Sonntag, 31. Juli 2016

[Neuzugänge] der 30. KW 2016

Das ist wieder einer der kleinen traurigen Post, die Kleeblatt allein posten muss. Ein Buch bzw. Hörbuch hat den Weg zu ihr gefunden. Bei Kerry hatte sich gleich gar keins sehen lassen. Ihr seht, wir können auch bescheiden.
 
Hier sind sie nun.

Kleeblatts Neuzugang:
Fielding, Joy - Die Schwester 



  

Kennt ihr bereits das Buch bzw. habt ihr es sogar schon gelesen oder gehört?

Kleeblatt 

Samstag, 30. Juli 2016

[Rezension] Guillaume Musso - Vierundzwanzig Stunden



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Pendo (1. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866124015
ISBN-13: 978-3866124011
Originaltitel: L'instant présent
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,8 x 21,6 cm

Inhalt gem. Pendo:
Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...

Zum Buch:
Während seine Geschwister das ganze Erbe des Vaters bekommen werden, vermacht dieser ihm, Arthur Costella, einen Leuchtturm. Das Erbe wird vorab vergeben, der Vater, der nicht sein leiblicher ist, lebt noch einige Jahre.
Den Leuchtturm am Cape Cod erhält er mit der Auflage, nie eine bestimmte Tür im Keller zu öffnen. Diese wurde vor Jahren von seinem Vater zugemauert.
Da Verbote dazu gedacht sind, sie zu umgehen, war es auch für Arthur klar, dass er auf seinen Vater nicht hören würde und begab sich als erstes in den Keller. Dort öffnete er die Tür und befand sich in einer anderen Zeit ...

Arthur durchlebt sein Leben in Sprüngen. Kaum ist er angekommen, springt er in eine neue Zeit. Die magische Zahl ist 24. 

Es ist schwer, diesen Roman zu rezensieren, ohne zuviel von ihm preiszugeben.
Durch die Sprünge, die Arthur macht, durchlebt er kurz einige Zeit im "realen" Leben. Dieses aber sehr intensiv, denn er weiß nicht, wann der nächste "Sprung" in die nächste Zeit erfolgen wird, er kennt nur die Vorzeichen.

Trotz dieser kurzen Episoden in seinem Leben gelingt es ihm, Lisa kennenzulernen. Diese soll ihm dabei helfen, seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Warum er ihn befreien will, lasse ich hier mal offen.

Lisa wird ihn eine ganze Zeit seines Lebens begleiten, sie trifft man in den verschiedenen Sprüngen immer wieder. 
Es ist ein Leben zum Abgewöhnen, das Arthur lebt, aber er weiß, dass es irgenwann ein Ende mit dem Springen geben wird.

Die Bücher von Guillaume Musso sind immer Bücher, die man nicht aus der Hand legen möchte. So ging es  mir auch mit diesem Buch. 
Es ist eine eigenartige Geschichte, die man zu lesen bekommt, fremd und doch real. 
Als Leser fragt man sich das ganze Buch lang, was soll das, worauf wird diese Geschichte hinauslaufen. Man erkennt keinen Sinn darin, die Sprünge, das kurze intensive Leben in der realen Zeit. 
Was für ein Buch ist das? Fantasy oder was auch immer? Diese Frage wird neben allen anderen, die im Laufe des Buches auftauchen, am Ende beantwortet.
Es ist ein Ende, auf das man nicht vorbereitet ist. Meine Gedanken gingen in alle möglichen Richtungen, es war jedoch kein richtiger dabei. Und doch macht die Geschichte Sinn, lässt einen inne halten und sich besinnen.

Das ist ein Buch, das ich mit einem "Wow" für mich beendet habe.
Ein Musso geht eben immer und auch diesen empfehle ich gern weiter. Man sollte jedoch gewahr sein, dass sich erst einmal eine unglaubhafte Geschichte dahinter verbirgt.

Bewertung:



Zum Autor:

(Text von Pendo Verlag)
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.

Von Guillaume Musso wurden gelesen und rezensiert:
     

Weiteres zum Autor unter www.guillaumemusso.com

Die Bibliographie seiner Bücher findet ihr auf unserer Autorenseite



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 29. Juli 2016

[Sonstiges] Hilfsplattform Buchspender.de

Liebe Blogleser,

kennt ihr das? Ihr habt ein Buch gelesen, dass euch nicht wirklich begeistert hat, das eigentlich nur wertvollen Platz in den Regalen wegnimmt, weil ihr es sowieso nie wieder lesen werdet? Bücher wegwerfen - geht gar nicht. Verkaufen ist eine Option, aber wenn man berufstätig ist (und mal wieder ordentlich Bücher "ausgemistet" hat), artet das echt in Arbeit aus - von wegen schauen, ob das Geld eingangen ist, Buch verpacken, Briefmarken besorgen und Dutzende von Buchsendungen zu Post bringen - oder man verkauft sie an einen der großen Online-Anbieter, die sich auf Second-Hand-Bücher & Co. spezialisiert haben.

Tatsächlich möchte ich euch heute genau so eine Plattform vorstellen - ganz nach dem Motto: spende deine nicht mehr gewollten Bücher und tue Gutes dabei.




Das Prinzip ist ganz einfach: wie bei den großen Anbietern, ermittelt ihr via ISBN/EAN den Wert eurer Spende (Bücher, CDs, DVDs, Blu-Rays, Games) und wenn ihr genügend beisammen habt, macht ihr das Ganze fix und ihr tut damit gutes und habt wieder Platz im Bücherregal - sprich - eine Win-Win-Situation.

