Sonntag, 28. August 2016

[Rezension] Britta Orlowski - St. Elwine 04: Erdbeerpunsch




Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3094 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 488 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: Bookshouse (8. Juli 2016)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01HDF988Y

Inhalt gem. Amazon:
Eine Stippvisite in St. Elwine … Es gibt einen triftigen Grund, der Tally in ihr Immer-mal-wieder-Zuhause nach St. Elwine führt. Nichts ist in dem beschaulichen Küstenort wie erwartet und ihr läuft ein ungehobelter Fremder über den Weg. Sofort findet Tally ihn verdächtig, denn sie arbeitet für Maureenas, eine Organisation, die Frauen auf der Flucht vor ihren gewalttätigen Ehemännern hilft. Ihre Recherche ergibt: Es handelt sich um den Tänzer Louis Bowlder. Diese Neuigkeit erklärt, warum Bowlder elegant über den Boden zu schweben scheint. Er trägt einen Dreitagebart, der mit einem vierten Tag zu liebäugeln scheint und sein dunkles Haar zu einem Männer-Dutt geschlungen. Unter anderen Umständen hätte sie zugegeben, dass er eine Augenweide ist. Leider ist er ebenso gut aussehend wie arrogant. Bei all der Aufregung kommt ihr ein Glas Erdbeerpunsch gerade recht. Mit einem Gastauftritt von Trish Prescott aus der beliebten Lake Anna-Reihe von Joanne St. Lucas.

Zum Buch:

Masha ist mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem gewaltätigen Ehemann geflüchtet. Sie hat sich an eine Agentur gewandt, die Frauen oder auch Männern in diesen Fällen hilft, zum Beispiel unterzutauchen.

Ihre ihr zugeteilte Ansprechpartnerin ist Tally, die die beiden kurzerhand nach St. Elwine, ihrem Heimatort, bringt. Dort gelingt es ihr, sie vorerst in einer Pension unterzubringen, obwohl dort augenscheinlich renoviert wird.

Ebenfalls in der Pension wohnt der Tänzer Louis Bowlder, der bereits bei der ersten Begegnung mit den beiden Frauen mürrisch und überheblich erscheint. Dieser will gemeinsam mit dem Rockstar Terry ein Rockmärchen auf die Bühne bringen, wobei er den Part des Choreografen inne hat. Aber ihn führte auch ein anderes Anliegen nach St. Elwine.

Tally will die Zeit in St. Elwine derweil mit Arbeit überbrücken und hilft ihrer Freundin Monica in deren Buchhandlung, während Masha Arbeit in dem Laden von Tallys Mutter findet. Masha ist anfänglich unsicher, hat sie doch seinerzeit nichts anderes gelernt, als nur zu modeln. Gelernt hatte sie nie irgendwas, zumindest nichts, was sie jetzt nutzen könnte. Und sie hat Angst, die sie sich immer umschauen lässt, denn sie weiß, dass ihr Mann sie bis zum äußersten suchen wird und nicht eher ruhen wird, bis er sie gefunden hat…

3,5 Jahre ist es jetzt her, dass ich das kleine Städtchen St. Elwine betreten hatte. Eine sehr lange Zeit. Umso größer war die Freude, jetzt endlich den 4. Band der St. Elwine-Reihe in den Händen zu halten.

Die Hauptprotagonistin ist Tally, eine junge taffe Frau, die in der Organisation „Maureenas“ anderen Frauen hilft, die häuslicher Gewalt unterworfen sind. Sie macht ihre Sache gut, so dass sie für diesen speziellen Fall von ihrer Chefin beauftragt wird.
Sie macht diese Arbeit gern, weiß sie doch, dass sie helfen kann, auch wenn nicht immer alle ihre Fälle positiv enden. Aber sie ist sich auch bewusst, dass die ihr auferlegten Fälle an ihrer Substanz nagen, sie lässt diese zu nah an sich heran.

Nicht nur die Fälle, die sie betreut, sondern auch ihre eigenen Reinfälle mit Männern lassen sie nicht besonders gut auf Männer sprechen.

Als sie auf Louis Bowlder trifft, hält sie ihn für einen Kotzbrocken. Aber er hat auch etwas ernstes, trauriges an sich, das sie dazu bringt, doch hinter die Fassade zu blicken.

Die Geschichte bietet dem Leser die Möglichkeit, diese aus verschiedenen Perspektiven zu erleben, so ist man immer hautnah dabei, weiß um die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Protagonisten.
Die Autorin Britta Orlowski hat sich für ihr Buch schwere Themen ausgesucht, die sie mit in das Buch eingebracht hat. Krankheit, in diesem Fall eine spezielle Art von Alzheimer, häusliche Gewalt und ein wenig Einblick in die Welt eines Autoren mit dem Thema Selfpublishing. Aber es wäre keine Geschichte in St. Elwine, wenn sie nicht auch die Liebe mit integriert hätte.

Viele alte Bekannte aus den Vorgängerbänden sind ebenfalls mit dabei. Es fällt einem absolut nicht schwer, wieder Zugang zu dem kleinen Städtchen zu finden, auch wenn soviel Zeit vergangen ist. Einige Details aus der Vorgängern werden angerissen, so dass man schnell wieder auf dem Laufenden ist und das mit dem schon gelesenen in Einklang bringen kann.
Ich für meinen Teil hatte damit zumindest keine Probleme.

Vermisst habe ich jedoch die Konfrontation zwischen Masha und ihrem Mann. Ich möchte jetzt an dieser Stelle nicht zuviel verraten, aber die "Auflösung" dieses Problems erschien mir als zu einfach. Da habe ich noch ein wenig mehr erwartet.

Es war wieder sehr schön, nach St. Elwine zu gehen und lieb gewonnene Protagonisten zu treffen.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer leicht lesbar und ausgesprochen unterhaltend. Man oder Frau mag das Buch gar nicht aus der Hand legen, so gefesselt ist man, weil man einfach wissen, wie es weitergeht bzw. wie es denn enden wird.
Ich habe mich dort wohl gefühtl und würde mich auf ein weiteres Wiederlesen sehr freuen.

Ein Buch, da ich sehr gern weiterempfehle.

Reiheninfo:
St. Elwine 01: Rückkehr nach St. Elwine
St. Elwine 02: Pampelmusenduft
St. Elwine 03: Zitronentagetes
St. Elwine 04: Erdbeerpunsch

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text übernommen von Bookshouse)


Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei.
So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik. 
Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren.
Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“.
Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie, mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich nun ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Von Britta Orlowski wurden gelesen und rezensiert:
    

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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