Freitag, 5. Mai 2017

[Rezension] Oskar Simon - Nackt im Treppenhaus



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (18. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548376665
ISBN-13: 978-3548376660
Größe und/oder Gewicht: 12 x 1,9 x 18,7 cm

Inhalt gem. Ullstein:
Jeder kennt das Gefühl: Nach einer Ungeschicktheit oder einer Blamage will man am liebsten sofort im Boden versinken. Peinliche Momente sind wie barfuß gegen ein Tischbein zu laufen: ein stechender Schmerz, der nur langsam abklingt und an dem man sich auch viel später noch erinnert. Denn auf den Schmerz folgt postwendend die Scham. Gleichzeitig zählen peinliche Momente zum Witzigsten, was man erzählen kann. Und am Allerlustigsten sind Missgeschicke, die anderen unterlaufen sind. Dieses Buch versammelt viele alltägliche und authentisch erzählte Peinlichkeiten, die wahlweise für Mitgefühl oder Fremdschämen sorgen — auf jeden Fall aber für Amüsement.

Zum Buch:
Wie oft passiert einem etwas Peinliches? Recht oft eigentlich. Glücklich kann sich der schätzen, der erleichtert aufatmen kann, wenn er feststellt, dass es niemand bemerkt hat.
Pech für den, dem das auch noch in aller Öffentlichkeit passierte. Was dem einen peinlich ist, bringt den anderen zum lachen oder auch mal zum fremdschämen.
Nichts befreit den Zuschauer mehr, als sich am Missgeschick anderer erfreuen zu können, so ganz ohne Häme, einfach nur, weil es auch Situationskomik ist.

In diesem Buch von Oskar Simon findet man die verschiedensten Situationen, die einem so passieren können.
Es kann schon mal vorkommen, dass man einen Laternenpfahl auf dem Gehweg übersieht, weil man sich mehr mit dem Geschehen auf der gegenüberliegenden Fahrbahn interessiert, oder dass man im Hotel die Toilettentür mit der Zimmertür verwechselt. Nur dumm, wenn das nachts passiert und man gerade nicht viel an hat und die Tür hinter sich zugezogen hat.
Peinlich ist auch, wenn man ein Fotoalbum verschenken möchte und die falschen Bilder drin sind, oder wenn Mails die falschen Adressaten erreichen. Das könnte unter Umständen sogar geschäftsschädigend sein.

Aber man muss selbst ja nicht der Verursacher der Peinlichkeit sein, es reicht manchmal auch schon, wenn einem die Kinder dabei ein wenig auf die Sprünge helfen und man unter Umständen das Geschäft dann doch lieber nicht mehr betreten möchte.

Peinlichkeiten oder Missgeschicke passieren in jeder Lebenslage, privat oder auch im beruflichen Bereich.

Es gab einen Aufruf in der Zeitung, in dem Leser gebeten wurden, ihre peinlichsten Momente mitzuteilen. Viele kamen der Aufforderung nach, so dass der Autor hier an die 130 kleinen Missgeschicke wiedergeben konnte. 
Einige sind wirklich zum lachen, andere zum schmunzeln. Alle haben jedoch eins gemeinsam, dem Schreiber waren sie peinlich. 
Gut, wenn man mit gehörigem Abstand diese auch erzählen und selbst darüber lachen kann.

Aber es gibt auch dieses Fremdschämen. Da schämen sich Kinder für ihre nicht coolen Eltern, die ihnen peinlich erscheinen oder auch Kollegen oder andere Personen bringen einen dazu, sich für diese zu schämen.

Das Buch enthält aber nicht nur Anekdoten von zugesandten Schriften, sondern auch Peinlichkeiten von Prominenten. Dort erfährt man zum Beispiel, dass der ehemalige Präsident George Bush es fertig gebracht hatte, sich in den Schoß des japanischen Premierminister zu übergeben oder auch von einem Fauxpas, der der Moderatorin Susan Atwell auf dem roten Teppich passierte.

Neben den kleinen Geschichten erfährt man auch ein wenig über das Schämen an sich. Der Leser erfährt, warum man sich fremdschämt, den Unterschied zwischen Scham und Peinlichkeit, warum Prominente peinlicher sind als wir und einiges andere mehr.

Das Buch ist ausgesprochen unterhaltsam und lädt zum schmunzeln ein. Als Leser erfreut man sich am Geschick der anderen und freut sich, dass es einem nicht selbst passiert ist. 
Eine der genannten Peinlichkeiten ist sogar mir aber schon passiert und ich konnte die Scham sehr gut nachvollziehen (ich verrate nicht, welche).

Mit seinen rund 200 Seiten hat man das Buch schnell durchgelesen, so dass es eine kurzweilige Lektüre ist, die man recht gut zum Abschalten nutzen kann.


Bewertung:





Zum Autor:
(Text übernommen von Resonanzboden)
Oskar Simon ist Journalist in Hamburg und selbst Protagonist bzw. Opfer einiger Episoden, die in „Nackt im Treppenhaus“ erzählt werden. Seine peinlichen Geschichten aus dem wahren Leben sammelte er bei Freunden, Bekannten und den Lesern von Süddeutsche Zeitung Magazin und stern.de.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag Ullstein
bedanken, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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