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Mittwoch, 18. April 2012

[Rezension] Bulbul Sharma - Der Toten gedenken



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 193 KB
Verlag: Epidu Verlag; Auflage: 1.Auflage (16. März 2012)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

Buchcovertext:
Eine junge Frau, vernachlässigt von ihrem lasterhaften Ehemann, entscheidet sich, ihn "auf sanfte Art" zu töten und stopft ihn mit Essen voll, eine andere kocht wie besessen, eine dritte nimmt sich Geld und kleine Schmuckstücke aus den Taschen ihres Mannes, wo sie die verschiedenen Aromen der Frauen findet, mit denen er zusammen gewesen war ...
Neben dem Ehemann gibt es noch die allgegenwärtige Schwiegermutter, die schon einen Monat nach der Hochzeit in das Schlafzimmer des frisch verheirateten Paares einzieht.
Jedes Portrait ist abwechselnd witzig, bewegend, makaber - eine köstliche Auswahl, die Bulbul Sharmas meisterliches Talent für die Geschichten der kleinen Leute und die Dramen des täglichen Lebens zeigt.


Zum Buch:
Anlässlich der Vorbereitungen zum Todestag eines Angehörigen treffen sich indische Frauen, um das Essen vorzubereiten. Es gibt dabei einiges zu beachten, das den Traditionen entspricht. Während der Zubereitungen unterhalten sich die Frauen und verkürzen sich die Zeit mit Geschichten. 
So findet der Leser hier Geschichten, die sich ums Essen drehen.
Eine Mutter, die ihren Sohn zu Besuch hat, der in den USA lebt, kocht jedes seiner Lieblingsgerichte, um die Liebe ihres Sohnes wieder zu erringen, der sich mit dem primitiven Leben seiner Eltern nicht mehr identifizieren kann oder 2 verstorbene Tanten, die ihrer Nichte im Traum erscheinen und Wünsche äußern.
Einige andere folgen. Sie spielen alle in Indien und bringen dem Leser so ein wenig von den Traditionen und dem Leben in Indien nahe. 
Die Geschichten sind kurzweilig und lassen sich gut lesen.

Aufmerksam bin ich durch das Buch aufgrund des Covers gekommen. Die Idee mit dem Blumenkohl und dem blutigen Messer sprach mich sofort an. Es suggerierte mir, dass es sich hier um Geschichten handelt, die irgendwie mit Kriminalfällen zu tun haben. Dem war leider nicht so.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass das Cover gelungen ist, aber nicht zum Inhalt des Buches passt. 

Ein kleines dünnes Buch, das man gern mal zwischendurch lesen kann.

Bewertung:



Zur Autorin:
Bulbul Sharma ist ein Autorin und Künstlerin. Ihre Werke wurden in viele Sprachen wie Italienisch, Französisch und Finnisch übersetzt. 


An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim


für das Rezensionsexemplar bedanken.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 10. April 2012

[Rezension] Björn Willems - Beiß mich, Käthe!


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 305
ISBN: 978-3-942-58403-6
Erscheinungstermin: 1. Februar 2011 (1. Auflage)
Preis: 14,90 EUR (D)
Format: Taschenbuch
 
Verlag: EPIDU


Klappentext:
Ängste sind nicht dafür da, vor ihnen wegzulaufen. Davon gehen sie nicht weg. Deinen Ängsten musst du dich stellen. Der Glanz, der Käthes Verwandlung in einen Vampir begleitete, ist verschwunden. Das Geschenk ewiger Jugend ist ein Fluch, der Käthe in den Schatten der Menschheit drängt. Sie ahnt nicht, dass man auf sie aufmerksam geworden ist. Sie ist nicht interessiert an Mord und Totschlag, sondern sucht einen Weg, ihrer Einsamkeit zu entkommen. Als ihre Tarnung aufzufliegen droht, verschwimmen die Grenzen zwischen Vampirismus und menschlichem Dasein. Käthe entlarvt die hässliche Seite ihrer Verfolger.....

