Montag, 31. Oktober 2016

[Rezension] Harlan Coben - Ich schweige für dich



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (8. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442205042
ISBN-13: 978-3442205042
Originaltitel: The Stranger
Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 3,6 x 21,2 cm

Inhalt gem. Amazon:
In jeder Ehe gibt es dunkle Geheimnisse – das muss auch Adam Price erfahren, stolzer Vater zweier Söhne und seit vielen Jahren glücklich verheiratet mit der scheinbar perfekten Corinne. Bis ihn eines Tages ein völlig Fremder anspricht. Ein Fremder, der Dinge weiß über Corinne, die Adams amerikanischen Vorstadttraum abrupt zerplatzen lassen – und ihn in einen wilden Zwiespalt stürzen: Soll er seine Frau mit dem konfrontieren, was er erfahren hat? Oder soll er schweigen für sie und für ihre Kinder? Und wer ist überhaupt dieser geheimnisvolle Fremde, warum will er Adams Familie zerstören? Dann verschwindet Corinne spurlos. Und während Adam sich auf eine verzweifelte Suche macht, wird aus einer Familienangelegenheit ein düsteres Komplott, bei dem eine einfache Wahrheit Leben kosten kann ...

Zum Buch:
Ausgerechnet von einem Fremden muss sich Adam Price sagen lassen, dass seine Frau Corinne vor ihm ein Geheimnis hat.
Sie war vor Jahren zum dritten Mal schwanger gewesen, hat dieses Kind jedoch verloren. Diese Schwangerschaft soll sie gemäß dem Fremden nur vorgetäuscht haben. Adam kann es nicht fassen. Kann das denn wahr sein? Im Nachhinein deuten schon einige Dinge darauf hin, so dass er beschließt, sie damit zu konfrontieren.
Corinne gibt das dann auch zu und verschwindet daraufhin kurze Zeit später. Adam kann nicht glauben, dass sie ihn und vor allem die Kinder im Stich gelassen haben sollte, das sähe ich nicht ähnlich, aber wo ist Corinne? ...

Ein sehr aktueller Roman, den Harlan Coben hier vorlegt.
Wie sicher sind unsere Daten oder das, was wir von uns veröffentlichen, im Internet? 

Von Beginn an wird man in die Geschichte hineingeworfen. Man ist gleich mit dabei, wo der Fremde Adam mit der grausamen Wahrheit über seine Frau Corinne konfrontiert. Dieser Gedanke lässt Adam keine Minute mehr allein, bis er mit Corinne gesprochen hat. Er weiß nicht, soll er dem Fremden trauen oder nicht, aber es spricht zu vieles dafür, dass dieser Recht haben könnte.

Als Corinne verschwindet, macht sich Adam auf die Suche nach ihr und der Wahrheit. Auch die Motive des Fremden lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Was genau bezweckt er damit, den Leuten die Wahrheit zu sagen? Ist Geld sein Motiv?
Wie der Leser zwischenzeitlich miterlebt, geht es nicht nur um Adam und Corinne, sondern der Fremde gibt noch andere Wahrheiten an diverse Personen weiter. Jeder reagiert auf andere Weise darauf.
Dann gibt es Tote.

Harlan Coben gelingt es wieder einmal, den Leser für seine Geschichte zu begeistern, ihn gefangen zu nehmen und mit an der Suche nach der Wahrheit zu beteiligen.
Der Thriller beginnt mit Spannung und der Spannungsbogen, der aufgebaut wurde, was die reine Story angeht, wird gehalten und bringt ein unerwartetes Ende.
Ein wenig verliert sich der Autor hier jedoch bei seinen Beschreibungen, was die Sportaktivitäten angehen. Da mir das Spiel Lacrosse nur vom Namen her bekannt war, interessierten mich die detaillierten Ausschmückungen des Spieles nicht sonderlich. Das war mir persönlich zu viel.

Die eigentliche Story hingegen ist spannend und sehr vielseitig gehalten. Liebe, Vertrauen, Verrat, Cyberkriminalität und Diebstahl spielen hier die eigentliche Rolle und halten den Leser auf Kurs.

Harlan Coben ist immer eine gute Entscheidung, wenn man auf der Suche nach spannende Bücher ist.

Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von Goldmann)
Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Thriller wurden bislang in 43 Sprachen übersetzt und stehen international immer wieder ganz oben auf den Bestsellerlisten. Harlan Coben wurde als erster Autor mit den drei wichtigsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet – dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award – und ist einer der erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in New Jersey.

Von Harlan Coben wurden gelesen und rezensiert:
   


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 30. Oktober 2016

[Neuzugänge] der 43. KW 2016


Was versüßt einem Büchermenschen eine echt harte Woche - genau: neue Bücher. Selbstverständlich haben wir sie eingelassen, als sie anklopften ^^
 
Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.
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Kerrys Neuzugänge:


Kleeblatts Neuzugänge:
Shatner, William - Spock und ich - Mein Freund Leonard Nimoy
Kasparski, Gabriela - Ins Glück gebloggt 


 
   
Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?


