Montag, 29. Februar 2016

[Rezension] Oliver Pötzsch - Die Ludwig-Verschwörung


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 576
ISBN: 9783548282909
Erscheinungstermin: 16. Februar 2011
Format:
Taschenbuch
Verlag: Ullstein


Klappentext: gem. Ullstein
Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbekanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld. Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II. verraten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen – eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt.


Rezension:
Antiquar Steven Lukas führt ein ruhiges und zurückgezogenes Leben. Der junge Mann hat sein eigenes Antiquariat in München, doch die Geschäfte laufen nicht allzu gut. Von je her waren alte Bücher seine Leidenschaft, eine Leidenschaft, die schon das gesamte Familienerbe verschlungen hat, doch er kann einfach nicht anders. Professor Liebermann war in diesem Antiquariat, kurz bevor er entführt und ermordet wurde. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: vor kurzem kaufte er das geheime Tagebuch von Theodor Marot, das er in genau diesem Antiquariat versteckte. An sich erscheint diese Tatsache nicht unbedingt als Mordmotiv, doch Theodor Marot war niemand anders als der Assistent des Leibarztes von König Ludwig II. Die Umstände des Todes von Ludwig II sind bis heute noch sehr mysteriös.

Kurz nach dem Mord sucht Sara Lengfeld Steven auf. Sie ist die Nichte Liebermanns und berichtet ihm von dessen Ermordung und ihrem Verdacht, dass ihr Onkel etwas in dem Antiquariat versteckt haben muss. In der Tat ist Steven bereits auf ein Buch gestoßen, dass ihm selbst unbekannt ist bzw. von dem er genau weiß, dass es nicht zu seinem Bestand gehört. Noch ehe er und Sara sich diesem geheimnisvollen Buch widmen können, wird Steven überfallen und sein Laden verwüstet. Schnell steht fest: wer auch immer, er ist hinter diesem Tagebuch her.

Zusammen mit Sara flieht Steven vor seinen Verfolgern, denn er ist nicht gewillt, so mit sich umspringen zu lassen und er ahnt, dass in diesem Tagebuch ein Geheimnis verborgen ist, ein tödliches Geheimnis. Tatsächlich gelingt es den beiden, nach und nach den Code des Tagebuchs zu entschlüsseln und sie tauchen in die Welt von König Ludwig II und seinem Gefolge ein und erfahren so einiges aus dem Leben des Königs, was bisher vor der Welt verborgen blieb. Doch was auch immer in diesem Buch steht, rechtfertigen diese Geheimnisse, auch über 100 Jahre nach dem rätselhaften Tod des Monarchen, Verfolgung und Tod?


Geheimnisse um Ludwig II! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Mir hat besonders gut gefallen, dass das Buch, dank der Tagebucheinträge, in zwei Zeitebenen spielt, diese sich jedoch nicht vermischen, sondern klar voneinander getrennt sind. Ich hatte bei beiden Zeitebenen, auf Grund der realistischen Darstellung, jederzeit das Gefühl, direkt vor Ort zu sein. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt zurückgelassen hat mich die Figur der Sara, die wirklich mit allen Wassern gewaschen ist und auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Den Schreibstil kann ich nur als spannend beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.


Bewertung

Der Autor:

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht. (übernommen von Ullstein)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mal günstig irgendwo gekauft.


[Rezension] Lauren Oliver - Panic: Wer Angst hat, ist raus



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-551-58329-1
Erscheinungstermin: 21. November 2014
Format: Hardcover

Verlag: Carlsen

Klappentext gem. Carlsen:
HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist.
DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.


Rezension:
Heather Nill hat es fast geschafft, fast ist sie mit der Schule fertig und kann in ein eigenständiges Leben starten, denn nichts wünscht sie sich mehr, als endlich von ihrer Mutter weg zu kommen. Heathers Leben war nie einfach. Ihre Mutter ist den Drogen und dem Alkohol mehr zugetan als ihren Töchtern, sodass es Heathers Aufgabe ist, sich um ihre jüngere Schwester Lily zu kümmern. Doch die häusliche Situation wird von Tag zu Tag unerträglicher. Sie weiß um das Spiel, das der Abschlussjahrgang alljährlich spielt, ein gefährliches Spiel, lebensgefährlich - aber der Gewinn lockt dennoch viele. Heater selbst wollte nie daran teilnehmen, doch als sie den Jungen sieht, der sie kurz zuvor verlassen hat, tritt sie aus Trotz dennoch zur ersten Mutprobe an.

Dodge Mason ist ebenfalls im Abschlussjahrgang und auch er weiß von Panic, dem Spiel der Spiele des Abschlussjahrgangs. Für ihn steht jedoch seit zwei Jahren fest, dass er an Panic teilnehmen wird, koste es, was es wolle. Auch Dodge hatte es in seinem bisherigen Leben nicht leicht. Seine Mutter ist alleinerziehend und opfert sich förmlich auf, um ihre Kinder durchzubringen. Dodge hat eine ältere Schwester, die vor zwei Jahren an Panic teilnahm, doch mit den Folgen hatte zum damaligen Zeitpunkt niemand gerechnet - doch wie werden die junge Frau für den Rest ihres Lebens begleiten.

Heather und Dodge sind jedoch nur zwei Teilnehmer von Panic. Viele nehmen an diesem "Spiel" teil, sei es aus Spaß, aus dem Verlangen, ihren Mut zu beweisen oder auch einfach nur des Geldes wegen, denn der Jackpot ist hoch und kann das Startkapital für ein neues Leben bieten. Viele werden nicht allzu weit kommen, doch wie weit werden diejenigen gehen, die ein eigenes Ziel, abseits der "Ehre", das Spiel gewonnen zu haben, vor Augen haben? Fest steht nur: Panic - wer Angst hat, ist raus ...