Buchspender ist noch ganz neu auf dem Markt, von daher sind leider noch keine Projekte hinterlegt (Stand 28.07.2016), aber vielleicht kennt ihr Organisationen / Vereine, die ihr gerne auf diese Weise unterstützen wollt und erzählt ihnen von Buchspender. Ich für meinen Teil habe da schon ein Projekt im Blick, das ich auf diese Weise gerne unterstützen möchte, ich hoffe, dass das so klappt, wie ich mir das vorstelle ^^

Jetzt seid ihr gefragt - seid so gut, schaut euch die Plattform an und wenn euch das Prinzip überzeugt, macht ein bisschen Werbung, damit diese großartige Idee nicht untergeht, sondern mit Leben erfüllt wird.

Kerry

Donnerstag, 28. Juli 2016

[Rezension] Ursula Poznanski - Die Vernichteten (Band 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 528
ISBN: 978-3-7855-7546-8
Erscheinungstermin: 21. Juli 2014
Format:
Hardcover
Verlag: Loewe


Klappentext gem. Loewe:
Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.


Rezension:
Geschockt und fassungslos ist Ria, denn nun hat sich offenbart, warum der Sphärenbund sie und ihre Freunde umbringen wollte. Zu allem Unglück ist auch noch Quirin, der Heiler der Schwarzdornen verschwunden und mit ihm das Geheimnis um das Serum, dass die Sphärenbewohner vor der drohenden Seuche retten könnte. Schlimmer noch, es besteht der Verdacht, dass Quirin nicht einfach nur verschwunden ist, sondern ermordet wurde - und der Verdacht fällt natürlich auf die Außenseiter.

Ria und ihre Freunde müssen fliehen und auch Sandor schließt sich ihnen an. Dadurch, dass er sich auf die Seite der Außenseiter stellt, verliert er die Führungsposition innerhalb des Clans, doch er weiß, dass Ria und ihre Freunde nichts mit dem Verschwinden von Quirin zu tun haben, denn er glaubt Ria, was sie über den Heiler zu berichten weiß. Dennoch gelingt es der Gruppe zu überleben und sie treffen auf einen anderen Zweig des Schwarzkopfclans, dem sie sich kurzfristig anschließen. Hier finden sie tatsächlich auch noch etwas von dem heilenden Serum, doch für alle Sphärenbewohner ist es zu wenig, viel zu wenig - es könnte jedoch reichen, die Überträger des Virus zu neutralisieren bzw. den Virus in den Trägern.

Doch wollen sie das überhaupt tun? Den Versuch wagen, unter Einsatz ihres eigenen Lebens, um eine Gesellschaft zu retten, die sie hatte töten wollen? Die Frage ist jedoch wohl eher, könnten sie damit leben, diesen Versuch nicht zu starten und mit dem Wissen leben, dass sie womöglich für den Untergang eines großen Teiles der Menschheit verantwortlich sind? Für Ria steht die Antwort fest und sie entschließt sich in die Sphäre zurückzukehren und zumindest zu versuchen, das Unheil abzuwenden - doch sie steht noch immer auf der Abschussliste ...


Der 3. Band der Eleria-Trilogie! Der Plot wurde spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich in diesem Band endlich die Gründe offenbarten, warum Ria und ihre Freunde hätten sterben sollen und das dieses Geheimnis bereits seit Jahren über den Beteiligten schwebte, ohne dass außerhalb der Führungsriege des Sphärenbundes jemand etwas wusste. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. In diesem Band hat mich die Figur der Ria stark beeindruckt, denn gerade hier merkt man auf Grund ihrer Entscheidungen, wie sehr ihr Charakter sich entwickelt hat und dass aus dem einst folgsamen Mädchen eine starke Persönlichkeit geworden ist, die bereit ist, für ihre Überzeugungen einzutreten, auch wenn sie sich in große Gefahr begibt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieser Band sehr schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
 
Von Ursula Poznanski bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sicher, wenn der Adblocker für diese Seite deaktiviert wurde)





Die Autorin:

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren und begann nach einem abwechslungsreichen Schul- und Studienleben als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist. Sie selbst sagt von sich, sie hätte sich schon immer gerne Geschichten ausgedacht, aber nie zu Papier gebracht. Wenn sie schrieb, dann nur Kurzgeschichten. Im Jahr 2000 nahm sie - leider erfolglos - an einem Drehbuchwettbewerb des ORF teil. Dadurch entdeckte sie, dass sie doch zu "längeren" Texten fähig war und fing Feuer. Sie sammelte Romanideen und schaffte es, mit "Buchstabendschungel" im Jahr 2003 ihr erstes Kinderbuch zu veröffentlichen. Es folgten Erstlesebücher, Kinderkrimis und ein Teenager-Liebesroman. Für ihre Werke wurde sie u.a. mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet und für den Österreichischen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert. Bei Loewe legt sie im Frühjahr 2010 mit „Erebos” einen packenden Jugend-Thriller vor, der sich mit den Manipulationsmöglichkeiten virtueller Welten auseinandersetzt und gekonnt die reale mit der Welt des Online-Computerspiels verwebt. Ihr zweiter Thriller "Saeculum" für Jugendliche erschien im November 2011. Im Februar 2012 erschien ihr erster Thriller für erwachsene Leser mit dem Titel "Fünf" bei Rowohlt. Ursula Poznanski lebt mir ihrer Familie in Wien. (übernommen von Lovelybooks)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.  


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


[Rezension] Ursula Poznanski - Die Verschworenen (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 464
ISBN: 978-3-7855-7547-5
Erscheinungstermin: 16. Oktober 2013
Format:
Hardcover
Verlag: Loewe


Klappentext gem. Loewe:
In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann.

Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet.
Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.