Kerry und Kleeblatt

Samstag, 29. Oktober 2016

[Rezension] William Shatner - Spock und ich - Mein Freund Leonard Nimoy



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (24. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453201434
ISBN-13: 978-3453201439
Originaltitel: Leonard: My Fifty-Year Friendship with a Remarkable Man
Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 3 x 22,1 cm

Inhalt gem. Amazon:
Leonard Nimoy wurde durch seine Rolle als Mr. Spock in der Serie Star Trek berühmt. Mit dem stets auf Logik bedachten Vulkanier schuf er einen Charakter, der wie kaum ein zweiter die Popkultur bis heute prägt. Am Set lernte Nimoy William Shatner alias Captain Kirk kennen, mit dem ihn 50 Jahre lang eine enge Freundschaft verband. Gemeinsam gingen die beiden Männer durch Höhen und Tiefen, beruflich wie privat. Anhand zahlreicher Anekdoten zeichnet William Shatner nun das faszinierende Leben seines besten Freundes nach und zeigt uns den Mann hinter dem unemotionalen Vulkanier: den feinfühligen Poeten, Fotografen, gläubigen Juden und trockenen Alkoholiker.

Zum Buch:
Wer aus meiner Generation kennt sie nicht? 
Als Kind der Ende 50er Jahre kam man an Captain Kirk und Mr. Spock nicht vorbei.
Selbst wir aus dem Osten klebten am Bildschirm, wenn es hieß:
"Der Weltraum - unendliche Weiten... Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat."

William Shatner und Leonard Nimoy spielten die Charaktere Captain Kirk und Mr. Spock. In der Serie Star Trek waren die beiden Freunde und auch im realen Leben wurden sie dies.
William Shatner erzählt in dem Buch über ihre Freundschaft, über ihren Werdegang und über die Rollen, die sie, nicht nur in Star Trek, gespielt haben.

Beide sind unter ähnlichen Zuständen aufgewachsen. Viele Dinge haben sie fast zeitgleich erlebt. Schon allein das Geburtsdatum liegt nur 4 Tage auseinander. Beide Familien flüchteten vor der Verfolgung aus Osteuropa und stammten von Juden ab. Während William in Kanada aufwuchs, lebte Leonhard in den USA.
Obwohl sie in verschiedenen Ländern aufwuchsen, ähnelten sich ihre Anfänge unglaublich. 
William Shatner lässt die Leser teilhaben an ihren ersten Versuchen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Zielstrebig und unentwegt arbeiteten beide auf ein Ziel hinaus, sie wollten Schauspieler werden, Schauspieler, die man kennt.

Das sollte ihnen jedoch erst so richtig mit der über 3 Staffeln laufenden Science-fiction Serie "Star Trek" gelingen. Eine Serie, der man nie so richtig die Chance gab, die aber einschlug wie eine Bombe.
Man erfährt viel Hintergrundwissen über die Serie und ihre Akteure. Mit wenig Budget mussten sie auskommen, sie stritten sich mit Regisseuren und Schauspielern und versuchten das Beste aus der Serie herauszuholen.
Obwohl Captain Kirk derjenige war, der das Mädchen bekommt, punktete Mr. Spock mit seiner Einmaligkeit. Leonard Nimoy verkörperte den emotionslosen Offizier Mr. Spock, dem er durch seine schauspielerische Leistung ein Denkmal setzte. Er übertrumpfte bei den Zuschauern an Beliebtheit sogar Captain Kirk, was dieser anfangs gar nicht so lustig fand.
3 Jahre lang lief die Serie und Leonard vervollkommnete die Figur Mr. Spock bis zum Schluss. Er lebte diese Figur, was sich auch in seinem Privatleben wiederspiegelte.

Was alle nach Ablauf der Serie vermuteten, dass nun endgültig mit Star Trek Schluss wäre, bewahrheitete sich nicht. Die Serie hatte Fans, die nicht zu unterschätzen waren. Es gab die ersten Conventions, wo sich die Trekkis trafen.
Es ging weiter mit Star Trek, wenn auch nicht mehr als Serie, sondern durch Spielfilme, die die Originalbesetzung drehte. Das Phänomen Star Trek war geboren und glich einer Lawine.

William Shatner lässt den Leser teilhaben vom Beginn der Serie an bis zum weiteren Verlauf. Man erfährt, was die Schauspieler zwischen den Filmen getrieben haben, privates wie berufliches.
Er lässt nichts aus, beschönigt nichts. Von katastrophalen Ehen über Kinder, mit denen man sich auseinandergelebt hat, Zigarettensucht und Alkoholismus ist alles dabei.
Aber er erzählt auch die schönen Seiten der Freundschaft, einer Freundschaft, die fast 50 Jahre andauerte, über ihre Höhen und Tiefen.

Ich habe in diesem Buch sogar ein Lieblingswort gefunden, es lautet: Spockigkeit.
Was es damit auf sich hat und wie genial es wirklich alles über Mr. Spock alias Leonard Nimoy ausdrückt, das solltet ihr selbst lesen.

