Sonntag, 26. Februar 2017

[Neuzugänge] der 08. KW 2017


Nachdem Kleeblatt in der letzten Woche an dieser Stelle den Alleinunterhalter gespielt hat, haben wir diese Woche wieder beide Neuzugänge zu verzeichnen und natürlich haben wir sie wieder mit offenen Armen willkommen geheißen ^^

Diese waren es in der letzten Woche

Kerrys Neuzugänge:
https://www.amazon.de/Brandstifter-Thriller-Martin-Krist-ebook/dp/B01NC12D50/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1488050335&sr=8-2

Kleeblatts Neuzugänge:
Boger, Silke - Mädchenklo 




Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?


Kerry und Kleeblatt

Samstag, 25. Februar 2017

[Rezension] Larissa Schwarz - Tiffany, der katz-normale Wahnsinn



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 164 Seiten
Verlag: TWENTYSIX; Auflage: 2 (7. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3740724838
ISBN-13: 978-3740724832
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 0,9 x 20,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Julietta spricht mit ihrer Katze. So weit, so normal. Bis Tiffany eines Tages antwortet. Kaum haben die beiden den Schock überwunden, findet sich ein Dorn im Katzenauge: Leander, Frauchens potentieller neuer Fußwärmer. Ganz Feuerwehrmann hat er zwar schon mal eine Katze aus einem Baum gerettet, rechnet aber nicht mit Tiffanys Eigensinn. Denn Ihre Feline Hoheit sieht ihren Thron in Gefahr und die Krone wackeln. Also scheut sie weder Krallen noch Mühen, um ihr Königreich zu verteidigen.
Der katz-normale Wahnsinn bricht aus und stellt Juli vor die Wahl: Er oder ich.

Zum Buch:
Katzenbesitzer kennen das. Katzen miauen, kratzen, schmollen, ignorieren ihr Personal. Warum sie das tun, bleibt meist ungewiss.
Genau so hält auch Juli es, sie redet mit ihrer Katze Tiffany. Wenn Tiffany Hunger hat, gibt sie es laut und deutlich zum besten, meist versteht Juli das auch und reagiert, aber alles andere? Was will sie, womit ist sie nun wieder nicht einverstanden? Fragen, die niemand beantworten kann, oder doch?

Eines Tages, Juli redet wieder mit Tiffany, antwortet diese ihr. Es ist nicht erkennbar, wer von den beiden sich mehr erschreckt hat.
Nachdem sich beide an den Gedanken gewöhnt haben, merken sie, wie positiv das alles sein kann. Vor allem Tiffany scheut sich absolut nicht, ihrem Personal mitzuteilen, was ihr alles nicht gefällt und was geändert werden könnte.
Das fängt ganz harmlos mit der Lieblingssorte des Fresschens an und hört mit dem gewünschten neuen Schlafplatz noch lange nicht auf.

Es könnte ja alles so schön sein, wenn Juli nicht Leander kennengelernt hätte. Tiffany gefällt es so gar nicht, dass da jemand auf der Couch sitzt, der zwar nett ist, der ihr aber ihre Position bei Juli streitig machen will.
Juli widerum weiß nicht so recht, wie sie die Tatsache Leander gegenüber ansprechen soll, dass sie mit Tiffany redet. Was sollte er von ihr denken? Wird er sie für völlig durchgeknallt halten?
Irgendwann dann stellt auch Tiffany Juli vor die Wahl, er oder sie, wie soll sich Juli entscheiden?

Wie gern würde ich als Katzenbesitzer wissen, was genau meine Fellnasen wollen. Es wäre schon ein Vorteil, wenn man sich mit ihnen verständigen könnte. Was könnte man noch tun, um es ihnen gut gehen zu lassen, welche Probleme haben sie?
Aber wie alle anderen muss auch ich alles raten oder erahnen.

Juli, die Protagonistin des Buches von Larissa Schwarz, hat das Glück, ganz urplötzlich mit ihrere Katze sprechen zu können. Das hat jedoch zur Folge, dass Tiffany Forderungen stellt, die nicht wirklich bescheiden zu nennen sind. 
Auch wenn man seine Katze liebt, muss man ihr jeden Wunsch erfüllen? Zumal diese auch nicht immer preiswert sind.