Rezension:
Charlotte, genannt Lotta, ist mehr als glücklich, eine Ausbildung als Jägerin bei der Gesellschaft für paranormale Phänomene, kurz die "Gesellschaft" genannt, zu machen. Zurzeit arbeitet sie mehr an ihrer körperlichen Fitness, denn an der Theorie, aber allein der Gedanke, sie als Jägerin dieser geheimen Gesellschaft - irgendwann auf der Jagd nach Vampiren und das Gehalt wird auch noch pünktlich und nicht zu knapp bezahlt. Mit anderen Worten: Der perfekte Job für eine 19-jährige junge Frau, die auf Abenteuer aus ist. Außerdem gibt es ja noch ihren Ausbilder Jäger Philip, von dem sie auch gerne mal ein Stückchen abknabbern würde. Zumal der Job herrliche Zukunftsaussichten parat hat, denn die letzte Vampirjagd fand vor über 20 Jahren statt - mit anderen Worten, alles ganz easy.

Was Lotta nicht ahnt, in ihrer Nähe gibt es tatsächlich einen Vampir: Käthe, genannt Königin der Nacht. Sie ist über 200 Jahre alt, doch vom einstigen Glanz ist nichts mehr übrig geblieben. Anstatt ein glamouröses Leben zu führen, wie es in den Büchern und Filmen oft beschrieben wird, arbeitet sie nachts als Krankenschwester in einem Krankenhaus - denn auch ein Vampir muss Miete zahlen. Sicherlich benötigt sie Blut, jedoch nicht so viel, dass sie Menschen aussaugen muss. Eigentlich handelt es sich beim Vampirismus auch eher um eine Krankheit, die die Blutgerinnung verhindert, weswegen sie fremdes Blut zu sich nehmen muss. Sodass auch noch Kosten für Lebensmittel anfallen, denn auch ein Vampir muss essen!

Da Käthe in einem Krankenhaus arbeitet, stibitzt sie ab und an einen Beutel Blut. Nicht so viel, dass es irgendwem auffallen würde, aber so erspart sie sich den Beutefang. In der Tat jedoch bleiben ihre Diebstähle nicht unentdeckt. Die "Gesellschaft", allen voran Patron Horatius fallen diese kleinen Abweichungen von der Norm in diesem bestimmten Krankenhaus auf. Er beauftragt Jäger Philip und Lotta mit den Nachforschungen, ob hier wirklich ein Vampir zu Gange ist. Doch bereits in der ersten Nacht passiert, was nicht passieren soll. Direkt vor dem Krankenhaus wird Jäger Philip von einem Auto angefahren. Käthe, die gerade Feierabend machen will, kommt ihm zu Hilfe und erregt somit die Aufmerksamkeit von Lotta. Diese ist felsenfest davon überzeugt, dass diese junge Frau ein Vampir ist und beschließt diese zu beschatten. Doch ist tatsächlich alles so, wie es auf den ersten Blick aussieht?


Ein Roman mit ganz neuen Ansichten zum Vampirdasein! Der Plot des Buches wurde gut ausgearbeitet, gerade den Aspekt des täglichen Lebens mit dem Vampirismus und den damit verbundenen Schwierigkeiten fand ich sehr gut dargestellt. Die Figuren der Käthe und Lotta wurden wunderbar in Szene gesetzt, wobei ich leider fand, das die übrigen Figuren sehr blass blieben, hier hätte ich mir etwas mehr Hindergrundinformationen gewünscht. Wundervoll fand ich aus dem Leben der Käthe anhand von Rückblenden zu erfahren. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, Käthe sowohl in der Vergangenheit, wie auch in der Moderne darzustellen. Den Schreibstil empfand ich als leicht und angenehm zu lesen, sodass sich das Buch fast wie von selbst gelesen hat.

Bewertung: 

Der Autor:
Björn Willems, geboren am 12. August 1976, lebt, studiert und arbeitet heute in Köln. Schon lange bevor er Autor bei EPIDU geworden ist, hat er die Literatur für sich entdeckt. Bereits in der Schule hat er mit dem Schreiben angefangen. Ursprünglich wollte er Comics entwerfen, allerdings war seine Zeichenkunst hierfür leider nicht gut genug.
Seine schriftstellerischen Vorbilder sind Isaac Asimov und Harry Harrison. Von ihnen hat er gelernt, dass eine spannende Geschichte nicht zwangsläufig auf dem Schlachtfeld spielen muss…
Da er für seinen Roman nach etwas anderem als Science Fiction gesucht habe, und keine Lust hatte, die üblichen Klischees zu bedienen, ist er auf die Idee für “Beiß mich, Käthe!” gekommen.


