Montag, 20. Februar 2017

[Kinderbuch-Rezension] Ulrich Fasshauer - Das U-Boot auf dem Berg



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: TULIPAN VERLAG; Auflage: 1 (20. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864293677
ISBN-13: 978-3864293672
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 2,2 x 21,6 cm

Inhalt gem. Tulipan:
Vorsicht Ansteckungsgefahr?
Den Tag, an dem sein Onkel Christoph „vorübergehend“ bei seiner Familie einzieht, wird der schüchterne Mauritius wohl nie mehr vergessen. Mit Nietenarmband, Tätowierungen und einem verrückten Grinsen im Gesicht steht Christoph eines Tages vor ihm. Schnell ist klar, dass sein Onkel so gar nicht normal, sondern herrlich durchgeknallt und absolut nicht langweilig ist. Die anfängliche Skepsis wird schnell zur Bewunderung, denn wo Christoph auftaucht, ändert er die Regeln, wie es ihm passt und alles scheint furchtbar einfach zu sein. Er schafft es sogar, sich mit dem mies gelaunten Nachbarn Herr Freundlieb anzufreunden und Mauritius’ Lehrerin zu beeindrucken. Deshalb wäre Mauritius gerne ein kleines bisschen wie sein Onkel. Dann würde er sich endlich getrauen, seine Mitschülerin Mieke zu seiner Geburtstagsfeier einzuladen und könnte sich auch besser gegen die Jungs aus seiner Schule wehren, die ihn ständig ärgern. Also beschließt Mauritius, sich bei Christoph anzustecken und ebenso verrückt zu werden wie sein Onkel. Und das, obwohl er sich darüber bewusst ist, dass hinter Christophs Verhalten eine psychische Krankheit steckt.

Zum Buch:
Mauritius ist ein Einzelgänger, der keine Freunde hat. Er ist fast 12 Jahre alt und wird in der Schule der Blobfisch genannt. Den Namen haben ihn Klassenkameraden gegeben, als er sich einmal zu einem Thema in der Schule gemeldet hatte, das ihn wirklich interessierte.
Mauritius ist fasziniert von der Tiefsee, liest darüber sehr viel und weiß recht gut bescheid. 
Er hat eine imaginären Freund, Herrn Glimm. Das ist ein Fantasiefisch, der Mauritius' Kummer auffrisst
Sein 12. Geburtstag steht an und seine Eltern fragen ihn, was er sich denn wünschen würde. Er wünscht sich ein U-Boot, denn Fußbälle hat er schon, obwohl er Fußball nicht einmal mag. Seine Eltern sind enttäuscht.
Eines Tages ist plötzlich sein durchgeknallter Onkel da und zieht vorübergehend in Mauritius' Zimmer, was dieser nicht ganz so toll findet.
Aber er merkt recht schnell, dass sein Onkel so ganz anders ist als andere Menschen, verrückt und ein wenig gaga. Aber Langeweile gibt es bei ihm nicht und das macht ihn zum Favoriten von Mauritius, der nur noch eins will, auch so verrückt sein wie sein Onkel. 

Als sein Geburtstag naht, würde er gern Mieke, die Nachbarstochter, einladen, aber so richtig traut er sich nicht. Das Ende vom Lied ist, dass er die gesamte Klasse einlädt und der Onkel das Chaos komplett macht, denn er hat ein ganz besonderes Geschenk für Mauritius...

Mauritius ist ein Junge, der es schwer hat. Er wohnt mit seinen Eltern in einer alten Mühle und muss nun sein Zimmer räumen, als urplötzlich Onkel Christoph vor der Tür steht. Aber mit dem Onkel ändert sich sein Leben komplett. Dessen Ideen treffen nicht immer auf seine Zustimmung, schon gar nicht, wenn er mit ihm zur Schule kommt. Aber was hat er an sich, dass die Leute ihn trotzdem mögen, selbst seine Lehrerin? Onkel Christoph ist anders, fast immer gut drauf und nimmt sich Zeit für Mauritius. Das ist etwas, was seine Eltern sehr selten haben. So ist es nicht verwunderlich, dass er viel Zeit mit seinem Onkel verbringt und diesen verehrt.
Aber die Sache hat einen Haken, nicht alle Ideen sind wirklich gut überlegt. Einige sind sogar gefährlich, die Mauritius letztendlich wieder zum Alleingänger stempeln.

Ein ungewöhnliches Kinderbuch, das der Autor Ulrich Fasshauer hier vorlegt. Er erzählt die Geschichte eines Jungen, der für die Tiefsee lebt und sich mit diesem Hobby ins Ausseits manövriert hat.
Erst als sein Onkel auftaucht, kommt er ein wenig aus seiner Ecke heraus und wird offener und mutiger.
Mauritius lernt mit der Wesensart seines Onkels umzugehen und muss später sogar erkennen, wie er wirklich ist.

Es ist ein Buch über Freundschaft, Krankheit und erste Verliebtheit und wurde für 10 - 12-jährige Kinder geschrieben. Die Geschichte zeigt auch, dass man an seine Träume glauben soll und dass sie vielleicht ja doch einmal in Erfüllung gehen.


Bewertung:



Zum Autor: 
(Text übernommen von Tulipan)
Ulrich Fasshauer wurde 1973 in Köln geboren. Nach seinem Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik studierte er Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln und Paris und arbeitete anschließend als Dozent an der Universität zu Köln. Bereits vor der Geburt seiner Tochter begann er, sich für Kinderliteratur zu interessieren. Heute lebt er in Berlin, schreibt Kinder- und Jugendbücher und lektoriert Drehbücher.






An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim
bedanken, der mir zu Rezensionszwecken das Buch zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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