Das Buch ist unterhaltsam, humorvoll und lädt das ein oder andere mal zum schmunzeln ein. 
Es macht Spaß, Tiffany und Juli bei ihren Gesprächen zu belauschen und sich seinen Teil zu denken.
Tiffany braucht ein Spielzeug, klar. Aber die Auswahl, die sie dann trifft, ist schon ein wenig makaber und ich möchte gern unsichtbar dabei sein, wenn sie in Gegenwart von Gästen damit spielt. Da geht mein Kopfkino mit  mir durch.

Tiffany ist ein wenig zickig und bringt das auch ganz gut rüber. Juli, die ihre Katze liebt, versucht alle ihre Wünsche zu erfüllen, was nicht immer honoriert wird, aber Tiffany ist eben eine Katze und die haben bekanntlich ihren eigenen Kopf.

Ein wirklich schönes Buch, das man aufgrund der vorhandenen 157 Seiten schnell durchgelesen hat.
An dem Buch haben mit Sicherheit nicht nur Katzenliebhaber ihre Freude.


Bewertung:



Zur Autorin: 
(Text übernommen von Amazon)
Larissa Schwarz wurde am 17.05.1984 im Ruhrgebiet geboren, mit ihrer Katze Audrey lebt sie auch heute noch dort. Ihre erste Schreibmaschine war eine Olympia SM3, die sie im Alter von vier Jahren geschenkt bekam und die in ihr den Wunsch weckte, Schriftstellerin zu werden. Et voilà. 
Seit 2016 veröffentlicht die sportbegeisterte Autorin ihre Romane, denen weitergedachte Begebenheiten, erlebte Momente und herzergreifende Inventionen zu Grunde liegen.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
Larissa Schwarz
bedanken, die mir zu Rezensionszwecken das Buch zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 20. Februar 2017

[Kinderbuch-Rezension] Ulrich Fasshauer - Das U-Boot auf dem Berg



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: TULIPAN VERLAG; Auflage: 1 (20. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864293677
ISBN-13: 978-3864293672
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 2,2 x 21,6 cm

Inhalt gem. Tulipan:
Vorsicht Ansteckungsgefahr?
Den Tag, an dem sein Onkel Christoph „vorübergehend“ bei seiner Familie einzieht, wird der schüchterne Mauritius wohl nie mehr vergessen. Mit Nietenarmband, Tätowierungen und einem verrückten Grinsen im Gesicht steht Christoph eines Tages vor ihm. Schnell ist klar, dass sein Onkel so gar nicht normal, sondern herrlich durchgeknallt und absolut nicht langweilig ist. Die anfängliche Skepsis wird schnell zur Bewunderung, denn wo Christoph auftaucht, ändert er die Regeln, wie es ihm passt und alles scheint furchtbar einfach zu sein. Er schafft es sogar, sich mit dem mies gelaunten Nachbarn Herr Freundlieb anzufreunden und Mauritius’ Lehrerin zu beeindrucken. Deshalb wäre Mauritius gerne ein kleines bisschen wie sein Onkel. Dann würde er sich endlich getrauen, seine Mitschülerin Mieke zu seiner Geburtstagsfeier einzuladen und könnte sich auch besser gegen die Jungs aus seiner Schule wehren, die ihn ständig ärgern. Also beschließt Mauritius, sich bei Christoph anzustecken und ebenso verrückt zu werden wie sein Onkel. Und das, obwohl er sich darüber bewusst ist, dass hinter Christophs Verhalten eine psychische Krankheit steckt.

Zum Buch:
Mauritius ist ein Einzelgänger, der keine Freunde hat. Er ist fast 12 Jahre alt und wird in der Schule der Blobfisch genannt. Den Namen haben ihn Klassenkameraden gegeben, als er sich einmal zu einem Thema in der Schule gemeldet hatte, das ihn wirklich interessierte.
Mauritius ist fasziniert von der Tiefsee, liest darüber sehr viel und weiß recht gut bescheid. 
Er hat eine imaginären Freund, Herrn Glimm. Das ist ein Fantasiefisch, der Mauritius' Kummer auffrisst
Sein 12. Geburtstag steht an und seine Eltern fragen ihn, was er sich denn wünschen würde. Er wünscht sich ein U-Boot, denn Fußbälle hat er schon, obwohl er Fußball nicht einmal mag. Seine Eltern sind enttäuscht.
Eines Tages ist plötzlich sein durchgeknallter Onkel da und zieht vorübergehend in Mauritius' Zimmer, was dieser nicht ganz so toll findet.
Aber er merkt recht schnell, dass sein Onkel so ganz anders ist als andere Menschen, verrückt und ein wenig gaga. Aber Langeweile gibt es bei ihm nicht und das macht ihn zum Favoriten von Mauritius, der nur noch eins will, auch so verrückt sein wie sein Onkel. 