Rezension:
Ria und ihren Freunden ist die Flucht gelungen, die Flucht vor ihrer eigenen Ermordung, doch wohin sollen die einst so behüteten jungen Menschen? Bei den Schwarzdornen konnten sie nicht bleiben, denn sie gehören nicht dazu und dennoch, weit weggegangen sind sie nicht. Sie haben sich unter die Erde zurückgezogen und führen ein Leben im Verborgenen. Das ist nicht schön, sichert aber derzeit das Überleben der kleinen Gruppe. Doch das Leben dort unten ist trostlos, ja der einzige Trost bieten Ria die Ausflüge mit Sandor an die Oberfläche, denn der junge Mann ist einer der wenigen Außenbewohner, der weiß, dass Ria und ihre Freunde noch nicht fortgezogen sind.

Sicherlich wäre Ria nicht sonderlich erfreut, für immer solch ein verborgenes Leben zu führen, doch für den Moment ist sie fast glücklich, denn mit jeder neuen Begegnung empfindet sie mehr für Sandor und es scheint, dass ihre Gefühle erwidert werden. Lediglich Aurelios Wunsch, zurück in die Sphären zu gehen, spaltet die kleine Gemeinschaft, denn wo mehrere Meinungen herrschen, ist es kaum möglich, an einem Strang zu ziehen.

Während dieser schwierigen Situation macht Ria jedoch weiterhin Fortschritte. Sie findet immer wieder vereinzelt Fragmente von Jordans Chronik, mit deren Hilfe sie sich erhofft, endlich Licht in das Dunkel zu bringen, warum die Menschen in den Sphären und die Außenbewohner anscheinend einander mit so viel Furcht begegnen. Einst waren sie ein gemeinsames Volk, doch davon ist in der derzeitigen Situation kaum etwas zu merken. Lediglich ihre Treffen mit Sandor geben ihr Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Doch dann wird Sandor zum neuen Oberhaupt der Schwarzdornen und Ria wird vor eine alles entscheidende Wahl gestellt ...


Der 2. Band der Eleria-Trilogie! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. In diesem Band geht es zu einem großen Teil um Konflikte und die Interaktion der Figuren in solchen Konfliktsituationen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Ich muss ja gestehen, mein Favorit in diesem Band ist eindeutig Sandor, denn ehrlich, wenn einem schon förmlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird, dann möchte Frau doch bitte so einen Mann an ihrer Seite habe. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
 
Von Ursula Poznanski bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sicher, wenn der Adblocker für diese Seite deaktiviert wurde)





Die Autorin:

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren und begann nach einem abwechslungsreichen Schul- und Studienleben als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist. Sie selbst sagt von sich, sie hätte sich schon immer gerne Geschichten ausgedacht, aber nie zu Papier gebracht. Wenn sie schrieb, dann nur Kurzgeschichten. Im Jahr 2000 nahm sie - leider erfolglos - an einem Drehbuchwettbewerb des ORF teil. Dadurch entdeckte sie, dass sie doch zu "längeren" Texten fähig war und fing Feuer. Sie sammelte Romanideen und schaffte es, mit "Buchstabendschungel" im Jahr 2003 ihr erstes Kinderbuch zu veröffentlichen. Es folgten Erstlesebücher, Kinderkrimis und ein Teenager-Liebesroman. Für ihre Werke wurde sie u.a. mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet und für den Österreichischen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert. Bei Loewe legt sie im Frühjahr 2010 mit „Erebos” einen packenden Jugend-Thriller vor, der sich mit den Manipulationsmöglichkeiten virtueller Welten auseinandersetzt und gekonnt die reale mit der Welt des Online-Computerspiels verwebt. Ihr zweiter Thriller "Saeculum" für Jugendliche erschien im November 2011. Im Februar 2012 erschien ihr erster Thriller für erwachsene Leser mit dem Titel "Fünf" bei Rowohlt. Ursula Poznanski lebt mir ihrer Familie in Wien. (übernommen von Lovelybooks)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.  


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


Mittwoch, 27. Juli 2016

[Rezension] Vanessa da Mata - Blumentochter



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: List Hardcover (6. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471351132
ISBN-13: 978-3471351130
Originaltitel: A filha das flores
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,1 x 21 cm

Inhalt gem. List:
In einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen, in einer farbenfrohen Welt voller Mango- und Avocadobäume, lebt die junge Giza mit ihren Tanten Florinda und Margarida. Hinter ihrem Haus bestellen sie einen prächtigen Garten. Die Blumen verkauft Giza überall in der Stadt, und so erfährt sie auch von Liebesgeschichten, über die sonst nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wid. Doch Giza fühlt sich wie eine Außenseiterin. Die junge Frau sehnt sich danach, so frei davonfliegen zu können wie die buntschillernden Papageien über ihrem Kopf. Als Florinda ihre erste große Liebe verhindert, flieht Giza in die große Stadt. Erst zwölf Jahre später kehrt sie zurück, mit ihrem Sohn, bereit sich ihrer Liebe und ihrer Vergangenheit zu stellen. Vanessa da Matas Debütroman überzeugt dank der Kraft ihrer Phantasie und der Musikalität ihrer Sprache.

Zum Buch:
Die junge Adalgiza, Giza genannt, wächst mit ihren wenig älteren Tanten Florinda und Margarida auf. In ihrer Kindheit ist sie viel mit Florinda, die nur 4 Jahre älter ist, zusammen und verbringt viel Zeit mit ihr.
Mit der Pupertät verschiebt sich das Verhältnis.
Sie unterhalten einen wundervollen Garten voller Blumen, die sie verkaufen. Der Garten ist so groß, dass noch lange nicht alle Teile erschlossen sind, was aber langsam nachgeholt wird.
Während Giza die Blumen in der Stadt verkauft, bekommt sie das ein oder andere mit, wie Liebschaften und Geheimnisse.

