Mittwoch, 12. April 2017

[Buchpremiere] Michael Tsokos stellt "Zerbrochen" vor

Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass wir zur Buchpremiere von "Zersetzt" waren. Dienstag Abend war es endlich soweit, die Buchpremiere zu "Zerbrochen" von und mit Michael Tsokos stand an. Wir haben uns schon riesig auf dieses Event gefreut, denn wer Michael Tsokos schon einmal live auf einer Lesung erlebt hat, weiß, dass sich eine solche immer lohnt.

 

Der Tatort  war dieses Mal das Berliner Ensemble (hier waren wir noch nie) und was sollen wir sagen außer: WOW






Moderiert wurde der Abend von Volker Wieprecht. Zu Beginn gab Michael Tsokos eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Bänden der Reihe und eine kurze Einführung in den aktuellen Band.


Michael Tsokos und Volker Wieprecht


Kurz darauf wurde uns ein Part aus dem  Buch vorgetragen, in dem wir den 1. Arbeitstag des Protagonisten Fred Abel miterlebt haben, der nach einem Jahr Abwesenheit wieder seinen Dienst antritt. Gleich zu Beginn wird er mit einem Selbstmordanschlag in Istanbul konfroniert, wo es seine Aufgabe ist, eines der Opfer zu identifizieren.

Tatort des Istanbul-Anschlags

Wie bekannt, beruhen die Hauptfälle in der True-Crime-Reihe auf tatsächlichen Fällen und uns wurden im Anschluss Bilder zu Identifikationsmerkmalen und der Arbeit der Rechtsmedizin gezeigt, u. a. bei Opfern durch Attentate, Kriegsverbrechen oder auch Naturkastastrophen.


Rechtsmediziner (in blau) bei der Arbeit / in weiß BKA-Beamte

Im Anschluss wurde noch kurz über den Werdegang Michael Tsokos gesprochen und in wie weit das Fernsehen und bestimmte Serien das Berufsbild des Rechtsmediziners "en vogue" gemacht haben. Tatsächlich hat wohl bei einer Umfrage unter jungen Damen ergeben, dass Rechtsmedizinerin nach Supermodel wohl der beliebteste Traumberuf der Befragten war. Jedoch stehen die Chancen nicht ganz so gut, denn in Deutschland gibt es nur knapp 200 Rechtsmediziner, wovon 20 allein in Berlin angestellt sind (ist halt die Stadt mit den meisten Einwohnern und demnach den meisten Morden / unnatürlichen Todesfällen). An sich hat das Berliner Rechtsinstitut jedoch etwas mehr als 100 Angestellte - es können ja nicht alle Rechtsmediziner sein ^^

Uns wurde auch über No-Gos berichtet, die das Fernsehen dem Zuschauer oft vorgaukelt - z. B. eine Mageninhaltsanalyse, die Verwechslung von Pathologe und Rechtsmediziner und Angehörige im Sektionssaal. Auch wurde uns von einigen skurrilen Todesfällen berichtet und wir bekamen noch sehr aufschlussreiche CT-Bilder aus der Praxis vorgeführt. 

CT-Aufnahme eines der Istanbuler Opfer


Im Anschluss las Michael Tsokos eine Passage vor, in der es um die entführten Zwillinge (von Fred Abel und einer Ex-Freundin) ging und wie sie sich auf den Weg machten, um sie in einem Versteck abzuholen und dort eine schreckliche Entdeckung machen mussten. 


Ferner erfuhren wir, dass "Abgeschnitten", das Buch, welches Michael Tsokos gemeinsam mit Sebastian Fitzek geschrieben hat, verfilmt wurde und wohl Ende 2017 / Anfang 2018 in die Kinos kommen soll (so als Info für alle, die keine Zeit haben, das Buch zu lesen). Auch wurden Fälle seiner Sachbücher (mit Michael Tsokos selbst) verfilmt. Diese sollen evtl. im Juni 2017 im TV unter dem Titel "Dem Tod auf der Spur" ausgestrahlt werden. Die entsprechenden Bilder, die uns gezeigt wurden, waren schon einmal ausgesprochen vielversprechend. 

Momentaufnahme aus "Abgeschnitten"

Dem Tod auf der Spur


Natürlich musste noch ein tagesaktuelles Foto gemacht werden


An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei der Verlagsgruppe Droemer-Knaur für die Einladung zu diesem wunderbaren Abend bedanken - und wir kommen gerne wieder :-)
Kerry und Kleeblatt

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