Als sein Geburtstag naht, würde er gern Mieke, die Nachbarstochter, einladen, aber so richtig traut er sich nicht. Das Ende vom Lied ist, dass er die gesamte Klasse einlädt und der Onkel das Chaos komplett macht, denn er hat ein ganz besonderes Geschenk für Mauritius...

Mauritius ist ein Junge, der es schwer hat. Er wohnt mit seinen Eltern in einer alten Mühle und muss nun sein Zimmer räumen, als urplötzlich Onkel Christoph vor der Tür steht. Aber mit dem Onkel ändert sich sein Leben komplett. Dessen Ideen treffen nicht immer auf seine Zustimmung, schon gar nicht, wenn er mit ihm zur Schule kommt. Aber was hat er an sich, dass die Leute ihn trotzdem mögen, selbst seine Lehrerin? Onkel Christoph ist anders, fast immer gut drauf und nimmt sich Zeit für Mauritius. Das ist etwas, was seine Eltern sehr selten haben. So ist es nicht verwunderlich, dass er viel Zeit mit seinem Onkel verbringt und diesen verehrt.
Aber die Sache hat einen Haken, nicht alle Ideen sind wirklich gut überlegt. Einige sind sogar gefährlich, die Mauritius letztendlich wieder zum Alleingänger stempeln.

Ein ungewöhnliches Kinderbuch, das der Autor Ulrich Fasshauer hier vorlegt. Er erzählt die Geschichte eines Jungen, der für die Tiefsee lebt und sich mit diesem Hobby ins Ausseits manövriert hat.
Erst als sein Onkel auftaucht, kommt er ein wenig aus seiner Ecke heraus und wird offener und mutiger.
Mauritius lernt mit der Wesensart seines Onkels umzugehen und muss später sogar erkennen, wie er wirklich ist.

Es ist ein Buch über Freundschaft, Krankheit und erste Verliebtheit und wurde für 10 - 12-jährige Kinder geschrieben. Die Geschichte zeigt auch, dass man an seine Träume glauben soll und dass sie vielleicht ja doch einmal in Erfüllung gehen.


Bewertung:



Zum Autor: 
(Text übernommen von Tulipan)
Ulrich Fasshauer wurde 1973 in Köln geboren. Nach seinem Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik studierte er Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln und Paris und arbeitete anschließend als Dozent an der Universität zu Köln. Bereits vor der Geburt seiner Tochter begann er, sich für Kinderliteratur zu interessieren. Heute lebt er in Berlin, schreibt Kinder- und Jugendbücher und lektoriert Drehbücher.






An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim
bedanken, der mir zu Rezensionszwecken das Buch zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 19. Februar 2017

[Neuzugänge] der 07. KW 2017


Auch diese Woche muss ich (Kleeblatt) den heutigen Post allein bestreiten. Kerry ging wieder leer aus. Schauen wir mal, wie es in der kommenden Woche wird.
 
Hier nun ihre Neuzugänge der letzten Woche.

Thorn, Ines - Die Walfängerin 

Wilken, Constanze - Das Erbe von Carreg Cottage 

 

Kennt ihr bereits eines der neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kleeblatt

Freitag, 17. Februar 2017

[Lesung] Ulrich Fasshauer stellt "Das U-Boot auf dem Berg" vor

Manchmal dauert es lange, bis uns eine Lesung interessiert.
Diese Woche waren es wieder 2 Lesungen, die uns abends noch einmal aus dem Haus trieben.
Nachdem es vorgestern um einen Thriller ging, lernten wir gestern den Autor Ulrich Fasshauer kennen, der sein Buch "Das U-Boot auf dem Berg", ein Kinderbuch, vorstellte.


