Montag, 24. April 2017

[Rezension] Juliet Ashton - Das Glück wohnt in der Ivy Lane



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (22. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499290464
ISBN-13: 978-3499290466
Originaltitel: The Woman at Number 24
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,3 x 19 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Notting Hill: ein Ort für Liebe, Familie, Freundschaft - und herzerwärmende Schicksale
Eigentlich wohnt Sarah gerne in der Ivy Lane im Westen Londons. Die Hausgemeinschaft ist bunt, man hilft sich aus. Doch seit kurzem ist die Idylle zerbrochen, denn Sarahs Ex-Mann wohnt jetzt ein Stockwerk tiefer - bei seiner neuen Frau. Sarah ist am Boden zerstört und sucht plötzlich die Nähe zu den anderen Nachbarn. Vor allem zu Jane und Tom, den neuen Bewohnern im Hochparterre. Sie helfen Sarah wieder auf die Beine. Trotzdem: Sich neu zu verlieben kommt für Sarah nicht in Frage. Ein Flirt mit Tom schon gar nicht. Schließlich möchte sie keine glückliche Ehe zerstören. Nur eins ist klar: Wenn das Glück in die Ivy Lane zurückkehren soll, dann muss ein Wunder geschehen. Oder am besten gleich mehrere …

Zum Buch:
Die Bewohner im blauen Haus in der Ivy Lane könnten unterschiedlicher nicht sein.
Sarah, die sich gemeinsam mit ihrem Mann Leo die Wohnung gekauft hatte und die diese gemeinsam renovieren wollten, sitzt nunmehr allein in der Wohnung. Leo hatte sich in Helena, die Mieterin unter ihnen, verliebt, Sarah verlassen und Helena geheiratet. Für Sarah eine schlimme Situation, sieht sie ihn doch immer wieder, hat aber nie die Hoffnung aufgegeben, ihn zurückzugewinnen.
In der Wohnung, in der früher Smith lebte, sind ganz frisch Jane und Tom eingezogen. Offen und herzlich gehen die beiden auf Sarah zu, so dass schnell eine Freundschaft entsteht. Während Jane eine gute Freundin für Sarah ist, kann sie mit den Avancen von Tom schlecht umgehen. Warum flirtet er so offensichtlich mit ihr und warum scheint es Jane nichts auszumachen?
Unten im Haus wohnt Mavis, eine Frau, die zu allen grantig und unverblümt ist. Ein freundliches Wort kann man von ihr nicht erwarten, im Gegenteil, immer schlecht gelaunt und mürrisch. Umso mehr erstaunte es, dass ihre Zwillingsschwester kurz vor ihrem Tod zu ihr gezogen ist und diese von Mavis bis zu ihrem Tod gepflegt wurde.
Neben Mavis wohnt eine junge Frau, die von ihrem Mann verlassen wurde, allein mit ihrer Tochter Una. Seit einiger Zeit spricht Una nicht mehr, was die Mutter ziemlich überfordert.

Jeder im Haus macht sein eigenes Ding und erst, als Jane und Tom einziehen und Sarah über die Mitbewohner im Haus befragen, merkt diese, wie wenig sie doch von den anderen weiß. Nicht einmal der Namen des kleinen Mädchens war ihr geläufig, wofür sie sich wirklich schämt.

So langsam aber findet bei den Hausbewohner ein Umdenken statt.
Sarah hat weiterhin die Hoffnung, dass Leo sich wieder auf sie besinnen wird, denn er verbringt doch wieder eine Menge Zeit mit ihr. Sie wagt auch eine Annäherung an die grantige Mavis, indem sie diese zum Essen einlädt. Immer wieder versucht sie, hinter deren Fassade zu schauen, aber diese blockt immer wieder ab.
Auch versucht sie, sich Una zu nähern, die sie an sich selbst als Kind erinnert. Es gibt viele Parallelen zwischen ihnen und sie will ihr helfen, zumal sie auch ausgebildete Kinderpsychologin ist, aber gerade ein Sabbatjahr eingelegt hat.

Die einzelnen Hausbewohner sind jeder für sich ein Unikat.
Die Geschichte wurde aus der Sicht von Sarah geschrieben, der Leser erhält aber nicht nur über deren Tun und Denken Kenntnis, sondern kann sich auch in die anderen Mitbewohner hineinversetzen. Man nimmt als Leser teil am Leben der Bewohner des blauen Hauses, man lebt, trauert und hofft mit ihnen.
Einige Geheimnisse gibt es ebenso aufzudecken wie das stetige Miteinander zu erleben, das gegenseitige Kennenlernen.

Juliet Ashton hat einmal mehr bewiesen, dass sie sich auch auf die leisen Töne versteht. Es ist eine einfühlsame Geschichte mit Höhen und Tiefen, Hoffnungen und auch Überraschungen. Freundschaft und Liebe beanspruchen ihren Teil genauso wie Enttäuschungen und Trauer.

Als Leser hat man zu Beginn des Buches keine Ahnung, wohin einen das Buch führen wird.
Sarah ist eine Protagonistin, die man einfach mögen muss. Ich habe sie nicht immer verstanden, schon gar nicht, dass sie von Leo nicht lassen konnte und in der Beziehung immer in einem Tagtraum lebte.
Aber ich mochte sie, ihre Art, Dinge anzugehen und auf Leute zuzugehen, auch wenn es dazu erst eines Anstoßes bedurfte.

Die Autorin Juliet Ashton hat es geschafft, mich mitzureißen, mit den Protagonisten mitzufiebern. Es fällt einem schwer, diese nach dem Lesen des Buches wieder gehen zu lassen, so sind sie mir ans Herz gewachsen.

Sehr gut gefällt mir auch die Skizze im Buch, anhand derer man erkennen kann, wo welcher Hausbewohner wohnt. 

Ein wunderbares Buch, das ich sehr gern weiterempfehle. 


Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Juliet Ashton stammt aus Irland und lebt heute mit ihrer Familie und ihren Haustieren in London. «Ein letzter Brief von dir» ist ihr erster Roman.

Von Juliet Ashton wurden gelesen und rezensiert:
 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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