Freitag, 22. Juli 2016

[Rezension] Veit Etzold - Skin



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 414
ISBN: 978-3-404-17375-4
Erscheinungstermin: 17. Juli 2016 
Format: Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe


Klappentext gem. Lübbe:
Als Christian den Link zu dem Video anklickt, ist er entsetzt über das, was er sieht: einen bis zur Unkenntlichkeit entstellten menschlichen Körper, der regungslos auf dem Wasser eines Swimmingpools treibt. Das ist nur der Höhepunkt einer ganzen Reihe von seltsamen Ereignissen, die sich in Christians sonst so geregeltem Leben plötzlich häufen. Doch als er sich der Polizei anvertraut, reagiert diese anders als erwartet. Christian hat das Gefühl, dass man ihm nicht glaubt. Als er weitere dieser grauenhaften Videos erhält, steht die Polizei plötzlich vor seiner Tür: Man hat herausgefunden, dass die E-Mails von seinem Account verschickt wurden. Und: Die Toten sind keine Fremden – Christian kannte sie alle ...


Rezension:
Christian König ist ein Quereinsteiger bei East Coast Consulting, kurz ECC genannt. Dahinter verbirgt sich eine Firma für Strategieberatung und sie sind eines der führenden Unternehmen der Welt in der Branche. Für Christian ist es die Chance, gerade im Hinblick darauf, dass er Philosophie studiert hat. Seit vier Wochen ist er bei ECC und schon steht ihm die Mitarbeit in einem entscheidenden Projekt an. Der BWG-Bank hat die Wirtschaftskrise schwer zugesetzt und ein amerikanischer Investor ist derzeit dabei, die Bank bis auf den letzten Tropfen ausbluten zu lassen. ECC soll dies verhindern.

Privat läuft es für Christian sehr gut. Er ist mit Nicole Elvers liiert und beide planen zu heiraten. Erst kürzlich sind sie in eine neue Wohnung gezogen und sie wurde von Nicole liebevoll eingerichtet. Nicole selbst arbeitet im Bundestag, weiß aber durchaus, Arbeit und Privatleben zu trennen, im Gegensatz zu Christian, der seine Chance um jeden Preis nutzen und Karriere bei ECC machen will. Dafür arbeitet er weit über das normale Maß hinaus, sehr zum Unmut von Nicole, die sich immer mehr vernachlässigt fühlt. Christin vergräbt sich immer mehr in seine Arbeit - doch nicht jeder sieht gerne, wie sich sein Leben entwickelt.

Während er auf einen kurzen Besuch bei seinen Eltern ist, wird in seiner Wohnung eingebrochen und sein Firmenhandy gestohlen. Schnell ist Ersatz organisiert, doch Christian soll nicht zur Ruhe kommen. Kurz darauf erhält er von seinem eigenen Firmenaccount eine E-Mail mit einem Link - der ihn zu einem Video einer Wasserleiche führt. Christian ist geschockt und nachdem sich der Schreck gesetzt hat, wendet sich Christian an die Polizei. Frank Deckhard nimmt sich Christians Aussage an und lässt sich von ihm den Link zu dem Video schicken. Tatsächlich können sie im Nachhinein einige Details ausmachen, die sie schlussendlich zu einem Pool im Garten einer Villa führen - in dem eine Wasserleiche ist. Es handelt sich um den Hauseigentümer und dieser war einst Philosophie-Professor an der Universität, an der auch Christian studiert hatte und eben jener hatte es seinerzeit abgelehnt, Christians Doktor-Vater zu werden. Besteht hier ein Zusammenhang? Christian ahnt, wer auch immer ein Spiel mit ihm spielen mag - das ist erst der Anfang ...


Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt serviert! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie immer wieder der Faden gesponnen wird, der Christian mit allen aufgefundenen Leichen verbindet und sich somit die Schlinge um seinen Hals immer mehr zuzieht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Ich muss gestehen, in diesem Buch hat es mir vor allem die Figur des Frank Deckhard angetan, denn dieser entspricht nicht dem typischen Polizisten-Klischee, sondern eher dem Gegenteil. Frank ist kein besonders einfacher Mensch, trägt privat mit unter viel Verantwortung und überhaupt hat er was gegen Menschen wie Christian, die mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden. Diese können sich, seiner Meinung nach, alles erlauben und werden selten zur Rechenschaft gezogen und das ist Frank ein absoluter Dorn im Auge. Den Schreibstil kann ich nur als spannend beschreiben, sodass mir das Buch sehr angenehme Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Von Veit Etzold bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. 2005 promovierte er zum Kinofilm "Matrix". Während und nach seinem Studium arbeitete er für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Management-Ausbildung. Veit M. Etzold lebt in Berlin. (Text von Bastei Lübbe übernommen).








Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen.

1 Kommentar:

papaschlumpf13 hat gesagt…

Mit deiner Rezi hast du den Nagel auf den Kopf getroffen..es war eine sehr kurzweilige Lektüre und jederzeit zu empfehlen..