Samstag, 21. Januar 2017

[Rezension] Lucie Whitehouse - Eine perfekte Lüge



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch (1. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833310014
ISBN-13: 978-3833310010
Originaltitel: Before We Met
Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,4 x 18,7 cm

Inhalt gem. Amazon:
Als Hannah eines Tages im Sommer Mark begegnet, ist es um sie geschehen. Die beiden ziehen zusammen, heiraten, das vollkommene Glück. Doch als Mark eines Tages nach einer Geschäftsreise nicht mehr wiederkommt, ist sie sich plötzlich nicht mehr so sicher. Warum sind mit ihm all seine Papiere verschwunden? Warum wurde ihr Konto geplündert? Und wer ist die Fremde, die dauernd anruft? Je mehr Fragen Hannah stellt, desto weniger Antworten bekommt sie und desto mehr verirrt sie sich in einem Labyrinth von Rätseln. Was steckt hinter Marks Geheimnissen?

Zum Buch:
Als Mark und Hannah sich kennenlernen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Mark hat eine eigene Firma, die er sich schon als junger Mann aufgebaut hatte. Aus beruflichen Gründen ziehen sie von New York zurück nach London. Hannah hat es schwer, dort einen Neuanfang zu schaffen, denn mit einer Arbeitsstelle klappt es nicht.
Hannahs heile Welt bricht zusammen, als Mark eines Tages nicht wie verabredet von einer Geschäftsreise zurückkommt. Sie kann ihn telefonisch und auch sonst wie nicht erreichen. Sie gerät in Panik und versucht herauszubekommen, was mit ihm ist, hat er eventuell eine Andere?
Während sie verzweifelt nach ihm sucht, muss sie feststellen, dass ein Ordner in seinen Unterlagen fehlt und das, was sie am meisten trifft, ihr Konto bis auf ein paar Dollar völlig leergeräumt wurde.
Was hat das zu bedeuten? ...

Ein Albtraum wird für Hannah wahr, als ihr Mann von einer Geschäftsreise nicht zurückkommt. Schon sehr bald gerät sie in ein Gestrick von Lügen, die sie an dem Mann zweifeln lassen, den sie liebt und mit dem sie verheiratet ist.
Als er Tage später wieder auftaucht, frühstückt er sie mit fadenscheinigen Erklärungen ab, die sie zunächst auch glaubt.
Das rosa Kartenhaus fällt für sie jedoch endgültig zusammen, als sie ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit entdeckt und sie erst erst da realisiert, wie lange sie schon von ihrem Mann belogen wurde.

Die Suche und Aufdeckung von Geheimnissen und einer dunklen Vergangenheit machen die eigentliche Geschichte aus. Was mit einer Verspätung begann, entwickelt sich im Laufe der Story in Fakten und Gewissheiten, die Hannahs Leben für immer verändern werden. Durch Hannahs Beharrlichkeit, nun die ganze Wahrheit erfahren zu wollen, sieht ihr Mann sich genötigt, ihr immer weitere Lügen aufzutischen. 
Das war manchmal ein wenig zu viel, denn ich ahnte zu schnell, worauf es hinausgehen wird und das fand ich sehr schade. Für mich hätte der Überraschungseffekt ein wenig länger hinausgezogen werden, so gab es für mich leider zum Ende hin nicht mehr den Aha-Effekt.

Hannah ist eine Frau, die sympatisch ist und sehr zielstrebig in dem, was sie tut. Der Roman ist aus Hannahs Sicht geschrieben, so dass der Leser jederzeit weiß, was sie denkt und tut. Durch sie erfährt man auch einen Blick in ihre Vergangenheit.

Die Geschichte ist gut konstruiert und liest sich hintereinander weg. Man mag es nicht aus der Hand legen, bevor es zu Ende gelesen wurde.
Der Schreibfluss der Autorin ist leicht durchgängig und kommt ohne große Pausen und langatmige Phrasen aus.
Der Spannungsbogen, der zu Beginn angesetzt wurde, kann durchweg gehalten werden und steigert sich zum Ende noch.

Ein Thriller, der ohne viel Blut und Gemetzel auskommt und doch nichts an Spannung vermissen lässt.
Wenn er nicht so vorhersehbar gewesen wäre, hätte es auch 5 Pfötchen gegeben, so muss ich leider eines abziehen.

Ein durchaus lesenswerter Thriller, den ich gern weiterempfehle.


Bewertung:

Zur Autorin:
(übernommen von Piper)
Lucie Whitehouse wurde 1975 in England geboren, studierte klassische Literatur an der Oxford University und lebt mittlerweile in Brooklyn, New York. Dies ist ihr dritter Roman.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag Bloomsbury Berlin
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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