Donnerstag, 28. Juli 2016

[Rezension] Ursula Poznanski - Die Vernichteten (Band 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 528
ISBN: 978-3-7855-7546-8
Erscheinungstermin: 21. Juli 2014
Format:
Hardcover
Verlag: Loewe


Klappentext gem. Loewe:
Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.


Rezension:
Geschockt und fassungslos ist Ria, denn nun hat sich offenbart, warum der Sphärenbund sie und ihre Freunde umbringen wollte. Zu allem Unglück ist auch noch Quirin, der Heiler der Schwarzdornen verschwunden und mit ihm das Geheimnis um das Serum, dass die Sphärenbewohner vor der drohenden Seuche retten könnte. Schlimmer noch, es besteht der Verdacht, dass Quirin nicht einfach nur verschwunden ist, sondern ermordet wurde - und der Verdacht fällt natürlich auf die Außenseiter.

Ria und ihre Freunde müssen fliehen und auch Sandor schließt sich ihnen an. Dadurch, dass er sich auf die Seite der Außenseiter stellt, verliert er die Führungsposition innerhalb des Clans, doch er weiß, dass Ria und ihre Freunde nichts mit dem Verschwinden von Quirin zu tun haben, denn er glaubt Ria, was sie über den Heiler zu berichten weiß. Dennoch gelingt es der Gruppe zu überleben und sie treffen auf einen anderen Zweig des Schwarzkopfclans, dem sie sich kurzfristig anschließen. Hier finden sie tatsächlich auch noch etwas von dem heilenden Serum, doch für alle Sphärenbewohner ist es zu wenig, viel zu wenig - es könnte jedoch reichen, die Überträger des Virus zu neutralisieren bzw. den Virus in den Trägern.

Doch wollen sie das überhaupt tun? Den Versuch wagen, unter Einsatz ihres eigenen Lebens, um eine Gesellschaft zu retten, die sie hatte töten wollen? Die Frage ist jedoch wohl eher, könnten sie damit leben, diesen Versuch nicht zu starten und mit dem Wissen leben, dass sie womöglich für den Untergang eines großen Teiles der Menschheit verantwortlich sind? Für Ria steht die Antwort fest und sie entschließt sich in die Sphäre zurückzukehren und zumindest zu versuchen, das Unheil abzuwenden - doch sie steht noch immer auf der Abschussliste ...


Der 3. Band der Eleria-Trilogie! Der Plot wurde spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich in diesem Band endlich die Gründe offenbarten, warum Ria und ihre Freunde hätten sterben sollen und das dieses Geheimnis bereits seit Jahren über den Beteiligten schwebte, ohne dass außerhalb der Führungsriege des Sphärenbundes jemand etwas wusste. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. In diesem Band hat mich die Figur der Ria stark beeindruckt, denn gerade hier merkt man auf Grund ihrer Entscheidungen, wie sehr ihr Charakter sich entwickelt hat und dass aus dem einst folgsamen Mädchen eine starke Persönlichkeit geworden ist, die bereit ist, für ihre Überzeugungen einzutreten, auch wenn sie sich in große Gefahr begibt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieser Band sehr schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
 
Von Ursula Poznanski bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sicher, wenn der Adblocker für diese Seite deaktiviert wurde)





Die Autorin:

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren und begann nach einem abwechslungsreichen Schul- und Studienleben als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist. Sie selbst sagt von sich, sie hätte sich schon immer gerne Geschichten ausgedacht, aber nie zu Papier gebracht. Wenn sie schrieb, dann nur Kurzgeschichten. Im Jahr 2000 nahm sie - leider erfolglos - an einem Drehbuchwettbewerb des ORF teil. Dadurch entdeckte sie, dass sie doch zu "längeren" Texten fähig war und fing Feuer. Sie sammelte Romanideen und schaffte es, mit "Buchstabendschungel" im Jahr 2003 ihr erstes Kinderbuch zu veröffentlichen. Es folgten Erstlesebücher, Kinderkrimis und ein Teenager-Liebesroman. Für ihre Werke wurde sie u.a. mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet und für den Österreichischen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert. Bei Loewe legt sie im Frühjahr 2010 mit „Erebos” einen packenden Jugend-Thriller vor, der sich mit den Manipulationsmöglichkeiten virtueller Welten auseinandersetzt und gekonnt die reale mit der Welt des Online-Computerspiels verwebt. Ihr zweiter Thriller "Saeculum" für Jugendliche erschien im November 2011. Im Februar 2012 erschien ihr erster Thriller für erwachsene Leser mit dem Titel "Fünf" bei Rowohlt. Ursula Poznanski lebt mir ihrer Familie in Wien. (übernommen von Lovelybooks)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.  


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


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