Posts mit dem Label Janet Clark werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Janet Clark werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. Januar 2017

[Rezension] Janet Clark - Black Memory


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-453-41833-2  
Erscheinungstermin: 12. Dezember 2016
Format: Broschiert

Verlag: Heyne


Klappentext: gem. Heyne:
Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.



Rezension: 
Eine Frau wird auf dem Meer von einem Ruderboot gerettet. Sie weiß nicht, wer sie ist und wo sie herkommt, auch beherrscht sie die Landessprache nicht. Anhand des Aussehens ihres Retters kann sie nur vermuten, dass sie sich in Südostasien aufhält. An Land und somit in Sicherheit wird sie der örtlichen Polizei übergeben. Die Polizei will ihr nicht glauben, dass sie über keine persönlichen Erinnerungen verfügt und setzt sie massiv unter Druck. Fest steht auf jeden Fall, dass sie angegriffen wurde, denn sie weist Verletzungen auf, die nur auf Grund von Gewalteinwirkung entstanden sein können, nicht auf Grund eines Unfalls. Schnell findet die Polizei heraus, wer sie ist und dass sie international wegen der Entführung eines Kindes gesucht wird. Aus diesem Grund glauben sie ihr nicht, dass sie sich an nichts erinnern kann und überhaupt, wer ist diese Clare Brent, die eines solchen Verbrechens beschuldigt wird?

Ehe sie es sich versieht, landet sie auch schon in einer überfüllten Gefängniszelle. Die Situation erscheint hoffnungslos, denn wenn sie nicht weiß, wer sie selber ist, wie soll sie dann jemanden kontaktieren, der ihr aus dieser misslichen Lage hilft und überhaupt, wenn sie wirklich ein Kind entführt hat, gehört sie dann nicht weggesperrt? Rettung naht jedoch in Form eines Mr. Wilson von der britischen Botschaft und dessen Begleiter, die Clare nach London überführen sollen. Schnell stellt sich der unbekannte Begleiter als Clares Ehemann Paul Brent heraus, doch erinnern kann sich Clare nach wie vor nicht. Auch in der gemeinsamen Wohnung kehrt die Erinnerung nicht zurück, jedoch die Erkenntnis, dass es sich bei dem von Clare entführten Kind um die gemeinsame 5-jährige Tochter Bonnie handelt, die nach wie vor verschwunden ist. Bekannt ist nur, dass Bonnie zuletzt vor vier Tagen in Paris gesichtet wurde, doch seither fehlt von dem Kind jede Spur und nur Clare kann die Frage beantworten, warum sie mit ihrem Kind außer Landes geflohen ist.  
 
Clare kann sich ihr Verhältnis zu Paul nicht so recht erklären, irgendwas scheint in dieser Paarbeziehung nicht zu stimmen, doch eines steht fest, er ist bereit alle Hebel in Bewegung zu setzen, um sein Kind wiederzubekommen. Eine Lösegeldforderung liegt bisher nicht vor und er klammert sich nur noch an  die Hoffnung, dass sein kleines Mädchen noch lebt. In seiner Not wendet er sich sogar an einen Privatermittler, dem ihn sein Mentor Terence Huntingdon empfohlen hat, der über Erfahrung im Aufspüren vermisster Personen verfügen soll. Tatsächlich macht dieser einen kompetenten Eindruck, doch Clare ist klar: die Hintergründe um das Verschwinden ihrer Tochter sind in ihr selbst vergraben - sie muss das Trauma, dass die Amnesie verursacht hat, verarbeiten, um an die Informationen rund um Bonnies Entführung zu kommen. Doch noch etwas anderes erfährt sie: augenscheinlich verfügt ihre Tochter über eine Gabe, die Clare selbst erforscht hat und Paul war damit nicht einverstanden. Was genau ist passiert, was sie zu einer Flucht mit ihrer Tochter veranlasst hat und wo ist das Kind jetzt?


Wo man Gefahren nicht besiegen kann, ist Flucht der Sieg! Der Plot des Buches wurde spannend und mit überraschenden Wendungen erarbeitet. Mich hat die gesamte Thematik des Buches einfach fasziniert, denn zum einen gibt es eine Mutter, die auf Grund einer traumatischen Erfahrung ihr Gedächtnis verloren hat und dann gibt es da noch ein Kind, dass durch eine einzigartige Inselbegabung in höchster Gefahr schwebt und verschwunden ist. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Von der Figur der Clare war ich schlicht begeistert, denn obwohl sie sich nicht an ihr eigenes Leben erinnern kann, so weiß sie doch instinktiv, dass sie alles für ihr Kind tun würde und niemandem trauen kann. Auch die Figur des Pauls hat es mir sehr angetan, denn obwohl zu Beginn nicht ersichtlich ist, wie er wirklich in dieser Situation agiert, so brachte er doch immer wieder Facetten seiner Persönlichkeit zur Anwendung, mit denen ich so nie gerechnet hätte. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch mörderisch-spannende Lesestunden bereitet hat.


Bewertung



Die Autorin:
Janet Clark arbeitete nach ihrem Studium als wissenschaftliche Assistentin, Universitätsdozentin und Marketingchefin in Belgien, England und Deutschland. Nach einer erfolgreichen Karriere im Wirtschaftsbereich, startete sie 2010 noch einmal von Null: als Autorin. 2011 wurde ihr erster Roman veröffentlicht. Seitdem erschienen 4 weitere Romane und eine vierteilige Serie. Neben dem Schreiben setzt sich Janet Clark als Präsidentin der Mörderischen Schwestern e.V. für die Rechte von Autorinnen ein. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag





bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 


Samstag, 16. Februar 2013

[Rezension] Janet Clark - Rachekind


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 505
ISBN: 978-3-453-40927-9
Erscheinungstermin:
14. Januar 2013
Preis:
9,99 EUR (D), 10,30 EUR (A), 14,90 CHF
Format:
Taschenbuch
Verlag: Heyne


Klappentext gem. Heyne:
Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, und dass sie niemandem in ihrem Umfeld trauen kann. Sie macht sich allein auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr ...

