Dienstag, 2. August 2016

[Rezension] Rhiannon Lassiter - Böses Blut


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3-596-80803-8
Erscheinungstermin: 4. April 2008
Format:
Hardcover
Verlag: Fischer Schatzinsel


Klappentext: gem. Fischer
Ein altes Haus. Eine geheime Kammer. Eine grauenerregende Entdeckung. Hätte Katherine geahnt, was sie im Kinderzimmer ihrer verstorbenen Mutter erwartet, hätte sie die Tür zu dem geheimen Spielzimmer nie geöffnet. Sie hätte die Vergangenheit ruhen lassen. Doch manchmal wehrt sich die Vergangenheit gegen das Vergessenwerden …


Rezension:
Patchwork-Familien, bestehend aus Vater, Mutter und deren jeweiligen Kindern, können eine wunderbare Bereicherung für das Leben sein - oder auch nicht. Peter und Harriet sind seit über zwei Jahren verheiratet, soweit so gut. Die Probleme fangen eigentlich erst an bei Katherine und John (Peters Kindern) und Catriona und Roland (Harriets Kindern) an. Die Jungs John und Roland "Roley" kommen an sich gut miteinander und der Situation zurecht, doch bei den Mädchen ist Zickenkrieg angesagt. Catriona beansprucht den Spitznamen "Cat" für sich, wodurch die jüngere Katherine hier eindeutig das Nachsehen hat. Dies ist ein ständiger Streitpunkt in der Familie und gerade Katherine fühlt sich immer zurückgesetzt.

Völlig unerwartet erhält die Familie die Nachricht, dass sie die Möglichkeit haben, in Annes Elternhaus (Peters verstorbener Frau) Urlaub zu machen, bevor dieses verkauft wird. Auf finanzieller Sicht ist dieser Vorschlag ausgesprochen verführerisch für die Patchwork-Familie und eigentlich kann so ein Aufenthalt in einer etwas abgeschiedeneren Gegend ja auch nur gut für den Familienzusammenhalt sein. Kurzentschlossen beschließen die Elternteile, dieses Angebot anzunehmen und so werden die wichtigsten Sachen samt Kindern eingepackt und es geht los.

Vor Ort angekommen, herrscht zumindest bei den Kindern sehr schnell Ernüchterung. Das Haus ist verdammt alt und entspricht keineswegs den technischen Gegebenheiten, die sie von Zuhause gewohnt sind. Nun ja, sie müssen das beste aus dem ganzen machen. Bei der Erkundung des Hauses stößt Katherine auf das ehemalige Zimmer ihrer Mutter, in dem sich noch deren alten Bücher befinden - und eine Puppe nebst deren Drohnen, welche keine Augen haben. Etwas Merkwürdiges geht in dem Haus vor, das ist vor allem Katherine schnell klar, denn egal wo auch immer sie hingeht, egal was sie macht, immer wieder taucht diese alte Puppe mit ihren Drohnen auf. Es ist regelrecht unheimlich, es ist fast so, als würde die Puppe ein Eigenleben führen. Dann entdeckt Katherine in den Aufzeichnungen ihrer Mutter ein Spiel - und das Unheil nimmt seinen Lauf ...


Cat-Fight! Der Plot des Buches wurde mystisch und detailliert erarbeitet. Besonders gut fand ich die Darstellung der Gegebenheiten, in denen die Puppe in Szene tritt - die fand ich echt gruselig. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, aber ehrlich, dieser Zickenkrieg zwischen den Mädels ging mir manchmal echt zu weit. Sicherlich hat keine ein Einsehen mit der Anderen, immerhin sind beide mitten in der Pubertät, aber musste das hier so ausführlich beschrieben werden? Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, an einigen Stellen jedoch empfand ich kleinere Längen, die meinen Lesefluss etwas gestört haben. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hierbei sicherlich um ein schönes Gruselbuch für Jugendliche um die 12 Jahre haltet, für eine deutlich ältere Altersklasse allerdings nur bedingt geeignet ist.


Bewertung

Die Autorin:
Rhiannon Lassiter kam 1977 in London zur Welt und studierte in Oxford, wo sie noch heute lebt. Sie ist die älteste Tochter der Jugendbuchautorin Mary Hoffman. Ihren ersten Roman ›2367 – Experiment Hex‹ veröffentlichte sie im Alter von neunzehn Jahren. Am liebsten liest und schreibt sie Fantasy und Science Fiction, arbeitet aber auch als Journalistin und Webdesignerin. Ihre Bücher wurden in zehn Sprachen übersetzt. (von Fischer Verlage übernommen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch war ein Spontan-Kauf.


Kommentare:

Steffi Litis' fabelhafte Welt der Bücher hat gesagt…

Hallo Kerry,

die Hintergrundgeschichte mit der gruseligen Puppe spricht mich schon an. Allerdings ernüchtert es mich, dass da auch Hauptaugenmerk auf das Verhältnis zwischen den beiden Töchtern gelegt wird und das so in den Vordergrund rückt. Irgendwie ist der Klappentext dann ja irreführend. Ich hasse sowas. :/

Liebe Grüße
Steffi

Kerry hat gesagt…

Hallo Steffi,

ja, ich habe mich auch vom Klappentext irreleiten lassen - zum Glück war es ein preisreduziertes Exemplar, dennoch hatte ich mir mehr von dem Buch versprochen.

Kerry