Lebensgefährliches Spiel! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Darstellung der unterschiedlichen Motivationen gefallen, an diesem Spiel teilzunehmen, denn dieses mag zwar zum Teil Nervenkitzel bieten, jedoch auch ohne weiteres tödlich enden. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt hat mich die Figur der Heather, die in ihren jungen Jahren bereits sehr erwachsen ist, denn sie ist es, die sich um ihre jüngere Schwester kümmert, sie ist es, die sie vor der Mutter, die ihre Zeit lieber mit diversen Männerbekanntschaften und Rauschmitteln verbringt, schützt, doch eigentlich ist auch sie fast noch ein Kind, das Schutz gebrauchen könnte. Auch die Figur des Dodge empfand ich überzeugend dargestellt, gerade in Hinblick auf seine Motivation, an Panic teilzunehmen. Den Schreibstil kann ich nur als spannend beschreiben, muss aber sagen, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob dieses Buch schlussendlich die richtige Botschaft aussendet, denn hier fehlte mir eine eindeutige Aussage.


Bewertung

Von Lauren Oliver bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)


Die Autorin:
Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn. (übernommen vom Carlsen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Sonntag, 28. Februar 2016

[Neuzugänge] der 8. KW 2016

Neue Woche - neue Bücher? Ja, schon, aber diese Woche waren wir wirklich sehr zurückhaltend - unsere SuBs haben bereits mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, wenn wir uns ihnen nicht bald mit gebührendem Ernst widmen. Na zumindest haben wir diese Woche diese Drohungen ernst genommen ^^
 
Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.
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Kerrys Neuzugänge:

Kleeblatts Neuzugänge:
- Morton, Kate - Das Seehaus 
- Riley, Lucinda Helenes Geheimnis 
 



Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?


Kerry und Kleeblatt

Samstag, 27. Februar 2016

[Rezension] Alex Flinn - Magical



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 480
ISBN: 978-3-8387-1629-9
Erscheinungstermin: 20. Juli 2012
Format:
E-Book
Verlag: Bastei Entertainment


Klappentext gem. Amazon:
Zwei Stiefschwestern, die ungleicher nicht sein könnten. Die eine unscheinbar, aber in Wohlstand aufgewachsen, die andere schön, jedoch arm: Emma und Lisette. Anfangs wirken die beiden wie beste Freundinnen, doch Lisette ist boshaft und falsch. Emma will das nicht wahrhaben und hat immer wieder Mitleid mit Lisette, die vor Kurzem ihre Mutter verloren hat und sich erst noch in ihrem neuen Zuhause einleben muss. Doch dann verliebt sich Emma zum ersten Mal in ihrem Leben. Als Lisette ihr den Freund ausspannt, erhält Emma Hilfe von Kendra - ohne zu wissen, dass dieses seltsame Mädchen eine Hexe ist und ihr Spiegel magische Kräfte hat ... Kendra ist die Hexe aus Beastly, die den arroganten Kyle Kingsbury in eine Bestie verwandelte. Hier erzählt sie zum ersten Mal aus ihrem mehr als 350 Jahre währenden Hexenleben und berichtet, welche Rolle sie in verschiedenen Märchen gespielt hat.


Rezension:
Kendra ist eine Hexe, die während der Pest fast ihre gesamte Familie verloren hat. Durch Magie, von der sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal wusste, dass sie in ihr ist, gelang es ihr wenigstens, einen ihrer Brüder zu retten. Die beiden mussten seinerzeit fliehen, denn die wundersame Genesung des Jungen hätte nur Aufmerksamkeit erregt. Schlussendlich landen sie in einem Lebkuchenhaus, dass von einer Hexe bewohnt wird. Sie erkennt Kendra als eine der ihren an und unterrichtet sie in Magie, allerdings ist sie von dem Jungen mit der Zeit nur noch genervt, sodass sein Abgang in den Ofen fast unweigerlich ist. Doch Kendra gelingt es, die alte Hexe zu überlisten und ihren Bruder zu retten. Danach trennen sich ihre Wege.

In der Gegenwart ist Kendra noch immer jung und lebt in den USA. Sie geht zur Schule und ist dort lose mit Emma befreundet. Das junge Mädchen kommt aus gutem Hause und wird von ihrem Stiefvater wie ein eigenes Kind geliebt, doch Freunde hat diese Emma nicht wirklich. Am liebsten liest Emma "alte Schinken" und verbringt Zeit mit ihrem Stiefvater. Zu ihrer eigenen Mutter hat sie ein eher angespanntes Verhältnis. Es ist jetzt nicht so, dass Emma todunglücklich wäre, doch hätte sie gerne eine beste Freundin.

Tatsächlich scheint sich Emmas Wunsch zu erfüllen, wenn auch auf tragische Art und Weise. Aus einer vorherigen Ehe hatte Emmas Stiefvater eine leibliche Tochter, deren Mutter verstorben ist, sodass Lisette nun zu ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und Stiefschwester ziehen wird. Emma ist ganz aufgeregt, doch ihre Mutter versucht von Anfang an ihre Tochter zu warnen, dass Lisette ihr die Liebe zu ihrem Vater streitig machen könnte und das dies ihre Familie, wie sie bisher war, zerstören könnte. Doch Emma ist voller Hoffnung - endlich wird sie eine Schwester haben, auch wenn diese schöner ist als sie und begabter, doch sie ist nett zu ihr. Oder etwa nicht? Diese ganzen Missgeschicke, die Emma plötzlich in einem schlechten Licht stehen lassen, sind doch bestimmt nur Zufall und nicht durch Lisette absichtlich inszeniert, oder?