Als Giza durch Zufall in den Stadtteil Vila Morena gelangt, spürt sie, dass die Menschen dort ausgegrenzt sind, fühlt sich ihnen aber sehr verbunden.
Sie muss sich heimlich hinschleichen, weil ihre Tanten eine Verbindung mit diesen Leuten nicht billigen würden.
Der bislang herzliche Kontakt zu ihren Tanten schwindet und Giza weiß nicht wieso. Sie vermutet ein Geheimnis, zu dem sie keinen Zugang hat. Ihre einzige Verbündete ist die Haushälterin Dede.

Das Verhältnis zu ihren Tanten bricht, als diese ihre erste große Liebe verhindern...

Giza ist ein kleines Kind, als sie in den Haushalt ihrer Tanten kam und wuchs bei und mit ihnen auf. Ihre Herkunft blieb lange im Buch ungeklärt und schwebte für mich immer im Raum mit.
Als die Verbundenheit untereinander in der Zeit von Gizas Pupertät nachlässt, sucht sie sich andere Verbündete und findet diese in Vila Morena, einem ausgegrenzten Ort vor der Stadt. Es gibt kaum Kontakte zwischen diesen und den Leuten aus der Stadt. Die Zusammenhänge werden Giza und dem Leser erst sehr spät offenbart.

Der Autorin Vanessa da Mata gelingt es hervorragend, Blumen und Örtlichkeiten zu beschreiben. Diese kann sie sehr genau beschreiben, so dass man sich recht schnell zurechtfindet und dem Leser auch die Blumen nicht fremd sind.

Ich habe eine Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden. Der Sprachstil ist gewöhnungsbedürftig und die Beschreibungen das ein oder andere Mal etwas zu langatmig gehalten. Es erforderte Disziplin, um an der Stange zu bleiben.

Vorn im Klappentext standen Dinge, die sich wirklich erst auf den letzten Seiten zutrugen, so dass ich das ganze Buch über wartete, wann es denn passieren würde. Das fand ich ein wenig unpassend, denn so wusste ich schon im voraus, worauf es hinausläuft.

Wirklich glücklich wurde ich mit dem Buch nicht und es konnte mich schwer begeistern. Sehr blumig geschrieben, eine nette Story, aus der man sicherlich mehr herausholen könnte. 

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text von List)
Die Brasilianerin Vanessa da Mata, geboren 1976, ist in ihrem Heimatland eine sehr erfolgreiche Sängerin und Songwriterin. Sie gewann den Latin Grammy Award und wurde zu einer der 25 kreativsten Frauen gewählt. 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Ullsteinverlag 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Corina Bomann - Das Mohnblütenjahr




Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (14. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286674
ISBN-13: 978-3548286679
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3 x 18,7 cm

Inhalt gem. Ullstein:
Nicole Schwarz ist allein bei ihrer Mutter aufgewachsen. Schon immer hat sie sich eine große Familie gewünscht. Umso mehr freut sie sich über ihre Schwangerschaft. Doch dann erfährt sie, dass ihr Baby mit einem Herzfehler zur Welt kommen wird - die Folge einer Erbkrankheit. Voller Fragen fährt Nicole zu ihrer Mutter Marianne an die Mosel. Bei ihr findet sie Trost. Und endlich eine Antwort auf die Frage nach ihrem Vater. Marianne wollte nie über ihn sprechen. Jetzt beginnt sie zu erzählen: vom Aufwachsen in der Nachkriegszeit, von einer großen Liebe zwischen Deutschland und Frankreich und von den Ressentiments, die der Krieg auf beiden Seiten hinterlassen hat. Nicole will verstehen, woher sie kommt und macht sich auf die Suche nach ihrem Vater ...

Zum Buch:
Nicole Schwarz ist endlich schwanger. Sie ist 38 Jahre alt und wollte unbedingt ein Baby. Ihr Freund David sah das anders und wollte partout keines. Als Nicole ihn nun vor die vollendete Tatsache stellt, verlässt er sie.
Auch wenn sie nie gedacht hätte, dass er diese Entscheidung treffen würde, sieht sie der Zukunft positiv entgegen. Sie selbst ist ohne Vater groß geworden und hatte eine wunderbare Kindheit, so dass sie sich sicher ist, dies auch ihrem Kind allein bieten zu können.
Dann bekommt sie aber eine schreckliche Diagnose vom Arzt - ihr Kind könnte eine Herzkrankheit haben, die ihm vererbt wurde. Sie erhält vom Arzt die Auflage, in der Familiengeschichte zu graben, ob dieser Herzfehler bekannt und schon einmal vorgekommen ist. Schnell lässt sich dies von David Familie ausschließen. 
Sie fährt zu ihrer Mutter Marianne, bei der sie sich nicht nur ausheulen, sondern auch endlich erfahren möchte und muss, wer ihr Vater ist. Ihre Mutter blockt anfangs ab, hat sie doch all die Jahre nie von Nicoles Vater erzählt. Aber sie besinnt sich und erzählt Nicole eine Geschichte aus den 70er Jahren ...

Die Geschichte spielt wieder in 2 Zeitebenen, in den 70er Jahren, bei denen es um Marianne geht und im Heute, wo Nicole die Hauptprotagonistin ist.

Nicole ist verzweifelt, seit sie weiß, dass ihr noch ungeborenes Baby mit großer Wahrscheinlichkeit einen geerbten Herzfehler haben wird. Viele Fragen drängen sich ihr auf. Wird das Baby gesund zur Welt kommen und wie sind die Überlebenschancen? Sollte sie das Baby abtreiben? Aber was, wenn die Erkrankung im Griff zu bekommen ist? Sie steht vor einer schweren Entscheidung, will aber vorher alles mögliche tun, um zu erfahren, ob es eine Chance für ihr Kind geben kann. Dazu muss sie endlich ihre Mutter dazu bringen, über ihren Vater zu sprechen, der ihr ein völlig Fremder ist, da ihre Mutter nie von ihm erzählte.

