Freitag, 7. Oktober 2016

[Literaturverfilmung] Die Insel der besonderen Kinder

Donnerstag war es so weit - "Die Insel der besonderen Kinder" lief endlich offiziell in den deutschen Kinos an. Wir waren schon ganz heiß auf den Film, denn schon die Trailer waren sehr vielversprechend und ganz ehrlich, wer hat sich bei der Lektüre des Buches nicht gefragt, wie eine Verfilmung wohl wäre? Nun ja, Tim Burton hat uns auf diese Frage eine Antwort gegeben.


Das sagt Fox über den Inhalt des Filmes (und viel mehr will ich euch auch nicht verraten, denn ich will euch ja nicht vorab den Spaß am Film nehmen ^^)

Von dem visionären Regisseur Tim Burton, basierend auf einem Bestseller Roman, kommt ein unvergessliches und bildgewaltiges Kinoerlebnis auf uns zu. Als Jake verschiedene Hinweise findet, die Realität und Zeit auf rätselhafte Weise auf den Kopf zu stellen scheinen, entdeckt er einen geheimen Zufluchtsort, DIE INSEL DER BESONDEREN KINDER. Je mehr Jake über die Bewohner der Insel und über ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten erfährt, desto mehr wird ihm bewusst, dass Sicherheit nur eine Illusion ist und dass Gefahr in Gestalt von übermächtigen, unsichtbaren  Feinden überall lauert. Jake muss unbedingt herausfinden, was wahr ist, wem er trauen kann und wer er selbst wirklich ist.



Der Cast:
Eva Green spielt Miss Peregrine unnd ganz ehrlich, ich bin begeistert von ihr. Wie bereits in der Romanvorlage wirkt die Figur etwas "steif", aber mit einem einzigen Augenschlag vermag sie es zu tadeln oder zu amüsieren. Diese Augen haben mich den ganzen Film durch begeistert, denn diese haben der Figur so viel Leben eingehaucht, wie nur möglich. Miss Peregrine führt ein strenges Regime, aber man merkt (dank Eva Green) ganz deutlich, wie sehr sie "ihre Kinder" liebt.

Asa Butterfield spielt den Protagonisten Jake. Leider konnte er mich mit seiner Leistung nicht ganz überzeugen, es fehlte mir einfach ab und an die einnehmende Darstellung der jeweiligen Gefühlsregungen. Zu Beginn des Filmes, als Jake ein Außenseiter ohne Freunde ist, konnte er mich total von seiner Leistung überzeugen, doch leider blieb im Laufe des Filmes die charakterliche Entwicklung der Figur etwas auf der Strecke. Mich konnte einfach nicht voll und ganz seine Mimik überzeugen - aber er ist ja noch jung, ich bin gespannt, wie er sich entwickelt.

Samuel L. Jackson, einer meiner Lieblingsschauspieler, doch auch er hat mich nicht voll und ganz von seiner Leistung überzeugen können. Ich fand sie teilweise etwas überzogen in der Darstellung. Sicherlich ist es eine Herausforderung, ein böses Wesen mit besonderen Fähigkeiten zu spielen, dass seine eigenen Pläne erfolgt, doch es fehlte mir hier etwas an der charakterlichen Tiefe der Figur. Von Jackson habe ich definitiv schon fesselndere Darstellungen gesehen. 

Ella Purnell, spielt die Rolle der Emma. Das liebe, nette, leicht naive Mädchen habe ich ihr sofort abgenommen. Durch ihre elfenhafte Erscheinung und ihr sanftes Gesicht, hat sich wohl in jedem Zuschauer der Beschützerinstinkt geregt. 

Chris O´Dowd, spielt Jakes Vater und geht in dieser Rolle voll und ganz auf. Man merkt der Figur sofort an, dass sie ihren Sohn sehr liebt, jedoch manchmal Probleme hat, diese richtig zu zeigen. Auf jeden Fall habe ich ihm den engagierten Vater, der immer für seinen Sohn da ist, voll und ganz abgenommen.

Terence Stamp, spielt Jakes Großvater, der ihm von klein auf Geschichten über eine Insel mit besonderen Kindern erzählt, ein wirklich liebesvolles Verhältnis zu seinem Enkelsohn hat und was soll ich sagen, außer: Gott, was für eine geniale Darbietung. Leider hatte er nur eine kleine Nebenrolle und dennoch, wenn er agierte, sog er mit seiner Darstellung alle in einen Bann. Er überzeugte mich mit Mimik und Gestik und ich muss es zugeben - er ist in meinen Augen das Juwel des Filmes. 

Gestern auf dem Heimweg entdeckt und ich musste gleich an Emma denken. Leider unscharf, da bei Regen aus dem Auto raus fotografiert.

 
Der Regisseur:
Tim Burton, sicherlich kennt jeder Filme von ihm und wenn ich aufrichtig bin: ich bin ein wahnsinnig großer Fan von ihm, denn ich mag seine Arbeiten sehr, die herrlichen Mixe aus Farben und Düsternis, Drama und leichtem Horror mit einem Hauch Melancholie. Auch dieser Film ist wieder eine handwerkliche Meisterarbeit von ihm - keine Frage, da gab es nichts auszusetzen, er überzeugte auf voller Linie und vermochte es, mit seinen Bildern das Publikum an den Film zu fesseln. Ich bin auch sehr dankbar, dass er die Verfilmung des Buches gemacht hat, denn ich hätte es mir unter keinem anderen Regisseur vorstellen können. Solche Bücher sind einfach wie für Burton-Filme gemacht.


Die Kostüme:
Da ein Großteil der Geschichte im Jahre 1943 spielt, waren die Kostüme natürlich aus heutiger Sicht etwas "altbacken", aber sie sahen so toll und authentisch aus, ein Traum. Gleiches gilt für die Frisuren und Make Up. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Crew im Vorfeld wirklich viele Gedanken gemacht hat über die optische Erscheinung der jeweiligen Figuren und das Ergebnis hat mich absolut überzeugt und begeistert zurückgelassen.


Besonderes:
Ich habe den Film in 3D gesehen und kann diese Variante nur jedem wärmstens ans Herz legen. Es fühlte sich so an, als wurde der Film nur für einen persönlich gedreht und abgespielt. Wie nicht anders zu erwarten, wartete die Story mit diversen Special Effects, aber diese sind so wundervoll in den Film intergriert, dass man diese nur schwerlich als solche wahrnimmt. Mitunter hatte ich das Gefühl, dass die Kinder wirklich besondere Gaben haben, obwohl ich eigentlich wusste,  dass alles nur Tricks waren, wenn auch sehr überzeugende.

Nerd-3D-Brille



Abschließendes Fazit:
Auch wenn mich jeder Aspekt des Filmes 100%ig überzeugen konnte, so waren es doch nur kleine Abstriche, die ich gemacht habe. Auf jeden Fall sei den begeisterten Lesern des Buches dieser Film wärmstens ans Herz gelegt und auch Menschen, die gerne über die Realität hinausblicken, werden mit diesem Film definitiv sehr gut unterhalten werden.


An dieser Stelle noch ein riesengroßes Dankeschön an den Verlag Droemer-Knaur, der uns die Kinokarten zur Verfügung gestellt hat.


Kerry

1 Kommentar:

Sabine Büchersüchtig hat gesagt…

Danke für die ausführliche Film-Rezension. Jetzt möchte ich den Film auf der Stelle sehen. :-)

Liebe Grüße von
Sabine