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Montag, 29. Juni 2015

[Rezension] E. M. Ross - Devoted Angels (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 376
ISBN: 978-3-944-94831-7
Erscheinungstermin:
15. Juni 2015
Preis:
11,95 EUR 
Format:
Taschenbuch
Verlag: Medu


Klappentext gem. Medu:
In New York wird eine grausam verstümmelte Leiche mit einem Sack über dem Kopf gefunden. Die junge Schülerin wurde vergewaltigt und anschließend regelrecht hingerichtet. Der dritte Mord des sadistischen „Friday Killers“. Der FBI-Ermittler Sean Caver und sein Team stehen vor einem Rätsel, denn zwischen den Frauen scheint es keine Verbindung zu geben. Was treibt diesen Mann an? Wie wählt er seine Opfer aus?

Dabei quälen Ermittler Sean Caver selbst existenzielle Sorgen. Der Tod schwebt wie ein Damoklesschwert über seinem Haupt. Sean muss sich entscheiden: Er oder sein ungeborenes Kind. Nur einer kann leben.
„Das fulminante Ende der erfolgreichen Angels-Reihe“


Rezension:
FBI-Agentin Catherine "Cat" Kampell ist schwanger. Was für andere eine beglückende und schöne Nachricht ist, stellt für ihren Vorgesetzten und Lebenspartner Sean Caver eine Katastrophe da. Geplant war diese Schwangerschaft nicht, denn vor nicht allzu langer Zeit wurde ihm vom Erzengel Gabriel mitgeteilt, dass wenn Cat sein Kind austragen würde, sowohl sie, als auch Sean sterben würden. Sie würden mit ihrem Leben für das Leben ihres Kindes zahlen müssen. Für Sean steht fest, dass Cat um jeden Preis abtreiben muss, denn auch wenn er alles geben würde, um Vater zu werden, das Leben der Frau, die er liebt, wird er dafür nicht opfern. Cat hingegen ist sich durchaus der Gefahr bewusst, in der sie leben, doch ist sie nicht gewillt, eine erneute Abtreibung vornehmen zu lassen, zu schmerzlich sind die Erinnerungen an die Geschehnisse von vor sieben Jahren.

Sean besteht auf einer Abtreibung, die Cat nach wie vor verweigert. Um doch noch eine Lösung zu finden, verlässt er sie und zieht sich kurzfristig zurück, denn er will die Hoffnung nicht aufgeben, doch noch irgendetwas tun zu können, um Cats Leben zu retten. Cat verlässt ihn daraufhin, denn diese Alleingänge, ob zu ihrem Wohl oder nicht, damit kann sie nicht mehr leben. Sie flüchtet zu ihrem Vater nach Paris, doch wird sie dort von Sean aufgespürt, der zwischenzeitlich eine Lösung für ihr Problem gefunden hat. In der Tat hat sich der Erzengel Gabriel bereit erklärt, sowohl Cat, als auch seinem Kind das Leben zu lassen, jedoch nur, wenn Sean sich seines nimmt. Es kann nur einer überleben, entweder Sean oder das Kind, das nie hätte entstehen sollen. Sean weiß sofort, was er tun wird.

Derweil wird in New York die 16-jährige Florentine Ebersheimer entführt. Kurz darauf wird ihre misshandelte Leiche gefunden. Sie ist bereits das 3. Opfer des Friday-Killers (alle bisherigen Opfer wurden an einem Freitag gefunden). Sean und sein Team werden angefordert, die Ermittlungen zu übernehmen, da es sich um eine staatenübergreifende Mordserie handelt. Sean ist wenig begeistert, will er doch so viel Zeit wie möglich mit Cat verbringen, denn er weiß, dass seine Tage gezählt sind. Schlussendlich übernimmt Sean doch die Leitung des Ermittlerteams, zu dem auch Cat gehört, zumindest so lange, wie sie ihre Schwangerschaft nicht behindert. In New York treffen Sean, Cat und Don Viggen (Seans bester Freund und ebenfalls Ermittler) auf die exzentrische Dr. Emanuele "Mandy" Snow, eine örtliche Pathologin, die auf Grund zweier der Opfer die Schlussfolgerung auf einen Serienkiller treffen konnte. Kaum hat Don Mandy erblickt, ist es um ihn geschehen. Der Mann, der wahre Liebe immer für einen Irrglauben hielt (zumindest bis er Sean und Cat miteinander erlebte), verliebt sich auf der Stelle in diese ungewöhnliche Frau und sie kommen sich schnell näher. Die Ermittlungen jedoch stagnieren, denn nach Florentine werden keine weiteren Opfer gefunden. Zwar kann Sean in etwa ein Alter des Täters bestimmen und seinen Wohnraum, doch weitere Informationen könnte er erst sammeln, wenn es weitere Opfer gäbe. Doch augenscheinlich hat der Mörder seine Mordserie eingestellt. Nur warum? Sean und sein Team sind frustriert über den Fortgang der Ermittlungen, doch ist dies nicht auch eine Chance für ihn, noch eine letzte Zeit mit Cat zu verbringen, bevor alles enden muss?