Ich fand das Buch absolut faszinierend und empfehle es nicht nur den Trekkis sehr gern weiter.
Ich spreche eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Heyne-Verlag)
William Shatner ist Schauspieler, Produzent, Regisseur und Musiker. Berühmt wurde er durch seine Rolle als Captain Kirk, den er in der Serie Star Trek (1966 – 1969) und in sieben Star-Trek-Filmen mimte. Für seine Rolle als Anwalt Denny Crane in der Serie Boston Legal gewann er einen Emmy und einen Golden Globe. William Shatner lebt mit seiner Frau Elizabeth in Los Angeles.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei dem Verlag 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 28. Oktober 2016

[Rezension] Natasha Ngan - Alba & Seven: Vertraue niemals der Erinnerung


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-401-60138-0
Erscheinungstermin:
1. Januar 2016
Format:
Hardcover
Verlag: Arena


Klappentext gem. Arena: 
Alba will nur eins: endlich aus ihrem goldenen Käfig im Nordbezirk Londons ausbrechen. Als Tochter des mächtigsten Mannes des Landes ist ihre Zukunft jedoch längst vorherbestimmt. Die letzte Chance, frei zu sein, kommt in Gestalt eines jungen Diebes: Seven. Und der ist nicht nur total unverschämt, sondern auch Mitglied einer Straßengang, die mit gestohlenen Erinnerungen auf dem Schwarzmarkt handelt. Ausgerechnet ihm folgt Alba zum ersten Mal in den Süden. Doch in einer Welt, in der keine Erinnerung privat ist, bleiben auch Geheimnisse nicht lange verborgen. Geheimnisse, die Albas Leben für immer verändern, und Seven in tödliche Gefahr bringen. Die beiden müssen alles aufs Spiel setzen – ihr Leben … und ihre Liebe.


Rezension:
Es wird das Jahr 2143 geschrieben und die Welt hat sich nicht zum Positiven gewandelt. Tatsächlich wurde der gesellschaftliche Schnitt auf Grund diverser Unruhen und auch Klimaveränderungen immer drastischer, sodass es eigentlich nur noch Reiche und/oder Mächtige gibt und die Armen. So etwas wie eine Mittelschicht gibt es nicht mehr und während es sich die Oberschicht gutgehen lässt, kämpft die Unterschicht täglich ums Überleben. Doch etwas eint diese unterschiedlichen Menschen - das Erinnerungssurfen. Für die Obersicht ist es ein netter Zeitvertreib, Orte zu besuchen, an denen sie noch nie waren und diese faktisch durch die Erinnerungen eines anderen zu erleben - für die Unterschicht ist es die einzige Fluchtmöglichkeit aus der Realität.

Natürlich stehen die entsprechenden Erinnerungschips der Unterschicht nicht einfach so zur Verfügung. Hier boomt der Schwarzmarkt und ganze Diebesbanden sind damit beschäftigt, immer wieder neue zu stehlen, um für Nachschub zu sorgen und ehrlich, es geht auch nicht immer darum, an exotische Orte zu reisen, nein, denn tatsächlich kann man seine eigenen Erinnerungen archivieren und so aufbewahren. Eine faszinierende Möglichkeit, vor allem, wenn es an sich Dinge sind, die man lieber vergessen sollte. So geschieht es mitunter, dass einige dieser Erinnerungschips brandgefährlich sind.

Seven ist ein solcher Dieb und er ist verdammt gut in seinem Job. Bisher wurde er noch nie geschnappt und trotz seines jungen Alters hat er schon so manchen Diebescoup gelandet. Seven selbst ist ebenfalls regelmäßiger Konsument des Erinnerungssurfens, denn auch für ihn ist es die einzige Möglichkeit, dem tristen Alltag des täglichen Überlebens zu entkommen. So besitzt er zum Beispiel von jedem Chip, den er bisher gestohlen hat, eine Kopie. Sein derzeitiger Auftrag ist ausgesprochen knifflig - er soll in ein extrem gut bewachtes Haus in London einbrechen und dort einen ganz bestimmten Chip entwenden. Tatsächlich glückt ihm der Einstieg in das Haus, doch er wird von der Tochter des Hauses, der 16-jährigen Alba, überrascht. Doch anstatt ihn zu verraten, hilft sie ihm sogar bei seinem Coup - unter einer Bedingung: er wird sie Erinnerungen surfen lassen, denn dem gut behüteten jungen Mädchen war dies bisher immer untersagt worden und Teenager wie sie ist, will sie endlich aus ihrem goldenen Käfig ausbrechen. Ohne es zu ahnen, bringen sie mit dieser, eigentlich nur sie beide betreffenden Abmachung, ein ganzes System ins Schwanken ...


Wenn nur Träume Hoffnung schenken! Der Plot wurde anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut fand ich herausgearbeitet, wie sich die gesellschaftlichen Strukturen in den Jahren entwickelt haben und dass es tatsächlich nur noch zwei Gesellschaftsschichten gibt, die sich extrem voneinander unterscheiden. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet und verfügen über einen hohen Wiedererkennungswert. Faszinierend empfand ich die Figur des Seven erarbeitet, denn auch wenn er noch so abgebrüht erscheint, hat er in sich dennoch einen emphatischen Kern, denn er erkennt die Not Albas, die einmal aus dem System ausbrechen will und er ist bereit Kopf und Kragen zu riskieren, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen - zumal er es ihr versprochen hat und ihr schuldet. Den Schreibstil empfand ich spannend erarbeitet, sodass ich förmlich durch das Buch geflogen bin. Allerdings muss ich sagen, dass ich vom Ende des Buches etwas enttäuscht bin, sodass es hier meinerseits zu einem Punkteabzug kommt, denn auch im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass die Autorin einfach nur schnell zu einem Ende kommen wollte, was ich sehr schade fand.