Die Lesung fand im Aquarium des Zoologischen Gartens statt. Ein Ort, der thematisch passend zum Buch ausgewählt wurde.


 
vor dem Aquarium

Der Autor Ulrich Fasshauer stellte sich kurz vor und dankte denen, die mit am Buch beteiligt waren, bevor er kurz auf das Buch einging und zuerst einmal den Protagonisten Mauritius, einen 12-jährigen Jungen vorstellte.
Ulrich Fasshauer mit Frl. Maunz

Er las den interessierten Zuhörern drei Passagen aus dem Buch vor.
In der ersten stellte er den verrückten Onkel Christoph vor und ließ uns wissen, was es mit ihm auf sich hat.
Im Anschluss daran klärte er uns über den Fantasiefisch Herrn Glimm auf. Dieser frisst alles, was Mauritius auf dem Herzen liegt.

Weiter ging es mit dem Lesen des Abschnittes, in dem Mauritius seinen ganzen Mut zusammennimmt und Mieke, die Nachbarstochter, zu seinem bevorstehenden Geburtstag einladen will. Ein sehr amüsanter Abschnitt, denn Mauritius ist alles andere als ein geschwätziger Mensch.
Im letzten Abschnitt ging es um den Wahnsinnsgeburtstag und dem Geschenk seines Onkels, dem U-Boot.

Die Gäste wurden mit Getränken und später mit Brezeln versorgt. Es gab einen Büchertisch und der Autor signierte Bücher.
Natürlich hat sich Kleeblatt ihr Exemplar ebenfalls veredeln lassen.
Ulrich Fasshauer signiert

Büchertisch

Brezeln

Es war ein sehr schöner gelungener Abend. Die Gäste hatten Gelegenheit, sich im Aquarium umzuschauen und die Fische beim Schwimmen zu beobachten. Wunderschöne Exemplare, die definitiv einen Besuch wert sind.

Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und danken dem Verlag Tylipan für die Einladung zu diesem Event, das uns sehr gut gefallen hat. Wir kommen gern wieder.

Hier noch einige Impressionen aus dem Aquarium:

Blick vom Eingang auf die einzelnen Aquarien

 

 




 





Donnerstag, 16. Februar 2017

[Buchpremiere] Dark Web von und mit Veit Etzold


Endlich war der Mittwoch-Abend angebrochen, denn schon lange freuten wir uns auf einen ganz besonderen Termin. Die Buchpremiere zu Dark Web von Veit Etzold stand an und jeder, der bereits eine Lesung des Autoren besucht hat, weiß, dass es immer ein absolutes Highlight ist. Der Tatort war dieses mal im Prater Berlin mitten in Prenzlauer Berg.


Organisiert wurde die Buchpremiere von der Thalia-Buchhandlung, welche hier auch die Anmoderation unternahm. Doch kaum betrat besagter Veit Etzold die Bühne, ging es auch schon los. Sofort fesselte er das Publikum mit dem Prolog seines Buches und hat es bis zum Ende der Lesung nicht mehr losgelassen.

Ungewöhnlich war dieses Mal, dass er ohne seine charmante weibliche Begleitung, auch genannt Ehefrau, vor Ort war. Doch Saskia Etzold war beruflich außer Landes, hat jedoch extra eine Videobotschaft aufgenommen, um zumindest virtuell an diesem Abend dabei zu sein - eine total süße Idee, wie wir fanden.

eine Videobotschaft von Saskia

Im nächsten Lesungspart lernten wir einen Auftragskiller namens Spike kennen und dieser steckte voller Überraschungen. Auch erfuhren wir, wofür die Bezeichnung "Fat Cat" wirklich steht (nee, nicht Garfield) ^^

Veit Etzold in Aktion


In weiteren Lesungsabschnitten lernten wir noch Oliver Winter, einen der Protagonisten des Buches kennen und erfuhren, dass dieser testweise im Dark Web einen Auftragskiller engagierte. Besonders toll fanden wir, dass der Autor zu jedem vorgelesenen Part (und derer waren es nicht wenig) entsprechende Beispiele aus dem realen Leben darlegen konnte - eine erschreckende Vorstellung, was so alles möglich ist.

