Donnerstag, 11. August 2016

[Rezension] Siegfried Langer - Zwanzig Sekunden Ewigkeit


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2045 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 180 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B01JSEF4VS


Klappentext gem. Amazon:
Alex erwacht.
Es ist bitterkalt.
Ein Kühlraum für Leichen, stellt sie entsetzt fest.
Verzweifelt hämmert sie an die Tür und schreit um Hilfe.
Aber niemand hört sie.
Was ist passiert? Sie kann sich an nichts erinnern.
Hat man sie für tot gehalten?
Oder entführt und hier eingesperrt?
Als sich die Tür schließlich öffnet, wird ihre Verwirrung noch größer, denn in diesem mysteriösen Haus ist nichts, wie es scheint.
Nach und nach tauchen rätselhafte Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit auf und Alex versucht, die Puzzleteile an die richtigen Stellen zu legen.
Doch je vollständiger das Bild wird, desto mehr zweifelt sie an ihrem Verstand.
Und sie wünscht sich immer mehr, dass alles vergessen bliebe ...
 

Rezension:
Als Alexandra Wilke erwacht, weiß sie nicht, wo sie ist, sie weiß nur, dass ihr kalt ist. Tatsächlich ist sie barfuß und nur mit einem dünnen Kleid bekleidet. Nach der anfänglichen Desorientierung stellt sie schnell fest, dass sie sich in einem Kühlraum für Leichen befindet. Wurde sie versehentlich für tot erklärt? War sie womöglich scheintot gewesen und jemand hat es nicht bemerkt? Doch etwas ist merkwürdig - sie ist ganz allein. Müssten nicht irgendwelche Menschen vor Ort sein, die dort arbeiten?

Da ihr kalt ist, sieht sie sich um und findet einen Spind vor, der verschlossen ist. Zufällig (wirklich Zufall oder makaberer Scherz?) stimmt ihr Geburtstag mit der Zahlenkombination des Schlosses überein, sodass sie die darin befindliche Kleidung an sich nehmen kann. Zufällig (wirklich zufällig?) befindet sich darin Kleidung in ihrer Größe, die ihr sehr bekannt vorkommt. Nicht, dass es ihre Kleidung gewesen wäre, sondern es handelt sich um Kleidungsstücke, die sie als Kind hatte, jedoch in ihrer derzeitigen Größe. Das alles ist wirklich ein merkwürdiger Zufall!

Sie beschließt, sich umzusehen, denn irgendwo muss es doch jemanden geben, der ihr sagen kann, wo sie ist. Das Haus, in dem sie sich befindet, kommt ihr bekannt vor und sie trifft auf ihren Vater. Das kann nicht sein, denn ihr Vater starb vor wenigen Wochen, doch er spricht mit ihr. Es ist fast so, als wäre sie in ihre Kindheit zurückgekehrt. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich erneut in dem Kühlraum für Leichen. Alles wiederholt sich. Sie erkundet erneut das Haus und trifft auf weitere Schrecken ihrer Vergangenheit. Was ist geschehen? Leidet sie womöglich wieder an Fugues, begründet aus der Poriomanie, die sie als Teenager hatte? Ist die Krankheit womöglich zurückgekehrt oder spielt ihr jemand einen ganz üblen Streich?


Schatten der Vergangenheit! Der Plot wurde spannend und mysteriös erarbeitet. Ganz ehrlich, lange Zeit wusste ich nicht, was ich von der Story und auch der Figur der Alexandra halten sollte, denn wohin sollte mich eine Geschichte führen, deren Anfänge sich wiederholen? Doch nach und nach hatte ich so eine Ahnung, wohin die Reise schlussendlich gehen würde und ich ließ mich von der Geschichte voll und ganz vereinnahmen. Den Figuren wurden authentisch erarbeitet. Erstaunlicherweise gibt es in diesem Buch nur sehr wenige Figuren, die meisten werden sogar nur am Rande erwähnt und dennoch verfügt die Story über eine unheimliche Dichte, die den Eindruck vermittelt, es würde eine ganze Schar Figuren in ihr agieren. Alexandra ist ein sehr einsamer Mensch. In den letzten Monaten musste sie einige Verluste verkraften und hat sich immer mehr in sich zurück gezogen, denn wie viel Sinn hat ein Leben noch, wenn alle sterben, die sie liebt? Den Schreibstil empfand ich als anregend-mystisch zu lesen, sodass hier und da bei mir durchaus der Gruselfaktor nicht zu kurz gekommen ist. Abschließend kann ich sagen, dass es sich bei diesem Buch um einen etwas anderen Langer als gewöhnlich handelt, doch ehrlich: absolut empfehlens- und lesenswert!

Bewertung: 

Von Siegfried Langer bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Siegfried Langer, geboren 1966, stand unter anderem als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera. Sterbenswort ist nach dem Erfolg von Vater, Mutter, Tod sein zweiterThriller bei List. (übernommen von Ullsteinbuchverlage)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:

Das Buch habe ich mir bei amazon gezogen.

Kommentare:

Steffi Litis' fabelhafte Welt der Bücher hat gesagt…

Hallo Kerry,

oh, das hört sich gut an! Leider gibt's das Buch nicht als Print. Weiß man, ob das noch kommt?
Falls ja, muss ich mir das nochmal genauer anschauen. Die Bewertungen sind jedenfalls überzeugend.

Lieben Gruß
Steffi

Kerry hat gesagt…

Hallo Steffi,

soweit ich weiß, ist die Printausgabe im Kommen - der Autor meinte zumindest, dass es sie geben würde, also von daher, noch etwas Geduld ^^

Liebe Grüße
Kerry

Steffi Litis' fabelhafte Welt der Bücher hat gesagt…

Oh, sehr gut. Dann freue ich mich schon darauf! :D