Bewertung

Die Autorin:
Natasha Ngan wurde im englischen Hertfordshire geboren und hat ihre Kindheit zwischen Großbritannien und Malaysia verbracht, von wo die Chinesische Seite ihrer Familie stammt. Bücher waren schon immer ihre besten Freunde und auch wenn inzwischen ein paar echte menschliche Freunde dazugekommen sind, sind Bücher ihr noch immer das Wichtigste. (übernommen von Arena)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

[Lesung] Cody McFadyen stellt "Die Stille vor dem Tod" vor

Endlich, endlich war es soweit - Mittwoch Abend, der Abend, auf den Kerry so lange hingefiebert hat, denn Cody McFadyen war in Berlin, um sein neues Buch "Die Stille vor dem Tod" (den 5. Band der Smoky-Barrett-Reihe) vorzustellen. Klar, die Karten waren schon vor Wochen gekauft worden - sicher verwahrt und jederzeit griffbereit. Welches Drama sich darum noch spielen sollte - naja, lest selbst.


 
auch der kleine Herr Miez war so aufgeregt, dass es ihn früh nicht mehr in seinem Bettchen hielt - nein, er wollte unbedingt noch mit den Bücher posieren, damit kundgetan werden konnte, wie sehr er sich freut


Aber erst einmal war ein stressiger Arbeitstag zu bewältigen - Kerry und Kleeblatt meisterten diesen mit Bravour und wollten sich dann vor der Lesung treffen. Tja, Kerry war da, mit den Büchern im Gepäck, Herrn Miez natürlich auch - nur wo waren die Karten? Sie wusste noch genau, dass sie sie morgens in ein Notizbuch getan hat (für Notizen während der Lesung), aber verdammt - wo war das Notizbuch? Nun ja, 45 min vor Lesungsbeginn kam die Erkenntnis: sie müssen noch bei ihr zu Hause sein. Also wurden sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen ignoriert und sie bretterte Richtung Heimat. Tja, dort angekommen - kein Notizbuch, keine Karten. Verzweiflung machte sich breit - Cody McFadyen in der Stadt und wo waren diese vermalledeiten Karten? Also, nochmal zum Auto gestürmt - und das Innerste nach Außen gekrempelt und siehe da - das Notizbuch inkl. Karten war aus dem Beutel gefallen, in dem sich die Bücher und Herr Miez tummelten und unter den Fahrsitz des Autos gerutscht (jaja, Kerry bremst öfter mal scharf *pfeif*). Okay, 25 min vor Lesungsbeginn wieder mit dem Bleifuß auf dem Gas Richtung Veranstaltungsort - und hechtenderweise in allerletzter Sekunde angekommen. Kleeblatt, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, war schon recht angespannt vor Ort.

Ach ja, Tatort war wieder das Berliner Kriminal Theater - hier sind wir zu gerne bei Lesungen, denn obwohl 200 Personen im Zuschauerraum Platz finden, ist es so gebaut, dass es einen eher familiären Eindruck hinterlässt (zumindest bei uns) und ehrlich, es ist auch noch super gelegen, man kommt sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wie auch mit dem Auto sehr gut ran. Naja, Fakt ist wohl, wir sind wahnsinnig gerne dort zu Gast ^^

der Durchgang zum Tatort

Okay, wir waren beide vor Ort *yeah* und wollten den Saal stürmen - so in letzter Sekunde halt - nun ja und wurden ausgebremst und erst einmal zur Garderobe geschickt. Also, hier extrem fix der Jacken entledigt und einen erneuten Anlauf genommen, den Saal zu stürmen - und noch eine Etage höher geschickt worden, denn: die Karten wurden mit freier Platzwahl verkauft und ihr wisst ja, wie gerne wir (in diesem Fall Kleeblatt) tolle Fotos von den Lesungen machen - und Kerry hatte vorher gefragt, ob nicht die Möglichkeit bestünde, im Rang zu sitzen (dort sitzen wir im Berliner Kriminal Theater am liebsten), denn dort werden die Bilder (von oben halt) immer deutlich besser und auch schmeichelhafter ;-) Wir hatten also super Plätze im Rang und holten einmal tief Luft - und dann ging es auch schon los.

Er erschien - Cody McFadyen höchstpersönlich und der Saal tobte. Begleitet wurde er von Margarete von Schwarzkopf, die den Abend moderierte und Nina Petri, welche die deutschen Textpassagen vorlas.

