Freitag, 12. Mai 2017

[Lesung] Buchpremiere - Anja Goerz las aus "Wenn ich dich hole"

Es ist schon wieder ein Weilchen her, seit wir bei einer Lesung waren, so dass es uns besonders freute, als wir erfuhren, dass Anja Goerz die Buchpremiere ihres Buches "Wenn ich dich hole" hier in Berlin lesen würde.
Keine Frage, dass wir dabei sein wollten.
Die Location befand sich auch noch so günstig, dass sie auf unserem Heimweg lag, so das schnell Karten reserviert wurden.

Die Lesung fand im Café Sibylle in der Karl-Marx-Allee statt, ein Café, das es schon zu DDR-Zeiten gegeben hat.
Außer der Möglichkeit, dort Kaffee trinken zu können, hat man auch gleich noch die Möglichkeit, in Nostalgie zu schwelgen, denn es beinhaltet auch eine kleine Ausstellung mit Zeitzeugen aus vergangenen Tagen der Karl-Marx-Allee.

Café Sibylle


   
Anja Goerz mit ihrem ersten Thriller

Marion Brasch, ebenfalls Autorin, führte durch den Abend und versuchte, Anja Goerz die ein oder andere Information zu entlocken.
So erfuhren wir unter anderem, dass Anja Goerz Radiomoderatorin und seit 2006 auch als Autorin tätig ist. Selbst liest sie am liebsten Krimis und Thriller, und doch waren ihre ersten Bücher diesem Genre absolut nicht zuordenbar, denn es waren Frauenromane.
Ein Stipendium ermöglichte es ihr, an einem Kurs teilzunehmen, an dem das Schreiben von Krimis / Thrillern gelehrt wurde. Von dort brachte sie auch die Idee zu dem nun vorliegenden Thriller mit.

Die Idee zu dem Buch ist, dass ein Junge allein zu Hause ist und es durch Unwäglichkeiten, Zufällen und Hindernissen nicht möglich ist, zu ihm zu kommen.

Anja Goerz und Marion Brasch

Anja Goerz las aus dem Buch 4 Abschnitte und nach dem gelesenen Anfang des Buches ging es dann auch schon mit den Fragen weiter.

Anja Goerz, lesend

Interessant war die Information, dass es bereits Anfragen auf die Filmrechte zu diesem Buch gibt, man kann also gespannt bleiben.
Die Autorin hat ihr Geschehen nach Friesland verlegt, dort kennt sie sich aus, weiß, wie die Leute reden und ticken und kann das auch dementsprechend gut wiedergeben.

Für einige ihrer Protagonisten gab es reale Vorlagen, so wie beispielsweise den Dorfpolizisten Bruno. Auf dem folgenden Foto zeigt sie ein Foto des Polizisten, der die Vorlage für Bruno war.

Anja Goerz beim Zeigen von Fotos 

Sie führte zu Recherchezwecken auch Gespräche mit ortansässigen Polizisten.

Der nächste Leseabschnitt spiegelt die Situation dar, wie Bendix, der Vater des 9-jährigen Lewe, der allein zu Hause ist, versucht, nach Hause zu kommen und alles schief geht.

In den beiden anderen Kapiteln, die die Autorin liest,geht es einmal um den Dorfpolizisten Bruno und ein weiteres mal um Bendix, den Vater.

Schon anhand der kurzen Leseabschnitte ist die Verzweiflung der Protagonisten spürbar, man leidet mit ihnen mit.

Von Anja Goerz erfuhren wir weiterhin, dass sie das Buch ganz akribisch mittels einer Zeitentabelle geschrieben hatte, um genau nachverfolgen zu können, wo und wann sich welcher Protagonist befand.

Diesen Thriller gibt es auch als Hörbuch und sie selbst ist ganz begeistert davon, da es von Stefan Kaminski eingelesen wurde, der den Protagonisten jeweils eine eigene Stimme gegeben hat.
Für Kleeblatt ist schon mal klar, dass sie sich das Hörbuch besorgen wird.

Auf die Frage, ob es einen weiteren Fall mit Bruno geben wird, konnte sie nicht klar ja oder nein sagen. Das nächste Buch wird zumindest ohne Bruno und ohne die Kripo Flensburg sein. 
Auch hier dürfen wir gespannt bleiben, was kommen wird.

Es war eine schöne Lesung mit Einblicken in ein Buch, auf das Kleeblatt inzwischen neugierig ist. Das Ambiente im Café Sibylle war schon irgendwie speziell. Leider war es für eine Buchpremiere nicht allzu gut besucht, da haben wir eigentlich mehr Zuspruch erwartet.

Aber wir konnten weitere Krimiautorinnen sichten, die es sich nicht nehmen ließen, ihre Kollegin hier zu unterstützen.

Mechthild Lanfermann und Susanne Kliem

  
Anja Goerz mit ihrem Buch und der Büchertisch

Hier noch ein paar Impressionen aus dem Café Sibylle.

Regenschirme an der Decke

Ausstellung zur Geschichte der Karl-Marx-Allee

kleine Ausstellung aus der Vergangenheit

kleine Ausstellung aus der Vergangenheit

1 Kommentar:

Mikka Liest hat gesagt…

Huhu!

Das Café sieht ja toll aus, wenn ich in der Nähe wohnen würde, würde ich da direkt mal einen Kaffee trinken gehen!

Die Lesung hätte mich auch interessiert, das Buch liegt hier schon, allerdings noch ungelesen. Aber ich bin schon sehr gespannt darauf. :-)

Ich habe euren Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

LG,
Mikka