Der 4. Band der Angels-Reihe! Der Plot wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Dieses Buch spielt auf mehreren Ebenen, zum einen sind da die Ermittlungen in der Friday-Killer-Mordserie, dessen Täter sich sehr geschickt dem Gesetz entzieht, zum anderen das persönliche Drama um Protagonist Sean, der entscheiden muss, wer leben darf: Er selbst oder sein Kind? Die Figuren wurden wieder facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich Protagonist Sean mit der Tatsache auseinandersetzen muss, dass er auf Grund eines einzigen Fehlers, der zur Schwangerschaft von Cat führte, ihr Leben in Gefahr gebracht hat, denn er kannte die Prophezeiung bereits lange vorher und das er nicht bereit ist, kampflos das Leben der Frau aufzugeben, die er liebt, sei es auch gegen ihren Willen. Wirklich überrascht in diesem Band wurde ich von der Figur des Don Viggen, denn es war herrlich erfrischend mitzuerleben, wie dieser Macho plötzlich verdammt handzahm wird, wenn es um eine ganz bestimmte Frau geht. Auch den Täter empfand ich als ausgesprochen faszinierend erarbeitet, denn erst nach und nach offenbart sich, was genau hinter dieser Mordserie steckt und aus welchen Gründen der Täter seine Morde begeht. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, ich konnte und wollte das Buch nicht aus der Hand legen, denn ich musste einfach wissen, wie die Geschichte von Sean und Cat (vorläufig) enden wird. Wie gesagt, vorläufig endet diese Reihe erst einmal, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich die Figuren allesamt zusammentun und der Autorin so lange auf die Nerven gehen, bis sie sich  hinsetzt und sie wieder literarisch auferstehen lässt.

Bewertung

Von E. M. Ross bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
E. M. Ross wurde 1962 im Ruhrgebiet geboren. Als Finance Manager war Ross für einen großen amerikanischen Konzern tätig und lebte unter anderem in Frankreich, England, Russland, Singapur, Thailand und China. Im Jahre 2006 kehrte Ross nach Deutschland zurück und wohnt seither im Großraum Frankfurt am Main. „Desperate Angels“ ist Ross’ erster Roman. (übernommen von Medu)







 

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


E. M. Ross


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellthat und eine Bitte noch: Lass mich nicht allzu lange warten, bis du die Geschichte um Sean und Cat und Don und Mandy und ... weitererzählst.

Mittwoch, 11. März 2015

[Rezension] Jutta Brettschneider - Montagsblues



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 292 Seiten
Verlag: MEDU VERLAG; Auflage: 1 (1. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3941955942
ISBN-13: 978-3941955943
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 2,7 x 20,5 cm

Inhalt gem. Medu:
Melanie hat schon lange von allem die Schnauze gestrichen voll – vom Aufstehen, vom Alltag und vor allem von ihrem Job. Eine Lösung muss her und das schnell. Was fehlt, ist die nötige Kohle. Kurz entschlossen überfällt sie mit zwei ebenfalls vom bräsigen Kleinstadtalltag frustrierten Kolleginnen die ortsansässige Bank. Berauscht vom Erfolg des schnellen Geldes schwelgen die drei Räuberinnen im süßen Luxus der traumhaft exotischen Metropole Thailands – endlich wilde Partynächte und shoppen bis zum Umfallen!
Doch nach und nach bekommt das gestohlene Glück einen faden Beigeschmack. Auf einmal vermisst Melanie ihr ganz normales kleines Leben und will nach Deutschland zurück. Ein folgenschwerer Entschluss.

Zum Buch:
Montagsblues, wer kennt ihn nicht? Wenn Montag früh schon die Woche gelaufen ist und man sich davor graut, morgens aufzustehen, um zur Arbeit zu gehen. Zu einer Arbeit, die immer den gleichen Trott bringt.
Melanie hat genug davon und würde am liebsten alles hinschmeißen.
Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Carmen und Tina, mit denen sie auch befreundet ist und denen es ähnlich geht, wollen sie diesen Zustand ändern. Aber was machen? Da bleibt nur eines zu tun, eine Bank ausräumen, was sonst?
Gesagt, getan. Die Bank ist schnell ausgeraubt, ohne größere Probleme sogar und nun auf in die Freiheit, mit 2 Mio. Euro im Gepäck.
In weiser Voraussicht hatten sie Urlaub beantragt und den nehmen sie nun auch, mit Ziel Thailand.
Geld haben sie nun, aber werden sie damit glücklich? ...

Heute raube ich eine Bank aus... Wer mag den Gedanken nicht schon mal gehabt haben? Sich auszumalen, was man mit dem erbeuteten Geld alles anfangen könnte, auch ein schöner Gedanke.
Melanie, Carmen und Tina setzen diesen einmal gefassten Gedanken tatsächlich in die Tat um und flüchten nach Thailand. Nicht nur, um sich zu verstecken, sondern auch um sich zu erholen und mal so richtig auf den Putz zu hauen. Und das machen sie auch nach allen Regeln der Kunst.
Obwohl ihr Leben nicht langweilig ist, ganz im Gegenteil, fehlt irgendwas. Nach der anfänglichen Euphorie kommt allzubald die Sehnsucht nach dem zu Hause. Was nun? Der Urlaub geht dem Ende zu und sie müssten eigentlich wieder nach Hause. Wie weit sind die Ermittlungen in ihrem Fall? Wartet die Polizei vielleicht schon auf sie?
Es müssen Entscheidungen getroffen werden.

