Montag, 30. Januar 2017

[Rezension] Jojo Moyes - Im Schatten das Licht



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 576 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (27. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499267357
ISBN-13: 978-3499267352
Originaltitel: The Horse Dancer
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 4,3 x 21,1 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Sarah und ihren Großvater verbindet die Liebe zu Pferden. Einst war Henri ein gefeierter Dressurreiter, bis das Schicksal seine Karriere beendete. Täglich trainiert er die Vierzehnjährige und ihr Pferd. Seit dem Tod von Mutter und Großmutter haben die beiden nur einander. Und als Henri einen Schlaganfall erleidet, bleibt seine Enkelin allein zurück.
Natasha und ihren Mann Mac verbindet nur noch wenig. Ihre Ehe ist gescheitert, doch bis das gemeinsame Haus verkauft ist, müssen sie sich arrangieren. Für Natasha nicht leicht, denn ihre Gefühle für den Mann, der einmal die Liebe ihres Lebens war, sind alles andere als lauwarm.
Als zufällig Sarah in ihr Leben tritt, nehmen die beiden das verschlossene Mädchen bei sich auf. Das Zusammenleben ist schwierig. Gibt es überhaupt etwas, was die drei miteinander verbindet? Plötzlich ist Sarah verschwunden. Und Natasha und Mac machen sich widerstrebend gemeinsam auf die Suche. Ein turbulenter Roadtrip durch England und Frankreich beginnt ...

Zum Buch:
Sarah lebt für ihren Traum, an der französischen Reitakademie Cadre Noir zu reiten. Ihr Großvater, bei dem sie lebt, unterstützt sie dabei, war er doch einst selbst dort Reiter, bis er die Akademie verlassen musste.
Als ihr Großvater Henri einen Schlaganfall hatte und ins Krankenhaus musste, ist Sarah allein und ohne Beistand. Sie versucht das Unmögliche, allein klarzukommen und für ihr Pferd Boo finanziell aufzukommen, ein Ding der Unmöglichkeit.
Natasha ist Anwältin und lebt in Scheidung von ihrem Mann Mac. Ihr Tagesablauf ist bis auf die Minute durchgeplant, sie ist gut organisiert und hasst Chaos. Aber genau das bekommt sie, als Sarah unverhofft in ihr Leben tritt und alles verändert.
Plötzlich lebt sie irgendwie wieder mit ihrem Noch-Ehemann Mac zusammen und ist auch noch, wenn auch mehr als unfreiwillig, verantwortlich für die 14-jährige Sarah. Das kann nicht gut gehen, zumal Sarah irgendetwas zu verschweigen scheint...

Von der Autorin Jojo Moyes kenne ich fast alle Bücher und war überrascht, dass jetzt erst ein Buch in deutsch verlegt wurde, dass schon 2009 in England erschienen ist. Ein wenig skeptisch war ich wegen dem Thema Pferd. Ich mag zwar Tiere, kann Pferden aber nie wirklich Interesse beibringen.

Sarah ist ein 14-jähriges Mädchen, das sich gegen den Rest der Welt durchzusetzen versucht. Als ihr der Halt ihres Großvaters abhanden kommt, versucht sie, allein klarzukommen. Alles was sie liebt, sind ihr Großvater und ihr Pferd Boo. Aber Boo will Futter, braucht einen sauberen Stall, aber so, wie es momentan aussieht, scheint ihr auch das alles zwischen den Fingern zu entgleiten. Cowboy John, dem der Stall noch gehört, will ihn verkaufen, der neue Käufer will Boo und scheut sich nicht, mit unlauteren Mitteln vorzugehen.
Sarah setzt alles daran, weiter auf Boo zu reiten, damit sie beide nicht vergessen, was sie gelernt haben, denn ihr großes Ziel ist die Reitakademie Cadre Noir in Frankreich. 
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt sie alles, was ihr lieb ist, auf eine Karte. Sarah trifft in der Not eine Entscheidung.

Natasha und Mac müssen zusammenhalten, um Sarah ein halbwegs normales Leben zu sichern, zumindest solange, bis der Großvater wieder aus dem Krankenhaus kommt. Natasha, die von der Idee alles andere als begeistert ist, lässt Sarah spüren, dass sie unwillkommen ist, so dass diese sich auf Mac orientiert. Der Ärger mit und um Sarah scheint Natasha wegen ihrer Vorurteile rechtzugeben. Aber Natasha sieht sich eines Tages gezwungen, ihr ganzes Leben auf eine Karte zu setzen und Entscheidungen mit großer Reichweite zu treffen.

Ein wunderbarer Roman von Jojo Moyes, der anders ist als die bislang veröffentlichten, aber nicht weniger den Leser berührend. 568 Seiten, die sich fast von allein lesen, wenn man einmal in die Geschichte eingetaucht ist. 
Als Leser lernt man die drei Protagonisten Sarah, Natasha und Mac kennen und freundet sich mit ihnen an. 
Sarah ist die Person, die mich am meisten beeindruckt hat. Ein Mädchen, das schon seit Jahren einen Traum hat, den sie nicht in Frage stellt und den sie unbedingt erfüllt sehen möchte. Das Schicksal hat es bislang nicht gut mit ihr gemeint. Ihre Mutter und Großmutter sind tot, so dass ihr nur noch der Großvater blieb, der nun aufgrund eines Schlaganfalls auch ausfiel. Sie versucht, allen gerecht zu werden, muss aber scheitern. Dann kommt sie zu Natasha und Mac und spürt deutlich Natashas Ablehnung ihr gegenüber.

Es treffen drei unterschiedliche Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können und doch müssen sie miteinander klar kommen. Natasha und Mac können nicht miteinander, so dass die Bedingungen noch erschwert sind, ein harmonisches Zusammenleben zu praktizieren.

In diesem Roman der Autorin geht es um Liebe, Vertrauen, Hoffnung und der Erfüllung eines großen Traumes. Ein Aufgeben ist keine Option, für keinen von ihnen.
Es ist ein sehr berührender Roman, der mir auch die Tränen in die Augen trieb. Ich habe die drei Protagonisten begleitet, mit ihnen gelebt, geliebt und gelitten und war bei allem hautnah dabei.
Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser leicht, Seite für Seite der Geschichte zu folgen und auf ein glückliches Ende zu hoffen. Das ist ja bekannterweise nicht immer bei ihren Büchern vorgegeben.
Wie dieses Buch ausgeht?
Lest es, ich kann an der Stelle nur eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen, es lohnt sich.

Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. 









Von Jojo Moyes bereits gelesen und rezensiert:
    
  


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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