Mittwoch, 18. November 2015

[Rezension] Markus Tillmanns - Basaltblitz: Blutmond (Band 3)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1615 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 89 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B016GJFOKY



Klappentext gem. Amanzon:
Was würdest du tun, wenn eine Geheimorganisation es auf dich abgesehen hat?

Seit Nick versehentlich einen Kometen gegessen hat, ist er der Superheld Basaltblitz!

Nicks Freund Be vermisst nicht nur seinen Vater, sondern auch seinen Gartenteich. Ein dreister Fall von Teichdiebstahl.
Das mysteriöse Verschwinden schreit nach einem Superhelden.


Rezension:
Der 17-jährige Nick Nieländer ist, dank dem versehentlichen kulinarischen Genuss eines Kometen, der Superheld Basaltblitz, doch so ein Superheldenleben hat nicht nur gute Seite. Sein bester Freund Be ist auch gleichzeitig sein einziger Vertrauter. In der Schule darf sich Nick nichts anmerken lassen, will er seine Tarnung nicht riskieren, sodass er sich weiter von Sven niedermachen lassen muss, wo es doch so einfach wäre, ihn das Fürchten zu lehren. Jedoch nicht nur das - bei seinem letzten Kampf mit der Bestie konnte er zwar siegen, doch diese ist noch immer in Freiheit. Zum Glück hat er in dem Polizisten Richard, den er rettete, einen Verbündeten, auf den man im Notfall zurückgreifen kann.

Doch nicht nur das geheime Superheldenleben belastet Nick. Herr Darrell, Bes Vater, ist seit einem mysteriösen Anruf verschwunden bzw. konnte seinem Sohn noch mitteilen, dass er gegen seinen Willen festgehalten wird - seitdem herrscht Totenstille und Be weiß nicht, wo sein Vater ist und ob er ihn überhaupt wiedersehen wird. Überhaupt mutet es sehr merkwürdig an, dass der Einschlag des Kometen vor der Öffentlichkeit verheimlicht wird. Wer nicht in der unmittelbaren Nähe des Einschlagortes (Bes Garten) wohnte, hat davon nichts mitbekommen - die Medien schweigen.

Die beiden Jungen haben die Idee, den Meteoiten, der sich in einen Gartenteich bei Be verwandelt hat, als Druckmittel für die Freilassung von Bes Vater zu nutzen, doch als sie nach der Schule zu Be kommen, müssen sie feststellen, dass der komplette Komet / Gartenteich verschwunden ist - er wurde gestohlen. Be will nicht aufgeben und sich auch ohne Druckmittel auf die Suche nach seinem Vater machen, doch Nick sieht diesen nicht in unmittelbarer Gefahr, sodass er sich lieber erst einmal um seine schulischen Belange kümmern würde - doch als Be am nächsten Tag nicht in der Schule auftaucht, hat Nick ein solch schlechtes Gewissen Be gegenüber, dass er die Schule verlässt und seinen Freund sucht, um ihn bei der Suche nach seinem Vater zu unterstützen. Schneller, als geahnt, werden hier dann auch die Fähigkeiten von Basaltblitz benötigt ...


Der 3. Band der Basaltblitz-Reihe! Der Plot schließt unmittelbar an den 2. Band der Reihe "Monsterjagd" an. Dieser wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut in diesem Band hat mir gefallen, dass gerade hier die Individualität der Figuren und ihre unterschiedlichen Einstellungen zur Einschätzung der Gesamtsituation sehr gut herausgearbeitet wurden und auch, dass sowohl Nick, als auch Be, Unterstützung finden, wo nicht damit zu rechnen war. Die Figuren wurden wieder realistisch erarbeitet, wobei gerade hier festzustellen ist, dass sich sowohl Nick, als auch Be, nicht nur dahingehend unterscheiden, dass nur einer von ihnen Superkräfte besitzt, sondern auch, was für sie selbst in den jeweiligen Situationen als wichtig und richtig erachtet wird, wobei hier beide nicht unbedingt einer Meinung sind. Den Schreibstil empfand ich wieder sehr spannend zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Jetzt warte ich auf die Fortsetzung "Superhelden", die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.


Bewertung

Von Markus Tillmanns bisher gelesen und rezensiert.



Der Autor über sich:
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten?“ Das Gesicht hinter der Frage scheint aus einem amerikanischen Polizeiverhör zu stammen. Und es gehört definitiv dem bösen Cop.
Ich überlege fieberhaft. Aber es will mir nichts einfallen. Ich bin noch zu abgelenkt.
„Verdammt, machen Sie die Scheibe richtig runter!“
Ich drücke den elektrischen Fensteröffner. Surrend verschwindet das Glas vollständig.
Der Polizist schneidet mir mit dem Taschenlampenstrahl ins Auge. Dann leuchtet er das Innere des Peugeot aus. „Was zum Teufel ist denn hier passiert?“
Ich bin mir nicht sicher. Die Tasche auf dem Beifahrersitz ist offen. Da war eine Windbö. Meine Sachen haben sich explosionsartig im Wagen verteilt. Ein Blatt meines neuen Manuskriptes hängt am Innenspiegel. „Ich weiß nicht genau“, sage ich unsicher. Ich war vorhin sehr abgelenkt. Und ich bin über irgendeine … Unebenheit gefahren.
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten!“
Oh Gott, das wird doch nicht …? Vor dem inneren Auge sehe ich einen Film ablaufen, wie ich zwei Waisenkinder im Dunkeln überfahren habe. Nachts auf Landstraßen spielen hier immer Zwillinge. Es ist geradezu unheimlich.
„Was zum Teufel ist d a s da?“ Der Mann deutet auf meinen Kopf.
Ich fasse mir in die Haare. Sie kleben zusammen. „Ein Kaugummi“, sage ich. Froh, endlich einmal eine Frage beantworten zu können.
Der Polizist guckt nicht so, als ob er die Freude teilen würde. Er dreht sich zu seinem Kollegen um. „Wen haben wir denn da gerade noch erwischt?“ Die harten Augen kommen zurück. „Zeigen Sie jetzt die Fahrerlaubnis!“
Ich werfe rasch einen Blick in den Rückspiegel, um das Entsetzliche zu sehen. Aber das Blaulicht überall blendet mich.
„Den Führerschein!“
„Ja, ja. Sofort.“ Ich fasse in die Innentasche meiner Jacke. Da ist: nichts.
Nein!
 „Wird´s bald!“
„Ich … Sofort.“ Ich greife in die beiden Seitentaschen. Halstabletten, Öko-Purex-Taschentücher, ein Einkaufszettel von letztem Sommer. Kein Führerschein.
Oh, scheiße!
„Ich … es tut mir leid. Ich kann die Fahrerlaubnis nicht finden.“
Die unbarmherzige Lampe kommt zurück und sticht mir in die Augen. „Ach, so ist das.“
Der Mann reicht mir etwas herein. Führerschein. Tillmanns, Markus.
„Ist Ihnen hinten rausgesegelt. Machen Sie doch wenigstens e i n e Scheibe hoch.“
Ich nicke. Und drücke den elektrischen Fensterheber.
Surrend schließt sich das Glas wieder. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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