Beinen und fällt um). Neben dieser Tatsache wurden uns noch weitere Episoden von Saskia berichtet, die für erfrischende Lachanfälle sorgten. 

Zum Abschluss hörten wir noch einen Textteil, in dem es daraum geht, die Fingerabdrücke einer Wasserleiche aufzunehmen. Das ist gar nicht so einfach und für Leute mit einem schwachen Magen wahrscheinlich eher nichts. Die im Buch aufgezeigte Technik entspringt keineswegs der Fantasie des Autoren, sondern wird wirklich so praktiziert.

noch eine kleine Lebensweisheit


An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen Beteiligten für diesen wundervollen Abend bedanken. An dieser Stelle noch ein Hinweis, wir können es nicht oft genug wiederholen, solltet ihr einmal die Möglichkeit haben, eine Lesung des Autoren (in Kombination mit seiner Frau) zu besuchen - macht das auf jeden Fall, ihr werdet auf keinen Fall enttäuscht!

Kerry und Kleeblatt

PS: Schaut doch heute Mittag nochmal vorbei, da geht nämlich Kerrys Rezension zu "Skin" online.

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