Marianne, Nicoles Mutter, ist in den 70er Jahren für ein Austauschjahr als Lehrerin nach Frankreich gegangen. Sie liebte alles französische und war froh, dass es klappte. Ihr Vater, noch aus Kriegszeiten ein Gegner von Frankreich, wollte ihr abraten, aber sie ließ sich nicht beirren.
Voller Elan kommt sie in Frankreich an und muss doch bald feststellen, dass auch 30 Jahre nach dem Krieg der Hass auf die Deutschen vorhanden ist. Sie hat einen recht schweren Stand da und versucht, sich zu behaupten. 
Nicht jeder ist gegen sie, die Deutsche, sie findet auch Freunde und sogar die große Liebe, die Folgen haben wird.

Was für ein wundervoller Roman von Corina Bomann. 
Durch das ungeborene Kind von Nicole wird Marianne gezwungen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, zum ersten Mal von Nicoles Vater zu erzählen.
Der Leser erfährt eine Geschichte, die sich in den 70er Jahren in Frankreich abspielte. Eine Geschichte, die nicht nur die deutsch-französische Freundschaft anging, sondern auch das Leben in Frankreich. Marianne findet dort ihre große Liebe und muss sie verlassen.
Die Rückblenden in die Vergangenheit werden durch die Beschreibung von alten Fotos begonnen. So weiß man als Leser gleich, auf welcher Zeitebene man sich befindet.

Mir waren beide Protagonistinnen ausgesprochen sympathisch. Beide lebensbejahende Frauen, die bereit sind, nach vorn zu sehen und nicht zurück. Sie nehmen ihr Leben in die Hand, auch wenn es schwer fällt. Einmal getroffene Entscheidungen setzen sie durch.

Corina Bomann ist bekannt für ihre ausführlichen Recherchen, die ihre Bücher zu etwas besonderem machen. Man fühlt sich in den Geschichten wohl, kann sie gut nachvollziehen und erfährt so auch immer noch einen Tick Geschichte der jeweiligen Epochen.
So auch in diesem Buch. Der Hass und das Misstrauen der Franzosen gegenüber den Deutschen, auch noch 30 Jahre nach dem Krieg, sind regelrecht spürbar. Aber auch die Abneigung einiger Deutschen gegen den Feind Frankreich sind in den 70er Jahren noch stellenweise vorhanden.
Viele, Deutsche wie auch Franzosen, haben mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen und tun sich schwer damit, das Kriegsbeil zu begraben.

Als sich Nicole auf die Suche nach ihrem Vater macht, kann man als Leser nur hoffen, dass sie Antworten auf die alles entscheidene Frage zur Zukunft ihres Babys bekommt.
Ich habe sie sehr gern auf ihrer Suche begleitet, wie ich auch Mariannes Geschichte mit Begeisterung gelesen habe.
Beide Frauen sind mir ans Herz gewachsen und ich war traurig, dass ich das Buch nach der letzten Seite beiseitelegen musste.

Ich hatte viele unterhaltsame und schöne Stunden mit dem Buch und empfehle es sehr gern weiter.

Bewertung:
 


Zur Autorin:
(Text übernommen von Ullstein)
Corina Bomann lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern und hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben.
Mehr über die Autorin findet ihr HIER



Von Corina Bomann wurden gelesen und rezensiert:

     

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich bei Amazon und beim Ullstein-Verlag bedanken
die mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 26. Juli 2016

[Rezension] Jonathan Stroud - Lockwood & Co: Die Raunende Maske (Band 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 464
ISBN: 978-3-570-15963-7

Erscheinungstermin: 19. Oktober 2015
Format: Hardcover
Verlag: cbj

Klappentext gem. cbj:
Die Agenten von Lockwood & Co.: Anthony Lockwood, Lucy und George, führt ihr jüngster Fall mitten ins Zentrum der Geistererscheinungen, die London unerbittlich heimsuchen. Ein traditionsreiches Londoner Kaufhaus scheint Brutstätte des grausigen Phänomens zu sein. Wurde es doch auf den Überresten einer Pestopferruhestätte und über den Ruinen eines mittelalterlichen Kerkers errichtet. Gemeinsam mit Geisterjägern aus anderen Agenturen wagen sich Lockwood und seine Freunde bei Nacht in das Gebäude. Wer hier überleben will, braucht Mut und einen kühlen Kopf. Doch Lucy und ihre neue Kollegin Holly belauern sich eifersüchtig, Lockwood kommt von einem dunklen Geheimnis in seiner Vergangenheit nicht los und die düsteren Warnungen des wispernden Schädels verheißen Fürchterliches.


Rezension:
Es steht derzeit nicht gut um London. Seit 50 Jahren kommt es zu Geistererscheinungen, doch so schlimm wie jetzt, war es bisher noch nie. Ganze Stadtviertel sind förmlich verseucht und eine Quelle kann partout nicht ausfindig gemacht werden. Alle Agenturen, die sich mit diesem prekären Thema befassen, sind im Einsatz und dennoch erscheint es, als hätten sie keine Chance gegen diese Übermacht.

Die Agentur Lockwood & Co. konnte einige größere Erfolge in letzter Zeit verbuchen und ist seitdem so erfolgreich, dass das Trio, bestehend aus Lockwood, George und Lucy nur noch selten zusammen zu einem Auftrag gehen, es gibt ihrer einfach zu viele. Lockwood und George wollen gerne noch einen Mitarbeiter anstellen, Lucy hingegen ist dagegen. Man einigt sich auf eine Sekretärin. Lucy macht derweil auch noch ein paar Tage Urlaub bei ihrer Familie - sie muss einfach mal rauskommmen aus London. Als sie jedoch früher zurückkehrt und auf Holly in der Agentur trifft, ist sie wenig begeistert, denn an der neuen Sekretärin ist einfach alles nur "perfekt", sehr zum Unmut von Lucy und zur Freude von Lockwood und George.