Berlin ist der perfekte Ort für Auftragsmorde


Abschließend lernten wir noch den Puppendoktor kennen und ehrlich, solltet ihr diesem jemals begegnen - lauft so schnell ihr könnt. Natürlich hat Herr Etzold genau an einer solch spannenden Stelle seine Lesung beendet, dass man förmlich das gesamte Publikum aufschnappen hören konnte.

Anschließend konnte man sich noch seine Bücher signieren lassen - klar, Kerry ließ sich diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen ^^


Veit Etzold und der kleine Herr Miez


An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen Beteiligten für diesen wundervollen Abend bedanken und ganz besonders bei Veit für die Gästelistenplätze. An dieser Stelle noch ein Hinweis, wir können es nicht oft genug wiederholen, solltet ihr einmal die Möglichkeit haben, eine Lesung des Autoren zu besuchen - macht das auf jeden Fall, ihr werdet auf keinen Fall enttäuscht!

Kerry und Kleeblatt

Mittwoch, 15. Februar 2017

{Rezension] Michaela Grünig - Ohne Ziel ist der Weg auch egal



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516527
ISBN-13: 978-3426516522
Größe und/oder Gewicht: 14 x 3,2 x 19 cm

Inhalt gem. Knaur:
Lenja liebt Ben. Das ist ein Naturgesetz. Dummerweise hat Ben sie gerade verlassen und plant, sich »Ärzte ohne Grenzen« anzuschließen. Aber Lenja weiß, wie sie ihn aufhalten kann: Sie schlüpft in die Rolle der 76-jährigen Karla und zieht in das Seniorenstift ein, in dem Ben arbeitet. Selbstverständlich hat sie sich auf ihre Rolle bestens vorbereitet – nur nicht auf die charmante Schlitzohrigkeit ihrer neuen Mitbewohner. Die stehen ihr bald mit Rat und Tat zur Seite, denn auf die Waffen einer jungen Frau muss Lenja alias Karla ja leider verzichten …

Zum Buch:
Für Lenja bricht eine Welt zusammen, als ihr Freund Ben die Beziehung beendet und sich gleichzeitig für "Ärzte ohne Grenzen" verpflichtet. 
Sie kann es nicht verstehen. Zu ihrem Glück geht es für ihn aber nicht gleich los, denn er wird vorher noch kurze Zeit als Vertretung in einem Seniorenheim als Arzt arbeiten, dem Seniorenheim, in dem auch seine Oma untergebracht ist.
Lenja, die Drehbuchautorin und auch immer auf der Suche nach neuen Ideen ist, sieht ihre Gelegenheit gekommen, sich in das Seniorenheim einzuschleichen.
Kurzerhand lässt sie sich in die 76-jährige Karla verwandeln und zieht ins Heim ein, um ihrem Liebsten näher zu sein und auf den Zahn zu fühlen. Optimalerweise will sie Ben natürlich zurückgewinnen.
Wird ihr das gelingen?...

Was für ein herrlicher erfrischender Roman, war mein erster Gedanke, als ich das Buch endgültig zuklappen konnte.

Auf die Idee, sich in eine alte Frau zu verwandeln, um die Liebe eines Mannes zurückerobern zu können, muss man erst einmal kommen.
Lenja hat sich da in etwas verrannt, sie will Ben zurückerobern. Ihre Hoffnung ist, durch ihre Maskerade zu erfahren, warum er sie verlassen hat und wie sie ihn zurückbekommen kann.
Ihre zwei engen Freunde denken, dass sie einen Knall hat und auch genau das war mein Gedanke.

Natürlich geht nicht alles glatt, denn wie will sie zum Beispiel einem Pfleger erklären, dass sie nicht überall altersgemäß aussieht? Nur ihre Hände wurden Dank einer Creme auf alt getrimmt, die Arme, wo dieser Blut abnehmen wollte, nicht. So blieb ihr nichts anderes übrig, als sich der Blutabnahme zu verweigern. Auch noch andere nette Begebenheiten gibt es, die Lenja in Bedrängnis geraten lassen, dem Leser aber ein schadenfrohes Lächeln ins Gesicht drücken.
Sicher umschifft sie jedoch jede Herausforderung. 

