Samstag, 13. August 2016

[Rezension] Lars Kepler - Flammenkinder (Band 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 624
ISBN: 978-3-7857-2463-7
Erscheinungstermin: 10. Oktober 2012
Format:
Hardcover
Verlag: Lübbe


Klappentext: gem. Lübbe
In einer Einrichtung für suizidgefährdete junge Mädchen im Norden Schwedens wird eine Zwölfjährige ermordet aufgefunden - aufgebahrt in einem Bett, mit beiden Händen vor dem Gesicht. In der gleichen Nacht wird eine Krankenschwester brutal erschlagen. Niemand hat etwas gesehen. Als in einem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, scheint der Fall aufgeklärt, doch das Mädchen, das dort lebte, ist verschwunden. Ihm ist es gelungen, in einem Auto zu fliehen. Für die Polizei beginnt damit ein dramatischer Kampf gegen die Zeit, denn in dem Wagen saß ein kleines Kind. Das Auto wird kurze Zeit später in einem Fluss in der Nähe entdeckt, und die Mörderin gilt auf tragische Weise als überführt. Nur Kriminalkommissar Joona Linna ist skeptisch. Zu viele Fragen sind noch offen. Was war das Mordmotiv? Und warum wurde eines der Opfer so merkwürdig aufgebahrt?


Rezension:
Das Haus Brigitta ist eine Einrichtung für junge selbstmordgefährdete Mädchen. Hier werden sie therapiert und es wird versucht, ihnen soweit zu helfen, dass später ein normales, gesundes Leben für die Bewohnerinnen möglich ist. Da in dem Haus nur Mädchen wohnen, ist Streit unter den Bewohnerinnen vorprogrammiert und dennoch, eigentlich ist es eine gute und geachtete Einrichtung, dass nur das Wohl der Mädchen im Blick hat, oder? Eines Nachts wird Miranda, eine Bewohnerin der Einrichtung, tot aufgefunden. Sie wurde mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen und auf ihrem Bett drapiert. Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden - die Betreuerin der Einrichtung wurde ebenfalls ermordet.

Die hinzugerufene Polizei stellt schnell fest, dass eines der Mädchen aus der Einrichtung fehlt - Vicky. Als auch noch in ihrem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, ist für die Beamten die Sache klar, zumal Vicky bereits als Kleinkriminelle und Herumtreiberin aktenkundig ist. Als Vicky sich auch noch eines Autos bemächtigt, in dem sich ein kleiner Junge befindet, ist die Jagd durch die Polizei eröffnet.

Jonna Linna ist als Beobachter vor Ort, da er derzeit, auf Grund einer internen Ermittlung, nicht als Ermittler arbeiten darf. Im Gegensatz zu allen anderen hat Jonna Zweifel an den Geschehnissen und am Tatablauf und er ist sich sicher, dass Vicky nicht die kaltblütige Mörderin ist, als die sie dargestellt wird. Tatsächlich findet er in ihrer Vergangenheit Aufschluss, warum das junge Mädchen so gehandelt hat, wie es geschehen ist ...


Der 3. Band der Joona-Linna-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Szenerie rund um dieses Heim für betreute Mädchen gefallen und wie das Leben der Bewohnerinnen hinter verschlossenen Türen wirklich aussah. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. In diesem Band erfährt der Leser, warum Joona Linna so akribisch dabei ist, wenn ihn ein Fall gepackt hat, denn ihm selbst hat das Schicksal vor vielen Jahren übel mitgespielt. Den Schreibstil empfand ich, bis auf kleinere Längen, sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch spannende Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Von Lars Kepler bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Die Autoren:
Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits  erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken.  Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna (Paganinis Fluch, Flammenkinder, Der Sandmann und Ich jage Dich) setzten die Erfolgsgeschichte fort und standen allesamt auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Allein in Schweden sind inzwischen über zwei Millionen Bücher des Autorenpaars verkauft. 2012 wurde Der Hypnotiseur von Lasse Hallström für das internationale Kino verfilmt.

Das Pseudonym Lars Kepler ist eine Hommage an zwei bekannte Persönlichkeiten. Der Vorname Lars wurde zu Ehren des Bestseller-Autors Stieg Larsson gewählt, während der Nachname Bezug auf den deutschen Wissenschaftler Johannes Kepler nimmt. 

Als ihr erster gemeinsamer Kriminalroman im Jahr 2009 veröffentlicht wurde, war die Identität der beiden Schriftsteller hinter dem Pseudonym unbekannt, was eigentlich auch so bleiben sollte. Damit waren einige hartnäckige Journalisten allerdings nicht einverstanden. Nachdem eine Reihe Autoren jegliche Beteiligung an dem Pseudonym abgestritten hatte, gelang es der schwedischen Zeitung Aftonbladet, ausreichend Beweise in diesem Fall zu recherchieren und das Ehepaar Ahndoril als Lars Kepler zu entlarven.

Alexandra Coelho Ahndoril hat portugiesische Wurzeln und wurde 1966 in Schweden geboren. Sie wuchs in Helsingborg an der Südküste Schwedens auf und zog in den frühen 1990er Jahren nach Stockholm um Schauspielerin zu werden, was sie für das Schreiben aber aufgab.  Neben den Lars -Kepler-Kriminalromanen schreibt Alexandra Coelho Ahndoril Bücher über historisch bedeutende Persönlichkeiten und ist Literaturkritikerin für die schwedischen Zeitungen Göteborgs-Posten und Dagens Nyheter.

Alexander Ahndroril wurde 1967 in Upplands Väsby, Stockholm geboren. Dort studierte er auch Philosophie, Religion und Film. Bereits in den 80er Jahren bewies er sein Können als Romanschriftsteller. Neben Romanen schreibt er Drehbücher, Radio-Skripte sowie Theaterstücke und gehört zu Schwedens originellsten Schriftstellern der jüngeren Generation.

Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm, nur einen Steinwurf vom schwedischen „Scotland Yard“ entfernt. (von Lübbe übernommen)
Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


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