Doch die Geistererscheinungen nehmen nach wie vor zu, es scheint eine rechte Invasion zu sein. Tatsächlich gelingt es der Agentur Lockwood & Co. als einziges die Quelle (einen alten Pestfriedhof unter einem Kaufhaus) dieser Invasion ausfindig zu machen, doch niemand will ihnen glauben. So machen sie sich zu viert, inklusive Holly, ans Werk, die Quelle stillzulegen, doch die Gefahr ist größer als erahnt. Zu allem Überfluss ist Lucy alles andere als begeistert, dass ausgerechnet die "perfekte" Holly bei diesem gefährlichen Einsatz mit dabei ist. Es kommt jedoch noch viel schlimmer ...


Der 3. Band der Lockwood & Co.-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass in diesem Band sehr viel im Umbruch ist, nicht nur in London, sondern auch in der Agentur Lockwood & Co., denn eine neue Figur "Holly" wird in die Geschichte eingeführt und diese ist eigentlich zu perfekt für die Agentur Lockwood & Co. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Gerade die Figur der Lucy hat es mir hier wieder ganz besonders angetan, denn gerade in diesem Band merkt man, dass sie nicht immer so ein "leichter" Charakter ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich noch entwickeln wird. Den Schreibstil empfand ich fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch phantastische Lesestunden bereitet hat und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band der Reihe "Das Flammende Phantom", wo sich hoffentlich der genial-böse Cliffhanger am Ende dieses Bandes auflöst.

Bewertung

Von Jonathan Stroud bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)
 
 
Der Autor:
Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.

Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in »Das Amulett von Samarkand«, »Das Auge des Golem«, »Die Pforte des Magiers« und »Der Ring des Salomo« erzählt werden. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

[Rezension] Jonathan Stroud - Lockwood & Co: Der Wispernde Schädel (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-570-15710-7
Erscheinungstermin: 27. Oktober 2014
Format: Hardcover
Verlag: cbj

Klappentext gem. cbj:
Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Wagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.


Rezension:
Der Agentur Lockwood & Co. geht es seit ihrem Erfolg im Fall der seufzenden Wendeltreppe besser, die Gefahr der Insolvenz besteht derzeit nicht. Doch noch ganz oben angekommen ist Lockwood noch nicht, aber er ist auf dem besten Weg dorthin. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht und ist auch nicht gewillt, Lockwood & Co. in die oberen Ränge der Geisteragenturen aufzunehmen, mögen sie auch noch so angesagt sein.

Während eines nächtlichen Einsatzes auf einem Friedhof kommt es zu einem verheerenden Zwischenfall. Bei der Öffnung eines Sarges, dessen Geist eigentlich gebannt werden sollte, wird ein wertvolles Artefakt gestohlen, das sich in diesem befand. Als auch noch einer der Diebe kurz darauf tot aufgefunden wird, ahnen Lockwood, Lucy und George, dass viel mehr hinter diesem Diebstahl stecken muss, als es auf den ersten Blick erscheint. Sie müssen diesen Fall lösen, denn Lockwood hat mit der gegnerischen Agentur Fittes, genauer gesagt mit Quill Kippes, einem Mitarbeiter von Fittes, eine Wette am laufen - wer den nächsten gemeinsamen Fall zuerst löst, ist die bessere Agentur, der Gegner muss öffentlich seine Niederlage eingestehen.

Es ist also eine Frage der Ehre, doch Lockwood hat ein Ass im Ärmel, in Form von Lucy. Denn nur Lockwood, George und Lucy selbst wissen, dass Lucy über eine äußerst seltene Gabe verfügt. Sie kann direkt mit starken Geistern sprechen, sie kann ihr Flüstern verstehen und direkt mit ihnen kommunizieren. Wie der Zufall es will, gibt es in der Agentur Lockwood noch einen entwendeten Schädel, den George vor einiger Zeit mitgehen lassen hat und dieser gibt offen und ehrlich zu, dass er weiß, warum die Artefakte gestohlen werden - jetzt muss Lucy ihn nur noch irgendwie von einer Zusammenarbeit mit ihr überzeugen und das ist gar nicht so einfach, denn dieser Schädel ist echt nervig ...


Der 2. Band der Lockwood & Co.-Reihe! Der Plot wurde spannend und fantastisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass es in diesem Buch wirklich Schlag auf Schlag geht und man kaum dazu kommt, Luft zu holen, so dynamisch schreitet die Geschichte voran. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, was ich von der Figur des Lockwood halten soll, denn dieser hält sich teilweise sehr bedeckt, sodass es schwer ist, sich in ihn einzufühlen. Die Figur der Lucy hingegen ist wie ein offenes Buch, das einen sofort vereinnahmt und mitfiebern lässt, sodass ich ihr nur zu gerne durch die Geschichte gefolgt bin. Den Schreibstil empfand ich als packend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
Bewertung

Von Jonathan Stroud bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)
 
 
Der Autor:
Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.

Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in »Das Amulett von Samarkand«, »Das Auge des Golem«, »Die Pforte des Magiers« und »Der Ring des Salomo« erzählt werden. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Montag, 25. Juli 2016

[Hörbuch-Rezension] Nicola Förg - Glück ist nichts für Feiglinge



Leseprobe



Eckdaten:
Audio CD
Verlag: OSTERWOLDaudio; Auflage: 1 (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 386952247X
ISBN-13: 978-3869522470
Größe und/oder Gewicht: 0,6 x 1,2 x 12,4 cm

Inhalt gem. Piper:
Sonjas einziger Lichtblick, ihr Ankerpunkt im Alltagstrott ist ihre Katze. Als die verschwindet, folgt Sonja ihr bis nach Island. Wo es lange Schatten zu überspringen gilt. Wo nichts mehr so ist, wie es war. Wo sie etwas findet, wonach sie gar nicht gesucht hat …