Sie lernt ihre Mitsenioren kennen, ihre Macken und Eigenheiten und muss feststellen, dass diese gar nicht so trottelig daherkommen wie gedacht. Ja im Gegenteil, sie bekommt von diesen auch noch Unterstützung.

Dann gibt es im Heim Unregelmäßigkeiten, Pflegekräfte werden verletzt. Lenja, die immer auf der Suche nach neuen Ideen für ihre Drehbücher ist, wittert die Gelegenheit, hier spannenden Stoff recherchieren zu können. Das ganze ist nicht ganz ungefährlich.

Lenja als Protagonistin war anfangs nicht ganz mein Fall, sie war mir zu fixiert auf ihren Verflossenen, da sie an nichts anderes mehr dachte.
Im Laufe der Geschichte entwickelte sie sich aber zu einer Frau, die ich mochte und die ich sehr gern begleitet habe.

Obwohl es hauptsächlich um Lenja und ihren Vorsatz, Ben zurückzuerobern geht, erhält Tim, Lenjas Freund und Kollege, einen eigenen Erzählstrang. Da Lenja einfach in Urlaub gegangen ist, muss er nun die fehlenden Drehbücher schreiben und die Firma am laufen halten, was ihm zunehmend schwer fällt. Zumal ihm auch noch Knüppel zwischen die Beine geworfen werden.

Es ist ein Roman, mit dem ich mich sehr gut unterhalten fühlte. Ein Buch, bei dem man die Seele baumeln lassen kann und die man einfach auf sich wirken lässt. Man kann locker abschalten und sich einfach auf sie einlassen.
Ein Liebesroman mit ein paar kriminellen Aspekten, bei dem man sich keinen Moment langweilt, im Gegenteil, man will als Leser wissen, wie es ausgeht und mag das Buch gar nicht aus der Hand legen.

Ein tolles Buch für zwischendurch, das ich gern weiterempfehle.

Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Knaur-Verlag)
Was wäre wenn … frau anstatt das sichere Studium durchzuziehen, doch lieber als Partygirl auf Ibiza angeheuert hätte? Mit dem heißen argentinischen Polospieler durchgebrannt wäre, anstatt den ehetauglicheren Steuerberater zu wählen? Oder “einfach mal so“ ein One-way-Ticket nach LA gelöst hätte? Würde besagte Frau dann jetzt als George Clooneys Freundin zur Oscar Verleihung marschieren? Oder als neurotische Schnapsdrossel auf dem Highway to Hell? Solche Gedankenspiele beschäftigen mich in meinen Tagträumen. Und da ich leider – wie übrigens die meisten Menschen – nur ein Leben zur Verfügung habe, lasse ich meine Romanfiguren all diese verrückten Dinge für mich ausprobieren! Um die Sache zu vereinfachen, teilen die meisten von ihnen meine Charaktereigenschaften und zwar die guten wie die miesen! Die besten Ideen dafür kommen mir immer, wenn ich mit meinen drei Hunden durch den Wald ziehe.

Von Michaela Grünig wurden gelesen und rezensiert:
 

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei 



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt


Dienstag, 14. Februar 2017

[Rezension] Klaus Schuker - Kontrolle. Macht. Tod.


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 271
ISBN: 978-3-944788-31-9
Erscheinungstermin:
28. September 2016
Preis:
16,95 EUR
Format:
Taschenbuch
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Eine schöne Frau zu quälen verschafft ihm Befriedigung. Ihren Willen zu brechen ist besser als jeder Sex. Von dieser Erkenntnis führen den Unbekannten nur wenige Schritte bis zum perfide kalkulierten Mord. Das erste Opfer ist eine Jurastudentin, das grausame Spiel beginnt. Es wird sechzehn lange, entsetzliche Tage dauern.
Wer steckt dahinter? Die Polizei tappt im Dunkeln, während der 54-jährige Privatdetektiv Molden mitten in die Ermittlungen gerät. Für seine Auftraggeberin verfolgt er Spuren, die sich als trügerisch erweisen, und verliebt sich leidenschaftlich in eine faszinierende Frau. Dabei merkt er nicht, dass er unaufhaltsam selbst in den Fokus des Mörders rückt. Und mit ihm Greta, deren bezauberndes Lachen seinen wunden Punkt berührt.


