Donnerstag, 27. Oktober 2016

[Lesung] Cody McFadyen stellt "Die Stille vor dem Tod" vor

Endlich, endlich war es soweit - Mittwoch Abend, der Abend, auf den Kerry so lange hingefiebert hat, denn Cody McFadyen war in Berlin, um sein neues Buch "Die Stille vor dem Tod" (den 5. Band der Smoky-Barrett-Reihe) vorzustellen. Klar, die Karten waren schon vor Wochen gekauft worden - sicher verwahrt und jederzeit griffbereit. Welches Drama sich darum noch spielen sollte - naja, lest selbst.


 
auch der kleine Herr Miez war so aufgeregt, dass es ihn früh nicht mehr in seinem Bettchen hielt - nein, er wollte unbedingt noch mit den Bücher posieren, damit kundgetan werden konnte, wie sehr er sich freut


Aber erst einmal war ein stressiger Arbeitstag zu bewältigen - Kerry und Kleeblatt meisterten diesen mit Bravour und wollten sich dann vor der Lesung treffen. Tja, Kerry war da, mit den Büchern im Gepäck, Herrn Miez natürlich auch - nur wo waren die Karten? Sie wusste noch genau, dass sie sie morgens in ein Notizbuch getan hat (für Notizen während der Lesung), aber verdammt - wo war das Notizbuch? Nun ja, 45 min vor Lesungsbeginn kam die Erkenntnis: sie müssen noch bei ihr zu Hause sein. Also wurden sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen ignoriert und sie bretterte Richtung Heimat. Tja, dort angekommen - kein Notizbuch, keine Karten. Verzweiflung machte sich breit - Cody McFadyen in der Stadt und wo waren diese vermalledeiten Karten? Also, nochmal zum Auto gestürmt - und das Innerste nach Außen gekrempelt und siehe da - das Notizbuch inkl. Karten war aus dem Beutel gefallen, in dem sich die Bücher und Herr Miez tummelten und unter den Fahrsitz des Autos gerutscht (jaja, Kerry bremst öfter mal scharf *pfeif*). Okay, 25 min vor Lesungsbeginn wieder mit dem Bleifuß auf dem Gas Richtung Veranstaltungsort - und hechtenderweise in allerletzter Sekunde angekommen. Kleeblatt, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, war schon recht angespannt vor Ort.

Ach ja, Tatort war wieder das Berliner Kriminal Theater - hier sind wir zu gerne bei Lesungen, denn obwohl 200 Personen im Zuschauerraum Platz finden, ist es so gebaut, dass es einen eher familiären Eindruck hinterlässt (zumindest bei uns) und ehrlich, es ist auch noch super gelegen, man kommt sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wie auch mit dem Auto sehr gut ran. Naja, Fakt ist wohl, wir sind wahnsinnig gerne dort zu Gast ^^

der Durchgang zum Tatort

Okay, wir waren beide vor Ort *yeah* und wollten den Saal stürmen - so in letzter Sekunde halt - nun ja und wurden ausgebremst und erst einmal zur Garderobe geschickt. Also, hier extrem fix der Jacken entledigt und einen erneuten Anlauf genommen, den Saal zu stürmen - und noch eine Etage höher geschickt worden, denn: die Karten wurden mit freier Platzwahl verkauft und ihr wisst ja, wie gerne wir (in diesem Fall Kleeblatt) tolle Fotos von den Lesungen machen - und Kerry hatte vorher gefragt, ob nicht die Möglichkeit bestünde, im Rang zu sitzen (dort sitzen wir im Berliner Kriminal Theater am liebsten), denn dort werden die Bilder (von oben halt) immer deutlich besser und auch schmeichelhafter ;-) Wir hatten also super Plätze im Rang und holten einmal tief Luft - und dann ging es auch schon los.

Er erschien - Cody McFadyen höchstpersönlich und der Saal tobte. Begleitet wurde er von Margarete von Schwarzkopf, die den Abend moderierte und Nina Petri, welche die deutschen Textpassagen vorlas.