Zum Hörbuch:
Lady Goggo, Sonjas Katze, kommt öfter nicht nach Hause. Um zu wissen, wo sie sich im allgemeinen rumtreibt und wo man sie im Ernstfall suchen könnte, bekommt sie von Sonja eine Cat-Cam umgehängt.
Durch die Streifzüge der Katze verbringt Sonja abends interessante Stunden vor dem Fernseher, denn dort guckt sie sich an, was Goggo am Tage aufgezeichnet hat. Natürlich erhält man da auch Einblicke in das Leben der Nachbarn und nicht alles wollte man wissen.
Eines Tages jedoch filmt Goggo ihren Nachbarn Sven, wie er auf der Terrasse eine Frau stranguliert.
Sonja ist ratlos, hat Goggo dort einen Mord beobachtet und ihn aufgezeichnet? Am kommenden Tag sind Goggo, aber auch Sven, der Nachbar, verschwunden. Wie es heißt, ist Sven nach Island gereist, also bleibt Sonja nichts anderes übrig, als ihm zu folgen, immer hoffend, dass sie Goggo lebend auffinden wird ...

Sonja ist eine junge Frau, die mehr für sich allein lebt. Ihr Seelengefährte ist ihre Katze Goggo. Des Öfteren musste sie diese schon suchen, weil sie sich irgendwo hat einsperren lassen. 
Um zu wissen, wo sie sich am Tage aufhält, hat sie ihr kurzerhand eine Cat-Cam umgehängt. Das abendliche Fernsehprogramm ist damit gesichert.
Als sie jedoch eines Tages einen Mord auf der Speicherkarte vorfindet, weiß sie nicht, wie sie damit umgehen soll. Ohne die Daten gesichert zu haben, steckt sie die Karte wieder in die Cam hinein mit dem Ergebnis, dass am nächsten Tag Katze, Cam und auch Sven verschwunden sind.
Sven ist mit einem Transporter nach Island gefahren und es wird vermutet, dass Goggo dort mit eingestiegen sein könnte. So bleibt Sonja nichts anderes übrig, als sich an Svens Fersen zu heften und Goggo gesund nach Hause zu bringen, was sich als ein sehr schwieriges Unterfangen herausstellt.

In Island angekommen, erhält sie von den verschiedensten Personen Hilfe, ihre Katze wiederzufinden, selbst in den Medien wird über sie berichtet.
In Katla findet sie eine Freundin, die ihr zur Seite steht und die ihr auch die Schönheiten und Eigenheiten von Island zeigt und erklärt.

Sonja ist eine zurückgezogene, ruhige und unauffällige junge Frau. Fast unsichtbar scheint sie, lebt nur mit einer Katze allein.
Erst in Island und auf der Suche nach ihrer Katze nimmt sie Kontakt zu anderen Menschen auf, taut selbst auf und selbstbewusster. Sie hat ein Ziel und das lässt sie nicht einen Moment aus den Augen.
Sie liebt ihre Goggo über alles und versucht nun das Unmögliche, diese in Island zu finden.

Es macht Spaß, Sonja auf ihrer Suche zu begleiten. Zu sehen, wie sie sich im fremden Land zurechtfindet und Freunde findet, lässt auf ein gutes Ende hoffen.
Die Suche hat auch einen positiven Nebeneffekt, sie findet dort in Island, was sie nicht gesucht hat.

Der Roman der Autorin Nicola Förg ist ausgesprochen unterhaltsam. Bekannt durch ihre Krimireihen kommt die Autorin auch in diesem Buch nicht drum herum, kriminelle Aspekte mit einzubauen. So ist die Spannung schon mal gesichert.
Der Autorin gelingt es sehr gut, ihre Liebe zu Island dem Leser zu vermitteln. Man fühlt sich vor Ort versetzt, erfährt ein wenig über die Geschichte, Mythen und Legenden und hat das Gefühl, man wäre dort nicht fremd.

Man ist als Leser dabei, wie Sonja sich auf die Suche macht und aus der schüchternen jungen Frau eine Frau wird, mit der man rechnen muss.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erlebt und dabei der Stimme von Jodie Ahlborn lauschen dürfen. Sie hat eine angenehme Stimme, der man sehr gern zuhört.
Es ist ein unterhaltsamer Roman mit Krimiaspekten und ein wenig Liebe.

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text übernommen von Piper)
Nicola Förg, gebürtige Oberallgäuerin, hat in München Germanistik und Geographie studiert und lebt heute mit ihrer Familie sowie mehreren Ponys, Kaninchen und Katzen auf einem Hof in Prem am Lech. In ihrer Krimiserie schickt die Bestsellerautorin das Kommissarinnenduo Irmi Mangold und Kathi Reindl an Tatorte im Voralpenland und in den Bergen, die ihr auch als Journalistin wohlbekannt sind.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Theresia Graw - Glück ist nichts für schwache Nerven



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442383250
ISBN-13: 978-3442383252
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4 x 18,5 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Valentina ist zornig. Ihre Scheidung ist drei Tage und siebeneinhalb Stunden alt, ihre neue Kollegin hatte den kürzeren Rock an und hat ihre Beförderung eingesackt, und anstatt ihr beizustehen, ist ihre beste Freundin in den Flitterwochen auf Mauritius, und ihre Hippiemutter kämpft in Brasilien gegen die Abholzung des Urwalds. Doch dann fällt Valentina durch Zufall ein Hinweis auf ihren unbekannten Vater in die Hände. Als sich ihr die Chance bietet, sich inkognito in seinen Haushalt einzuschleichen, ergreift sie diese – und erfährt, dass das Glück manchmal seltsame Wege geht und Venedig immer eine Reise wert ist …