Rezension:
Als Hanna Warrington von einer Party nach Hause kommt, traut sie ihren Augen nicht. Ihr Mann Steve ist nicht zu Hause und ihr Baby Lilou liegt leblos in ihrem Bettchen. Hanna gelingt es, ihre kleine Tochter wiederzubeleben und nach endlosem Bangen und Hoffen sowie einer Woche auf der Intensivstation steht fest: Lilou wird überleben - doch was etwaige Folgeschäden angeht, können die Ärzte noch keine Prognose machen. Hanna ist überglücklich und todunglücklich zugleich - Lilou wird leben, aber Steve ist noch immer verschwunden.

Als Hanna mit Lilou endlich wieder zu Hause ist, muss sie feststellen, dass einige Sachen ihres Mannes aus seinem Kleiderschrank verschwunden sind - hat Steve sie verlassen? Doch irgendwie will das alles nicht zusammenpassen, denn Steve liebt seine Tochter über alles, alles würde er für sie aufgeben und er soll sie einfach im Stich gelassen haben? Doch Hanna muss sich der Realität stellen, Steve ist weg und ihre Nachbarin Britt kann mitteilen, dass sie in der Wohnung Geräusche gehört hat, als Hanna mit Lilou im Krankenhaus war. Da keine Einbruchsspuren vorhanden waren, müssen die Frauen davon ausgehen, dass Steve tatsächlich ein paar Sachen aus der gemeinsamen Wohnung geholt hat.

Hanna steht mit ihrer kleinen Tochter fast alleine da, lediglich Britt steht ihr zur Seite. Vor Jahren schon hat sich Hanna mit ihren Eltern überworfen, für die Tochter des Ministerpräsidenten Werner von Ebershausen war ein Steve Warrington einfach nicht gut genug, zumindest nach Meinung ihrer Eltern. Doch Hanna hat sich für Steve und eine gemeinsame Zukunft mit ihm entschieden - und das soll jetzt vorbei sein? Hanna jedoch kann nicht glauben, dass Steve seine über alles geliebte Tochter und sie im Stich gelassen hat - sie beginnt nach ihm zu suchen, was leichter gesagt als getan ist, da sie so gut wie nichts über Steves Vergangenheit weiß. Um seine Kindheit und Jugend hatte er immer ein Geheimnis gemacht und Hanna respektierte das - war es ein Fehler? Hanna weiß jedoch - sie muss Steve finden, denn irgendwas stimmt mit Lilou nicht und diese Unstimmigkeit hängt definitiv mit Steves Verschwinden zusammen. Alle Versuche, ihn zu finden, bleiben jedoch erfolglos. Selbst der eingeschaltete Detektiv Marten Stein kann Steve nicht ausfindig machen. Hanna verzweifelt immer mehr und auch das Gefühl, verfolgt und beobachtet zu werden, nimmt immer weiter zu. Hatte Steve Feinde, die für sein Verschwinden verantwortlich sind; durchsucht jemand systematisch ihre Wohnung, wenn sie nicht da ist? Das Geheimnis um Steves Verschwinden muss in seiner Vergangenheit liegt - und so beschließt Hanna, zusammen mit Lilou in England Steves Vergangenheit zu erforschen und muss feststellen, ihr Mann ist gar nicht Steve Warrington ...


WOW - was für ein geniales Buch! Der Plot wurde sehr abwechslungsreich und mystisch erarbeitet, sodass sich der Leser nie sicher sein kann, wo ihn die Geschichte hinführen wird. Besonders die Veränderungen in Lilous Verhalten und wie sie ihre Mutter nach und nach auf die Spur ihres Vaters führt, hat mich sehr beeindruckt zurückgelassen. Die Figuren wurden alle facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, wobei mich die Figur der Lilou förmlich sprachlos zurückgelassen hat. Noch immer kann ich nicht fassen, wie tiefgründig und intensiv dieses Baby dargestellt wurde - einfach wundervoll. Auch die Figur der Hanna fand ich ausgesprochen realistisch dargestetlt. Den Schreibstil kann ich nur als spannend und fesselnd beschreiben - er vereinnahmt einen innerhalb kürzester Zeit und sorgt dafür, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte und lässt einen einsam zurück, wenn die Story viel zu schnell zu Ende ist. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste, das ich von der Autorin gelesen habe - aber es wird nicht das letzte gewesen sein!

Bewertung


Die Autorin: 
Janet Clark arbeitete nach ihrem Studium als wissenschaftliche Assistentin, Universitätsdozentin und Marketingleiterin in Belgien, England und Deutschland. Neben Beruf und Familie beschäftigte sie sich intensiv mit dem Schreiben, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte. Nach ihrem Debüt „Ich sehe dich“ und dem erfolgreichen Jugendthriller „Schweig still, süßer Mund“ ist „Rachekind“ ihr dritter Roman, in Kürze gefolgt von dem zweiten Jugendthriller „Sei lieb und büße“. Heute arbeitet Janet Clark hauptberuflich als Autorin und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in ihrer Geburtsstadt München. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.