Magisch! Der Plot wurde bildhaft und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut haben mir die früheren Episoden aus Kendras Leben gefallen, sei es zu Zeiten der großen Pest oder Anfang des 20. Jahrhundert, immer hatte ich das Gefühl, direkt vor Ort zu sein und mit den Figuren mitzubibbern. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Ich denke, jeder Leser wird mit der Figur der Emma mitfiebern, wie sich die Situation mit ihrer Stiefschwester aufklärt, aber ehrlich, Emma ist einfach zu naiv und zu gut für diese Welt, zumindest zu Beginn des Buches. Zwar zeigt sie auch einige eher geheime Züge, doch im Grunde ist sie ein liebes und anständiges Mädchen. Lisette hingegen ist eine absolut manipulative Persönlichkeit, die dennoch in fast aller Augen Everybodys Darling ist. Kendra empfand ich von allen Figuren am authentischsten dargestellt, denn diese weiß um ihre Macht und ist sich nicht zu fein, ihren Mitmenschen mittels Magie die ein oder andere Lektion zu erteilen. Den Schreibstil kann ich als flüssig und spannend bezeichnen, ich war bei der Lektüre des Buches förmlich wie im Rausch und konnte mich zwischendurch kaum davon trennen.


Bewertung

Von Alex Flinn bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Die Autorin:
Alex Flinn, geb.1966 in New York, lernte schon mit drei Jahren Lesen und wollte bereits mit Fünf Schriftstellerin werden. Heute ist sie eine vielfach preisgekrönte Jugendbuchautorin, die Märchen ganz besonders liebt und zahlreiche Bücher erfolgreich veröffentlicht hat. Im Baumhaus Verlag erschienen bereits ihr Romanbestseller Beastly, der auch verfilmt wurde, sowie der romantische Liebesroman Kissed. (übernommen vom Lübbe)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Freitag, 26. Februar 2016

[Blogtour] Band des Schweigens von Margot S. Baumann - "Interview mit der Autorin"



Nach dem ihr die letzten Tage bereits 4 Blogs besucht habt, um Informationen zum neuen Buch von Margot S. Baumann zu erhalten, endet mit dem heutigen Tag die Blogtour.
Bis jetzt gab es folgendes zu lesen.

- Beate von Beates Lovely Books hat euch das Buch vorgestellt.
- Jessica von Jessi's Bücherkiste erzählte euch etwas zur Entstehung des Buches
- Ember von den Buchjunkies hat euch die Schauplätze London und Cornwall näher gebracht und
- Sabine von Büchersüchtig stellte euch die Protagonisten vor.

Ich darf euch heute nun die Autorin Margot S. Baumann in einem Interview vorstellen.


Margot, würdest du uns ein wenig verraten, wer du bist?
Gerne. Ich heiße Margot S. Baumann, bin 51, wohne in der Schweiz (Kanton Bern), und arbeite – neben meinem Schreiben – in einer Verwaltung. Zudem bin ich Mutter einer mittlerweile erwachsenen Tochter.

Wann und warum hast du angefangen Bücher zu schreiben?
Geschrieben habe ich schon immer gern. Während der Schulzeit vor allem Aufsätze. Die wurden bei mir immer ellenlang. Meine armen Lehrer! Mit dem Bücher schreiben habe ich so richtig 2008 angefangen. Damals entstand mein erster Roman „Rigantona“. Eine Geschichte, die in Schottland spielt. Zuvor habe ich jedoch schon Gedichtbände veröffentlicht. 

Mit welchem Buch erwachte die Liebe zur Literatur?
An mein allererstes Buch kann ich mich heute noch erinnern. Es hieß „Moni, der Geissbub“ und handelte, wie der Name schon sagt, von einem kleinen Hirten. Ich weiß noch, dass ich Rotz und Wasser geheult habe, als plötzlich eine Geiß verschwunden ist. Schon damals kam bei mir der Wunsch auf, auch einmal etwas zu schreiben, dass bei anderen (solche) Gefühle wecken kann.
Später war ich ein Fan von Enid Blyton, Federica de Cesco. Abenteuer- und Freundschaftsbücher bevölkerten meine damalige Bibliothek. 

Welches ist mit heutigem Stand dein Lieblingsbuch?
Eine schwere Frage! Ich habe so viele Lieblingsbücher, aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen. Ich habe es sicher schon zehn Mal gelesen und kann ganze Passagen auswendig.

Was wolltest du ursprünglich werden?
Archäologin

Neben der Schriftstellerei – wie viele Bücher liest du als Privatperson im Jahr?
Da muss ich rechnen: Ich lese so ein, zwei Bücher pro Woche, mal 52 gibt ca. 100 pro Jahr.

Wie sieht dein normaler Tagesablauf aus?
Wie ich schon erwähnte, arbeite ich vier Tage die Woche in einer Verwaltung und kann daher „nur“ am Wochenende und während meines Urlaubs schreiben. Da ich während der Arbeitswoche sehr früh aus dem Haus muss und erst spät zurückkomme, bin ich abends meist zu müde dafür. Daher treibe ich mich unter Woche bloß in den Sozialen Netzwerken herum (Facebook, Google+, Twitter) oder bastle an meiner Website, schreibe Mails etc. Am Wochenende sitze ich dann aber schon fünf bis sechs Stunden pro Tag am Computer. Schreibe, recherchiere etc. Die Hausarbeit bleibt dann leider oft liegen. Aber wer will schon Staubsaugen, wenn er in eine fremde Welt abtauchen kann? ;-)

Wie wichtig sind dir Amazon-Bewertungen?
Amazon-Bewertungen sind die Bravo der Autoren. ;-) Wo, wenn nicht dort erfährt man direkt, wie ein Buch ankommt? Ich lese jede und freue mich, wenn sie positiv ausfallen und muss schlucken, wenn ich einen Verriss bekomme. Ich denke, jedem Autor tut es weh, wenn seine Geschichte nicht gefällt. Aber man kann aus jedem Feedback etwas lernen. Vom guten, was man richtig macht; vom schlechten, was man ändern könnte und allgemein: das man es eben nicht allen recht machen kann und vieles Geschmacksache ist.

