Donnerstag, 26. Januar 2017

[Rezension] Raquel J. Palacio - Wunder


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-446-24175-6
Erscheinungstermin:
28. Januar 2013
Format:
Hardcover
Verlag: Hanser Verlag


Klappentext gem. Hanser: 
August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist - wie August.


Rezension:
August Pullman ist anders, als andere 10-jährige Jungen, zumindest was das Äußere angeht. Er wurde mit dem Treacher-Collins-Syndrom geboren, einer erblich bedingten Erkrankung, die zu extremen Gesichtsfehlbildungen führt. In seinem bisherigen Leben musste der kleine Junge bereits mehr als 20 Operationen über sich ergehen lassen, die sein Äußeres kaum veränderten, ihm jedoch eine annähernd normale Sprachbildung und eine problemlose Nahrungsaufnahme ermöglichen.

Bisher wurde August Zuhause von seiner Mutter unterrichtet, doch langsam wird es Zeit, dass er sich der normalen Welt stellt. Seine Familie liebt ihn bedingungslos, doch die Reaktionen, die er auf der Straße erhält, bauen ihn nicht gerade auf. Als nun das Abenteuer 5. Klasse ansteht, ist ihm sehr mulmig zu Mute, denn er weiß zwar, dass alle anderen Schüler auf ihn vorbereitet wurden, doch wie werden sie schlussendlich reagieren?

Tatsächlich sind die Reaktionen in der Schule sehr gemischt. Es gibt Schüler, die ihn komplett ignorieren, andere mobben ihn, doch es gibt auch diejenigen, die ehrlich an ihm interessiert sind. Alles in allem kein leichter Start ins wirkliche Leben, denn eigentlich will August nur eines: sich vor der Welt verstecken. Doch es dauert nicht lange, da merkt August, dass die Welt nicht nur ihm etwas zu geben hat, sondern er auch der Welt ...


Ein ganz besonderer Junge! Der Plot wurde sehr anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin es dem Leser ermöglicht hat, auch August Umfeld genau kennenzulernen und an ihrem Innenleben teilzunehmen, denn nach Außen hin sind sie für den kleinen Jungen alle stark, auch wenn es im Inneren anders aussieht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir natürlich der kleine August, der es einfach mit seiner ganzen Persönlichkeit geschafft hat, mich zu bezaubern, denn er ist ein äußerst cleverer kleiner Junge. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Die Autorin:
Raquel J. Palacio lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in New York. Zwanzig Jahre lang gestaltete sie als Art Director die Cover für die Bücher anderer Leute und wartete auf den richtigen Moment, ihr eigenes Buch zu schreiben. Dann traf sie eines Tages vor einem Eisladen ein ganz besonderes Kind, und der Moment war gekommen. Wunder (2013) war ihr erster Roman bei Hanser. 2014 wurde er von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. 2015 folgte ihr Geschenkbuch Jeder Tag ein Wunder, das 365 Maximen enthält, wie sie Mr. Browne in Wunder mit seinen Schülern bespricht.  (übernommen von Hanser)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

 

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