Donnerstag, 14. Juli 2016

[Rezension] Robert Galbraith - Der Seidenspinner (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 688
ISBN: 978-3-7341-0223-3
Erscheinungstermin: 15. Februar 2016
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet

Klappentext: gem. blanvalet
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen. Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …

Rezension:
Seit seinem letztem großen Fall sind einige Monate ins Land gezogen und dennoch läuft Cormoran Strikes Privatdetektei besser denn je. Es läuft sogar so gut, dass er die ehemalige Zeitarbeitskraft Robin Ellacott fest einstellen konnte, wenn auch zu einem sehr geringen Verdienst, wie deren Verlobter immer wieder anmerkt. Robin jedoch ist sehr zufrieden mit ihrem beruflichen Engagement, denn sie hofft, bei Strike durchaus eine Ausbildung zur Privatdetektivin machen zu können. Tatsächlich läuft Strikes Geschäft so gut, dass er es sich auch leisten kann, unrentable Aufträge abzulehnen.

Gewöhnlich bestehen Strikes Ermittlungen aus dem Überwachen von (Ehe)Partnern, um diese der Untreue zu überführen. Wirklich zufrieden ist er damit nicht, doch immerhin kann er davon seine Rechnungen zahlen und seine Schulden abbezahlen. Dann jedoch taucht Leonora Quine bei Strike auf und beauftragt ihn, ihren  Mann ausfindig zu machen und dafür zu sorgen, dass dieser wieder nach Hause käme. Bei besagtem Mann handelt es sich um Owen Quine, einen mäßig erfolgreichen Autoren, der auch früher schon mal verschwand, bisher aber immer wieder auftauchte. Derzeit ist Leonora jedoch völlig ahnungslos, wo genau sich ihr Mann herumtreiben könnte, sodass Strike ihn ausfindig machen soll.

Obwohl dieser Auftrag alles andere als lukrativ erscheint, bewegt etwas in Leonora den barschen Strike, sodass er den Fall, entgegen aller Voraussetzungen, annimmt und mal ehrlich, wie lange kann es schon dauern, einen (einigermaßen) bekannten Autoren ausfindig zu machen? Tatsächlich hat sich Quine verdammt gut verkrochen, denn egal wo Strike anklopft, niemand scheint etwas über den Aufenthaltsort zu wissen. Schritt für Schritt jedoch kann Strike die letzten Tage vor dem Verschwinden Quines rekonstruieren und findet so heraus, dass die Veröffentlichung eines neuen Werkes unmittelbar bevorsteht und dieses einschlagen könnte wie eine Bombe, denn ganz unverblümt hat der Autor sich der Menschen in seiner Umgebung bedient und deren Geheimnisse offenbart. Klar, dass hier einige Beteiligte kein Problem damit hätten, wenn der Autor (für  immer) verschwinden würde - und tatsächlich wird kurz darauf dessen grausam zugerichtete Leiche gefunden. Nun steht die Frage im Raum: welcher der vielen Verdächtigten hatte das stärkste Motiv?


Der 2. Band der Cormoran-Strike-Reihe! Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass man hier als Leser einen Blick hinter die Welt der Literaten werfen kann, denn wo nach außen hin alles toll ist und jeder einander liebt, ist es hinterrücks das reinste Schlangennest, in dem man aufpassen muss, wo genau man hintritt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders beeindruckend empfand ich hier wieder die Figur des Cormoran Strike, denn gerade hier merkt man, dass er, trotz seiner vermeintlichen Schwächen, das Herz auf dem rechten Fleck hat und wenn er in einem Fall erst einmal Blut geleckt hat, nicht mehr locker lässt, bis er den Täter überführt hat. Den Schreibstil empfand ich fesselnd zu lesen, jedoch kam es zwischendurch wieder zu kleinen Längen, die meinen Lesefluss jedoch nur unmerklich gestört haben.



Bewertung

Von Robert Galbraith / J. K. Rowling bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst nach Deaktivierung des Adblockers sichtbar)


Der Autor:
Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans Ein plötzlicher Todesfall. (Text von Randomhouse übernommen).

Zur Website der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


 

Kommentare:

Numinala hat gesagt…

mir gefällt die strike-reihe richtig gut - warte schon auf den nächsten teil ;0)
lg von der numi

Kerry hat gesagt…

@Numinala: Ich auch, wobei mir die "Ernte des Bösen" aus der Reihe bisher am besten gefallen hat.

Liebe Grüße
Kerry