Mit diesem Roman hält man ein Werk in den Händen, das mal etwas anders ist als die üblichen Krimis. Dieser nennt sich sogar Antikrimi.
Es ist von allem ein wenig dabei. Alltag, Überfall, Flucht, Urlaub und auch ein wenig Herzklopfen darf nicht fehlen. 
Die Handlung ist einfach gestrickt mit einigen unvorhersehbaren Wendungen, konnte mich aber leider gar nicht überzeugen.
Die Protagonistinnen wirkten auf mich oberflächlich und platt, ich konnte leider keine Beziehung zu ihnen aufbauen und so blieben sie mir vom Wesen her fremd.
Auch konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, wie man nach einem Banküberfall annehmen kann, dass man nach dem folgenden Urlaub, der ordnungsgemäß beantragt wurde, wieder gedenkt, in seinen gewohnten Lebensrhythmus eintauchen zu können. Und das, wo im Urlaub das Geld mit vollen Händen ausgegeben wurde. Das war für mich nicht rund, weil ich nicht glauben kann, dass jemanden nach einem Überfall derartige Gedanken durch den Kopf gehen. Meine Idee wäre jedenfalls dann, weg auf Nimmerwiedersehen.

Da mich dieses Buch leider nicht überzeugen konnte, kann ich auch nur 3 von 5 möglichen Pfötchen vergeben.

Bewertung:



Zur Autorin:

Jutta Brettschneider wurde 1962 in Kassel geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. 1988 zog sie von Nordhessen ins Rhein-Main-Gebiet. Derzeit lebt die reiselustige Fashionista mit ihrem Mann in Hattersheim. 

Seit 25 Jahren arbeitet sie als Vertriebs- und Marketing-Assistentin in einem internationalen Konzern. Nebenbei ist sie als freiberufliche Schriftstellerin tätig. „Montagsblues“ ist ihr erster Roman.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 28. Oktober 2014

[Rezension] Martina Schmid - Feed me! Tödliche Gier


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 152
ISBN: 978-3-944-94804-1
Erscheinungstermin:
25. Juni 2014
Preis:
9,95 EUR 
Format:
Taschenbuch
Verlag:
Medu


Klappentext gem. Medu:
Bea ist von Selbstzweifeln geplagt und fühlt sich unattraktiv. Als sich eines Tages plötzlich der gut aussehende Francis für sie interessiert, kann sie es kaum glauben. Endlich scheint sie ihren Traummann gefunden zu haben. Fasziniert davon begehrt zu werden, erfüllt sie nur zu gerne seine sexuellen Wünsche und lässt sich von ihm systematisch füttern.
Bea nimmt rasend schnell zu. Immer mehr. Und mit ihren Rundungen wächst Francis’ Verlangen nach ihr. Ein Teufelskreis. Erst sehr spät durchschaut Bea seinen perfiden Plan – zu spät?


Rezension:
Eigentlich ist die 27-jährige Bea ein ganz normale Frau, wenn auch eine mit einer traumatischen Vergangenheit. Sie ist 1,66 m groß, hat dunkelblondes Haar und wiegt 62,5 kg - also eigentlich alles total normal. Doch eben dieses Gewicht ist es, das Bea das Leben schwer macht, denn irgendwie ist bei ihr alles völlig falsch verteilt, vor allem am Bauch. Über gerade diese Tatsache ist sie todunglücklich, denn egal was sie macht, er geht nicht weg, ja schlimmer noch, ihr Ex-Freund fragte sie mitten im Schwimmbad, ob sie schwanger wäre. Auch die Tatsache, dass ihre beste Freundin Gina, die voll zu ihr steht, leider jene Modelmaße hat, die sie gern hätte, macht ihr Leben kaum erträglicher.

Alles in allem ist Bea mit ihrem Leben und vor allem ihrem Single-Status unzufrieden. Zwar arbeitet sie gerne als Concierge im Holiday Inn, doch kann das wirklich alles in ihrem Leben gewesen sein? Bei einem gemeinsamen Eisessen mit Gina lernt Bea Dr. Francis Cronenberg kennen, einen Tierarzt mit eigener Gemeinschaftspraxis und eine Fitness-Club-Bekanntschaft Ginas. Bea ist sofort fasziniert von Francis, doch schätzt sie ihre eigenen Chancen eher gering ein, denn Francis kommt einem Adonis erstaunlich nahe.

Dann jedoch geschieht in Beas Augen das Unglaubliche - Francis meldet sich fast umgehend bei ihr und bittet sie um ein Treffen. Überglücklich sagt Bea natürlich zu, wie könnte sie nicht, bei solch einem Traummann und tatsächlich kommen sich die beiden schnell näher, doch nicht nur das. Francis scheint keinerlei Probleme mit ihrer Figur zu haben, eher das Gegenteil ist der Fall, er verwöhnt sie kulinarisch nach Strich und Faden und das sie im Laufe der Wochen einige Kilos zunimmt, scheint ihn überhaupt nicht zu stören, sondern im Gegenteil immer mehr anzuturnen. Kann es sein, dass sie in Francis endlich ihren Seelenpartner gefunden hat, der sie so nimmt, wie sie ist und dem ihr Äußeres nicht so wichtig ist bzw. ob sie ein paar Kilo mehr auf die Waage bringt als Otto-Normal-Frau? Francis auf jeden Fall ist entzückt von Bea und hat mir ihr, im wahrsten Sinne des Wortes, große Pläne ...


