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Freitag, 25. April 2014

[Rezension] Jan Bredack - Vegan für alle: Warum wir richtig leben sollten


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-492-05630-4
Erscheinungstermin: 14. April 2014
Preis: 19,99 EUR (D), 20,60 EUR (A), 28,90 (sFr)
Format: Hardcover
Verlag: Piper

Lust auf eine Leseprobe?

Klappentext: gem. Piper
Vom Karrieristen und Fast-Food-Konsumenten zum glücklichen Veganer: Warum beschließt ein erfolgreicher Mercedes-Manager, das alte Leben hinter sich zu lassen und ganz neu anzufangen? Jan Bredack erzählt seine eigene Geschichte und sein kritischer Blick auf unsere Gesellschaft zeigt: Vegan bedeutet nicht nur fleischlos essen, sondern: Leben für alle!

Jan Bredack sagt selbst: »Veganer waren früher für mich Extremisten, die nicht alle Latten im Zaun haben.« Inzwischen weiß er, wie gut ihm die neue Ernährungs- und Lebensweise tut. Er war auf der Karriere-Überholspur, schon mit 30 Jahren leitender Manager bei Mercedes, daneben eine Familie mit drei Kindern und Triathlon als Hobby. 2008 klappt Bredack zusammen und ändert sein Leben daraufhin komplett. Er, der bis dahin alles in sich reingeschaufelt hat, was ihm auf den Teller kam, wird Veganer. 2011 steigt er bei Daimler aus und gründet in Berlin den veganen Supermarkt Veganz, aus dem gerade eine europaweite Kette wird. Anhand Bredacks persönlicher Geschichte erzählt das Buch viel Wissenswertes über die vegane Lebensweise und liefert erschütternde Fakten, die für ihre ökologische wie ökonomische Notwendigkeit sprechen. Ein Impulsbuch, das nicht missioniert, sondern inspiriert und zum Nachdenken bringt!


Rezension:

Jan Bredack - ein Mann, der in der veganen "Szene" bekannt ist, denn er eröffnete am 23. Juli 2011 den ersten veganen Supermarkt Berlins, das Veganz. Mittlerweile hat allein Berlin ein zweites Veganz, andere Städte folgten und folgen immer noch. Vielerorts wird auf ein solches Angebot gewartet, ja hingefiebert und wenn eine Eröffnung stattfindet, wird dieser Supermarkt förmlich gestürmt. Doch wie kam es dazu, dass ein 36-jähriger Manager bei Mercedes-Benz sein Leben komplett änderte?

Eine junge Frau brachte den Wandel. Er lernte sie 2008 kennen und sie war Vegetarierin - und brachte ihn zum Nachdenken. Im September 2008 wurde er vegetarisch, zum Jahreswechsel 2008/2009 vegan. Der berufliche Druck bei Mercedes-Benz jedoch laugte ihn immer weiter aus, ein Burnout war die Folge. Doch auch das war nicht das Ende, er arbeitete weiter, arbeitete für seinen Arbeitgeber in Russland - doch gedanklich begann er sich zu lösen, mit dem Wissen, dass er so, wie er zu dem Zeitpunkt lebte, nicht ewig weitermachen konnte. Nach und nach reifte eine Idee, die schlussendlich im Veganz ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Erstaunlicherweise arbeitete er nach wie vor für seinen Arbeitsgeber und das, obwohl er bereits sein eigenes großes Projekt am Start hatte. Nach der Eröffnung der ersten Filiale stand fest, wo seine Zukunft liegt

Doch wie wurde aus Jan Bredack erst ein Manager bei Mercedes-Benz und dann der Mann, der hinter den Veganz-Supermärkten steckt? Aufgewachsen ist er in der DDR, seine Eltern waren beide linientreu, doch Jan selbst war schon als Kind nicht das, was sich sein Vater von seinem ältesten Sohn erhofft hatte. Immer wieder brachte sich der junge Jan in Schwierigkeiten, durch Auflehnung, durch Unbedarftheit, was schließlich dazu führte, dass er nicht studieren durfte. Glück im Unglück war jedoch, dass er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker machen konnte, diese erfolgreich abschloss und anschließend einen guten Job fand - und er machte Geld, für die damaligen Verhältnisse verdiente er nicht schlecht und dennoch, er hatte Ergeiz und Köpfchen und schaffte es schließlich, dorthin zu gelangen, wo er hinwollte, ins Management von Mercedes-Benz. Doch dies war erst der Anfang ...


"Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist"! In diesem autobiografischen Werk berichtet Jan Bredack aus seinem Leben, wie er es schaffte, seine nicht gerade gut behütete Kindheit zu überstehen, in welche Schwierigkeiten er mitunter geriet, aber auch mit wie viel Ehrgeiz und Fleiß es ihm gelang, dorthin zu kommen, wo er schon immer hin wollte - doch auch das war irgendwann nicht mehr genug, er wollte höher, immer weiter hinaus, kostete es, was es wolle und es kostete mit unter eine Menge. Als es schließlich körperlich nicht mehr ging, lenkte er ein und eine weitere Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. Mit teils schonungslosen, teils humorvollen Anekdoten erzählt Jan Bredack aus seinem Leben, räumt mit Irrtümern auf und lässt den Leser am Ende mit dem Wissen zurück: Das war noch lange nicht alles.

Bewertung
Der Autor:
Jan Bredack wächst in den 70er-Jahren in der DDR auf. Zunächst lässt er sich zum Kfz-Mechaniker ausbilden. Zur Wende heuert er bei Daimler als Pannenhelfer an. Er studiert nebenher und legt einen beispiellosen Aufstieg bis in die Spitze der Zentrale hin. In Moskau baut er das erste russische Daimler-Nutzfahrzeugwerk auf. Er hat Familie mit drei Kindern und betreibt Triathlon als Hobby – bis er 2008 einen Burn-out erleidet. Er krempelt sein Leben komplett um, kündigt bei Daimler, stellt seine Ernährung auf vegan um und baut die vegane Supermarktkette Veganz auf. (übernommen von Piper)




Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag


http://www.piper.de/

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.


[Buchvorstellung] Jan Bredack stellt "Vegan für alle - Warum wir richtig leben sollten" vor

Donnerstag Abend und was macht das Katzenpersonal??? Richtig, buchlastig muss solch ein Abend sein!!! Seit Wochen fieberte ich schon diesem Termin entgegen, denn Jan Bredack sollte sein erstes Buch


http://www.amazon.de/Vegan-f%C3%BCr-alle-richtig-sollten/dp/349205630X/ref=cm_cr_pr_product_top
(Cover verlinkt)


vorstellen. Da ich selbst vegan lebe und die Veranstaltung auch noch in Berlin stattgefunden hat, war klar, dass dort sozusagen Anwesenheitspflicht für mich herrschte. Ursprünglich sollte mich meine liebe Blogpartnerin begleiten, allerdings war sie in der letzten Woche etwas ungeschickt, sodass sie es vorzog, den Abend Zuhause mit einem Buch zu verbringen.

Ich machte mich natürlich pünktlich auf den Weg und was passierte - kein Parkplatz. Wer Berlin-Mitte kennt, weiß, was da losgewesen sein könnte, aber so schlimm war es noch nie. Nach 20 Minuten hatte ich dann doch noch einen erwischen können und hechtete Richtung Dussmann das KulturKaufhaus, in dem die Veranstaltung stattfinden sollte. Tatsächlich war ich rechtzeitig vor Ort, doch musste ich feststellen, dass dieses Mal die Zuhörer deutlich früher eingelassen wurden - mein gewohnter Platz in der ersten Reihe war in Gefahr!!! Also habe ich meine Beine in die Hand genommen und bin mal eben fix hingehechtet und tatsächlich gelang es mir, einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern - dort sitze ich nun mal am liebsten. Auf Grund dessen, dass ich diesmal alleine anwesend war, bitte ich die Qualität der Bilder zu entschuldigen, ich hatte nur meine kleine Kamera dabei.

Aushang

Nachdem ich mir meinen gewohnten Platz gesichert hatte, fing das entspannte Warten an, denn was auch geschehen wäre, es hätte schon einiges bedurft, um mich da wieder weg zu bekommen und da ich alleine war, hatte ich ja keinen Aufpasser, also habe ich mich in eine Stuhl-Potato verwandelt.

Doch eine unerwartete Rettung ereilte mich - in Form von veganen Snacks, die übrigens alle extrem lecker waren (hätte ich den Koch ausfindig machen können, wäre ich in Versuchung gekommen, diesen einfach mitzunehmen ^^).

 
Tofu-Quiche

gefüllte Champi-Köpfe


Ich sag euch, so lässt es sich leben und wenn einem das Essen auch noch an den Platz gebracht wird, sodass man seinen Stuhl weiterhin bewachen kann, dann kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen ^^

Dann war es aber soweit, die Buchvorstellung begann:

Journalistin Marlene Halser und Jan Bredack

Nach einer kurzen Vorstellung Jan Bredacks durch Marlene Halser, bombadierte diese ihn auch schon förmlich mit Fragen und Jan hat alle brav beantwortet, auch wenn wir Zuhörer feststellen konnten, dass Jan Bredack doch ab und an aus dem Konzept kam, aber ganz ehrlich, wer kennt das nicht? Wir erfuhren u. a., dass das Schreiben des Buches etwa ein Jahr gedauert hat und dass das "Veganz" gar nicht als solches ursprünglich geplant war, sondern eher die Idee eines veganen Restaurants im Raum stand, die jedoch schnell verworfen wurde. Was ich ausgesprochen interessant fand, war die Tatsache, dass anscheinend etwa 80 % der "Veganz"-Kunden Omnivore sind - ich hätte gedacht, dass diese Zahl deutlich geringer ist.

Nachdem wir mit den Fakten vertraut waren, konnte das Publikum Fragen stellen und Jan gab entsprechend Antwort und glaubt mir, dass wurde ausgenutzt, aber so richtig, sodass wir sogar die vorgegebene Zeit überzogen haben ^^ Kann passieren, wenn man sich gut unterhält und gut unterhalten wird.

Ach ja, an Jan Bredack gibt es auch noch eine Besonderheit, die sogar in seinem Buch Erwähnung gefunden hat

Ich würde ja "Schuhe" dazu sagen, bin mir aber nicht sicher, ob die Bezeichnung hier zutrifft.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, mir mein Exemplar des Buches signieren zu lassen - was sein muss, muss sein und dabei ist mir doch sogar ein halbwegs anständiges Foto von Jan Bredack gelungen

Jan Bredack

Abschließend kann ich nur sagen: Ich hatte einen tollen Abend, wurde wunderbar verköstigt und unterhalten und wer mehr über das doch recht außergewöhnliche Leben von Jan Bredack erfahren möchte, dem sei das Buch wärmstens ans Herz gelegt. Ach ja, heute gegen Mittag geht noch die Rezension zu dem vorgestellten Buch online - ich würde mich freuen, wenn ihr noch einmal vorbei schauen würdet.

Kerry