Dienstag, 24. Januar 2017

[Rezension] Kira Gembri - Ein Teil von uns


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 328
ISBN: 978-3-401-60228-8 
Erscheinungstermin: 3. März 2016
Format: Hardcover

Verlag: Arena


Klappentext: gem. Arena:
Ein Draufgänger, der sich von einem Risiko ins andere stürzt – das wäre der 19-jährige Aaron gerne. Stattdessen sitzt er seit seinem Nierenversagen fünfzehn Stunden pro Woche im Krankenhaus und erlebt Abenteuer nur im Kopf. Nia hingegen kann auf Abenteuer gut verzichten. Vor lauter Angst, ihre strengen Eltern zu enttäuschen, geht sie lieber gar keine Risiken mehr ein. Klar, dass es nicht gerade Liebe auf den ersten Blick ist. Aber keiner von beiden hätte sich je träumen lassen, dass ein Streit im Krankenhaus sie zum Abenteuer ihres Lebens führen könnte – und bis ans andere Ende der Welt ...




Rezension: 
Die 21-jährige Nia ist eine eher unscheinbare junge Frau. Ihr ganzes Wesen wurde von ihren Eltern auf Zurückhaltung gedrillt, nur nicht aus der Rolle fallen oder gar gegen Regeln verstoßen! Ihr Lebensweg wurde ihr von ihren Eltern vorgezeichnet und brav ist sie ihn all die Jahre gegangen. Doch endlich gelingt es ihr, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Ihre Tante ist sehr krank und Nia entscheidet sich, ihr eine Niere zu spenden, um so ihre Tante zu retten. Das Schicksal hat jedoch einen anderen Plan - die Niere kann ihre Tante nicht retten. 

Der 19-jährige Aaron hingegen wünscht sich nichts mehr, als endlich Abenteuer in seinem Leben oder überhaupt ein normales Leben, denn seitdem er ein kleines Kind war, leidet er an Nierenversagen und anstatt mit den anderen Kindern zu toben und zu spielen, musste er auf sich achtgeben und verbringt jede Woche Stunden an der Dialyse. Er hatte im Leben bisher also nicht wirklich Glück, doch das Schicksal scheint sich zu wenden, als ihm ein Spenderorgan in Aussicht gestellt wird.

Nia ist enttäuscht - ihr Ausflug in die Rebellion endete in einer Tragödie. Sie nimmt ihr gewohntes Leben wieder auf und studiert brav Jura, wie ihre Eltern es sich von ihr wünschen. Als Stromableser getarnt nimmt Aaron Kontakt mit Nia auf - zwar waren sie sich vorher im Krankenhaus begegnet, doch diese Treffen verliefen alles andere als positiv. Und dennoch will Aaron in Nias Leben treten, denn die beiden verbindet mehr, als es den Anschein hat. Ein turbulentes Abenteuer nimmt seinen Lauf ...


Miteinander verbunden wider aller Umstände! Der Plot wurde abwechslungsreich und mit einer großen Prise Humor erarbeitet, beinhaltet jedoch auch elementare Themen wie Organspende. Ich muss sagen, diese Abwechslung innerhalb der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, zumal ich nie so recht wusste, wie es zwischen Nia und Aaron so weitergeht. Die Figur der Nia hat mich regelrecht entzückt, denn diese unscheinbare junge Frau wächst dermaßen über sich hinaus, dass sie mich vollkommen verblüfft zurückgelassen hat. Am Ende habe ich mich immer wieder gefragt, ob das wirklich das kleine schüchterne Mäuschen vom Anfang war. Aaron fand ich auch gut erarbeitet, jedoch war er in meinen Augen in einigen Teilen etwas zu unreif. Gerade im Hinblick auf seine Erkrankung hatte ich hier einen gewissen Reifegrad vorausgesetzt. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließen sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Die Autorin:
Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes von fünf Kindern in Wien geboren. Dieser schönen Stadt blieb sie auch nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft treu. Wenn sie nicht gerade Tandem fährt, Cello spielt, ihrem Kater - einem charakterlichen Doppelgänger von Simon’s Cat - hinterherjagt oder in einem der Bücher schmökert, die sich in ihrer Wohnung stapeln, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten.
(übernommen von Arena)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.



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