Wie bereitest du dich auf einen Roman vor? Du hast eine Idee und dann?
Das ist recht unterschiedlich. Oft habe ich bloß eine Location im Kopf, manchmal nur eine bestimmte Figur oder eine Begebenheit, die ich irgendwo gelesen, gehört oder gesehen habe. Solche Fragmente kommen und gehen. Erst wenn sich eins im Kopf festsetzt, kann daraus die Idee für einen Roman entstehen. Es ist etwa so, als wenn man jemandem zusieht, wie er Zuckerwatte herstellt. Zuerst ist es nur ein dünner, hölzerner Stängel, an dem nach und nach immer mehr haften bleibt.

Dein neues Buch ist ja ein wenig anders als die bisherigen. Es ist ja der erste Teil einer neuen Reihe. Was fasziniert dich daran, einen Mehrteiler zu schreiben?
Ich wollte schon immer eine Serie schreiben, weil ich mir das wunderbar vorgestellt habe, jedes Mal mit denselben resp. einigen bekannten Charakteren zu agieren. Man lässt seine Figuren ja nicht immer gerne los. Und mit John A. Fortune habe ich jetzt einen Protagonisten erschaffen, der mir selbst sehr gut gefällt und mit dem ich gerne noch viele weitere Fälle lösen möchte.

Wie ist für dein Buch die Zusammenstellung deiner Protagonisten entstanden?
Bei „Band des Schweigens“ war John ganz klar als Erster am Start. Es gab ihn schon, bevor ich überhaupt wusste, wie er aussieht und was er arbeitet. Ich habe ihn mir lange im Kopf vorgestellt, bevor ich mit der Skizze für seinen ersten Fall angefangen habe. Die weiteren Personen ergeben sich dann, beinahe automatisch, wenn ich meinen Helden – oder meine Heldin bei meinen anderen Romanen – kenne.

Wird es in losen Zeitabständen immer wieder neue Teile geben oder hast du dir ein Soll für die Reihe vorgegeben?
Zurzeit gibt es mit John 2. Fälle. Ein 3. und 4. sind skizziert bzw. angefangen. Ein Soll habe ich mir nicht gesetzt. So lange ich Spaß an dieser Reihe habe, werde ich daran arbeiten. Aber natürlich kommt es vor allem auf die Leserinnen und Leser an. Ich schreibe ja für sie und nicht für mich.

Du hast ja in deinen Büchern bislang immer Frauen als Hauptperson gehabt? Warum diesmal ein Mann?
Die Verlage wünschen von weiblichen Autorinnen meist auch immer weibliche Protagonistinnen. Das ist leider so. Obwohl es natürlich Ausnahmen gibt. Mit John habe ich diese „Vorschrift“ bewusst gebrochen. Fortune ist quasi ein Experiment. Aber in seinen Fällen treten auch immer starke weibliche Hauptperson auf. Denn ohne toughe Frauen geht es einfach nicht! ;-)

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Anwalt nach eventuellen Erben suchen zu lassen?
Dies ist nicht auf meinem Mist gewachsen, diesen „Beruf“ gibt es tatsächlich. Ich habe das irgendwo mal gelesen und fand es wahnsinnig spannend. Vielleicht wurde ich auch von der Serie Stahlkammer Zürich inspiriert. Kennt die noch jemand? Es war eine Detektivserie mit Robert Atzorn, die Mitte der 80er Jahre im Fernsehen lief.

Für wie viel kommende Bücher hast du schon Ideen im Kopf?
Ich würde ja gerne, wie ich oft von anderen Autoren höre, sagen, dass mir tausend Ideen im Kopf herumschwirren. Dem ist leider nicht so. Ich brauche immer recht lange, bis sich eine Romanidee herauskristallisiert. Für John bedeutet das: Fall 2 ist geschrieben, Fall 3 beinahe und Fall 4 in den Startlöchern.

Du hast ja schon diverse Bücher geschrieben. Historisches, Thriller, Liebesromane, nun lässt du einen Anwalt ermitteln. Welches Genre liegt dir mehr?
Auch das kann ich schwer beantworten. Ich probiere gerne mal etwas Neues aus, was von den Verlagen leider nicht sehr geschätzt wird. Man steckt bei ihnen in einem Genre fest und kann sich daraus kaum mehr lösen, außer man wählt ein Pseudonym.
Aber um auf die Frage zurückzukommen: Ich mag Geheimnisse, schöne Landschaften und Liebesbeziehungen. Dafür gibt es kein spezielles Genre. Vielleicht kommt „Familiengeheimnis“ dem noch am nächsten.

Um welches Thema wird es in deinem nächsten Buch gehen?
Johns 2. Fall „Asche im Wind“ spielt ein Jahr nach dem ersten und wird ihn nach Schottland führen. Am Ende von „Band des Schweigens“ steht eine Leseprobe davon. Im 2. Fall wird ihn Samantha begleiten, seine Arbeitskollegin, für die er heimlich schwärmt. Sie suchen die verschwundene Schwester eines verstorbenen Klienten.

