Dienstag, 14. Februar 2017

[Rezension] Klaus Schuker - Kontrolle. Macht. Tod.


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 271
ISBN: 978-3-944788-31-9
Erscheinungstermin:
28. September 2016
Preis:
16,95 EUR
Format:
Taschenbuch
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Eine schöne Frau zu quälen verschafft ihm Befriedigung. Ihren Willen zu brechen ist besser als jeder Sex. Von dieser Erkenntnis führen den Unbekannten nur wenige Schritte bis zum perfide kalkulierten Mord. Das erste Opfer ist eine Jurastudentin, das grausame Spiel beginnt. Es wird sechzehn lange, entsetzliche Tage dauern.
Wer steckt dahinter? Die Polizei tappt im Dunkeln, während der 54-jährige Privatdetektiv Molden mitten in die Ermittlungen gerät. Für seine Auftraggeberin verfolgt er Spuren, die sich als trügerisch erweisen, und verliebt sich leidenschaftlich in eine faszinierende Frau. Dabei merkt er nicht, dass er unaufhaltsam selbst in den Fokus des Mörders rückt. Und mit ihm Greta, deren bezauberndes Lachen seinen wunden Punkt berührt.


Rezension:
Der 54-jährige Molden bestreitet seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv. Es handelt sich um ein Einzelunternehmen, sprich, er arbeitet für sich selbst und kann sich seine Aufträge somit aussuchen. Auch braucht er nicht allzu viele Aufträge, um sein Geschäft am Leben zu halten, sodass hier nicht wirklich von Arbeitsüberlastung gesprochen werden kann. Derzeit hat er fünf Aufträge, die ihn beschäftigen, wobei es sich hierbei um die gewöhnliche Spannbreite wie zum Beispiel Ladendiebstahl oder Ehebruch handelt. Mit der Ruhe ist es jedoch vorbei, als Greta Sommer in sein Leben tritt. Die junge Steuerberaterin möchte Molden engagieren. Molden selbst ist sofort hin und weg von der jungen Frau, die sein Interesse erregt, wie es keine Frau vor ihr schaffte. Nur ist Greta bereits verheiratet.

Derweil stolpert der 30-jährige Georg Maier, genannt Babbel-Georg, über eine Frauenleiche. Georg ist geistig zurückgeblieben, sodass er die Situation nicht einschätzen kann, ihn stört einfach nur die Frau, die da auf seinem Arbeitsweg liegt. Auch auf dem Rückweg ist die Frau noch immer da und obwohl Georg versucht, sie zum Gehen zu bewegen, reagiert sie überhaupt nicht. Fortan beschließt Georg, diesen Weg zu meiden. Die Leiche bleibt nicht lange unentdeckt und auf Grund gefundener Indizien am Fundort der Leiche wird Georg schnell zum Hauptverdächtigen. Durch glückliche Umstände jedoch, gelingt es Georg, der Polizei zu entwischen.

Tatsächlich handelt es sich bei der aufgefundenen Frauenleiche bereits um eine zweite. Erst vor wenigen Tagen wurde eine ähnlich zugerichtete Leiche gefunden, sodass die Polizei hier von einer Mordserie, wenn nicht sogar von einem Serientäter ausgehen muss und in der Tat, der Täter hat ein weiteres Opfer bereits im Visier. Auch Molden wird in diese Mordserie hineingezogen, als Ruth Bromkamp ihn beauftragt, einen anonymen Anrufer ausfindig zu machen, der ihren Sohn des Mordes bei der Polizei beschuldigt hat. Zwar kann besagter junger Mann ein Alibi aufweisen, dennoch sieht Frau Bromkamp den guten Namen der Familie in Gefahr. Molden soll im Falle etwaiger Rufschädigungen ermitteln, damit die Sache notfalls vor Gericht geklärt werden kann. Molden nimmt sich des Auftrages an, doch eigentlich will er nur eines - Greta Sommer nahe sein ...


Ein verliebter Detektiv und eine Mordserie! Der Plot wurde abwechslungsreich und realistisch erarbeitet. Interessant fand ich, wie der Autor es schaffte, diesen komplexen Plot um einen verliebten Detektiv herum zu erarbeiteten, denn obwohl bei besagtem Detektiv Frühlingsgefühle ausgebrochen sind, so vermag er dennoch seinen logischen Verstand zu nutzen und nach und nach hinter die Facetten seiner Mitmenschen zu blicken. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich gerade die Figur des Molden ausgesprochen faszinierend fand, denn ich hätte nicht gedacht, dass ein gesetzter und mitten im Leben stehender Mann mittleren Alters von jetzt auf gleich Frühlingsgefühle für eine ihm bis dato völlig unbekannte Frau entwickelt. Auf den ersten Blick bzw. vom ersten Kennenlernen her, hätte ich die Figur des Molden anders eingeschätzt und bin froh, dass er sich in eine solche Richtung entwickelt hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
Der Autor:
Jahrgang 1959, arbeitete zunächst als Polizeibeamter, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben Krimis veröffentlichte er Kurzgeschichten, Erzählungen und Filmbesprechungen. 2003 rief er die »Schulpatenschaften mit Autoren« ins Leben, die u. a. von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert werden. 2009 brachte er eine Schreibwerkstatt zum Thema »Berufsfindung und Identität« mit EU-Fördergeldern auf den Weg. Klaus Schuker hat bis heute über 2000 Lesungen und Schreibwerkstätten absolviert. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

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