"Womit habe ich diesen Traummann nur verdient?" (S. 61). Der Plot wurde ausgesprochen realistisch und anschaulich dargestellt. Immer wieder hört man in den Medien von sogenannten "Feedern" und was sich in etwa dahinter verbirgt, kann man relativ schnell in Erfahrung bringen, aber: Wie sind solche Menschen? Wie sind sie dazu geworden? Wie weit gehen sie, um ihren Fetisch auszuleben? Antworten auf diese und viele Fragen mehr wurden in dem Buch sehr anschaulich dargestellt und dennoch, auch nach Beendigung der Lektüre muss ich sagen, ich verstehe solche Menschen nicht und werde es wohl auch nie tun. Das Buch an sich ist jedoch ganz wunderbar erarbeitet worden und führt den Leser langsam und nach und nach in die Materie der Feeder und Feedees ein. Die Figuren wurden ausgesprochen authentisch und natürlich erarbeitet. Diese kamen mir so real vor, dass ich mir immer wieder die Frage stellte: Hat die Autorin mit Feedern / Feedees Kontakt aufgenommen, um diese derart naturgetreu wiedergeben zu können? Ehrlich gesagt weiß ich nicht so genau, was ich von der Figur der Bea halten soll. Sicherlich, zu Beginn ist sie eine ganz normale Frau und entscheidet sich dann scheinbar für den Weg des geringsten Widerstandes bzw. den Weg, der ihr immerwährendes Glück verheißt, doch manchmal fragte ich mich: Wie naiv ist diese Frau mit ihren 27 Jahren, dass sie bestimmte Dinge nicht hinterfragt? Doch ich habe Bea nicht aufgegeben und sie konnte mir doch noch beweisen, dass ich recht daran getan habe, an sie zu glauben. Die Figur des Francis empfand ich als ausgesprochen überzeugend dargestellt, denn ehrlich, wer würde nicht dem smarten, gutaussehenden Tierarzt vertrauen, der noch dazu der Frau seiner Träume jeden Wunsch von den Augen abliest? Doch Vorsicht, der schöne Schein trügt mitunter! Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen emphatisch und auch hart erarbeitet, denn ganz ehrlich, manche Szenen wurden so anschaulich beschrieben, dass ich zwischendrin das Gefühl hatte, ich würde grün anlaufen, denn bestimmte Dinge verursachten mir einfach Unwohlsein und ehrlich, wenn ich bei einem Buch so mitfühle, dann hat mich der Schreibstil voll und ganz in seinen Bann gezogen und überzeugt. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hierbei um ein sehr gut recherchiertes Buch über das Tabuthema Feeder und deren Opfer handelt, dessen Lektüre meinerseits sehr aufschlussreich war und mich mit der Hoffnung zurücklässt: Hoffentlich begegne ich solch einem Menschen nie im Leben.

Bewertung

Die Autorin:
Die „waschechte“ Oberpfälzerin Martina Schmid arbeitete mehrere Jahre in einem großen Wirtschaftsverband. Schon als Zwölfjährige verspürte sie eine große Affinität zum Schreiben. 2002 entdeckte sie ihre Leidenschaft wieder und veröffentlichte mehrere Kinderbücher. Da sie ihre literarischen Fertigkeiten gerne weitervermitteln will, hat sie vor einigen Jahren die „Schreibwerkstatt für Kinder“ ins Leben gerufen. „Feed me“ ist der erste Roman der vielseitigen Autorin, dem noch weitere folgen sollen. (übernommen von Medu)
 

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim




und

Martina Schmid


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Samstag, 26. Oktober 2013

[Rezension] E. M. Ross - Fanatic Angels (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 418
ISBN: 978-3-941-95584-4
Erscheinungstermin:
1. Oktober 2013
Preis:
11,95 EUR 
Format:
Taschenbuch
Verlag:
Medu


Klappentext gem. Medu:
Serienmord oder politisch motivierte Verbrechen? Diese Frage stellt sich das FBI, als drei hochrangige Mitglieder einer rechtsradikalen Partei tot aufgefunden werden. Die Opfer wurden eiskalt exekutiert und die Tatorte mit antifaschistischen Parolen beschmiert.
Nur widerwillig stimmt der erfahrene FBI Profiler Sean Caver zu, diese Fälle zu übernehmen. Die Ermittlungen führen Sean und seine Partnerin Catherine Kampell immer tiefer in den Sumpf der rechtsradikalen Szene. Dabei treffen sie auf den charismatischen, skrupellosen Parteiführer Josef Schreiber. Es wird zu Seans persönlicher Mission, diesem machthungrigen Fanatiker das Handwerk zu legen. Doch die Jagd auf ihn fordert bald weitere Opfer. Der Jäger wird selbst zum Gejagten. Sean muss an seine Grenzen gehen, um sich und sein privates Umfeld zu schützen – und dabei ist ihm jedes Mittel recht.


Rezension:
Ein halbes Jahr ist es her, dass Catherine "Cat" Kampell und Sean einander wieder begegnet sind. Seitdem Cat offiziell als FBI-Agentin vereidigt wurde, haben die Beiden ihre Beziehung öffentlich gemacht, soweit das im Rahmen des FBI möglich ist. Nun wollen sie eigentlich nur ein "normales" Leben führen und endlich klären, was hinter Seans Existenz steckt, doch Don Viggen, Seans bester Freund und Leiter des CASMIRC (Child Abduction and Serial Murder Investigation Resource Center) kommt mit einem neuen Fall auf sie zu. Drei Neonazis wurden förmlich hingerichtet und alle waren Mitglieder beim NNM (Nazism Movement).

Sean hat keinerlei Interesse ein entsprechendes Täterprofil zu erstellen, lässt sich jedoch schlussendlich von Cat und Don dazu überreden. Das dahinter noch ein weiterer Grund steckt, weiß nur Cat, denn einer der Tatorte liegt in Jackson, Mississippi und aus der Gegend kam das letzte Lebenszeichen, das Sean von seiner Mutter hat. Sie beschließen, zusammen dorthin zu fliegen, den Tatort zu besichtigen und anschließend nach seiner Mutter zu suchen, um endgültig Klärung zu erhalten, wie es zu Seans Existenz kam. Tatsächlich gelingt es ihnen, seine Mutter ausfindig zu machen und diese klärt Sean schlussendlich über seine Entstehung auf und was es mit seinem Vater auf sich hat.

Sean ist sich nach wie vor unsicher, ob es sich bei den Morden um Serienmorde handelt oder ob die Opfer ermordet wurden, weil sie Mitglieder der NNM waren. Um dem auf den Grund zu gehen, trifft er sich mit Josef Schreiber, dem Kommandeur der NNM und trifft hier auf einen überaus charismatischen Mann, dessen großes Vorbild Adolf Hitler ist und der versucht, das Dritte Reich nach Amerika zu bringen. Sean muss zugeben, dass es diesem überaus einnehmenden Mann durchaus gelingen könnte, denn seine Vereinigung wird immer bekannter und mit seiner gewinnenden Art und seiner ausgesprochen agilen Intelligenz schafft Schreiber es mühelos, die Leute auf seine Seite zu ziehen. Was Sean zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits ahnt: Es ist nicht immer alles so, wie es scheint ...


Der 3. Band der Angels-Reihe! Der Plot wurde wieder ausgesprochen spannend und lebensecht erarbeitet. Hier sticht ganz besonders ins Auge, dass sich die Autorin intensiv mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigt hat, was da mit unter zu Tage gekommen ist, hätte ich in meinen kühnsten Vorstellungen nicht erwartet. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier besonders ins Auge gestochen ist, dass es nach wie vor neue Facetten in der Figur des Sean zu entdecken gibt und was mir richtig gut gefallen ist das Interagieren zwischen Sean und Cat, denn während Sean abgeklärt, ja teilweise richtig abgebrüht ist, kommt bei Cat teilweise noch der launische Teenager durch und dennoch besitzt sie auf der anderen Seite eine erstaunliche geistige Reife. Fakt ist, Cat und Sean sind ein absolutes Power-Dream-Team, sowohl beruflich, wie auch privat und ergänzen sich fast hervorragend und dennoch finde ich es ausgesprochen reizvoll, wenn diese Beiden dann doch mal aneinander anecken. Den Schreibstil kann ich nur als absolut packend und erschreckend realistisch bezeichnen. Leider, leider ist nun auch Band 3 beendet und ich muss die Feststellung machen: Ich weiß nicht wie die Autorin das schafft, aber die Bücher werden mit jedem Band besser und dabei war ich mir bei den Vorgängerbänden schon sicher, dass eine Steigerung eigentlich nicht mehr möglich ist - ich wurde eines besseren belehrt. Doch woran liegt das? An der hervorragenden Recherche, dem packenden Schreibstil, den realistischen Figuren, dem abwechslungsreich erarbeiteten Plot - alles zusammen macht dieses Buch zu einem ganz besonderen Highlight, dass man nicht so einfach aus der Hand legt und das selbst nach Beendigung des Buches, einen nicht loslässt und den Leser noch nachhaltig lange beschäftigt. So und nun beginnt das Warten auf Band 4 - ich muss einfach unbedingt wissen, wie es mit Sean und Cat weitergeht.

Bewertung

Ein kleiner Nachtrag sei mir noch gestattet. Wisst ihr eigentlich, dass ich bei der Lektüre des Buches fast vom Stuhl gehopst bin? Nein? Wollt ihr wissen warum? Schaut mal hier


Schaut doch heute Mittag noch mal vorbei, dann gibt es nämlich ein ausführliches Interview mit der Autorin.


Von E. M. Ross bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:

E. M. Ross wurde 1962 im Ruhrgebiet geboren. Als Finance Manager war Ross für einen großen amerikanischen Konzern tätig und lebte unter anderem in Frankreich, England, Russland, Singapur, Thailand und China. Im Jahre 2006 kehrte Ross nach Deutschland zurück und wohnt seither im Großraum Frankfurt am Main. „Desperate Angels“ ist Ross’ erster Roman. (übernommen von Medu)







 

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim



und

E. M. Ross


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt und dafür gesorgt haben, dass ich jetzt sehnsüchtig auf Band 4 warte.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

[Rezension] E. M. Ross - Guardian Angels (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 322
ISBN: 978-3-941-95570-7
Erscheinungstermin: 25. November 2012 
Preis: 11,95 EUR
Format:
Taschenbuch 
Verlag: Medu


Klappentext:
Sechs Jahre sind vergangen, seit Nathaniel Caim und Catherine Kampell getrennt wurden. Unter dem Namen Sean Caver ist Nathaniel nun Ausbilder beim FBI in Quantico, als ihm das Mädchen, das mit ihm gemeinsam den Albtraum ihrer Gefangenschaft bei der skrupellosen Sekte Desperate Angels überlebte und seither immer in seinen Gedanken blieb, plötzlich als FBI-Anwärterin gegenübersteht.
Sean ermittelt als Profiler in einer Serie von Kindermorden und nimmt seine beste Schülerin mit ins Team: Catherine. Die Suche nach der Bestie, die drei kleine Jungen verschleppte, missbrauchte und in der Wildnis, an einen Baum gefesselt, sterben ließ, erweist sich als zermürbender Balanceakt, denn sie stoßen im ländlichen Colorado an Betonwände des Misstrauens und Schweigens.
Plötzlich ergibt sich eine Spur, die nach Deutschland führt: Morde, die zwanzig Jahre zurückliegen, doch die gleiche Handschrift tragen. Sean und Cat werden nach Garmisch-Partenkirchen geschickt, um mit Hauptkommissar Peter Becker vom BKA die alten Fälle wieder aufzurollen. Hier kommen die drei einem jahrzehntealten Verbrechen auf die Spur und ahnen nicht, dass sie sich in akute Lebensgefahr bringen, als sie versuchen, die Pläne des Mörders zu durchkreuzen


Rezension: 
Wir schreiben das Jahr 2018. 6 Jahre sind vergangen, seit Nathaniel Caim und Catherine Kampell den "Desperate Angels" knapp entkommen sind und die Sekte zerstört wurde. Seit diesem Tag haben sich die Beiden nicht mehr gesehen, denn Nathaniel wurde in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen und arbeitet seitdem als "Sean Caver" als Ausbilder beim FBI in Quantico und ist Leiter der BAU (Behavioral Analysis Unit). Catherine hingegen zog zu ihrem Vater nach Paris, um dort ihre schulische Laufbahn zu beenden und anschließend ein Studium zu absolvieren. Doch vergessen, vergessen konnten sich die Beiden nie.

Der 20. Juli 2018 startet für Sean Caver eigentlich wie jeder andere Tag. In zwei Wochen treten etwa 200 neue Agenten zur Ausbildung ihren Dienst an und er muss noch die jeweiligen Akten sichten, denn die besten Anwärter, werden von ihm persönlich unterrichtet. 20 Wochen lang Drill und Unterricht am Stück, ohne Erbarmen, doch Sean weiß, seine Agenten, sind die besten von ganz Quantico. Doch Don Viggen, sein bester Freund und mittlerweile Leiter des CASMIRC, setzt diesem schönen Tag ein Ende, denn was er zu verkünden hat, wird Seans Welt ins Wanken bringen. Catherine Kampell hat John McSimmens, den Chef von Caver und Viggen, erpresst, um eine "saubere" Vergangenheit in ihren Akten zu haben, denn Catherine will zum FBI. Auf Grund ihrer Verwicklungen zu Nate und den Desperate Angels, hätte ihr die Aufnahme in Quantico verwährt werden müssen, doch dank McSimmens hat sie eine weiße Weste und auch alle erforderlichen Tests und Prüfungen bestanden - Catherine wird unwiderruflich nach Quantico zur Ausbildung kommen und McSimmens will zudem noch, dass sie in Seans Klasse unterrichtet wird. Doch sie soll nicht bestehen - Sean soll sie so lange quälen und fordern, bis sie freiwillig das Handtuch wirft. Sean, der weiß, was für ihn auf dem Spiel steht, stimmt den Bedingungen zu, doch wie er Catherine kennt, wird diese nicht so leicht klein zu kriegen sein.

Catherine hingegen hat nur ein Ziel: Sie will zum FBI, denn wenn sie ausgebildete FBI-Agentin ist, hat sie Zugang zu den Daten des Zeugenschutzprogramms und kann endlich Nate suchen. Groß ist ihre Freude, als sie ihn gleich beim Rundgang durch das FBI-Gelände erkennt, ist sie doch am Ziel ihrer Wünsche. Doch das Erwachen kommt, als sie die erste Unterrichtsstunde bei ihm hat. Nate jetzt Sean, ist ihr gegenüber unheimlich hart und nichts scheint an den Mann zu erinnern, mit dem sie monatelang eingesperrt war. Catherine wird von Sean härter rangenommen, als jeder andere Agent und nur dem Zuspruch ihrer neuen Freunde ist es zu verdanken, dass sie nicht das Handtuch geworfen hat. Das Ziel ihrer Wünsche hatte sie sich anders vorgestellt.