Welches Buch befindet sich aktuell auf deinem Nachttisch?
Tja, da geht es mir vermutlich wie vielen andere auch. Mein SuB wächst und wächst. Obwohl ich mittlerweile meist elektronisch lese, da ich viel im Zug unterwegs bin. Also meine aktuelle Lektüre ist „Der Mann, der den Zügen nachsah“ von Georges Simenon. Passt doch! :-D  

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Literarisch: Dass meine Geschichten den Leuten weiterhin gefallen und ich daher noch viele schreiben darf. Persönlich: Dass meine Liebsten und ich gesund bleiben. Und sonst: Ein Cottage am Meer, viel Zeit zum Schreiben und wieder einen Hund. 




Liebe Margot, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg und viele gute Ideen für deine Bücher.



Gewinnspiel:
Zusätzlich zum Interview gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem es 1 Exemplar des vorgestellten Buches zu gewinnen gibt.

Die Autorin Margot S. Baumann sponsert dieses Buch. Es wird mittels Amazon versandt und demzufolge ohne Signatur sein. 

Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, müsst ihr nur eine Frage beantworten. Die Antwort schreibt bitte in unten stehendes Formular.

Wie bessert Alices Mutter ihre Finanzen auf?
(Die Antwort findet ihr auf unserer Blogtour)

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllt bitte das Formular aus.




Hier noch das Kleingedruckte:
1.) Eine Teilnahme ist nur möglich, wenn ihr über 18 Jahre alt seid, ansonsten ist eine Einverständniserklärung der Eltern nötig.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und im Anschluss gelöscht.
3.) Bei Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
4.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Ihr dürft das Gewinnspiel gern teilen auf Facebook, Twitter, Google+ und natürlich auf euren Blogs. Neue Leser sind jederzeit willkommen.

Einsendeschluss ist Montag, der 29.02.2016 - 20:00 Uhr

Die Auslosung erfolgt noch am selben Tag über Random.org, ebenso die Bekanntgabe des glücklichen Gewinners, wenn nichts dazwischen kommt. Im Anschluss wird die Adresse an Margot S. Baumann weitergeleitet.

Allen, die uns auf unserer Tour durch 5 Blogs an 5 Tagen begleitet haben, möchten wir danken.
Wenn ihr das Buch gewinnen möchtest, wünsche ich euch viel Glück.

Donnerstag, 25. Februar 2016

[Rezension] Gabriella Engelmann - Küss den Wolf



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Arena (1. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401067257
ISBN-13: 978-3401067254
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 13,9 x 3,5 x 20,6 cm

Inhalt gem. Arena:
Pippa ist verliebt! In Leo, den attraktivsten, charmantesten Gartenbaustudenten, den die Welt je gesehen hat. Glücklich wie noch nie, macht sie sich auf den Weg zu ihrer Oma, doch in deren idyllischem Waldhäuschen passiert gerade eine unerklärliche Katastrophe nach der anderen. Irgendetwas geht dort ganz und gar nicht mit rechten Dingen zu. Und Pippa fragt sich, was der mysteriöse Marc damit zu tun hat.

Zum Buch:
Pippa, Schülerin, ist in den gutaussehenden Gartenbaustudenten Leo verliebt. Auch er scheint sie zu mögen, denn er sucht ihre Gegenwart und hat die positive Eigenschaft, mit ihrer geliebten Großmutter gut auszukommen.
Als das Haus bzw. die Wohnung, in der die Großmutter lebt, immer weiter verfällt, bietet er sich an, für Abhilfe zu sorgen. Er organisiert Handwerker und anderes, aber trotzdem, irgendetwas ist immer.
Auch bei anderen Rentnern passieren die eigenartigsten Dinge, was die Wohnungen angehen.

Pippa ist happy wegen ihrer Beziehung zu Joe. 
Sie arbeitet an ihrer Schule bei der Schülerzeitung mit und ist leicht genervt, dass Marc immer etwas an ihren Artikeln zu kritisieren hat. Marc ist einer, der mit das Sagen in der Redaktion hat, also sitzt er immer am längeren Hebel, na das kann ja noch lustig werden, denkt sich Pippa.

Rotkäppchen, ein Märchen der Brüder Grimm, wer kennt es nicht?

Gabriella Engelmann hat es in die heutige Zeit adaptiert und eine Geschichte geschrieben, die sich an den Klassiker anlehnt.

Zu den Sorgen um ihre Oma, die im Krankenhaus liegt, kommen auch noch die Reibereien in der Redaktion der Schülerzeitung. Nur gut, dass Pippa sich da auf Joe verlassen kann, denn er hat immer ein offenes Ohr für sie und hilft, wo Not am Mann ist, so auch in der Wohnung ihrer Großmutter.

Das Buch ist aus der Sicht von Pippa geschrieben, ihre Gedanken und Gefühle sind allgegenwärtig.
Parallel dazu gibt es immer Einblicke in die Gedanken des "Wolfes". Er will seinem Vater beweisen, dass mit ihm zu rechnen ist. Aber ob das aufgeht?

Wunderbare Protagonisten machen das Buch, was es ist, ein modernes Märchen. Pippa erscheint allerdings etwas naiv, was ich mal ihrem Verliebtsein zugute halten will.
Die beiden Protagonisten Marc und Joe sind ein wenig undurchsichtig, bis sich die Aura um die beiden setzt.
Mir war schon sehr zeitig klar, wer der Wolf ist, das fand ich schade, es tat jedoch meinem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Eine Protagonistin habe ich allerdings sehr ins Herz geschlossen, Holla, die Waldfee. Als ich den Namen das erst mal las, habe ich mich fast verschluckt, so genial fand ich die Namensgebung der Fee.