Rezension:
Der 54-jährige Molden bestreitet seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv. Es handelt sich um ein Einzelunternehmen, sprich, er arbeitet für sich selbst und kann sich seine Aufträge somit aussuchen. Auch braucht er nicht allzu viele Aufträge, um sein Geschäft am Leben zu halten, sodass hier nicht wirklich von Arbeitsüberlastung gesprochen werden kann. Derzeit hat er fünf Aufträge, die ihn beschäftigen, wobei es sich hierbei um die gewöhnliche Spannbreite wie zum Beispiel Ladendiebstahl oder Ehebruch handelt. Mit der Ruhe ist es jedoch vorbei, als Greta Sommer in sein Leben tritt. Die junge Steuerberaterin möchte Molden engagieren. Molden selbst ist sofort hin und weg von der jungen Frau, die sein Interesse erregt, wie es keine Frau vor ihr schaffte. Nur ist Greta bereits verheiratet.

Derweil stolpert der 30-jährige Georg Maier, genannt Babbel-Georg, über eine Frauenleiche. Georg ist geistig zurückgeblieben, sodass er die Situation nicht einschätzen kann, ihn stört einfach nur die Frau, die da auf seinem Arbeitsweg liegt. Auch auf dem Rückweg ist die Frau noch immer da und obwohl Georg versucht, sie zum Gehen zu bewegen, reagiert sie überhaupt nicht. Fortan beschließt Georg, diesen Weg zu meiden. Die Leiche bleibt nicht lange unentdeckt und auf Grund gefundener Indizien am Fundort der Leiche wird Georg schnell zum Hauptverdächtigen. Durch glückliche Umstände jedoch, gelingt es Georg, der Polizei zu entwischen.

Tatsächlich handelt es sich bei der aufgefundenen Frauenleiche bereits um eine zweite. Erst vor wenigen Tagen wurde eine ähnlich zugerichtete Leiche gefunden, sodass die Polizei hier von einer Mordserie, wenn nicht sogar von einem Serientäter ausgehen muss und in der Tat, der Täter hat ein weiteres Opfer bereits im Visier. Auch Molden wird in diese Mordserie hineingezogen, als Ruth Bromkamp ihn beauftragt, einen anonymen Anrufer ausfindig zu machen, der ihren Sohn des Mordes bei der Polizei beschuldigt hat. Zwar kann besagter junger Mann ein Alibi aufweisen, dennoch sieht Frau Bromkamp den guten Namen der Familie in Gefahr. Molden soll im Falle etwaiger Rufschädigungen ermitteln, damit die Sache notfalls vor Gericht geklärt werden kann. Molden nimmt sich des Auftrages an, doch eigentlich will er nur eines - Greta Sommer nahe sein ...


Ein verliebter Detektiv und eine Mordserie! Der Plot wurde abwechslungsreich und realistisch erarbeitet. Interessant fand ich, wie der Autor es schaffte, diesen komplexen Plot um einen verliebten Detektiv herum zu erarbeiteten, denn obwohl bei besagtem Detektiv Frühlingsgefühle ausgebrochen sind, so vermag er dennoch seinen logischen Verstand zu nutzen und nach und nach hinter die Facetten seiner Mitmenschen zu blicken. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich gerade die Figur des Molden ausgesprochen faszinierend fand, denn ich hätte nicht gedacht, dass ein gesetzter und mitten im Leben stehender Mann mittleren Alters von jetzt auf gleich Frühlingsgefühle für eine ihm bis dato völlig unbekannte Frau entwickelt. Auf den ersten Blick bzw. vom ersten Kennenlernen her, hätte ich die Figur des Molden anders eingeschätzt und bin froh, dass er sich in eine solche Richtung entwickelt hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
Der Autor:
Jahrgang 1959, arbeitete zunächst als Polizeibeamter, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben Krimis veröffentlichte er Kurzgeschichten, Erzählungen und Filmbesprechungen. 2003 rief er die »Schulpatenschaften mit Autoren« ins Leben, die u. a. von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert werden. 2009 brachte er eine Schreibwerkstatt zum Thema »Berufsfindung und Identität« mit EU-Fördergeldern auf den Weg. Klaus Schuker hat bis heute über 2000 Lesungen und Schreibwerkstätten absolviert. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.