Mittwoch, 17. August 2016

[Rezension] Jojo Moyes - Ein ganz neues Leben (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 528
ISBN: 978-3805250948
Erscheinungstermin: 24. September 2015 
Format:
Hardcover
Verlag: Wunderlich



Klappentext: gem. Rowohlt
«Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist. Du hast mein Leben verändert.»
Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.


Rezension:
Lou(isa) Clark führt ein einsames Leben. Sie lebt in Wills Wohnung, hat einen schlecht bezahlten Job in einer Kneipe am Flughafen und weiß auch sonst nichts mit sich anzufangen. Nach ihrem Leben mit Will ist sie gefangen in der Welt, die ohne ihn irgendwie weitergehen muss. 18 Monate ist es her, dass Will gegangen ist, doch für Lou ist die Zeit seitdem stehengeblieben. Auch mit ihren Eltern hat sie sich nicht wieder versöhnen können, zu tief ist der Graben, der sich zwischen ihnen aufgetan hat. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, dann geht sie gerne auf die Dachterrasse und balanciert auch mal auf dem Gesims herum. Doch an einem Abend erschreckt sie sich und stürzt ab.

Sie hat Glück im Unglück, die Markise eines Nachbarn bremst ihren Fall und so überlebt sie, ist aber schwer verletzt. Mag man etwas Gutes in dem Vorfall sehen, so die Tatsache, dass ihre Eltern sofort an ihr Krankenbett geeilt sind, um ihr beizustehen, als sie von ihrem Unfall erfahren haben. Tatsächlich nähern sie sich sogar soweit wieder an, dass Lou, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, bei ihren Eltern Zuhause weiter an ihrer Genesung arbeiten. Doch sie kann sich nicht ewig dort verstecken, sodass sie schlussendlich wieder in ihr eigenes Leben zurückkehrt und dennoch, es hat sich etwas nachhaltig verändert.

Sie besucht nun wöchentlich eine Trauergruppe, um ihre Trauer um den Verlust Wills endlich verarbeiten zu können und sie erhält unverhofften Besuch. Ein junges Mädchen taucht vor ihrer Tür auf - und offenbart, dass sie Wills Tochter ist, von der er nichts wusste. Bei sich Zuhause hält sie es nicht mehr aus, ihre Mutter ist mit der Erziehung der jüngeren Halbgeschwister überfordert und überhaupt hat niemand dort Verständnis für sie. Man könnte glatt meinen, dass Lily so etwas wie ein rettender Anker ist, den Lou zum Überleben braucht, denn mit ihr ist Will wieder zu einem Teil bei ihr und sie nimmt sich des jungen Mädchens an - ohne zu ahnen, welchen Schlamassel sie sich damit in ihr Leben holt. Aber könnte dies nicht auch eine Chance sein, endlich ihr Leben in eine andere Richtung zu lenken?


Der 2. Band der Louisa-Clark-Dilogie! Der Plot wurde sehr einfühlsam und authentisch erarbeitet. Ich fand es schön zu sehen, wie sich das kleine Häuflein Elend namens Lou langsam aber sicher ins Leben zurückkämpft. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, aber ich muss sagen, ich war von der Figur der Lou doch etwas enttäuscht. Wo war die junge Frau, die vor Leben nur so strotzte, eine krasse Aktion nach der anderen plante und durchzog und in jedes sich bietende Fettnäpfchen trampelte? An ihrer Stelle ist eine sehr einsame junge Frau zurückgeblieben, die nur das Haus verlässt, um zu einem unbefriedigenden Job zu gehen und ansonsten auf der Stelle tritt. Ich hatte schon fast die Hoffnung für Lou aufgegeben, doch ab dem Zeitpunkt, als Lily in ihr Leben tritt, beginnt endlich die Wandlung zurück zu alten Lou, auch wenn diese sehr langsam und teils mit Rückschlägen vonstattengeht. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen (es waren wieder herrlich sarkastische Dialoge mit von der Partie), sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch, trotz der Kritikpunkte, schöne Lesestunden bereitet hat.


Bewertung

Von Jojo Moyes bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)

Die Autorin:
(Text übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. 

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.









Wie ich zu dem Buch kam: 
Das Buch habe ich mir geliehen.

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