Mittwoch, 12. Juli 2017

[Rezension] Claudia S.C. Schwartz - Meschugge sind wir beide



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Eden Books; Auflage: 1 (9. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959100752
ISBN-13: 978-3959100755
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 2,5 x 21,1 cm

Inhalt gem. Amazon:
Als Claudia Shaul kennenlernt geht alles ganz schnell: die deutsche Schauspielerin und der israelische Komponist verlieben sich ineinander. Doch Shaul ist der Enkel eines Holocaustüberlebenden und Claudias Großvater war Wehrmachtssoldat im Nationalsozialismus. Ist ihre Liebe zu verrückt? Zu meschugge? Gemeinsam begeben Claudia und Shaul sich auf eine turbulente Reise in die Geschichten ihrer Familien, durch Deutschland und Israel. Irgendwo zwischen Spätzle und Hummus, Klein- und Großfamilien sowie schwäbischer Kultur und jüdischer Tradition findet das junge Paar nicht nur seine Vergangenheit, sondern auch seine Zukunft. Eine Geschichte voller Herz und Humor über zwei ungewöhnliche Familien, Kriegsenkel, ihre Identität und über die ganz große Liebe – Traumhochzeit inklusive.

Zum Buch:
Die Schauspielerin Claudia möchte alles, nur nicht von ihrer Kollegin und Freundin Sharon mit einem Mann verkuppelt werden.
Aber es bleibt nicht aus, sie lernt den Auserwählten, Shaul, durch die Arbeit kennen, als Claudia für ein Theaterstück einen Musiker benötigt. Da kommt Shaul ins Spiel, Musiker und Komponist und genau der richtige Mann.
Dass er auch genau der richtige Mann für Claudia ist, wird sich dann zeigen.

Es ist eine ungewöhnliche Konstellation, Shaul - Israeli und Nachkomme von Holocoustopfern und Claudia - Deutsche mit Vorfahren, die in der Wehrmacht waren.
Da prallen zwei Welten aufeinander, fremde Länder, unterschiedliche Kulturen. Aber Shaul weiß, wie er seinen Charme bei Claudia spielen lassen kann, wie er sie überzeugen kann, und sei es mit Hilfe seiner Kaffeemaschine.

Claudia Schwartz erzählt in ihrem Buch, wie sie ihren Mann Shaul kennen- und liebenlernte. Es war nicht immer leicht, stoßen hier doch unterschiedliche Kulturen und Temperamente aufeinander. Missverständnisse und sei es nur die Sprache sind vorprogrammiert.
Die Autorin nimmt den Leser auch mit nach Israel, wo sie Shauls Familie kennenlernen soll. Ein Land, an das sie keine guten Erinnerungen hat und das sie sich geschworen hatte, nie wieder zu betreten. Wie wird sich das Land nun ihr zeigen, wie werden seine Eltern sie, eine Deutsche aufnehmen und empfangen?

Der Leser nimmt Anteil am gegenwärtigen Leben und Kennenlernen des Paares, aber auch an der Vergangenheit der Familie. Die Vergangenheit führt in die Zeit des Hitlerregimes nach Deutschland, als der Holocoust wütete.
Claudias und Shauls Ahnen sind sowohl Opfer als auch Täter aus dieser Zeit. Wird es 2 Generationen später möglich sein, eine Annäherung zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen und Background zuzulassen?

Als Claudia und Shaul beschlossen haben zu heiraten, beschäftigen sie sich mit der jeweiligen Familiengeschichte und stoßen auch auf Dinge, die bis jetzt verborgen geblieben waren.
Um ihre ungewöhnliche Geschichte und Liebe auch in Buchform wiedergeben zu können, setzt sich Claudia auch mit verschiedenen Institutionen in Verbindung, wie beispielsweise das Rote Kreuz, so dass sie dem Leser ebenso geschichtliche Hintergründe vermitteln kann.
Die Autorin erzählt dem Leser nicht nur ihre persönlich Geschichte, sondern bringt ihm auch ein Stück deutscher und israelischer Geschichte nahe.

Der Titel des Buches suggeriert dem Leser, dass das Buch in Richtung Humor angesiedelt ist. Obwohl es natürlich auch das ein oder andere Mal etwas zum Schmunzeln gibt, ist dem nicht so.
Claudia Schwartz erzählt dem Leser eine wunderschöne wahre Liebesgeschichte, die mit geschichtlichem Hintergrund sehr gut recherchiert wurde.

Das Buch zeigt offensichtlich, dass Liebe alles überwinden kann.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Amazon)
Claudia S. C. Schwartz, bei Stuttgart geboren, absolvierte 2004 ihre Schauspielausbildung an der Samuel Beckett School of Drama am Trinity College Dublin, Irland. Sie erhielt ein Stipendium für die British American Drama Academy in Oxford. Claudia war an Theatern in Irland, Tschechien, Schweden und Deutschland zu sehen, u.a. mit dem Dokumentartheater »Das Letzte Kleinod« (Theaterpreis des Bundes) und am HAU in Berlin. »Meschugge sind wir beide« ist ihr erstes Buch.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Hörbuch zur Rezension zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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