Samstag, 14. Januar 2017

[Rezension] Morton Rhue - Asphalt Tribe



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-473-58212-9
Erscheinungstermin: 1. Januar 2005 
Format: Taschenbuch
Verlag: Ravensburger


Klappentext: gem. Ravensburger
Sie sind zu acht und nennen sich "Asphalt Tribe" - ein Stamm, der auf der Straße zu überleben versucht. Rainbow, die an der Nadel hängt, und der Anarchist Maggot, 2Moro und Jewel, die sich auf dem Strich den Rausch der Clubbing-Nächte verdienen, OG und sein Hund Pest, die kleine Tears und Maybe, die Berichterstatterin. Maybe erzählt von Kälte und Hunger, von Sozialarbeitern und Zuhältern, von durchtanzten Nächten und verschlafenen Tagen, von Stolz und Erniedrigung. Doch der Preis der Freiheit ist hoch und fordert tödlichen Tribut. 


Rezension:
New York ist ein hartes Pflaster, nicht nur für die gewöhnlichen Bewohner der Stadt, sondern vor allem für die, die aus dem Raster gefallen sind, denn es gibt sie: die Straßenkinder. Die 15-jährige Maybe ist eines dieser Kinder, die ein Leben auf der Straße ihrem bisherigen Leben vorzieht. Maybe ist nicht dumm und doch ist es ein täglicher Kampf ums Überleben, um Nahrung, Obdach. Das Leben ist sehr hart, dort wo sie ist, doch sie hat Glück, denn sie ist nicht allein.

Sie hat sich einer Gruppe Straßenkinder angeschlossen, zusammen sind sie "Asphalt Tribe". Diese Gruppe beinhaltet acht Kids, die unterschiedlicher nicht sein könnten. OG zum Beispiel, der mit seinem Hund Pest durch dick und dünn geht oder auch Rainbow, die an der Nadel hängt und die immer tiefer im Drogensumpf versackt. Auch 2Moro und Jewel sind den Drogen verfallen und finanzieren ihre Sucht durch Prostitution in Nachtclubs.

Das Leben auf der Straße ist hart und dennoch - sie sind frei. Der tägliche Kampf ums Überleben zerrt an den Nerven von ihnen allen, doch als Gruppe geben sie sich Halt und eine gewisse Geborgenheit. Doch die Gefahren, die täglich auf sie lauern, werden immer bedrohlicher ...


New Yorks Straßenkids! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Erzählerin Maybe berichtet von den Alltäglichkeiten und Besonderheiten, die den Kids der "Asphalt Tribe" widerfahren. Sie beschönigt nichts, denn in einem solchen Leben gibt es einfach nichts zu beschönigen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Eine jede Figur wurde einzigartig dargestellt, sodass ich keine Probleme hatte, sie untereinander zu unterscheiden, auch wenn die  Gruppe recht "groß" zu sein scheint. Sicherlich mochte ich den ein oder anderen lieber, allerdings will ich über die Figuren hier keine Wertung abgeben, denn ich weiß nicht, wie ich in solch einer Situation agiert hätte. Den Schreibstil kann ich nur als packend beschreiben, ich wollte immer wissen, wie es im Leben der Straßenkids weitergeht. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gefallen hat, ich aber auch generell ein Fan des Autoren bin.


Bewertung

Der Autor: 
Nach einigen Jahren an einem New Yorker College schmiss Morton Rhue, eigentlicher Name: Todd Strasser, sein Studium, um sein Glück zuerst in einer Kommune und dann als Straßenmusiker in Europa zu suchen. Trotz seiner Schwierigkeiten mit Rechtschreibung und Grammatik schrieb Rhue Lieder und Gedichte für seine Freunde zu Hause und begann nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten ein Literaturstudium. Nach seinem Abschluss arbeitete er einige Jahre als Reporter für verschiedene Zeitungen. 1978 erschien sein erster Roman "Angel Dust Blues". Mit seinen Tantiemen gründete er eine Firma und begann Glückskekse zu produzieren, von denen er die nächsten zwölf Jahre bis zu seinem Durchbruch als Schriftsteller noch mehr verkaufen sollte als von seinen Büchern. (von Amazon übernommen)

  
Wie ich zu dem Buch kam: 
Das Buch habe ich mir geliehen.

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