Samstag, 13. August 2016

[Rezension] Lars Kepler - Paganinis Fluch (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 624
ISBN: 978-3-7857-2428-6
Erscheinungstermin: 14. Oktober 2011
Format:
Hardcover
Verlag: Lübbe


Klappentext: gem. Lübbe
Carl Palmcrona wird in seiner Wohnung tot aufgefunden. Das Zimmer, in dem er an einem Strick hängt, ist unmöbliert - es gibt darin nichts, worauf er hätte steigen können, um Selbstmord zu begehen. Das er der Generaldirektor der staatlichen Waffenkontrollbehörde war, macht den Fall brisanzlich. Am selben Tag wird auf einer Jacht, die in den Stockholmer Schären treibt, eine tote Frau entdeckt. Ihre Lungen sind mit Meerwasser gefüllt, ihre Kleider jedoch vollkommen trocken. Sie ist auf einem Boot ertrunken, das noch schwimmt. Die beiden Todesfälle geben der Polizei Rätsel auf. Bis Kommissar Joona Linna zwischen ihnen eine Verbindung entdeckt. Die Spur führt zu einem Mann, der die Violinen des »Teufelsgeigers« Paganini sammelt - und Albträume wahr werden lässt ...


Rezension:
Carl Palmcrona ist tot - erhängt in seiner Wohnung. Dass es sich hierbei um keinen Selbstmord handelt scheint recht schnell klar, denn es gibt keinen passenden Gegenstand, auf den Carl hätte steigen können, um seinen Selbstmord auszuüben. Kurz darauf wird eine Frau tot auf einer Jacht aufgefunden - ertrunken, denn ihre Lungen sind gefüllt mit Meerwasser, doch ihre Kleidung ist trocken. Auf den ersten Blick haben die beiden Todesfälle nichts miteinander zu tun.

Kommissar Joona Linna nimmt sich der Todesfälle an, denn er ahnt, dass mehr dahinter steckt, als es auf den ersten Blick erscheint. Tatsächlich stößt er auf ein Foto, das ihn auf eine Spur bringt, die beide Opfer miteinander in Verbindung bringt. Tatsächlich verhält es sich so, dass das weibliche Opfer, Viola, eine Verwechslung war, denn schnell steht fest: das eigentliche Ziel war deren Schwester Penelope, die als Friedensaktivistin bekannt ist.

Linna ist klar - dies ist erst der Anfang. Was oder wer auch immer hinter der Tötung dieser beiden Menschen steckt, derjenige ist noch nicht fertig. Obwohl Linna immer weiter in seinen Ermittlungen voranschreitet, ist der Fall für die Kollegen sehr schnell gelöst. Lediglich Saga Bauer vom Staatsschutz steht ihm zur Seite und tatsächlich hat auch das Waffenhändlermilieu ein Auge auf die Morde geworfen ...


Der 2. Band der Joona-Linna-Reihe! Der Plot wurde realistisch erarbeitet. Besonders interessant fand ich die Darstellung des Milieus um den Waffenhandel und wie diese agieren. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von Linna halten soll. Sicherlich ist er ein begnadeter Ermittler, aber das Zwischenmenschliche vermisse ich ab und an bei ihm. Der Schreibstil entsprach leider so gar nicht meinem Geschmack - so trocken, zu ausschweifend, zu viele Längen. Generell ist zu sagen, dass diese Thematik mich wohl einfach nicht angesprochen hat und ich daher die Lektüre als eher langatmig empfand.

Bewertung

Von Lars Kepler bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Die Autoren:
Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits  erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken.  Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna (Paganinis Fluch, Flammenkinder, Der Sandmann und Ich jage Dich) setzten die Erfolgsgeschichte fort und standen allesamt auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Allein in Schweden sind inzwischen über zwei Millionen Bücher des Autorenpaars verkauft. 2012 wurde Der Hypnotiseur von Lasse Hallström für das internationale Kino verfilmt.

Das Pseudonym Lars Kepler ist eine Hommage an zwei bekannte Persönlichkeiten. Der Vorname Lars wurde zu Ehren des Bestseller-Autors Stieg Larsson gewählt, während der Nachname Bezug auf den deutschen Wissenschaftler Johannes Kepler nimmt. 

Als ihr erster gemeinsamer Kriminalroman im Jahr 2009 veröffentlicht wurde, war die Identität der beiden Schriftsteller hinter dem Pseudonym unbekannt, was eigentlich auch so bleiben sollte. Damit waren einige hartnäckige Journalisten allerdings nicht einverstanden. Nachdem eine Reihe Autoren jegliche Beteiligung an dem Pseudonym abgestritten hatte, gelang es der schwedischen Zeitung Aftonbladet, ausreichend Beweise in diesem Fall zu recherchieren und das Ehepaar Ahndoril als Lars Kepler zu entlarven.

Alexandra Coelho Ahndoril hat portugiesische Wurzeln und wurde 1966 in Schweden geboren. Sie wuchs in Helsingborg an der Südküste Schwedens auf und zog in den frühen 1990er Jahren nach Stockholm um Schauspielerin zu werden, was sie für das Schreiben aber aufgab.  Neben den Lars -Kepler-Kriminalromanen schreibt Alexandra Coelho Ahndoril Bücher über historisch bedeutende Persönlichkeiten und ist Literaturkritikerin für die schwedischen Zeitungen Göteborgs-Posten und Dagens Nyheter.

Alexander Ahndroril wurde 1967 in Upplands Väsby, Stockholm geboren. Dort studierte er auch Philosophie, Religion und Film. Bereits in den 80er Jahren bewies er sein Können als Romanschriftsteller. Neben Romanen schreibt er Drehbücher, Radio-Skripte sowie Theaterstücke und gehört zu Schwedens originellsten Schriftstellern der jüngeren Generation.

Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm, nur einen Steinwurf vom schwedischen „Scotland Yard“ entfernt. (von Lübbe übernommen)
Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir mal spontan gekauft.


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