Nina Petri, Cody McFadyen, Margarete von Schwarzkopf
 
Gleich zu Beginn erfuhren wir, dass der Autor erstmalig in Berlin ist und er schon lange dieser tollen Stadt einen Besuch abstatten wollte, sodass er den heutigen Tag nutzen wird, die Hauptstadt zu entdecken, frei nach dem Motto: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Sicherlich wissen noch viele, dass es unzählige Gerüchte gab, weil der Erscheinungstermin des Buches immer wieder verschoben wurde. Die Erklärung ist jedoch so simpel wie herzerwärmend: Cody McFadyens Eltern wurden beide schwer krank und er pflegte sie, sodass er sich in diesen Jahren sehr intensiv um sie kümmerte und nicht schrieb. So einfach ist das - so menschlich, so toll, wie wir finden. Außerdem sollte sich Smoky nicht mit seinem Privatleben vermischen ^^ Apropros Privatleben - sicherlich kann sich der ein oder andere vorstellen, dass seine Schwiegereltern in spe äußerst skeptisch waren, als sie von der Verbindung ihrer Tochter mit dem Autoren von "Die Blutlinie" erfuhren. Übrigens, Chirurgen weisen oftmals psychopathische Züge auf ;-)


Cody McFadyen und Margarete von Schwarzkopf im Gespräch


Es wurde allerdings auch gleich verraten, dass für die Zukunft geplant ist, jährlich einen neuen Smoky-Roman zu veröffentlichen und er auch schon fleißig am Schreiben ist - gute Nachrichten, oder? Wir erfuhren auch, dass seine Bücher immer mit einem Bild in seinem Kopf begingen, um welches er dann eine Geschichte entwickelt. Wer die Bücher von Cody McFadyen kennt, weiß, dass diese durchaus als "härter" zu bezeichnen sind, doch eines lässt er seinen Lesern immer: Hoffnung - anders, als die Realität oftmals.

Cody McFadyen
 
Nun war es an der Zeit, dass das Publikum etwas aus dem Buch zu hören bekam. Nina Petri machte sich auch gleich ans Werk und las uns aus dem 1. Kapitel vor. Hier wurden wir direkt zu einem Leichenfund inklusive Tatortszene katapultiert, erfuhren von einer Nachricht an Smoky und erlebten eine bizarre "Familienszene". 

Nina Petri lesend
 
Im Anschluss erfuhren wir, dass Cody McFadyen anfing, 2004 Thriller zu schreiben, weil er Zeit dafür hatte und schon immer ein begeisterter Leser "härterer" Thriller-Literatur war. Zu seinem ersten Buch inspirierte ihn ein Bild von Smokys Träumen, um das er die Geschichte zur Blutlinie ausarbeitete. Auch lässt er sich beim Schreiben gerne von seinen Figuren führen - stures Plotten und auch noch daran halten, liegt ihm eher nicht, wobei er es zumindest beim 2. Band der Smoky-Barrett-Reihe mal versucht hat. ^^

Cody McFadyen

Dann wurde uns ein weiterer Part aus dem Buch vorgelesen und dieser hatte es in sich, denn hier erlebten wir die Bedrohung von Smokys ungeborenem Kind durch eine junge Frau und das Offenbaren einer Verschwörungstheorie durch sie. Die Situation für Smoky, wie auch für die junge Frau, ist äußerst brenzlich. 

Herr Miez lauschte auch andächtig


Daraufhin erfuhren wir, dass Cody McFadyen großen "Spaß" daran hat, faszinierende, böse Persönlichkeiten zu entwerfen. Teilweise treibt er es so weit, dass das Lektorat eingreifen muss, denn man soll den "Bösen" ja nicht zu sympathisch finden.

Im abschließenden Lesungspart erfuhren wird, dass augenscheinlich hinter allem eine Person namens "Wolf" steckt. Hier erfolgte auch eine Analyse der Figur und die Suche nach Motiven und natürlich stand die Frage im Raum: was hatte das alles mit Smoky zu tun?

Abschließend hatte das Publikum noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen - und das wurde reichlich genutzt. So erfuhren wir zum Beispiel, welches seine Lieblingsfiguren der Buchreihe sind (und nein, es ist nicht Smoky, aber mehr wird nicht verratenn), wie Smoky zu ihrem Namen kam und dass der Autor im Real Life so gar keine Lust auf die Body Farm hat ^^ 

Zum Schluss hatte das Publikum noch die Möglichkeit, sich die Bücher des Autoren signieren zu lassen - was sehr gut angenommen wurde. Auch hat sich Cody McFadyen viel Zeit für seine einzelnen Fans genommen und hat für unzählige Fotos mit seinen Fans posiert.

Herr Miez beobachtet genau, ob Cody McFadyen das mit dem Signieren der Bücher auch ja richtig macht

Cody McFadyen und Herr Miez


An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Beteiligten für diesen wundervollen Abend bedanken, wir sind gerne beim nächsten Mal wieder mit dabei.

Kerry und Kleeblatt

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