Der Schreibstil von Gabriella Engelmann ist locker, so dass sich dieses Jugendbuch gut und schnell lesen lässt.
Es ist unterhaltsam mit einer Prise Humor und einer Spur Krimi und zu keiner Zeit langweilig.
Gabriella Engelmann ist eine Autorin, die man getrost immer zur Hand nehmen kann, egal, ob als Kinder- oder Jugendbuch oder als Unterhaltungsroman für Erwachsene.
Gabriella Engelmann ist immer eine gute Idee.
Auch dieses Buch empfehle ich sehr gern weiter.

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text übernommen vom Knaur - Verlag)
Gabriella Engelmann, 1966 geboren in München, ist gelernte Buchhändlerin. Nach Stationen als Lektorin und als Verlagsleiterin eines Kinderbuchverlages arbeitet sie heute freiberuflich als Literaturscout und Autorin von Romanen für Erwachsene sowie von Kinder- und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann lebt und arbeitet in Hamburg.








Die Bibliographie von Gabriella Engelmann und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite



Von Gabriella Engelmann wurden gelesen und rezensiert:
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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Janet Evanovich - Stephanie Plum 17: Küsse sich, wer kann



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481597
ISBN-13: 978-3442481590
Originaltitel: Smokin' Seventeen (Plum 17)
Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,9 x 19 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Ein kaltblütiger Killer, heißblütige Kerle und auf der Fahndungsliste ein Tanzbär und ein greiser Vampir.
Nachdem das Kautionsbüro von einer Rakete getroffen wurde, müssen Stephanie Plum und Kollegen aus einem Wohnwagen heraus ermitteln. Der steht auf einem leeren Baugrundstück. Na ja, fast leer, denn plötzlich ragt ein Arm aus dem Morast. Weitere Leichen folgen, und aus einem Mord wird eine ganze Serie. Genau das Richtige für Steph – wenn sie nur Zeit hätte: Sie muss schon einen Pseudo-Vampir stellen, einen Fluch abwehren, und ihre Mutter versucht, sie mit dem Ex-Footballstar der Schule zu verkuppeln, der immerhin etwas vom Kochen versteht. Doch dann tauchen bei den Toten persönliche Grußbotschaften an Stephanie auf, und da kann selbst einer erfahrenen Kopfgeldjägerin der Appetit vergehen ...

Zum Buch:
Stephanie Plum geht in die 17. Runde.
Nachdem das Kautionsbüro abgebrannt ist, befindet sich das Büro vorübergehend in Mooners Wohnmobil, bis der Neubau fertig gestellt ist. Auf der Baustelle wird eine Leiche gefunden, später eine zweite. Die Leichen haben einen Zettel, mit Widmung für Stephanie. Nach einem weitern Leichenfund haben sie eine Videoaufnahme und Stephanie ist sich nach dem Ansehen sicher, dass sie die Person, den Mörder, kennt. Aber sie kommt einfach nicht darauf, wer es sein könnte.
Derweil geht es in ihrem Privatleben recht turbulent zu. 
Noch immer weiß sie nicht, wen sie als Mann bevorzugen würde, Morelli oder Ranger. Beide haben so das gewisse Etwas, das Stephanie anmacht und das sie auch will. Da wird sie von Morellis verrückter Großmutter Bella mit dem "bösen Blick" gestraft und mit dem Vordo-Fluch verhext. Nun geht es aber rund in ihrem Liebenleben, Morelli und Ranger sind nicht mehr sicher vor ihr.
Da sie aber ernsthaft niemanden von den beiden als künftigen Mann in Betracht zieht, nimmt Stephanies Mum die Sache in die Hand und lädt glatt Dave ein, einen Junggesellen, der wieder in die Stadt gekommen ist.
Er kann sehr gut kochen und versucht damit, Stephanie für sich zu gewinnen, aber er hat die Rechnung ohne selbige gemacht. Das geht soweit, dass Stephanie sich gestalkt fühlt.

Als Kautionsjägerin trifft sie wieder auf die skurrilsten Typen. Ein 70-jähriger, der sich als Vampir fühlt und Lula beißt und ein Tanzbär, der von einem Russen als Zahlung da gelassen wurde.
Die Konflikte sind vorprogrammiert und bringen allerhand Schwung in die Story...

Nun hat man mit diesem Buch bereist 17 x Stephanie Plum inhaliert und der Autorin scheinen die Ideen nicht auszugehen.
Wer die anderen Teile gelesen hat, vorzugsweise in der vorgegebenen Reihenfolge, weiß in etwa, was einen erwartet. Die Bücher sind alle nach dem gleichen Muster gestrickt, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Nach wie vor erfreue ich mich an der chaotischen Protagonistin, ihrer Freundin Lula und all den anderen Protagonisten, ganz vorne weg Morelli und Ranger. Während sie im allgemeinen Morelli treu bleibt und sich stark gegen Ranger verhält, lässt sie in dieser Story alle Vorbehalte fallen, natürlich nur wegen dem Fluch.
Ihre Mutter, die bei Stress immer zu bügeln anfängt ist genauso wieder mit dabei wie ihre Großmutter Mazur, die es hasst, wenn bei Aufbahrungen die Särge geschlossen sind. Schließlich will man ja was sehen, wenn man schon hingeht. Da ist es doch völlig egal, ob die Leiche schon verwest oder nicht.

Die Protagonisten sind nach wie vor im großen und ganzen dieselben wie schon in den Vorgängerbänden.
Das Auffinden von NVG-lern (nicht vor Gericht erschienene) ist immer wieder ein Schmunzeln wert. Nicht nur, dass diese meist vor Stephanie weglaufen, sie machen es auch äußerst clever und lassen Stephanie und Lula dumm aussehen.

Auch der 17. Band ist ein Buch, das man nicht ganz ernst nehmen darf, denn Schmunzeln kann man sich einfach nicht verkneifen.
Ich persönlich liebe diese Reihe und freue mich schon auf Teil Nr. 18.
Wie immer, ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.