Nina Petri, Cody McFadyen, Margarete von Schwarzkopf
 
Gleich zu Beginn erfuhren wir, dass der Autor erstmalig in Berlin ist und er schon lange dieser tollen Stadt einen Besuch abstatten wollte, sodass er den heutigen Tag nutzen wird, die Hauptstadt zu entdecken, frei nach dem Motto: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Sicherlich wissen noch viele, dass es unzählige Gerüchte gab, weil der Erscheinungstermin des Buches immer wieder verschoben wurde. Die Erklärung ist jedoch so simpel wie herzerwärmend: Cody McFadyens Eltern wurden beide schwer krank und er pflegte sie, sodass er sich in diesen Jahren sehr intensiv um sie kümmerte und nicht schrieb. So einfach ist das - so menschlich, so toll, wie wir finden. Außerdem sollte sich Smoky nicht mit seinem Privatleben vermischen ^^ Apropros Privatleben - sicherlich kann sich der ein oder andere vorstellen, dass seine Schwiegereltern in spe äußerst skeptisch waren, als sie von der Verbindung ihrer Tochter mit dem Autoren von "Die Blutlinie" erfuhren. Übrigens, Chirurgen weisen oftmals psychopathische Züge auf ;-)


Cody McFadyen und Margarete von Schwarzkopf im Gespräch


Es wurde allerdings auch gleich verraten, dass für die Zukunft geplant ist, jährlich einen neuen Smoky-Roman zu veröffentlichen und er auch schon fleißig am Schreiben ist - gute Nachrichten, oder? Wir erfuhren auch, dass seine Bücher immer mit einem Bild in seinem Kopf begingen, um welches er dann eine Geschichte entwickelt. Wer die Bücher von Cody McFadyen kennt, weiß, dass diese durchaus als "härter" zu bezeichnen sind, doch eines lässt er seinen Lesern immer: Hoffnung - anders, als die Realität oftmals.

Cody McFadyen
 
Nun war es an der Zeit, dass das Publikum etwas aus dem Buch zu hören bekam. Nina Petri machte sich auch gleich ans Werk und las uns aus dem 1. Kapitel vor. Hier wurden wir direkt zu einem Leichenfund inklusive Tatortszene katapultiert, erfuhren von einer Nachricht an Smoky und erlebten eine bizarre "Familienszene". 

Nina Petri lesend
 
Im Anschluss erfuhren wir, dass Cody McFadyen anfing, 2004 Thriller zu schreiben, weil er Zeit dafür hatte und schon immer ein begeisterter Leser "härterer" Thriller-Literatur war. Zu seinem ersten Buch inspirierte ihn ein Bild von Smokys Träumen, um das er die Geschichte zur Blutlinie ausarbeitete. Auch lässt er sich beim Schreiben gerne von seinen Figuren führen - stures Plotten und auch noch daran halten, liegt ihm eher nicht, wobei er es zumindest beim 2. Band der Smoky-Barrett-Reihe mal versucht hat. ^^

Cody McFadyen

Dann wurde uns ein weiterer Part aus dem Buch vorgelesen und dieser hatte es in sich, denn hier erlebten wir die Bedrohung von Smokys ungeborenem Kind durch eine junge Frau und das Offenbaren einer Verschwörungstheorie durch sie. Die Situation für Smoky, wie auch für die junge Frau, ist äußerst brenzlich. 

Herr Miez lauschte auch andächtig


Daraufhin erfuhren wir, dass Cody McFadyen großen "Spaß" daran hat, faszinierende, böse Persönlichkeiten zu entwerfen. Teilweise treibt er es so weit, dass das Lektorat eingreifen muss, denn man soll den "Bösen" ja nicht zu sympathisch finden.

Im abschließenden Lesungspart erfuhren wird, dass augenscheinlich hinter allem eine Person namens "Wolf" steckt. Hier erfolgte auch eine Analyse der Figur und die Suche nach Motiven und natürlich stand die Frage im Raum: was hatte das alles mit Smoky zu tun?

Abschließend hatte das Publikum noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen - und das wurde reichlich genutzt. So erfuhren wir zum Beispiel, welches seine Lieblingsfiguren der Buchreihe sind (und nein, es ist nicht Smoky, aber mehr wird nicht verratenn), wie Smoky zu ihrem Namen kam und dass der Autor im Real Life so gar keine Lust auf die Body Farm hat ^^ 

Zum Schluss hatte das Publikum noch die Möglichkeit, sich die Bücher des Autoren signieren zu lassen - was sehr gut angenommen wurde. Auch hat sich Cody McFadyen viel Zeit für seine einzelnen Fans genommen und hat für unzählige Fotos mit seinen Fans posiert.

Herr Miez beobachtet genau, ob Cody McFadyen das mit dem Signieren der Bücher auch ja richtig macht

Cody McFadyen und Herr Miez


An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Beteiligten für diesen wundervollen Abend bedanken, wir sind gerne beim nächsten Mal wieder mit dabei.

Kerry und Kleeblatt

Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Rezension] Eva-Maria Farohi - Mallorca 01: Fincamond



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 273 Seiten
Verlag: Montlake Romance (10. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503953106
ISBN-13: 978-1503953109
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,5 x 18,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Vieles im Leben lässt sich planen – nur die Liebe nicht …Vergeblich versucht die junge Rechtsanwältin Lisa, die Anerkennung ihrer Eltern zu erlangen. Als sie ihr Verlobter betrügt, beschließt sie, ein Jahr Auszeit zu nehmen, und geht nach Mallorca. Dort trifft sie auf völlig andere Lebensumstände, knüpft neue Freundschaften und begegnet zwei Männern, die ihr Leben für immer verändern werden: da ist der liebenswürdigen Rechtsanwalt Jaime, der sich wie ein Vater um Lisa kümmert — und der charismatische Tierarzt Juan, dessen Familie offenbar ein Geheimnis umgibt. Juan selbst scheint Lisa aus dem Weg zu gehen, doch dann überstürzen sich die Ereignisse …

Zum Buch:
Die Erbschaft einer Finca auf Mallorca kommt der Rechtsanwältin Lisa Wernberg gerade zur rechten Zeit. Ihr Onkel Hans, zu dem sie schon jahrelang keinen Kontakt mehr hatte, vermachte ihr diese.
Sie arbeitet in der Kanzlei ihrer Eltern und ist mit Lutz, ebenfalls einem Rechtsanwalt, verlobt. Als sie ihn jedoch in flagranti erwischt, löst sie kurzerhand die Verlobung, nimmt ein Jahr Auszeit und fliegt nach Mallorca.
Die Erbschaft war mit der Bedingung verknüpft, dass sie sich dort ein Jahr lang aufhalten möge und die Hündin von Onkel Hans versorgt.
Dort trifft sie auf Menschen, die ihr viel mehr Familie werden, als ihre eigentliche Familie zu Hause in Deutschland...

Liza Wernberg arbeitet in der Kanzlei ihrer Eltern und macht dort eine Arbeit, die ihr nicht so recht Spaß macht. So lange sie zurückdenken kann, hat sie immer alles getan, was von ihr verlangt wurde, wollte es allen und jedem recht machen. Dass sie selbst dabei auf der Strecke blieb, merkt sie deutlich, als nach dem Treuebruch ihres Verlobten ihre Mutter ihr Vorhaltungen macht. Sie stellte sich gegen ihre Tochter, was diese veranlasste, doch fürs erste das Weite zu suchen.
Das war ihr durch die Erbschaft von Onkel Hans endlich möglich.
Sie fliegt nach Mallorca, in eine ihr vorerst unbekannte Zukunft. 
Was sie dort jedoch erlebt und mit welcher Herzlichkeit sie dort von allen aufgenommen wird, hätte sie im Leben nicht vermutet.

Jaime, der Rechtsanwalt ihres Onkels, macht sie mit allem vertraut. 
Sie trifft dort auf viele Freunde ihres Onkels, die auch sehr bald ihre eigenen werden. Sie nehmen Lisa in ihrer Mitte auf, als wäre sie schon immer ein Teil von ihnen. Bei Fragen und Hilfeleistungen sind sie immer für sie da, selbstlos und ohne Fragen zu stellen. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle Marika, die eine Tierstation unterhält und natürlich Juan, der Tierarzt.
Mit ihm jedoch muss sie sich nach einer ersten heftigen Begegnung erst arrangieren.

Dank ihrer Freunde lernt Lisa Mallorca kennen und gemeinsam mit ihr auch der Leser.
Die Autorin versteht es gekonnt, die Schönheiten der Insel hervorzuheben. Es gelingt ihr mühelos, dem Leser ihre Liebe zur Insel zu veranschaulichen. Man erfährt viel über das Inselleben, über Brauchtum und Traditionen. Ich habe mir mehr als einmal gewünscht, ich wäre bei dem ein oder anderen Ereignis dabei gewesen und hätte es mit eigenen Augen gesehen.

Mit Lisa geschieht etwas in dem Jahr auf Mallorca. Aus einer Frau, die sich bislang an andere orientierte und die sich anzupassen verstand, wird eine selbstbewusste und für andere einstehende Frau, die man einfach mögen muss. Sie lernt sich selbst neu kennen und erkennt auch deutlich, wie ungeliebt sie sich zu Hause bei ihren Eltern gefühlt hatte.
Als ihre Mutter dann eine klare Ansage bzgl. der Kanzlei macht, ist ihr bewusst, was genau sie in ihrem Leben will und vor allem, was sie nicht will.

Das Buch wirkt wie eine Liebeserklärung der Autorin an Mallorca.
Man sieht als Leser die Insel mit ihren Augen und ist verzaubert. Zudem taucht man ein in eine Liebesgeschichte, die sich sehr gut lesen lässt. Man begleitet die Protagonisten, lebt und fühlt mit ihnen.
Es ist eine schöne Geschichte, die man mal so nebenbei lesen kann, ohne groß nach- oder mitdenken zu müssen. Ab und an brauche ich so ein Buch, bei dem mal seine Seele baumeln lassen und die man einfach so auf sich wirken lassen kann.

Ich fühlte mich mit dem Buch sehr gut unterhalten und empfehle es sehr gern weiter.    

Reiheninfo:
Mallorca 01: Fincamond
Mallorca 02: Fincaträume
Mallorca 03: ...

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Amazon)
Eva-Maria Farohi wurde in Wien geboren. Nach dem Besuch des Konservatoriums arbeitete sie als Schauspielerin und Malerin. Sie übersiedelte 2003 nach Mallorca, wo sie sechs Jahre lang lebte. Die Schönheit der Insel, die Erlebnisse, Begegnungen und Freundschaften mit den Mallorquinern spiegeln sich in ihren Geschichten und Romanen wider. Seit 2009 lebt sie mit ihrem Mann in Österreich.


Von Eva-Maria Farohi wurden gelesen und rezensiert:
 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 25. Oktober 2016

[Rezension] Andrew Lane - Young Sherlock Holmes: Nur der Tod ist umsonst (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 452
ISBN: 978-3-596-19722-4
Erscheinungstermin: 26. September 2013
Format:
Taschenbuch
Verlag: FJB


Klappentext: gem. Fischerverlage
Drei abgründige Fälle hat der junge Sherlock Holmes bereits geknackt. Doch diesmal steht er vor einem unlösbar scheinenden Rätsel: Sein Mentor Amyus Crowe ist spurlos verschwunden. Auf der Suche nach seinem Lehrer findet Sherlock dessen Haus vollkommen verwaist vor. Es ist, als habe dort niemals eine Menschenseele gewohnt. Sherlock findet jedoch einen versteckten Hinweis und begibt sich auf die Suche. Er stößt auf Entführung, Leichenraub und einen Mann, der glaubt, Meister über den Tod zu sein. Der junge Detektiv kennt die Spielarten des Bösen – doch kann er teuflischen Größenwahn besiegen?


Rezension:
Endlich ist es dem jungen Sherlock Holmes gelungen, die Haushälterin seines Onkels, Ms Eglantine, in ihre Schranken und von Holmes Manor zu verweisen. Diesen Schritt scheute sein Onkel lange Zeit, denn Ms Eglantine wusste Dinge über die Familie Holmes, die, wenn sie an die Öffentlichkeit geraten, durchaus dem guten Ruf der Familie schaden können. Auch Sherlock wusste bisher nichts davon, doch er trägt die Erkenntnisse mit Fassung. Nun ist Familie Holmes endlich befreit von Ms Eglantine und als Sherlock diese freudige Nachricht seinem Lehrer Amyus Crowe überbringen will, findet er dessen Haus verlassen vor. Von ihm und seiner Tochter fehlt jede Spur.

Es scheint gar so, als hätte in dem Haus niemand in der letzten Zeit gelebt. Matty, der Sherlock begleitet hat, ist ebenfalls ratlos, was passiert sein könnte. Auch wenn Sherlock nicht weiß, was passiert ist, so weiß er jedoch, dass Crowe niemals ohne einen Abschied gegangen wäre. Es muss also etwas passiert sein! Tatsächlich finden Sherlock und Matty in dem augenscheinlich verlassenen Haus Hinweise, die ihnen eine klare Richtung vorgeben: Edinburgh.

Sherlock und Matty machen sich zusammen mit Rufus Stone auf den Weg, um nach den Crowes zu suchen, denn allen ist klar, dass sie in ernste Schwierigkeiten stecken, wenn ein Mann wie Amyus Crowe sich gezwungen sieht, unterzutauchen. Die Spur der beiden aufzunehmen ist gar nicht so einfach, denn noch immer ist nicht klar, warum sie sich verstecken müssen und wer überhaupt hinter ihnen her ist. Schnell steht für Sherlock jedoch fest, dass nicht nur er auf der Suche nach Crowe ist - seine Verfolger sind ihm ebenfalls dicht auf den Fersen. Nun ist es an Sherlock und seinen Freunden, schneller zu sein, als die anderen, um die Crowes in Sicherheit zu wissen ...


Der 4. Band der Young-Sherlock-Holmes-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir hier gefallen, wie gerade die gesellschaftlichen Schichten im Schottland der damaligen Zeit dargestellt wurden, denn Sherlock kommt auch mit Gesetzlosen in Schottland in Kontakt. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Wieder hat mich die Figur des Sherlock entzückt, denn dieser analytisch denkende junge Mann ist gewillt, sich selbst in Gefahr zu bringen, um Menschen, die ihm nahe stehen, in Sicherheit zu wissen. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Von Andrew Lane bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Andrew Lane ist der Autor von mehr als zwanzig Büchern, unter anderem Romanen zu bekannten TV-Serien wie ›Doctor Who‹ und ›Torchwood‹. Einige davon hat er unter Pseudonym veröffentlicht. Andrew Lane lebt mit seiner Frau, seinem Sohn und einer riesigen Sammlung von Sherlock-Holmes-Büchern in Dorset. (von Fischerverlage übernommen)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


Montag, 24. Oktober 2016

[Rezension] Michael Tsokos - Sind Tote immer leichenblass?



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Droemer HC (4. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342627700X
ISBN-13: 978-3426277003
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 1,8 x 20,9 cm

Inhalt gem. Droemer:
Wo Professor Boerne irrt – Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner klärt auf
Werden Mordopfer tatsächlich von den Angehörigen in der Rechtsmedizin identifiziert? Sind Rechtsmediziner bei der Verhaftung eines Verdächtigen dabei? Nehmen sie an der Vernehmung von Zeugen teil? Und reiben sie sich vor der Obduktion Mentholpaste unter die Nasenlöcher, damit sie den Leichengeruch überhaupt ertragen können? Szenen wie diese gehören zum Standardrepertoire von Fernsehkrimis. Doch mit der Realität haben sie nur selten etwas zu tun. Meist handelt es sich um Klischees von Vorgängen im Sektionssaal. Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner und vielfacher Bestsellerautor, nimmt die bizarrsten Irrtümer aufs Korn. Er erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend zugleich über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin.

