Samstag, 9. Juli 2016

[Rezension] Margot S. Baumann - Im Licht der Normandie



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 426 Seiten
Verlag: Amazon Publishing (28. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503947505
ISBN-13: 978-1503947504
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,5 x 18,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Florence Galabert ist wütend! Ihr Freund hat den gemeinsamen Urlaub abgesagt und anstatt mit ihm in die Karibik zu reisen, muss sie nun im regnerischen Paris den Haushalt ihrer verstorbenen Großmutter auflösen. Dabei findet sie in einer alten Holztruhe handgeschriebene Briefe in einer seltsamen Sprache. Was hat es mit diesen Briefen aus dem Jahr 1863 auf sich und woher stammen sie?
Alle Hinweise führen in die Normandie. Kurz entschlossen reist Florence in die malerische Kleinstadt Lisieux und gerät dort mitten in eine Demonstration gegen die geplante Bebauung einer historischen Ausgrabungsstätte. Dabei lernt sie den attraktiven Lehrer Alexandre Dubois kennen. Kann er bei ihren Nachforschungen helfen? Oder ist er, wie behauptet wird, ein militanter Aktivist?
Auf der Suche nach dem Verfasser der sonderbaren Schriftstücke kommt Florence einem Verbrechen auf die Spur, das die Beteiligten bis ins Heute verfolgt und sie selbst in große Gefahr bringt.

Zum Buch:
Als wenn es nicht schon schlimm genug ist, dass ihr Freund den gemeinsamen Urlaub in die Karibik wegen einer Krankheitsvertretung absagen muss, drücken ihr ihre Eltern nun auch noch die Nachlassauflösung ihrer Großmutter aufs Auge. Zeit hat sie ja nun.
Florence ist sauer und macht sich missmutig an die Auflösung des Haushalts.
Aline, die Nachbarin ihrer Oma hilft ihr dabei ein klein wenig.
Als Florence, Flo genannt, in einer alten Truhe auf alte, längst vergessene Briefe stößt, ist diese es, die aus den schlecht lesbaren Briefen ein Datum und einen Ort herauslesen kann. Die Briefe sind aus dem Jahr 1863 und in einer Sprache geschrieben, die ihnen unbekannt war. Bei dem Ort handelt es sich um Lisieux, einem kleinen Ort in der Normandie.
Flo hofft, vor Ort näheres über die Briefe in Erfahrung zu bringen und macht sich kurzentschlossen auf den Weg dorthin. 
Wird es ihr gelingen, etwas über die Briefe in Erfahrung zu bringen? ...

Einmal mehr entführt die Autorin die Leser in eine zauberhafte Landschaft und kann diese auch sehr anschaulich beschreiben und dem Leser nahebringen. Dieses mal entführt sie uns in die Normandie.

Als Flo die Briefe entdeckt, ist auch ihre Neugier erwacht. Nachdem sie nun schon das Jahr und den Ort erlesen konnten, will sie nun auch wissen, was genau das für Briefe sind. Also muss sie an den Ort, der in den Briefen genannt wurde, nach Lisieux in die Normandie.
Sie mietet sich in die Pension von Madame Picots ein und will es nun wissen.

Als sie in eine Demonstration gegen den Bau einer Straße und der Vernichtung von altertümlichen Ruinenteilen gerät, trifft sie auf den Lehrer Alexandre Dubois. Dieser wird ihr später auch helfen, jemanden zu finden, der die Briefe lesen kann und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Bei der Gelegenheit kommen sich die beiden auch näher, was aber mehr in eine on-off Beziehung geht.
Wie weit sie die Suche betreiben müssen und dass sie sich selbst in Gefahr bringen, ist bis dahin nicht abzusehen, denn ein Verbrechen, von vor langer Zeit begangen, hat auch in der Gegenwart noch kein Ende.

Die Autorin Margot S. Baumann schreibt in kurzen Abschnitten, die sich sehr gut lesen lassen. Die Gegend der Normandie lässt sie vor den Augen der Leser auferstehen und man kann sich gut in diese hineinversetzen, selbst wenn man noch nie dort war.
Die Beziehung zwischen Flo und Alex ist ein wenig zäh, die beiden sind sich zwar sehr zugetan, aber mangelndes Vertrauen und schnelle Vermutungen tun der Beziehung nicht gut. 
Die Protagonisten sind ein wenig flach gehalten, gern hätte ich mehr über sie erfahren und hätte sie ein wenig besser verstehen wollen.

Durch kleine Rückblicke ist der Leser in der Lage, ein wenig aus der Vergangenheit zu erfahren, so dass sich für ihn das Bild ein wenig abrundet und er die Zusammenhänge erkennen kann.
Es hat den Anschein, als würden einige Fragen nicht beantwortet werden, aber dem ist nicht so, denn ganz zum Schluss im Epilog werden alle noch offenen Fragen erklärt.
Ein wenig schade finde ich schon, dass das Ende so abrupt kam. Gerade dachte ich noch, es sind nur noch wenige Seiten, wie soll das funktionieren und was noch alles offen ist. Das fand ich ein wenig unglücklich gelöst, da wären mir ein paar Seiten mehr zu lesen doch tatsächlich lieber gewesen. 
Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und kann sagen, dass so ein Ende nicht typisch für sie ist. 

Auch wenn dieses Buch nicht an die anderen herankommt, macht es Spaß, die beiden Protagonisten Flo und Alex zu begleiten. Eine Liebesgeschichte, die Suche nach der Vergangenheit, ein Verbrechen und der Schutz von Vergangenem machen das Buch spannend und lesenswert.
Ich hatte mit ihm ein paar schöne Stunden und habe diese genossen.


Bewertung:

Zur Autorin:
Die Autorin über sich selbst: 
Meine Laufbahn als Dichterin begann in der zweiten Klasse, als ich der Lehrerin erzählte, meine Eltern hätten mich Fahrenden abgekauft. Als Kind immer auf der Grenze zwischen Realität und Phantasie balancierend, schuf ich mir bereits früh eine eigene Welt, in der meine selbstverfassten Geschichten einen wichtigen Platz einnahmen.
 Mit meinen Gedichten möchte ich dem Leser eine andere Sichtweise auf Alltägliches vermitteln. Dabei versuche ich ihm gleichzeitig eine Emotion zu entlocken. Sei es ein Seufzen, ein Schmunzeln oder eine Zeitreise zu einer fernen Erinnerung. Ich sehe mich als Erzählerin, die mit Worten Bilder im Kopf entstehen lassen möchte, die den Leser für einen kurzen Augenblick in eine andere Welt entführen und ihn zugleich unterhalten.
In den letzten Jahren habe ich mich von der Lyrik entfernt und mehr der Prosa zugewandt. Diese Gattung lässt mir mehr Raum, um meine Geschichten zu erzählen. Und das Tolle am Romane schreiben ist, dass ich meinen Protagonisten befehlen kann: spring! Interessant wird es aber erst dann, wenn sie mich fragen: warum?
Heute schreibe ich Romane über Liebe, Verrat, Geheimnisse und Sehnsuchtsorte. Für meine Werke erhielt ich nationale und internationale Preise. Ich mag raue Küsten, schroffe Felswände, Musik, Hunde, das Leben im Allgemeinen, meine Familie und träume von einem Cottage am Meer.


Von Margot S. Baumann wurden gelesen und rezensiert:
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An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin bedanken, die mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt  hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für Lesen und die Rezension, Monika! :-)

Liebe Grüße
Margot