Reiheninfo:
St. Plum 01: Einmal ist keinmal
St. Plum 02: Zweimal ist einmal zuviel
St. Plum 03: Eins, zwei, drei und du bist frei
St. Plum 04: Aller guten Dinge sind vier
St. Plum 05: Vier Morde und ein Hochzeitsfall
St. Plum 06: Tödliche Versuchung
St. Plum 07: Mitten ins Herz
St. Plum 08: Heiße Beute
St. Plum 09: Reine Glückssache
St. Plum 10: Kusswechsel
St. Plum 11: Die Chaos Queen
St. Plum 12: Kalt erwischt
St. Plum 13: Ein echter Schatz
St. Plum 14: Kuss mit lustig
St. Plum 15: Kuss mit Soße
St. Plum 16: Der Beste zum Kuss
St. Plum 17: Küsse sich, wer kann
St. Plum 18: Kuss Hawaii
St. Plum 19: Küssen und Küssen lassen
St. Plum 20: Küss dich glücklich
St. Plum 21: Zusammen küsst man weniger allein
St. Plum 22: Ziemlich beste Küsse 


Bewertung:



Zur Autorin:

(Text übernommen von Goldmann)
Janet Evanovich, die mit jedem ihrer Romane in den USA einen Nummer-1-Bestseller landet, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.

Von Janet Evanovich wurden gelesen und rezensiert:
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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 24. Februar 2016

[Rezension] Stephenie Meyer - Seelen



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 912
ISBN: 978-3-551-58190-7
Erscheinungstermin: 14. August 2008
Format: Hardcover
Verlag: Carlsen

Klappentext gem. Carlsen:
»Seit jener ersten Nacht, in der ich geschrien habe, als ich die Narbe in seinem Nacken ertastete, hat er mich nicht mehr geküsst. Will er mich nicht mehr küssen? Sollte ich ihn vielleicht küssen? Und wenn er das nicht mag? Ich überlege, ob er wirklich so gut aussieht, wie ich glaube, oder ob es mir nur so vorkommt, weil er außer mir und Jamie der einzige Mensch auf der ganzen Welt ist. Er drückt meine Hand und mein Herz donnert gegen meine Rippen. Es schmerzt, dieses Glück.«
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig - nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern.
Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält - und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat ...


Rezension:
Die Zukunft der Menschheit sieht düster aus, denn ob man die Menschen noch als Menschen bezeichnen kann ist fraglich. Vor Jahren kamen Außerirdische auf die Erde und diese "Seelen" übernahmen die menschlichen Körper. Menschen an sich gibt es kaum noch, denn die wenigen, denen die Seelen noch nicht Herr werden konnten, verstecken sich in Gruppen und versuchen, ihren Häschern zu entkommen, denn die Seelen sind immer weiter auf der Suche nach ursprünglichen Menschen. Diese Seelen richten im menschlichen Körper keinen Schaden an, ja, sie verbessern ihn sogar und die "Menschheit" lebt seit der Übernahme friedlich miteinander, doch eine Selbstbestimmung seitens der Individuen gibt es nicht mehr, denn Individualität gibt es unter den Seelen nicht.

Melanie ist ein Mensch. Zusammen mit ihrem jüngeren Bruder ist ihr die Flucht gelungen, als ihr "Vater" die Jäger zu ihrem Unterschlupf führte. Seitdem sind sie auf der Flucht und Melanie passt auf, dass ihrem kleinen Bruder nichts passiert. Nach Monaten der Isolation trifft sie auf Jared, der ebenfalls ein Mensch ist und die drei tun sich zusammen - Melanie und Jared werden ein Paar. Zusammen wollen sie sich einer größeren Gruppe anschließen, um mehr Schutz zu erhalten, doch die Reise dorthin ist gefährlich. Immer wieder müssen entweder Jared oder Melanie ausziehen und auf die Suche nach Nahrung und Wasser gehen, um ihr Überleben zu sichern. Von einem dieser Streifzüge kehrt Melanie nicht mehr zurück. Sie wurde entdeckt, gejagt und tödlich verletzt, doch sie ist eine Kämpferin und zumindest ihr Körper überlebt und wird von den Seelen geheilt. Doch auch ihr wird eine solche Seele eingepflanzt.

Es geschieht jedoch etwas, was beispiellos ist - Melanie ist noch immer da. Zwar hat sie keine Kontrolle mehr über ihren Körper, aber ihr Ich ist noch da und es gelingt ihr, mit der Seele "Wanda" in ihr in Kontakt zu treten. Melanie hat Glück, die in sie verpflanzte Seele ist sehr emphatisch und fühlt, dass Melanie Sehnsucht nach ihren Lieben hat. Unter dem Vorwand, eine Reise zu machen, bevor sich "Melanie" dem ihr zugewiesenen Job zuwendet, gelingt ihr die Flucht und kurz darauf trifft sie tatsächlich auf die Gruppe Flüchtlinge, bei der Jared und ihr kleiner Bruder untergekommen ist. Sie selbst wird, obwohl sie der Feind ist, dort aufgenommen und dennoch, sie ist dort eine Fremde und Melanie, die sich so sehr nach ihren Lieben sehnte, wird immer schwächer ...


