Freitag, 10. Februar 2017

[Literaturverfilmung] The Girl with All the Gifts

Gestern war es soweit - eine weitere Literaturverfilmung ist in Deutschland in die Kinos gekommen und nein, hier ist nicht die Rede von dem SM-Streifen, der ebenfalls Premiere hatte, sondern von dem Film "The Girl with All the Gifts". Wir waren schon ganz aufgeregt, denn normalerweise sind Zombie-Movies eher nicht so unser Genre, wobei ich ganz klar zugebe, dass ich dafür zu schwache Nerven habe ^^ Und dennoch, habe ich diese Herausforderung angenommen.


Das sagt Universumfilm über den Inhalt des Filmes (und viel mehr will ich euch auch nicht verraten, denn spoilern ist ja nicht die feine Art ^^)


In einer nicht allzu fernen Zukunft: Eine aggressive Pilzinfektion hat fast die gesamte Mensch-heit in fleischfressende, Zombie-artige Wesen – sogenannte „Hungries“ – verwandelt. Nur eine kleine Gruppe infizierter Kinder verspricht Hoffnung auf ein Heilmittel: Sie können ihren „Fressimpuls“ kontrollieren, weil ihr Verstand noch nicht der Infektion zum Opfer gefallen ist. In einer Militärbasis werden sie von der Wissenschaftlerin Dr. Caldwell (Glenn Close) grausamen Experimenten unterzogen und besuchen unter dem wachsamen Auge von Sergeant Parks (Paddy Considine) täglich den Schulunterricht. Doch ein Mädchen unter ihnen ist anders: Die junge Melanie (Sennia Nanua) übertrifft ihre Mitschüler an Intelligenz, ist wissbegierig, einfallsreich und vergöttert ihre Lieblingslehrerin, Miss Helen Justineau (Gemma Arterton). Als die Basis von einer Horde Hungries überrannt wird, kann Melanie zusammen mit Helen, Sergeant Parks und Dr. Caldwell gerade noch entkommen. In einer in Chaos und Zerstörung versunkenen Welt muss Melanie bald nicht nur über ihre eigene Zukunft, sondern das Schicksal der gesamten Menschheit entscheiden.

Der Cast:
Sennia Nanua spielt die junge Melanie, die entgegen ihrer übrigen Artgenossen über eine ausgesprochen ausgeprägte Empathie und ein Gerechtigkeitsbewusstsein verfügt, die gerade auf Grund der Lebensumstände von Melanie sehr ungewöhnlich sind. Sennia Nanua hat mich mit ihrer Darstellung schlicht begeistert, denn ich habe jederzeit mitgefiebert, ob sie ihren Instinkten widerstehen kann und welche Entscheidungen sie treffen wird - zu Gunsten der Menschen oder ihrer eigenen Art?

Gemma Arterton spielt die
Lehrerin Helen Justineau, welche im Gegensatz zu den übrigen Menschen keine Angst vor diesen besonderen Kindern hat und gerade zur jungen Melanie ein sehr inniges Verhältnis unterhält. Man merkt ihr mit jeder Szene an, wie sehr sie das junge Mädchen ins Herz geschlossen hat, obwohl dies all ihren Instinkten widerspricht. Auch ist sie bereit, wie eine Löwin für dieses Kind zu kämpfen, denn sie weiß, dass Melanie etwas ganz besonderes ist, ein Kind, dass es auf jeden Fall zu schützen gilt. Gemma Artertons Darstellung der Helen hat mich voll und ganz überzeugt, denn ich habe mit ihr in jeder einzelnen Szene / Konfliktsituation mitgefiebert.

Glenn Close, ich glaube, zu ihr muss man nicht viel sagen, oder? Hier hatte sie wieder die Gelegenheit, eine nicht unbedingt sympathische Persönlichkeit zu verkörpern und ehrlich, ich glaube, zwischendrin hätte ich besagter Figur (sie spielt in dem Film die Rolle der
Wissenschaftlerin Dr. Caroline Caldwell) gerne mal die Leviten gelesen und das mit sehr deutlichen Worten. 

Paddy Considine spielt in dem Film die Rolle des
Soldaten Sgt. Eddie Parks, der gerade zu Beginn des Filmes alles andere als ein Sympathieträger ist und dennoch hatte diese Figur etwas, was mich von Beginn an fasziniert hat und, ohne zuviel zu verraten, diese Figur hat in meinen Augen die größte Wandlung innerhalb des Filmes vollzogen und hat mich schwer beeindruckt zurückgelassen.

Der Regisseur:
Colm McCarthy, war mir bisher nicht wirklich ein Begriff. Bekannt ist er als TV-Regisseur, aber genau da liegt das Problem, denn ich schaue so gut wie kein Fernsehen. Dennoch hat er sich hier an eine Dystopie mit sehr talentierten Darstellern gemacht und ich finde, er hat seine Sache echt gut gemacht. Ich bin gespannt, welche Projekte er als nächstes anstrebt.


Die Kostüme/Maske:
Die Kleidung der Darsteller wurde sehr schlicht gehalten, hauptsächlich Armee-Uniformen und robuste Alltagskleidung, wobei man nicht vergessen darf, dass es sich bei dem Film um eine Dystopie handelt und in einer solchen Welt Kleidung eher einen praktischen, denn einen ästhetischen Nutzen haben sollte. Die Maskenbildner haben hier jedoch volle Arbeit geleistet, denn all die Zombies, deren es nicht wenige gab, wurden alle individuell erarbeitet und das so überzeugend, dass ich mich teilweise schon sehr geekelt habe ^^ Auch Blut floss, und das nicht wenig.

Abschließendes Fazit:
Wer Zombies mag, vor skrupellosen Wissenschaftlern keine Angst hat und ein besonderes kleines Mädchen kennenlernen will, dem sei dieser Film ans Herz gelegt, denn obwohl diese Dystopie einen ernsten Charakter hat, so kommen auch Gefühle (jedoch keine Herzschmerzattacken) nicht zu kurz.


An dieser Stelle noch ein Dankeschön an den Verlag Droemer-Knaur, der uns die Kinokarten zur Verfügung gestellt hat.


Kerry


1 Kommentar:

Steffi Litis' fabelhafte Welt der Bücher hat gesagt…

Hallo Kerry,

daaaanke, dass du darauf aufmerksam gemacht hast! :D Den Kinostart hätte ich sonst womöglich verpasst. Das darf ich mir nicht entgehen lassen. Das Buch war wirklich besonders.

Liebste Grüße
Steffi