Dann wird Sean um ein Profiling eines Serienkillers gebeten, der 3 kleine Jungen missbraucht hat und dann gefesselt an einem Baum sich selbst überließ. Keiner der Jungen überlebte. Sean, der nicht genügend Leute hat, nimmt zwei seiner Auszubildenden mit, Robert Briggs und Catherine Kampell. Die drei sehen sich, zusammen mit Don Viggen, die Tatorte an, doch wirklich schlau werden sie aus dem Killer nicht. Was ist seine Motivation? Im Laufe ihrer Ermittlungen finden sie heraus, dass sich im Jahr 1998 in Deutschland eine identische Mordserie ereignet hat - der Täter konnte nie gestellt werden. Handelt es sich um den gleichen Täter? Was erklärt den Zeitraum von 20 Jahren? Und: Werden Sean und Catherine es schaffen, gegen ihre gegenseitige Anziehungskraft zu bestehen oder machen ihre Gefühle für einander sie blind gegenüber dem Täter?


Was für eine Fortsetzung - ich brauche unbedingt mehr davon!!! Der Plot wurde wieder sehr abwechslungsreich und spannend erarbeitet, dem Leser wurden sogar mehrere Möglichkeiten eines Täters eröffnet - aber: ich wusste es von Anfang an!!! Juhu, hätte mich doch auch sehr gewundert, wenn es anders ausgegangen wäre, aber bei dem ganzen Knistern zwischen Sean und Catherine hätte es mich doch sehr überrascht, wenn die Beiden von Anfang an soviel Durchblick gehabt und gleich den Täter gestellt hätten. Da lobe ich mir meine Rolle als neutraler Leser, der es zwar genießt, wenn es zwischen den Beiden knistert, selbst aber einen klaren Kopf behalten kann. Dennoch bietet der Plot viel Abwechslung, sodass etwaige Längen zwischendrin keinerlei Chance haben. Die Figuren wurden wieder sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt. Ich persönlich habe ja eine ausgeprägte Schwäche für Nate/Sean und auch Catherine ist zu einer starken und selbstbewussten jungen Frau herangewachsen. Der Schreibstil hat mich wieder gefesselt und bis zur letzten Seite nicht losgelassen - okay, ich gebe es zu, ich musste das Buch einfach am Stück lesen, ich konnte und wollte zwischendrin einfach nicht aufhören. Leider, leider, heißt es jetzt wieder warten. Der 3. Band der Reihe ist zwar soweit fertig, wird wohl aber erst im Frühjahr erscheinen, dafür wird an Band 4 schon fleißig gewerkelt - mit anderen Worten, ein regelmäßiger Nachschub für mich dürfte so gut wie sichergestellt sein. Von mir aus könnte ich noch Dutzende Bücher mit Nate und Catherine lesen, also, lieber Autor: Immer schön weiter schreiben, es gibt Leser, die warten sehnsüchtig.


Bewertung: 

Von E. M. Ross wurde bereits gelesen und rezeniert:

Die Autorin:
E. M. Ross wurde 1962 im Ruhrgebiet geboren. Als Finance Manager war Ross für einen großen amerikanischen Konzern tätig und lebte unter anderem in Frankreich, England, Russland, Singapur, Thailand und China. Im Jahre 2006 kehrte Ross nach Deutschland zurück und wohnt seither im Großraum Frankfurt am Main. „Desperate Angels“ ist Ross’ erster Roman. (übernommen von Medu)







Wie ich zu dem Buch kam:

An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat und hoffentlich ganz schnell den 3. Band herausbringt - am liebsten schon gestern.

Donnerstag, 20. September 2012

[Rezension] E. M. Ross - Desperate Angels (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 304
ISBN: 978-3-941-95557-8
Erscheinungstermin: Mai 2012 
Preis: 11,95 EUR
Format:
Taschenbuch 
Verlag: Medu


Klappentext:
Drei tote Teenager in Virginia: blutjung, superreich und unschuldig. Man findet jedes der ermordeten Mädchen arrangiert als Engel in weißem Rüschenkleid mit betenden Händen, einem Engelsflügeltattoo und Sperma. Die Spezialeinheit des FBI rekrutiert den jungen Agenten Nathaniel Caim, der die Sonderkommission Angel als Profiler unterstützen soll. Als er undercover mit seiner abgebrühten Partnerin Tandra Romano okkulte Sekten infiltriert, fängt unerwartet für ihn selbst ein abartiger Albtraum an: Tandra wird während eines Rituals brutal vor seinen Augen abgeschlachtet, Nathaniel hält man anschließend monatelang in einer winzigen Zelle in Dunkelhaft, er wird allabendlich tätowiert und vergewaltigt. Knapp mit dem Leben entkommen, doch psychisch wie physisch fürs Leben gezeichnet, muss er bald feststellen, dass er eine Art Galionsfigur der Sekte der Desperate Angels geworden ist. Trotz neuer Identität und Zeugenschutzprogramm heften sich ihm die Desperate Angels und, wie es scheint, auch noch andere Mächte erneut an die Fersen. Der unfassbare Albtraum seines Lebens geht gnadenlos weiter ...