Zum Buch:
Wenn es dicke kommt, dann so richtig.
Valentina, seit 3 Tagen von ihrem Mann Holger geschieden, hat gerade den ihr in Aussicht gestellten Job an die neue Kollegin verloren.
Niemand ist da, bei dem sie sich mal so richtig ausheulen kann. Eine Freundin tourt auf Hochzeitsreise, eine andere ist gerade Mutter geworden und ihre Mutter schwirrt als Umweltaktivistin lieber in der Weltgeschichte, derzeit in Brasilien, herum.
Zu allem Unglück bekommt sie auch noch einen Tinnitus, der sie für 3 Wochen aus dem Verkehr zieht.
Als ihre Mutter aus Brasilien anruft und sie bittet, nach ein paar Unterlagen in ihrer Wohnung zu gucken, fällt ihr eine Pralinenschachtel in die Hände. Darin befinden sich ein Zeitungsausschnitt und ein Abschiedsbrief. Der Brief ist von ihrem Vater an ihre Mutter. 
Es ist das erste Mal, dass Valentina überhaupt etwas von ihrem Vater erfährt, ihre Mutter war in dieser Hinsicht nicht sehr kommunikativ. Nun weiß sie, wer er ist oder war. Ein angesehener Architekt, der zudem gar nicht so weit weg wohnt, wie sie nach einer Googlesuche erfährt.

Der Arzt, den sie wegen dem Tinnitus aufgesucht hatte, verordnete ihr viel Ruhe und die gedachte sie in Italien zu verbringen. Sachen ab ins Auto und schon sollte es los gehen. Aber vorher wollte sie sich noch einen kleinen Blick auf das Anwesen ihres vermeintlichen Vaters gönnen. Ein Vorsatz mit Konsequenzen...

Als sie da vor dem Anwesen steht, wird sie versehentlich für die Pflegerin für Herrn Enzinger, ihren Vater, gehalten und ins Haus gebeten. Dort tut sie so, als wäre sie diese wirklich. Als es jedoch ernst wird, versucht sie zu flüchten. Auf dem Weg zu ihrem Auto trifft sie auf die echte Pflegerin, Eva aus Polen, und sie kann sie überzeugen, für 3 Wochen die Rollen zu tauschen. Sie will in der Zeit ihren Vater kennenlernen und Eva soll sich 3 Wochen München ansehen und solange in Valentinas Wohnung unterkommen. Nach einigem Hin und Her stimmt Eva zu.

Valentina verbringt viel Zeit mit ihrem Vater und nötigt ihn auch mal zu Unternehmungen, die ihm nicht so zusagen, aber da muss er durch. Immer wieder will sie ihm mitteilen, wer sie ist, aber irgendwas ist immer.
Der einzige Wermutstropfen ist Felix, in den sie sich verliebt hat, den Gärtner. Leider entpuppt er sich als Sohn der Familie und damit schwinden alle ihre Hoffnungen.

Seit Valentina in den Enzinger Haushalt gekommen ist, verändert sich einiges. Enzinger, ihr Vater, ist ein grummeliger und nicht sehr gesprächiger Mann. Seit einem Unfall vor 10 Jahren arbeitete er nicht mehr als Architekt. Er ist in seinen Bewegungen stark eingeschränkt und seit 3 Monaten an den Rollstuhl gefesselt. Das macht ihn wütend und ablehnend. 
Valentina versucht, ihn aus dem Schneckenhaus herauszuholen und fährt mit ihm durch die Gegend, ob er will oder nicht.
Die beiden kommen sich näher, aber Valentina hat einfach keine Gelegenheit ihm zu sagen, wer sie ist.

Der Roman der Autorin Theresia Graw ließ mich, einmal hineingeschnuppert, nicht mehr los. Obwohl ich schon recht bald eine Ahnung hatte, wie das Ende aussehen wird, hat es Spaß gemacht, Valentina und alle ihre Anstrengungen mit zu erleben und zu verfolgen.
Auf der Suche nach Liebe, Glück und einem Vater begibt man sich gemeinsam mit Valentina auch auf eine Reise nach Venedig.
Valentina ist die Sympathieträgerin des Buches, obwohl auch fast alle anderen Protagonisten in diese Kategorie einzuordnen sind.
Sie ist ehrlich, hilfsbereit und man wünschte sich, sie als Freundin zu haben. Ihr gelingt es mühelos, andere für sich einzunehmen. Leider gibt es in dem Haushalt aber auch eine Person, die ihr nicht wohlgesonnen ist und ihr schaden will.
Was Valentina noch anfangs wie ein Unglücksrabe aussehen lässt, ändert sich zusehens. Sie fühlt sich wohl, leidet aber unter der Lüge, unter der sie sich ins Haus geschlichen hat und ihrem eigentlichen Ansinnen, das sie ihrem Vater gegenüber noch nicht loswerden konnte.
Man muss aber Valentina gern haben, man kann gar nicht anders. Ich habe sie in mein Herz geschlossen, habe mit ihr gemeinsam bei der Psychologin gesessen, habe mit ihr gelebt, geliebt, gehofft und gelitten.

Sehr humorvoll erzählt die Autorin die Geschichte von Valentina und das in der Ich-Form aus der Sicht von Valentina. So ist der Leser aktuell bei allem dabei, kennt ihre Gedanken, Sorgen und Ängste.
Ich habe Valentina auf ihrer Suche nach dem Vater und dem Glück sehr gern begleitet und empfehle das Buch sehr gern weiter.

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Blanvalet)
Theresia Graw, geboren 1964, studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaften. Als Journalistin war sie für verschiedene Radiosender tätig und arbeitet heute als Nachrichtenredakteurin beim Bayerischen Rundfunk in München. Theresia Graw hat bereits mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Nach »Das Liebesleben der Suppenschildkröte« ist »Glück ist nichts für schwache Nerven« ihr zweiter Roman für Erwachsene.







An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Theresia Graw und beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt