Montag, 7. August 2017

[Rezension] Anna Bednorz - Mord im Cottage



Leseprobe 



Eckdaten:
Produktinformation
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1741 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 334 Seiten
Verlag: Midnight (7. August 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B073QS22S2
Text-to-Speech (Vorlesemodus): Aktiviert

Inhalt gem. Amazon:
Eigentlich ist Aoife eine typische Großstadtfrau und kann mit dem Landleben wenig anfangen. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund hat die erfolgreiche Schriftstellerin eine Schreibblockade. Auf Anraten ihres Verlegers zieht sie sich mit ihrem Kater Dr. Jingles in ein Cottage in das kleine irische Dorf Ard Carraig zurück. Doch die erhoffte Ruhe bleibt aus, denn schon am nächsten Tag findet Aoife ein zerstörtes Exemplar eines ihrer Romane im Garten. Als weitere Bücher folgen, ist klar, dass jemand die Schriftstellerin bedroht. Doch wer könnte das sein? Zum Glück findet die Autorin bei den Dorfbewohnern unerwartete Unterstützung. Gemeinsam mit dem örtlichen Pubbesitzer Tom versucht sie, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Zum Buch:
Aoife ist Autorin, die unter dem Pseudonym Miranda Towney erfolgreich die Reihe um "Lady Huntington" veröffentlicht hat. Sie möchte Bücher schreiben, aber nicht in der Öffentlichkeit stehen, keine Lesungen, keine Interviews. Außer dem Verlag und ihrem Freund und gleichzeitig Verleger Laurie weiß niemand, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt.
Als sich ihr langjähriger Freund Andrew von ihr plötzlich trennt, fällt sie in ein tiefes Loch.
Laurie ist der Ansicht, dass sie eine Luft- und Ortsänderung braucht und organisiert ihr ein Cottage im County Kerry, im kleinen Örtchen Ard Carraig.
Begeistert ist Aoife anfänglich nicht von der Idee, lässt sich aber überreden und kann nicht wirklich glauben, wohin ihr Freund Laurie sie "verbannt" hat.
Ihr Kater Dr. Jingles geht sofort auf Erkundungsgang und auch Aoife versucht Gefallen an der Sache zu finden. 
Als am nächsten Tag ein Exemplar ihres zuletzt erschienenen Buches zerstört auf ihrem Rasen auftaucht, glaubt sie zunächst noch an einen Zufall. Aber es soll nur der Anfang einer Reihe von weiteren Zerstörungszeremonien ihrer Bücher sein. Zufall ist es jedenfalls nicht mehr, denn es handelt sich immer um Bücher aus ihrer Reihe.
Wie aber kann es sein, wenn doch niemand weiß, wer sie in Wirklichkeit ist?
Als sie sich Tom, dem Besitzer des örtlichen Pubs anvertraut, versuchen sie gemeinsam dem Geheimnis um den Zerstörer auf die Spur zu kommen...

Mit der Kombination Irland und Katzen wurde ich auf das Buch aufmerksam gemacht. Dazu sollte es ein Krimi sein. Meine Vorstellungen dazu liefen in eine andere Richtung, ich vermutete, dass die Katze in die Ermittlungen involviert sein würde. Dem war ganz und gar nicht so, zumal der Begriff Krimi in der Beziehung auch ein wenig gedehnt wurde. Es ist eher ein "Soft-Krimi", ohne Tote und ernst zu nehmende Ermittlungen. Das nur vorab.

Als Aoife immer wieder auf Schändungen ihrer Bücher stößt, die mittlerweile auch andere Personen betreffen, wird ihr die Sache unheimlich. Sie sucht sich Verbündete wie Tom, dem Besitzer des ansässigen Pubs. Gemeinsam versuchen sie der Lage Herr zu werden. Weitere Personen müssen eingeweiht werden, was ihr so gar nicht recht ist, hat sie doch Angst, dass ihr Geheimnis um das Pseudonym aufgedeckt wird.

Neben dem eigentlichen Ziel, dort in der Einöde Bücher zu schreiben, lebt sie sich auch recht schnell in der Dorfgemeinschaft ein, auch wenn ein wenig nachgeholfen wurde. Sie lernt die eigensinnige und etwas sture Petula, ihre Nachbarin kennen und auch Ed, den selbsternannten Druiden.
Diesen Charakter mochte ich besonders, ein wenig schrullig und eigenartig, aber ein Mensch, auf den man bauen kann. Unbeirrt in seiner Einschätzung, dass ihr Haus und Garten einer spirituellen Reinigung bedarf und diese einfach durchführt. Er brachte mich das ein oder andere mal zum schmunzeln.

Die Protagonistin Aoife ist eine Frau, die fest im Leben steht, welches sich momentan jedoch gewaltig gegen sie gewandt hat und doch lässt sie sich nicht unterkriegen. 
Sie lernt neue Freunde und Leute kennen und fügt sich in die Gemeinschaft ein.

Die Geschichte spielt in Irland. Die Autorin hat einige Eigenheiten Irlands aufleben lassen. Das geheimnisvolle eines Druiden, die sehr unterschiedlichen Charaktere aus der dörflichen Gemeinschaft, das Zusammengehörigkeitsgefühl, das auch ich schon oftmals in Irland verspürt habe und die Lebendigkeit, die ein Pub so mit sich bringt.

Auch wenn es kein Krimi im herkömmlichen Sinn ist, kann die Autorin mit ein wenig Spannung punkten. Das Rätsel um die zerstörten Bücher hat mich dann letztendlich doch überrascht, weil meine eigenen Vermutungen in eine andere Richtung gingen.

Das Buch versteht es zu unterhalten und den Leser an der Stange zu halten, denn schließlich möchte man ja die Auflösung nicht verpassen.
Ich fühlte mich gut unterhalten und bin auch weitere Bücher der Autorin gespannt.

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Midnight)
Anna Bednorz, geboren 1982, ist eigentlich Paläontologin, arbeitet heute aber in der Software-Branche. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Katzen im Schwarzwald, hat aber schon früh ihr Herz an Irland verloren. Land und Leute haben es ihr auf zahlreichen Wandertouren v.a. im Südwesten angetan, und so spielt ihr erster Roman vor diesem Hintergrund. Neben dem Schreiben gehören Reenactment, Trekking sowie altmodische Handarbeiten zu ihren Hobbys.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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