Rezension:
Es ist der 5. Januar 2009, an dem Special Agent Nathaniel Caim seinen ersten Tag beim CASMIRC (Child Abduction and Serial Murder Investigation Resource Center) des FBI hat. Der 26-jährige Nathaniel, kurz Nate genannt, hat seit seiner Ausbildung in Quantico nur ein Ziel - er will in diese Abteilung. Er wird der Soko Angel unterstellt und merkt sehr schnell, dass in dieser Soko alle so sind wie er - hochbegabt, denn Nate hat trotz seines geringen Alters bereits Psychologie und Recht in Stanford studiert. Erst nach Beendigung seines Studiums ließ er sich vom FBI ausbilden, mit dem Ziel für das CASMIRC zu arbeiten.

Gleich sein erster Tag wird zur Feuerprobe, denn die Soko Angel fahndet nach einem Mörder, der junge Mädchen aus wohlhabenden und angesehenen Familien entführt, mehrere Monate gefangen hält und anschließend umbringt. Die Opfer werden immer wie Engel dargestellt. Bisher wurden drei Leichen gefunden. Es handelt sich um die 15-jährige Verona Cornham, Nichte eines Gouverneurs; die 13-jährige Nina Sursack, Tochter eines Großindustriellen und die 16-jährige Eva Sonderburg, Tochter einer berühmten Sängerin. Wie es aussieht, haben sich die Mädchen nicht gewehrt und sind schlussendlich vergiftet worden. Bei allen wurde Sperma gefunden, doch das DNA-Profil ist unbekannt. Nate jedoch fallen ein paar wichtige Indizien auf - die allerdings keinen Schritt weiter zum Täter führen.

Da allgemein davon ausgegangen wird, dass es sich um Sekten- bzw. Ritualmorde handelt, wird Nate zusammen mit seiner Kollegin Tandra Romano undercover in den Einsatz geschickt, um in Frage kommende Sekten aufzusuchen und zu ermitteln. Leider zeichnet sich nicht ganz so schnell ein Erfolg ab, wie Nate es sich gewünscht hat, doch Tandra, Expertin für Sekten und Okkultes, hat von einer neuen Gruppe gehört namens "Desperate Angels", zu der sie versuchen wollen, Kontakt herzustellen. Doch noch während die Beiden auf der Suche nach der Sekte sind, werden sie mitten im Wald entführt. Als Nate wieder zu sich kommt, muss er feststellen, dass sich die "Desperate Angels" seiner und Tandras bemächtigt haben. Was Nate anfänglich für ein Einführungsritual hielt endet in einem Massaker, bei dem Tandra stirbt. Nate selbst wird von der Sekte gefangen gehalten, in völliger Dunkelheit und ihm wird psychische und physische Folter zuteil. Diese Gefangenschaft bezahlt er fast mit seinem Leben, in letzter Sekunde kann er befreit und gerettet werden. Nachdem er außer Lebensgefahr ist, sieht Nate sich gezwungen, sich ein neues Leben aufzubauen, doch die Schrecken des Erlebten lassen ihn nicht mehr los und auch die Desperate Angels sind mit ihm noch lange nicht fertig ...


Was für ein Debüt - ich bin förmlich berauscht! Der Plot wurde sehr abwechslungsreich und immer wieder mystisch angehaucht gestaltet, sodass sich der Leser in etwa die Richtung denken konnte, in die sich das Buch entwickelt, sich allerdings nie sicher sein konnte. Ich persönlich bin von einem harten Thriller (anhand des Klappentextes) ausgegangen und war überrascht und gefesselt als ich feststellte, in welche Richtung sich das Buch entwickelte. Die Figuren, allen voran natürlich Protagonist Nate, wurden sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt. Ich habe regelrecht mitgelitten und mitgebangt, ich wollte Nate schon anfeuern, bis ich mir gerade noch verinnerlichen konnte, dass es sich um ein Buch handelt und Nate es nicht mitbekommen würde, wenn ich ihm zurufe. Ganz besonders gut haben mir hier immer Nates Gedanken in den jeweiligen Situationen gefallen, an denen er Autor den Leser teilnehmen lässt. Der Schreibstil hat mich regelrecht gefesselt und in einen Rausch versetzt, ich konnte und wollte einfach nicht aufhören zu ergründen, wohin mich diese Geschichte führt. Etwaige Längen haben bei diesem Buch definitiv Druckverbot bekommen, nicht eine einzige ist mir begegnet. Gemäß Aussage des Autoren arbeitet dieser bereits an einer Fortsetzung und eines ist klar - ich muss auch die Fortsetzung haben, die hoffentlich bald erscheint, denn nichts ist schlimmer als so angefixt zu werden und dann ewig warten zu müssen, um zu erfahren, wie es weiter geht.

Bewertung: 

Die Autorin:
E. M. Ross wurde 1962 im Ruhrgebiet geboren. Als Finance Manager war Ross für einen großen amerikanischen Konzern tätig und lebte unter anderem in Frankreich, England, Russland, Singapur, Thailand und China. Im Jahre 2006 kehrte Ross nach Deutschland zurück und wohnt seither im Großraum Frankfurt am Main. „Desperate Angels“ ist Ross’ erster Roman. (übernommen von Medu)







Wie ich zu dem Buch kam:

An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat und hoffentlich ganz schnell die Fortsetzung herausbringt - bitte.