(K)ein selbstbestimmtes Leben! Der Plot wurde detailliert und sehr bildhaft erarbeitet. Leider kam es in meinen Augen hier zu unnötigen und sehr detaillierten Schilderungen, sodass mich das Buch leider nicht so packen konnte, wie ich es an Hand der Grundidee des Plots erwartet hätte. Die Figuren wurden authentischen erarbeitet, wobei mich hier die Figur des Jared besonders begeistert hat, denn in ihm fühlt man die Zerrissenheit, die ihn quält, denn er liebt Melanie noch immer, doch er kann dem Wesen, das in ihrem Körper lebt, nicht Verzeihen, was ihr angetan wurde. Die Figur der Melanie/Wanda empfand ich als etwas fade. Von ihr hätte ich deutlich mehr Interaktionen erwartet, aber das meiste spielt sich bei ihr in Zwiegesprächen in ihrem Kopf ab, was ich leider wenig fesselnd fand. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch hatte ich mir hier deutlich mehr von dem Buch erwartet.


Bewertung

Von Stephenie Meyer bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)

 
Die Autorin:
Stephenie Meyer wurde 1973 geboren und lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Arizona, USA. Ihr Debütroman "Bis(s) zum Morgengrauen" wurde aus dem Stand zum Bestseller und in 34 Länder verkauft. (übernommen von Carlsen)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

[Rezension] Josephine Angelini - Everflame: Feuerprobe (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 480
ISBN: 978-3-7915-2630-0
Erscheinungstermin: 19. September 2014
Format:
Hardcover
Verlag: Dressler

Klappentext: gem. Dressler:
Liebe schmerzt. Welten kollidieren. Feuer tötet.

Feuerrote Locken, unglücklich verliebt und so ziemlich gegen alles allergisch, was es gibt: Lily Proctor ist 17 und die Außenseiterin an der Highschool von Salem. Lily wünscht sich nichts mehr, als von hier zu verschwinden und findet sich in einem furchterregenden anderen Salem wieder, in dem mächtige Frauen herrschen. Die stärkste und grausamste dieser »Crucible« ist Lillian. Sie ist Lily wie aus dem Gesicht geschnitten. Sind Lilys Allergien und Fieberschübe tatsächlich magische Kräfte und ist sie selbst eine Hexe? In einem Strudel aus gefährlichen Machtkämpfen und innerer Zerrissenheit, begegnet Lily sich selbst und einer unerwarteten Liebe.


Rezension:
Die 17-jährige Lillian "Lily" Proctor hat es nicht leicht in ihrem Leben. Sie ist gegen so gut wie alles allergisch, was unweigerlich dazu führen wird, dass sie irgendwann ein völlig isoliertes Leben führen wird, doch noch, noch kann sie, wenn auch mit Einschränkungen, ein fast normales Leben führen. So kann sie noch die Schule besuchen, auch wenn ihr klar ist, dass es ein Collage für sie wohl nicht geben wird, doch so lange es noch geht, wird sie die ihr gegebenen Möglichkeiten ausnutzen. Sie hat nur einen Freund. Von Kindesbeinen an ist Tristan an ihrer Seite und auf Grund von Lilys Situation ist es sein großes Ziel, Arzt zu werden, doch für Lily ist Tristan mehr als nur ein guter Freund. 

Als sie Tristan eines abends auf eine Party begleitet endet diese in einem Desaster, denn ausgerechnet ihr Tristan betrügt sie mit einem anderen Mädchen und ihr wird auch noch Alkohol in einem Getränk untergemogelt, welchen sie absolut nicht verträgt. Sie bricht zusammen und ihr Leben hängt an einem seidenen Faden. Zwar kann Tristan sie in letzte Sekunde, mit Hilfe von Lilys älterer Schwester, retten, doch danach ist nichts mehr so, wie es war, das Vertrauen, das Lily einst in Tristan setzte, ist zerstört. Eigentlich möchte sie nur noch alles hinter sich lassen, denn wenn sie ehrlich ist, wenn die Gegenwart jetzt schon nicht berauschend ist, ihre Zukunft sieht noch düsterer aus.

Dann vernimmt sie jedoch eine Stimme, der sie folgt - und landet in einer ihr völlig fremden Welt. Sicherlich, die meisten geographischen Gegebenheiten kann sie zuordnen und dennoch weiß sie, dass sie nicht mehr in ihrer Welt ist. Tatsächlich steht sie vor einer Burg und wird in diese eingelassen - doch gehen alle davon aus, dass sie die Herrin wäre. In der Tat gibt es auf dieser Burg eine junge Herrin, Lilian, die Lily zum Verwechseln ähnlich sieht, doch in grundlegenden Dingen unterscheiden sie sich, denn Lilys Ebenbild ist von ihrer Macht gezeichnet, denn sie ist die mächtigste Hexe ihres Zirkels und Herrin über die Stadt. Lilian offenbart Lily, dass sie Pläne mit ihr hat, doch Lily ist dermaßen verwirrt über ihre Situation, dass sie kurzerhand die Flucht ergreift und Lilian sie tatsächlich gehen lässt. Doch damit beginnt ihr Abenteuer erst ...


Der 1. Band der Everflame-Trilogie! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders überzeugend empfand ich die gesellschaftliche Darstellung dieser Welt, denn diese unterscheidet sich von der hiesigen enorm und sich darin zurechtzufinden ist für Protagonistin Lily alles andere als einfach. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich die Figur der Lily zurückgelassen, denn aus dem einst schwächlichen Mädchen wird eine starke junge Frau, die bereit ist, wirklich alles zu opfern, um für ihre Überzeugung einzustehen. Den Schreibstil kann ich nur als packend und geradezu fesselnd beschreiben, ich konnte und wollte mich einfach nicht von dem Buch trennen. Diese Reihe hat definitiv Suchtpotential und ich freue mich schon sehr auf Band 2 "Tränenpfad", dem ich hoffentlich bald habhaft werden kann.

Bewertung

Von Josephine Angelini bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist er sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite deaktiviert wird)
Die Autorin:
Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

 




 


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.