Zum Facebook-Profil des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim


für die Bereitstellung des Buches bedanken.


Samstag, 13. August 2011

[Rezension] Michael Schröder - Jeder Tag endet mit dem Tod








Eckdaten
Broschiert: 376 Seiten
Verlag: Epidu Verlag GmbH; Auflage: 1 (15. März 2011)
Link zum Bestellen: HIER
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3942584085
ISBN-13: 978-3942584081



Klappentext:
Das war nicht mehr SEINE Welt, die sich drehte...
Was passiert, wenn du immer wieder an den Anfang zurückkehren musst?
Die dreizehnjährige Lisa bittet Elmar Kreuzer, einen bekannten Kripobeamten, um Mithilfe bei der Aufklärung eines Mordfalls. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater das zufällige Opfer eines Raubüberfalls geworden ist.
Elmar ahnt nicht, dass er nun einen Wettlauf gegen die Zeit antreten muss, den nur er alleine gewinnen kann. Da, wo die Realität sich aufzulösen scheint, beginnt sein neues Leben. Dieses Leben endet jeden Tag aufs Neue mit dem Tod. Ein Kommissar, der einen Mörder finden muss, bevor er sich selbst verliert...

Rezension KLEEBLATT
Zum Buch:
Lisa, eine 13jährige Schülerin macht sich auf den Weg nach Karlsruhe zu Elmar Kreuzer, einem Kripobeamten. Er soll ihr helfen, herauszufinden, wer ihren Vater vor 3 Monaten erschossen hat. Die amtliche Untersuchung wurde mit dem Ergebnis Raubmord abgeschlossen, aber nach Lisa's Meinung läuft da irgendetwas nicht "rund".
In der Zeitung las sie über Elmar Kreuzer, dem nachgesagt wird, dass er weder seine Fälle noch seine Opfer aufgibt. Er ist ihre letzte Hoffnung und ihn möchte sie gern mit dem Fall beauftragen.
Elmar fährt Lisa nach Hause, die seit dem Tod ihres Vaters bei der Tante lebt. Er nimmt sich ein Hotelzimmer und beginnt am nächsten Tag mit den Ermittlungen.
Gleich als erstes muss er feststellen, dass die polizeilichen Ermittlungen schlampig durchgeführt wurden. Die Akte des Mordes ist sehr dünn und es fehlen grundlegende Unterlagen. Er führt Befragungen bei den Polizeibeamten durch, die mit dem Fall betraut waren, führt Gespräche mit dem Bürgermeister des Ortes und dessen Sohn, der ebenfalls bei der Polizei ist und dem besten Freund von Lisas Vater.
Elmar erfährt unter anderem, dass Lisas Vater ein ungewöhnliches Hobby hatte, er sammelte Fotos mit den dazugehörenden Geschichten. Waren da vielleicht Fotos dabei, die ihm das Leben gekostet haben?
Als Elmar abends zum Hotel geht, wird er auf offener Straße erschossen.
Am kommenden Morgen wacht er früh in seinem Hotelzimmer auf, es ist noch immer Freitag, der 06.10.2006, der Tag, an dem er mit seinen Ermittlungen begann und das soll auch so lange so bleiben, bis er den Mörder dingfest gemacht hat.
Meine Meinung:
"Und täglich grüsst das Murmeltier". Wer den Film kennt, weiß in etwa, was auf den Leser zukommt. Elmar Kreuzer führt seine Ermittlungen an nur einem Tag durch, immer am 06.10.2006, der Tag, der sich immer wiederholt.
Auch wenn ihm die wiederkehrenden Tage körperliches Unbehagen bereiten, kommt er mit seinen Ermittlungen weiter. Alle Informationen, die er an einem Tag zusammenträgt, bleiben im Gedächtnis erhalten. Für jeden anderen beginnt ein ganz normaler Tag, nur er kann auf sein Wissen von den Vortagen aufbauen. So nimmt er die Möglichkeiten wahr, sein Auftreten und seine Handlungen zu variieren, um ja nichts außer Acht zu lassen.
Leider endet auch jeder Tag mit dem Tod, der wieder einen neuen 06.10. anbrechen lässt. Die Spirale wird erst enden, wenn er den Mörder gefasst hat.