Zum Buch:
Es gibt sie, die Irrtümer, die dem fleißigen Krimigucker untergejubelt werden.
Realität und ihre Fiktion, die der Fantasie von Autoren und Drehbuchschreibern entstammen.

Michael Tsokos, Experte auf dem Gebiet der Forensik und Professor für Rechtsmedizin, räumt mit diesem kleinen Buch mit 40 Irrtümern von ihnen auf.

Wer viel Krimis und Thriller sieht, in denen die Protagonisten auch Rechtsmediziner sind, ist sicher schon auf das ein oder andere gestoßen, ohne zu bemerken, dass es mit der Realität nichts zu tun hat.
Selbst ich kenne die Szene aus dem Film "Das Schweigen der Lämmer", in dem sich vor der Obduktion alle Beteiligten Mentholsalbe unter die Nase streichen. Für den Laien eine völlig verständliche Handhabung, die jedoch im wirklichen Leben und bei realen Obduktionen niemals angewendet werden.
Michael Tsokos erklärt hier, warum nicht nur er persönlich die Methode nicht anwendet, sondern auch, warum sie generell nicht angewendet wird.

Gleich zu Beginn des Buches klärt er erst einmal auf, was ein Rechtsmediziner ist, welcher Weg eingeschlagen werden muss, um überhaupt einer zu werden. 
Des Weiteren zeigt er den Unterschied zwischen Rechtsmediziner und Pathologen auf. Bis dato war auch für mich das ein und dasselbe.

In einigen Filmen oder Krimiserien sieht man, wie die ermittelnden Beamten plötzlich im Obduktionssaal erscheinen, dort gegessen und getrunken wird oder auch der Tote mal eben ein paar Tage auf dem Untersuchungstisch, nur mit einem Tuch abgedeckt, liegen bleibt.
Mit all diesen Klischees räumt der Autor hier auf. Er erklärt sachlich, warum bestimmte Dinge der Fantasie der Autoren entsprungen sind und diese niemals Realität sein können.
Auch räumt er mit Vorstellungen auf, die zumindest in meinem Kopf keine Rolle gespielt hätten. 

Als Leser erfährt man auch einige interessante Dinge, die einem nicht so bewusst waren. 
Wachsen nach dem Tod die Haare und die Fingernägel weiter oder kann man dem Gesicht eines Toten ansehen, ob er einen ruhigen Tod hatte? Ist Leichengift hochinfektiös und wie genau kann der Todeszeitpunkt bestimmt werden?

Auch rechnet Michael Tsokos mit den diversen Krimiserien ab, in denen beispielsweise ein Rechtsmediziner allein nicht nur die Todesursache ermittelt, sondern obendrein auch noch den Mörder findet.
Es stehen den genannten Beispielen Realität und Fiktion gegenüber.

Dieses Buch klärte mich nicht nur über die diversen Irrtümer der Rechtsmedizin auf, es unterhielt mich auch.
Zum einen wurde es mit Karikaturen versehen, die zum jeweiligen Thema passen. Zum anderen gab es tatsächlich auch Momente, in denen ich schmunzeln musste, zumindest als es um die Macken der Rechtsmediziner ging. Die Macke des Autoren selber ist echt nicht zu verachten, ich konnte mir ein breites Grinsen definitiv nicht verkneifen.

Mit seinen 183 Seiten hat man das Buch recht schnell durchgelesen. Ich fühlte mich im Anschluss gut unterhalten und konnte auch für mich einige kleine Irrtümer richtig stellen. Andere bestätigten nur, was ich schon vermutet hatte.

Das Buch ist unterteilt in 40 Kapitel, die die 40 Irrtümer wiederspiegeln. Kurz und verständlich erklärt der Autor die Irrtümer, was daran falsch ist und wie die Realität aussieht.

Ein Buch mit Informations- und Unterhaltungswert. 

Bewertung:  




Zum Autor:
(Text übernommen vom Droemer-Verlag)
Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.








Von Michael Tsokos wurden gelesen und rezensiert:
      


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der 


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 23. Oktober 2016

[Neuzugänge] der 42. KW 2016

Diese Woche ist es wieder ein Einzelpost von Kleeblatt, zu der einige Bücher gefunden haben. Kerry hingegen ging diese Woche leer aus.
Zumindest eines der neuen Bücher von Kleeblatt wandern nächste Woche zu Kerry, damit ist der nächst Post schon mal gesichert.

Wollt ihr wissen, welche Bücher bei Kleeblatt eingezogen sind?
 
Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.

Kleeblatts Neuzugänge:
Tsokos, Michael - Sind Tote immer leichenblass? 
Brown, Rita Mae - Morgen, Katze, wird’s was geben 
Bomann, Corina - Winterblüte 

   

Kennt ihr bereits eines der neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kleeblatt