Posts mit dem Label Brigitte Kanitz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brigitte Kanitz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 11. Juli 2017

[Rezension] Brigitte Kanitz - Die Herzensammlerin



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (19. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734102928
ISBN-13: 978-3734102929
Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 2,5 x 18,3 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Laura, Besitzerin des Hotels Happy Scheidung hat ein Faible für Romantik. Obwohl ihr Gasthaus zerstrittenen Ehepaaren die Trennung erleichtern soll, reisen die meisten nach nur einem Wochenende in der idyllischen Umgebung frisch verliebt wieder ab. Laura glaubt eben fest an die Liebe, und sie ist auch diejenige, die in der Familie alle zusammenhält. Als sie jedoch aus heiterem Himmel von ihrem Mann verlassen wird, stürzt ihre rosarote Welt in sich zusammen — bis sie merkt, dass sich der attraktive Adrian für sie interessiert …

Zum Buch:
Ein Schlösschen zu erben ist die eine Sache, eine ganz andere, dieses auch zu erhalten.
Laura, die Erbin, hat kurzerhand aus dem Anwesen ein Scheidungs-Hotel gemacht. Die Scheidungswilligen sollen ein paar schöne Tage zusammen haben und das Procedere soll vereinfacht werden. Die Scheidung letztendlich wird zum Abschluss durch Lauras Mann Ralf vollzogen, der Anwalt ist.
Aber Laura hat definitiv einen Hang zur Romantik, so dass nicht nur ein Pärchen noch immer verheiratet abreist.
An dem einen Tag scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, an dem anderen geht Lauras Leben den Bach herunter.
Ralf ist plötzlich der Meinung, er bräuchte Luftveränderung und diese nach Möglichkeit weit weg von Laura.
Lauras Tochter Merle rennt nur noch mit schwarzen Klamotten rum und ihre Oma Theodora, die ebenfalls mit im Haus lebt, ist lebensmüde und will diesem bei jeder Gelegenheit ein Ende setzen.
Laura ist mutlos und storniert bereits gebuchte Zimmer, um in sich selbst zurückzukriechen. Aber Laura ist auch ein Stehaufmännchen, ist harmoniesüchtig und nimmt ihr Leben wieder in die Hände.
Tja, und wer hätte gedacht, dass es plötzlich 2 neue Männer in Lauras Leben gibt, die  sich um sie bemühen...

Die Autorin Brigitte Kanitz kommt ursprünglich aus der Lüneburger Heide und hat scheinbar ihre Heimat nie vergessen. Bildhaft schildert sie diese und nimmt den Leser in ihren Büchern dorthin mit.
Auch die Handlung des vorliegenden Romans lässt die Autorin dort spielen.

In einem kleinen Schlösschen werden 4 Zimmer vermietet, um den Unterhalt finanzieren zu können. Natürlich muss sich die Eignerin was besonderes einfallen lassen, um Gäste anzulocken, so dass sie kurzerhand aus dem ehemaligen Jagdschlösschen ein kleines Hotel "Happy Scheidung" macht. An einem Wochenende können sich die Scheidungswilligen mit dem Gedanken vertraut machen und Montag mit Hilfe von Lauras Mann die Scheidungspapiere unterschreiben.
Laura, hoffnungslos romantisch und doch an die Liebe glaubend, macht es den Gästen nicht leicht, findet man doch Herzen, wohin man schaut. Handtücher, die zu Herzen geformt wurden und auch Steine.
Nachdem ihr Mann sie verlassen hat, fällt sie kurzzeitig in ein Loch und versteht die Welt nicht mehr. An ihre Tochter kommt sie gar nicht mehr ran, die nur noch aufmüpfig und trotzig ist und ihr eigenes Ding machen will.
Ihre Oma muss sie im Auge behalten, da die Dame davon träumt, ihrem Leben ein Ende zu setzen, bislang ohne Erfolg.

Es ist ein turbulentes Leben, in welche Laura gestoßen wird, von Langeweile keine Spur. Zu allem Übel steht auch noch ihre Schwester urplötzlich vor der Tür und im Gepäck einen Mann, der Laura nicht kalt lässt.

Laura ist eine sympathische Protagonistin, die man gern haben muss. Das ein oder andere mal hätte ich sie gern geschüttelt und ihr gesagt, sie möge doch mal ein Machtwort sprechen oder mit der Faust auf den Tisch hauen. Für mich war sie zu ruhig und zu duldsam.
Obwohl ich Laura mochte, war meine bevorzugte Protagonistin im Buch die Oma Theodora. 
Ein wenig verrückt und gaga war sie, aber mit einem flotten Mundwerk versehen, die genau mein Ding war. Sie brachte Schwung und Humor in Lauras Leben, auch wenn diese das nicht wirklich selbst so gesehen hätte.
Diese sorgte auch für die nötige Situationskomik, die mich mehr als einmal zum schmunzeln brachte.

Die Story ist immer in Bewegung, so dass man sich durchweg gut unterhalten fühlt. Eine wunderbare Sommer- und / oder Urlaubslektüre, bei der man nicht viel mitdenken muss, die man einfach auf sich wirken lassen kann.
Es tut sich viel in Lauras Leben und es hat mir Spaß gemacht, sie ein Stück dabei zu begleiten.


Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Blanvalet)
Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. Die Heide und ihre Menschen hat sie dabei von Grund auf kennen- und lieben gelernt. Sie tanzte auf Schützenfesten, interviewte Heideköniginnen, begleitete einen Schäfer mit seinen Heidschnucken über die lilarote Landschaft und trabte mit der berittenen Polizei durch den Naturschutzpark rund um Wilsede. Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Brigitte Kanitz sowie dem Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Von Brigitte Kanitz / Janson / Jacobi wurden gelesen und rezensiert:
        


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 30. Mai 2015

[Rezension] Brigitte Kanitz - Fahr zur Hölle, Schatz!


Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734100054
ISBN-13: 978-3734100055
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,7 x 18,5 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Geh zum Teufel, denkt sich Svea, als ihr schusseliger Nachbar ihre Wohnung überflutet und sie gezwungen ist, wieder bei ihren Eltern einzuziehen. Zu allem Überfluss wird Svea auch noch von ihrem Freund verlassen – weil sie ihm zu langweilig ist. Hätte der mal geahnt, was für aufregende Zeiten Svea bevorstehen! Denn zu Hause erwarten sie Papa Klaas, der eine Geliebte hat, Mama Rieke mit reichlich Prosecco und Oma Lina auf Männerfang. Als Svea über ein altes Buch stolpert, naht Rettung. Denn plötzlich wird alles wahr, was sie sich wünscht – und das Chaos nimmt seinen Lauf ...

Zum Buch:
Endlich hat Svea es geschafft, sich von ihrer etwas chaotischen Familie zu befreien und in eine eigene Wohnung zu ziehen. Über einem Antiquariat wohnt sie nun und über ihr der Besitzer derselben. Dieser ist ihr jedoch sehr unheimlich, irgendetwas scheint er auszustrahlen, das ihr die Gänsehaut über den Rücken laufen lässt.
Ihr Freund Martin hat sie schon mehr oder weniger vor der Renovierung der Wohnung verlassen, weil sie ihm zu langweilig war. Nun sieht sie ihn aber trotzdem jeden Tag auf Arbeit, was ihr sehr schwer fällt, denn sie hängt noch immer an ihm. Er jedoch hält die Beziehung auf einer unpersönlichen Ebene.
Ihr ruhiges Leben ist schlagartig vorbei, als ihr Obermieter nicht nur seine eigene, sondern auch ihre Wohnung flutet und sie sich genötigt sieht, vorübergehend wieder bei ihrer Familie einzuziehen.
Das heißt, zurück zu ihrer Mutter, die in letzter Zeit ein wenig zu oft in die Flasche guckt, ihrem Vater, der scheinbar eine jüngere Freundin hat, ihrer Oma, die wieder um die Häuser zieht und ihren beiden verrückten Zwillingsbrüdern, die es faustdick hinter den Ohren haben.
Und dann findet sie ein Buch, das Wünsche erfüllt...

Ach ja, wie schön wäre es, selbst ein solches Buch zu finden, denn Wünsche hat man immer. Ein wenig an der Figur was ändern, den ein oder anderen Wunsch zu erfüllen, was kann man sich schöneres vorstellen.
Nur leider gehen so manche Wünsche auch in die Hose, denn wenn man wen dahin wünscht, wo der Pfeffer wächst, der muss man auch damit rechnen, dass dieser jemand genau dort landet, nicht nur einen Kontinent weiter, sondern so richtig weit weg.

Brigitte Kanitz hat es wieder geschafft, mich in ihr Buch hineinzuziehen und von der hiesigen Welt kurz abzumelden. 
Svea, die von einem Tag auf den anderen wieder bei ihrer Familie einziehen muss und dort auf chaotische Zustände trifft, ist die sympathische Protagonistin des Buches.
Als sie durch Zufall im Antiquariat das Buch der Wünsche findet und Alexander, der Antiquariat, es sieht, fällt dieser eben mal kurz in Ohnmacht. Und schon ist der Leser neugierig, was es mit dem Buch auf sich hat und welche Geschichte es verbirgt.
Interessiert und mit einem Grinsen im Gesicht habe ich Svea dabei begleitet, wie sie den ein oder anderen Wunsch ausspricht oder auch mal ablehnt.
Logisch, dass Mutter, Oma und Zwillinge ebenfalls Wünsche äußern, die so nicht ganz realisierbar sind. Vor allem die Wünsche der Zwillinge sind so "bescheiden", da kann man einfach nur den Kopf schütteln. 
Obwohl sie sich nichts lieber wünscht, als dass Martin wieder zurück zu ihr findet, wünscht sie sich, dass sich Alexander, den sie so gar nicht mag, sich in sie verliebt.
Auf die Art und Weise sind natürlich Missverständnisse und Komplikationen vorbestimmt.

Der Leser erfährt hier eine turbulente Geschichte, die es in sich hat.
Ich habe Svea und ihre wirklich chaotische und verrückte Familie sehr gern kennengelernt.
Einiges im Buch war überzogen, aber das hat den Spaß beim Lesen nicht gemindert. Ich habe mich köstlich amüsiert.
Das Buch ist sehr gut dafür geeignet, einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Man vergisst seinen eigenen Kram und will nur noch wissen, wie Svea aus all dem Chaos wieder rauskommt. Na ja, ein klein wenig Schadenfreude konnte ich auch nicht wirklich außen vorlassen, denn es gibt schon Momente, wo man sich am Unglück oder Pech von anderen erfreuen kann.

So, wo ist nun mein Buch der Wünsche?


Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Blanvalet)
Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. Die Heide und ihre Menschen hat sie dabei von Grund auf kennen- und lieben gelernt. Sie tanzte auf Schützenfesten, interviewte Heideköniginnen, begleitete einen Schäfer mit seinen Heidschnucken über die lilarote Landschaft und trabte mit der berittenen Polizei durch den Naturschutzpark rund um Wilsede. Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Brigitte Kanitz sowie beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Von Brigitte Kanitz wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 23. Juli 2014

[Rezension] Brigitte Kanitz - Onkel Humbert guckt so komisch



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442381916
ISBN-13: 978-3442381913
Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,1 x 2,7 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Maja Glück würde sich an ihrem 30. Geburtstag am liebsten verkriechen, denn nichts läuft in ihrem Leben so wie geplant. Zu dumm, dass ihre Mutter eine Überraschungsparty organisiert hat … Um diese zu überstehen, trinkt Maja ordentlich einen über den Durst – und stolpert so unglücklich über einen Gartenzwerg, dass sie erst im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Doch etwas ist anders: Plötzlich hört sie Stimmen, die ihr die unglaublichsten Dinge erzählen. Als sie schon meint, verrückt zu werden, klärt ihr Onkel Humbert sie auf: Maja hat den Fluch der Familie geerbt. Sie kann Gedanken lesen …

Zum Buch:
Nicht mal an ihrem 30. Geburtstag ist es Maja Glück vergönnt, in ihrem Bett zu bleiben und die Welt Welt sein zu lassen.
Ihre Freundin lotst sie aus dem Haus, nur damit sie nach Stunden bei der Rückkehr feststellen muss, dass ihre Eltern eine Überraschungsparty für sie organisiert haben mit all ihren Freunden. Apropos Freunde, was für Freunde eigentlich? Eigentlich hat sie nur noch ihre Freundin Jette nach der Trennung von ihrem Freund behalten, alle anderen ehemaligen Freunde sind bei ihrem Ex verblieben.
Also haben ihre Eltern auch ungeliebte ehemalige Schulkameraden eingeladen, oh Gott.
Zu ihrer eigenen Familie kommt natürlich auch der verrückte Onkel Humbert, der inzwischen 92 Jahre alt ist und in einem Altenheim lebt. Keiner kann ihn leiden und alle halten ihn für ein wenig gaga. Wie sollte man es auch anders bezeichnen, wenn man jemanden vor sich hat, der sich plötzlich die Ohren zuhält oder auch unkontrolliert anfängt zu singen.
Naja, lange muss sie ja nicht bei ihrer Feier bleiben, denn als sie über einen Gartenzwerg stürzt, fällt sie auf den Kopf und muss im Krankenhaus ärztlich versorgt werden.
Aber nach dem Aufwachen ist plötzlich nichts mehr wie es war ...

Was ist das jetzt? Sprechen die Leute plötzlich mit unterschiedlich lauten Stimmen zu ihr? Es dauert ein wenig, bis Maja versteht, dass die Leute um sie herum nicht mit unterschiedlich lauten Stimmen zu ihr sprechen, sondern dass sie ihre Gedanken hören kann. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Der Einzige, der versteht, was mit ihr geschehen ist, ist Onkel Humbert. Er erzählt ihr, dass er den Familienfluch, so nennt er das, schon seit Kindertagen hat. Wenn ihm die Stimmen zu viel oder zu laut werden, versucht er sie zu übertönen, indem er anfängt zu singen.
Auch auf die Gefahr hin, dass nunmehr auch Maja alle für Gaga halten, muss auch sie dieses Mittel mehr als einmal einsetzen.

Wie aber auch soll man reagieren, wenn man die Gedanken der eigenen Eltern ständig im Ohr hat, die sich mehr oder weniger immer nur um Sex drehen? Das möchte doch wirklich niemand von seinen Eltern wissen.
Aber sie kommt auch einer Verschwörung auf die Spur, an der ihr Schwager, ihr Chef und der ungeliebte alte Klassenkamerad beteiligt sind. Natürlich geht es dabei auch um viel Geld. Eines steht für Maja fest, sie muss etwas unternehmen, das ist aber verdammt schwer, denn wie soll sie Hilfe bekommen, ohne dass sie sagen kann, woher sie ihr Wissen hat?

Dann ist da noch Mr. Knackarsch oder besser als Dr. Carlo Friedenslieb bekannt, ihr Arzt. Er sieht aus wie Orlando Bloom, oder nein doch nicht, er sieht definitiv besser aus und er ist ein Schnuckelchen. Wie gern hätte sie ihn an ihrer Seite oder doch lieber ihren Chef, der sie auch ab und an so eigenartig ansieht?

Ist schon eine verrückte Sache, die Maja da passiert. Die Gedanken von anderen zu erfahren, mag sicherlich anfangs noch interessant sein, kann sich aber auch gegen einen richten. Man erfährt nicht nur, was sie gerade denken, auch was die Personen planen, gutes wie schlechtes.
Auf einige der Informationen hätte Maja liebend gern verzichtet, z.B. das Wissen über das rege Sexleben ihrer Eltern oder die negativen Gedanken, die die Leute von ihr haben.
Positiv ist jedoch, dass sie auch von einem Komplott Wind bekommt und versucht, das mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu vereiteln.

Maja ist eine Chaotin schlechthin. Vom Freund verlassen und ohne richtigen Job musste sie wieder bei ihren Eltern einziehen. Fettnäpfen treten gehört zu ihren Spezialitäten.
Aber sie ist eine ausgesprochen sympathische und liebenswerte Protagonistin, die ich in mein Herz geschlossen habe, schließlich hat sie ihr Herz am rechten Fleck.
Es ist ein witziger und sehr humorvoller Roman, der aber meines Erachtens nicht ganz an die beiden anderen Familienromane "Immer Ärger mit Opa" und "Oma packt aus" herankommt.

Trotz allem ist es ein sehr schönes Buch zum abschalten und entspannen, bei dem man die Seele baumeln lassen kann.   

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Blanvalet)
Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. Die Heide und ihre Menschen hat sie dabei von Grund auf kennen- und lieben gelernt. Sie tanzte auf Schützenfesten, interviewte Heideköniginnen, begleitete einen Schäfer mit seinen Heidschnucken über die lilarote Landschaft und trabte mit der berittenen Polizei durch den Naturschutzpark rund um Wilsede. Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Brigitte Kanitz sowie dem Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Von Brigitte Kanitz / Janson / Jacobi wurden gelesen und rezensiert:
        


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 16. Dezember 2013

[Rezension] Brigitte Kanitz - Mord mit Schnucke



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344238219X
ISBN-13: 978-3442382194
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,6 cm

Inhalt gem. Blanvalet-Verlag:
Die Heide bebt!
Die Kommissarin Hanna Petersen wird nach Hassellöhne strafversetzt, einem Örtchen in der Lüneburger Heide. Doch die Idylle trügt ... Als ein Tourist bei einer Jagd ums Leben kommt, ist Hanna davon überzeugt, dass es kein Unfall war. Ihre Ermittlungen gestalten sich jedoch schwierig: Eine Heidschnuckenherde verwischt die Spuren im Wacholder, die Hasellöhner schweigen plötzlich wie ein Grab, und der junge Dorfpolizist Fritz Westermann verwirrt Hanna mit seinem Charme. Nur die alte Luise steht ihr bei – mit selbstgebrautem Wacholderschnaps, der alle Probleme dieser Welt lösen soll …

Zum Buch:
Kriminaloberkommissarin Hanna Petersen, die in Hamburg immer bei Beförderungen übergangen wurde, ist in die Pampa strafversetzt worden. Pampa ist in diesem Fall ein Dorf mit 761 Einwohnern namens Hassellöhne in der Lüneburger Heide, in dem sich nicht nur Fuchs und Hase, sondern eher die Heidschnucken Gute Nacht sagen.
Von ihrem Kollegen, Polizeikommissar Fritz Westermann, wird sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen, da er sich selbst den Posten erhofft hatte.
Auch hat sie das ganze Dorf gegen sich, die lieber ihren Vorgänger Karl Överbeck wiederhaben wollten. Die Sache hat nur einen Haken, der war vor 3 Wochen gestorben.

In dieser beschaulichen Gegend passiert 5 Tage nach ihrer Ankunft ein Mord während einer Jagd. Der Veranstalter, Graf Fallersleben ist der Erste, der versucht, den Mord als einen Jagdunfall aussehen zu lassen. Aber darauf lässt sich Hanna nicht ein und gemeinsam mit Fritz Westermann ermittelt sie in alle Richtungen, um den Mörder an den Banker zu finden ...

Brigitte Kanitz ist es gelungen, einen humorvollen Heidekrimi zu schreiben. Die Beschaulichkeit und die ländliche Gegend kann man sich sehr gut vorstellen. Man fühlt sich beim Lesen regelrecht in die Lüneburger Heide versetzt. 

Hanna Petersen hat es nicht leicht, sich in dem Dorf zu behaupten. Sie ist eine Zugereiste und wenn sie Glück hat, könnte man das bereits nach 40 Jahren vergessen haben.
Sie selbst gibt sich in diesem Dorf keine Zukunft, ja ihre Gedanken gehen bereits in die Richtung, nach der Aufklärung des Mordfalles ihre Versetzung zu beantragen.
Zuerst bringt sie den Dorfarzt Johann Johannsen gegen sich, da sie sein Geheimnis entdeckt hat. 
Hanna hat eine seltene Gabe, mit der sie jedoch nicht hausieren geht. Sie kann bei Berührung spüren, ob jemand die Wahrheit sagt bzw. vom Gefühl her erkennen, ob er Böse ist oder nicht. 
Diese Gabe hilft ihr auch bei den Ermittlungen im Mordfall und bringt sie letztendlich auch auf die richtige Spur.

Die Protagonistin ist eine taffe junge Frau, die sich auch in der Männerwelt behaupten kann. Sehr souverän ermittelt sie gemeinsam mit Fritz Westermann in dem Mordfall. Schnell ist es ihr gelungen, Fritz zu überzeugen und gemeinsam mit ihm an einem Strang zu ziehen.
Wunderbar sind auch die Nebenfiguren gezeichnet, voran Hannas Vermieterin Luise, die nicht nur ein Zimmer vermietet, sondern im Dorf bekannt ist für ihren Wacholderschnaps, der oft und gern, auch in Mengen konsumiert wird.
Überhaupt ist es ziemlich trinkfestes Dörfchen, es wird immer und überall getrunken, ohne dass es negative Ausfälle gibt.

Sehr gefallen haben mir auch die Begegnungen mit Alfred, den Hanna gerettet und in ihr Herz gelassen hat.

Eigentlich ist die Suche nach dem Mörder fast schon zweitrangig. Ich hatte mehr meine Freude an den Schlagabtauschen zwischen Hanna und ihrem Kollegen oder mit ihrer inneren Stimme. Immer für einen Schmunzler gut waren auch die Ideen von Fritz, ihre Handymelodien ständig neu zu programmieren. Wer möchte von seinem Handy schon mit "Hallo, hier spricht Edgar Wallace" (Seite 145) geweckt werden?

Ich hatte viel Spaß während des Lesens. Ein humoriger Krimi, der mich mit der Auflösung des Mordfalles überrascht hat.
Ein wunderbarer Plot, der sehr gut umgesetzt wurde.
Wenn ich auch nicht glauben kann, dass alles in der Realität bestehen könnte, schmälert es nicht mein Vergnügen, das ich beim Lesen hatte.

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Blanvalet)
Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. Die Heide und ihre Menschen hat sie dabei von Grund auf kennen- und lieben gelernt. Sie tanzte auf Schützenfesten, interviewte Heideköniginnen, begleitete einen Schäfer mit seinen Heidschnucken über die lilarote Landschaft und trabte mit der berittenen Polizei durch den Naturschutzpark rund um Wilsede. Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Brigitte Kanitz sowie beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Von Brigitte Kanitz wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 18. Juli 2013

[Rezension] Brigitte Kanitz - Lüttjens 02: Oma packt aus



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442380723
ISBN-13: 978-3442380725
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,4 cm

Inhalt gem. Blanvalet-Verlag:
Was ist schlimmer als eine verrückte Familie? Zwei!
Seit die perfekt gestylte Großstadtpflanze Nele in die Lüneburger Heide und in den Schoß ihrer Familie zurückgekehrt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Kaum wird ein Geheimnis gelüftet, schon sitzt Nele samt Oma, Großtante und der riesigen Dogge Rüdiger im VW-Bus auf dem Weg nach Süditalien. Einzig ihr Liebster Paul glänzt durch Abwesenheit. Doch zum Glück ist sie bald viel zu beschäftigt, um sich darüber Gedanken zu machen: Während sie versucht, eine verzwickte Geschichte aufzuklären, überfrisst sich Rüdiger an Tiramisu, und Oma zwingt den Dorfarzt mit dem Küchenmesser zur Notbehandlung …

Zum Buch:
Die Frage, die ich mir nach dem ersten Buch über die Familie Lüttjens "Immer Ärger mit Opa" stellte war, ob man diesen Erfolg wiederholen kann. Die Antwort lautet klar und deutlich: Ja, man kann und das hat die Autorin Brigitte Kanitz mit ihrem Folgeband "Oma packt aus" gezeigt.
Wieder ist es ihr gelungen, den Leser in die Welt der leicht verrückten und chaotischen Familie hineinzuziehen.

Nele, die erfahren hatte, dass man sie als Säugling auf der Schwelle von Familie Lüttjens abgelegt hatte, wusste bis jetzt nichts über ihre Herkunft.
Nun taucht aber urplötzlich Irene Wedekind auf und stellte sich als leibliche Mutter von Nele vor. Auch wird jetzt endlich das Geheimnis gelüftet, warum Nele einen etwas dunkleren Teint hat als alle anderen. Ihr Vater ist ein Italiener, wahrscheinlich einer von der Mafia.
Kaum hat Nele die Neuigkeiten verdaut, beschließt sie, sie will nach Italien, um nun auch ihren Vater kennenzulernen. Gesagt, getan. Da in dieser Familie Alleingänge ohnehin nicht möglich sind, macht sich die komplette Familie Lüttjens inklusive Irene und ihrem "Riesenkalb" Rüdiger in einem quietschbunten Transporter auf den Weg nach Italien ...