Ein rasant geschriebener Krimi mit einem sympatischen Elmar. Trotzdem es immer um ein und den selben Tag geht, kommt in der Handlung keine Langeweile auf. Als Leser ist man mittendrin. Ein spannungsreicher Krimi, bei dem ich zum Schluss das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen.
Bewertung: Note 1

Rezension Kerry:
Lisa König glaubt nicht, dass ihr Vater bei einem gewöhnlichen Raubüberfall getötet wurde, doch niemand will dem 13-jährigen Mädchen zuhören oder helfen. Über einen Zeitungsartikel wird sie auf Elmar Kreuzer von der Kripo in Karlsruhe aufmerksam, denn in dem Artikel wird er beschrieben als ein Mann, der niemals aufgibt. Lisa entschließt sich, ihn um Hilfe zu bitten.

Elmar Kreuzer ist überrascht, als Lisa bei ihm im Kommissariat auftaucht. Er mag nicht recht glauben, was er dort hört, doch Lisa hat überzeugende Argumente. Sie hat dem ermittelnden Beamten die Akte ihres Vater "entliehen" und übergibt sie Kreuzer. Dieser ist verwundert, dass die Akte so dünn ist, nur sehr wenige Daten und Fotos enthält, ja nicht einmal einen richtigen Autopsiebericht oder einen Ballistikbericht. Lisas Vater wurde erschossen, diese Berichte sind unabdingbar für eine Mordermittlung.

Kreuzer, der kurz vor seinem Urlaub steht und sowieso nicht weiß, was er in der Zeit machen soll, beschließt Lisa nach Hause zu bringen und sich mal umzuhören. Er bringt Lisa zu ihrer Tante und entscheidet sich, ein paar Tage in der Kleinstadt zu bleiben.

Am nächsten Morgen ist er mit Lisa verabredet. Mit ihr will er die zuständigen Beamten aufsuchen und beginnt mit seinen Nachforschungen. Spätestens nach seinem Gespräch mit einem ermittelnden Beamten weiß er, dass etwas vertuscht werden soll, aber was? Er trifft sich außerdem noch mit dem besten und einzigen Freund von Lisas Vater. Auch dieser gibt an, wie alle, die er befragt, dass ihr Vater ein grundehrlicher Mensch war, zwar etwas skurril in seinem Hobby (er sammelte alte Bilder aus der Kleinstadt mit den dazugehörigen Geschichten), ansonsten aber mit jedem gut auskam, keine Feinde hatte und ganz vernarrt in Lisa war. Wer also hatte einen Grund ihn umzubringen? An einen Raubmord glaubt Kreuzer gleich zu Anfang nicht mehr, denn alle wertvollen elektronischen Geräte im Haus wurden stehen gelassen, nur billiger Tand wurde entwendet.

Doch auf dem Weg zurück zu seinem Hotel wird Kreuzer erschossen ... und wacht am nächsten Morgen wieder in seinem Hotelbett auf. Er hat erneut die Chance bekommen, dem Täter auf die Spur zu kommen ...

Eine überaus faszinierende Geschichte über die Jagd nach einem Mörder. Nach seiner Ermordung erhält Kreuzer erneut die Chance, begannenes Unrecht aufzuklären und der kleinen Lisa zu helfen. Das Buch ist wunderbar flüssig geschrieben, auch die verschiedenen Herangehensweisen, den Mörder zu stellen, fand ich einfach großartig. Leider muss ich eine halbe Note abziehen, ich fand es zu klar ersichtlich, wer der Mörder ist und das leider schon von Beginn an.

Bewertung: Note 1-
Auf diesem Weg möchte ich mich ganz herzlich bei


bedanken, die es möglich gemacht haben, dass ich mir dieses Buch aussuchen durfte und beim

die das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt