Dienstag, 31. Januar 2017

[Rezension] Arno Strobel - Das Dorf



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-596-19834-4
Erscheinungstermin: 18. Dezember 2014 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist ... 

Rezension:
Anna und Bastian sind erst seit kurzer Zeit ein Paar, als sie ihn von jetzt auf gleich verlässt. Seitdem hat er nichts mehr von ihr gehört, bis sie sich etwa zwei Monate völlig verzweifelt an ihn wendet und seine Hilfe erbittet. Laut eigener Aussage wird Anna in einem Dorf an der Müritz gefangen gehalten und fürchtet um ihr Leben. Nach dem Telefonat kann Bastian Anna nicht mehr erreichen und wendet sich an die Polizei - doch diese glaubt ihm nicht.

Bastian ist in großer Sorge um seine Ex-Freundin und macht sich zusammen mit seinem Freund Safi auf den Weg, um Anna aus diesem Dorf abzuholen. Das Dorf selbst wirkt düster und verlassen, alles in allem wenig einladend und irgendwas scheint dort nicht zu stimmen, denn Safi, der nur kurz am Wagen warten sollte, verschwindet spurlos.
 
Tatsächlich ist das Dorf gar nicht so verlassen, wie es auf den ersten Blick erscheint. Einige Bewohner sind noch vor Ort und erklären sich bereit, Bastian auf der Suche nach Anna zu unterstützen. Doch auch wenn alle sehr hilfsbereit sind, so bleibt Anna doch unauffindbar und noch schlimmer, langsam aber sicher beginnt Bastian an seiner Selbstwahrnehmung zu zweifeln, denn was auch immer er zu erfahren oder wissen glaubt, stellt sich schnell als gegenteilig heraus. Wird es ihm gelingen, Anna zu finden und zu retten oder wird auch er in dem Dorf verschwinden?


Realität und Wahn liegen nah beieinander! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet, obwohl ich gestehen muss, dass auch ich zwischendrin Probleme hatte zu unterscheiden, was real ist und was nicht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Die Figur des Bastian hat mich von Beginn an verzückt, denn ehrlich, wie kann man einem Mann nicht förmlich "verfallen", der seiner Ex-Freundin zu Hilfe eilt, obwohl diese ihn von jetzt auf gleich verlassen hat? So ein Mann hat sein Herz auf dem rechten Fleck, oder? Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd zu lesen, sodass ich zwischendrin Probleme hatte, mich von dem Buch, wenn auch nur kurzfristig, zu trennen. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schaurig-schöne Lesestunden bereitet hat und ich mich bereits auf den nächsten Roman des Autors freue.

Bewertung: 


Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

 

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