Wieder hat man einen Roman über die Familie Lüttjens vor sich, in dem es turbulent zugeht.
Jeder Einzelne hat seine diversen Macken beibehalten. Oma Grete und ihre Schwester Marie sind wie gehabt "Ein Herz und eine Seele", schadenfroh und zickig, wenn es um die jeweils Andere geht. Die Beiden an sich machen dieses Buch schon lesenswert.
Hinzugesellt hat sich in diesem Buch ein großes Geheimnis um Paul Liebling, Neles Freund. Was ist mit ihm, er verschwindet einfach und vertröstet Nele auf später. Nele redet sich alles ein wenig schön, traut sie ihrem Liebsten doch nichts böses zu.
Neue Protagonisten finden sich ein, die das Chaos der Familie nahezu komplett machen. Irene Wedekind und ihr "Schoßhündchen" Rüdiger, der einem Pony von der Größe her glatt Konkurrenz machen könnte. Die Eigenarten dieses Hundes sind schon erstaunlich, kann er doch bei frischen Brötchen nicht widerstehen und frisst Kuchen, bis ihm schlecht ist, und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Nicht zu vergessen die neu hinzugekommene italienische Verwandschaft, Vater, Onkel, Großvater, Cousins und und und...
Missverständnisse und Turbulenzen sind vorprogrammiert, sehr zur Freude des Lesers.

Das lange Warten auf den 2. Teil mit der Familie Lüttjens hat sich gelohnt. Man hält ein Buch in den Händen, das man so schnell nicht wieder weglegt, hat man erst einmal mit dem Lesen begonnen.
Die Protagonisten sind chaotisch, aber ausgesprochen liebenswert. Man muss diese Familie einfach lieben.
Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass es eine Fortsetzung mit dieser Familie geben wird, bei der Chaos, Missverständnisse, aber auch Liebe zu Hause sind.


Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Blanvalet)
Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. Die Heide und ihre Menschen hat sie dabei von Grund auf kennen- und lieben gelernt. Sie tanzte auf Schützenfesten, interviewte Heideköniginnen, begleitete einen Schäfer mit seinen Heidschnucken über die lilarote Landschaft und trabte mit der berittenen Polizei durch den Naturschutzpark rund um Wilsede. Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien.



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Von Brigitte Kanitz wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Lesung] Benefizlesung mit Micaela Jary, Britta Orlowski, Zoë Beck und Brigitte Kanitz

Oh man, was für ein Tag.
4 namhafte Autorinnen hatten angekündigt, gemeinsam zu lesen. Eine Benefizlesung für die vom Hochwasser geschädigten Buchhandlungen. Die Lesung fand dieses mal aber nicht Berlin statt, sondern in Rathenow, ca 100 km von Berlin weg.
Ich (Kleeblatt) wollte unbedingt dabei sein und nahm kurzfristig Urlaub, alles andere wäre Stress.
Nach einer katastrophalen Hinfahrt (Straßen ohne Vorankündigung gesperrt, keine Umleitungen gekennzeichnet, Baustellen ohne Ende) kam ich beizeiten in ein Rathenow an, in dem die Sonne sich so richtig von der guten Seite zeigte. Ich hatte genügend Zeit, um noch ein wenig Sightseeing zu machen.
Was für eine kleine schöne Stadt, leider auch nicht ohne Baustellen.

Hier ein kleiner Blick auf die Stadt




 
Sankt-Marien Andreas Pfarrkirche

 
links: Die Rathenower Schleusenspucker, rechts: Das Kurfürstendenkmal

Der Bismarckturm

Für alles hat die Zeit leider nicht gereicht, aber vielleicht ist das ja ein Grund, um noch einmal hinzufahren.

Die Lesung fand dann in einem Einkaufscenter in der Walther Specht Buchhandlung statt.


Nach einer kurzen Einführung durch die Filialleiterin übernahm Zoë Beck die Moderation.
Nachdem sie alle vorgestellt wurden, erläuterte Micaela Jary, wie es zu dieser Idee der Benefizveranstaltungen für die vom Hochwasser geschädigten Buchhändler kam.
Alle Eintrittsgelder und Spenden des Abends gehen übrigens ohne Abzüge auf ein Spendenkonto, das für diesen Zweck eingerichtet wurde.

Bevor jede Autorin aus einem ihrer Bücher vorlesen dufte, wurde sie ein wenig interviewt.

Von Britta Orlowski, die als erstes lesen durfte, erfuhren wir, dass sie schon seit sie schreiben kann, Geschichten geschrieben hatte. Bis zu ihrem ersten Buch sollte es aber noch Jahre dauern.
Aus diesem las sie uns dann auch vor.

 
Britta Orlowski liest aus "Rückkehr nach St. Elwine"
(wen es interessiert: Die Rezension gab es HIER)

Weiter ging es mit Zoë Beck, von der wir erfahren durften, dass sie zweisprachig aufgewachsen ist. Sie bewundert Autoren, die für historische Bücher fleißig recherchieren, sie selbst wäre jedoch dafür viel zu faul.

    
Zoë Beck liest ihre Geschichte "Ein zufriedener Mann" aus dem Buch "Berlin blutrot"

Nach einer kurzen Pause zum Füße vertreten und Bücher kaufen folgte der zweite Teil des Abends.

Micaela Jary begann aus ihrem Buch zu lesen, jedoch nicht ohne uns vorher zu erzählen, wieso sie ihren Roman in Sansibar spielen ließ und dass ihr schon unmittelbar nach der Geburt prophezeit wurde, dass sie Schriftstellerin werden würde. Wie das Leben so manchmal spielt.


 
Micaela Jary liest aus "Sehnsucht nach Sansibar"
(wen es interessiert: Die Rezension gab es HIER)

Zum Ende des Abends durften wir dann auch noch der Autorin Brigitte Kanitz lauschen. Von ihr erfuhren wir, dass sie in Italien lebt und aus welchem Grund sie 6 Pseudonyme hat. Ob diese Antwort, die wir bekamen, ernst gemeint war... ich weiß nicht :-)

 
Brigitte Kanitz liest aus ihrem neuen Buch "Oma packt aus"
(Die Rezension zu dem Buch geht heute auch noch online)

Nach der Gemeinschaftslesung wurde natürlich auch ein Gemeinschaftsfoto gemacht.

v.l.: Zoë Beck , Britta Orlowski, Brigitte Kanitz und Micaela Jary

Dieser Tag war richtig schön, wenn man von der Fahrt nach Rathenow absieht.
Ich habe viel gesehen, viel gehört und wieder zwei sympathische Autorinnen, von denen ich schon Bücher gelesen habe, sie aber noch nicht persönlich kannte, kennengelernt.
Die 4 Autorinnen waren an dem Abend ein super Team. Jede las aus einem anderen Genre, so dass es eine sehr schöne Mischung des Gehörten gab.
Im Nu war der Abend vorbei. Ich konnte jedoch nicht eher gehen, als bis Brigitte Kanitz all meine Bücher signiert hatte. 
Von Micaela und Zoë hatte ich schon alles signiert, was ich habe und die Bücher von Britta habe ich nur als E-Book. Das ist der große Nachteil von E-Books, aber sie schenkte mir eine Autogrammkarte, über die ich mich genauso gefreut habe.

Tja und dann hieß es Abschied nehmen, denn ich wollte ja auch wieder nach Hause.
Auf der Heimfahrt habe ich noch ein Bild von einer Postmeilensäule gemacht, die ich auf der Hinfahrt nicht fotografieren konnte, weil ich nicht plötzlich stehen bleiben konnte.

 
Laut Postmeilensäule waren es noch 50 km bis Berlin, bis zu mir nach Hause jedoch 88 km

Und noch ein letzter Gruß aus Rathenow, den ich sehr schön fand.


Bis zum nächsten Mal
Monika