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Mittwoch, 22. Mai 2013

[Rezension] Stephanie Fey - Carina Kyreleis 02: Die Verstummten




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453409795
ISBN-13: 978-3453409798
Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,8 x 3,4 cm

Inhalt gem. Heyne-Verlag:
Die Toten reden nicht
Die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis entgeht nur knapp einem Unfall. Im letzten Augenblick kann sie dem jugendlichen Geisterfahrer ausweichen. Als sie wenig später dessen Eltern benachrichtigen will, findet sie das Ehepaar tot auf – in bizarrer Hochzeitstracht gemeinsam auf dem Ehebett liegend. Carinas Vater, Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis, übernimmt die Ermittlungen. Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin, doch zunehmend gerät der junge Geisterfahrer in Verdacht.

Zum Buch:
Carina will endlich die Fragen zu ihrer Mutter von ihrem Vater beantwortet wissen und will dies bei einer Autofahrt ansprechen. Da ihr Vater Mattes noch immer an den Auswirkungen seiner Verletzung zu tun hat, fährt Carina das Auto.
Da kommt es fast zu einem Unfall, denn ein Geisterfahrer kommt ihnen entgegen. Ihr Vater kann schlimmes verhindern, indem er das Lenkrad schnell rüberreißt, der Geisterfahrer jedoch hat kurz darauf einen schweren Unfall. Er wird ins Krankenhaus gebracht und ist erst mal nicht ansprechbar. Derweil wollen Carina und ihr Vater die Eltern des Jungen, Olivia und Jakob Loos, vom Unfall berichten. Diese finden sie jedoch tot vor, alles deutet erst einmal darauf hin, dass der Sohn die Eltern ermordet haben könnte.
Als Carina ein weiteres Mal in die Wohnung der Toten kommt, findet sie einen Hinweis darauf, dass es auch noch eine Tochter gibt. Nur wo ist sie hin? Auch der Bruder des toten Jakob, der nebenan wohnt, kann sich keinen Reim über das Verschwinden von Flora machen, denn diese ist wie vom Erdboden verschluckt ...

Der vorliegende Roman ist der 2. Teil mit der Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis.
Auch hier geht sie wieder mit unkonventionellen und nicht ganz legalen Ermittlungen ans Werk.

Wie schon in Band 1 fährt auch hier die Autorin zweigleisig. Auf der einen Seite werden die Ermittlungen zum Mord am Ehepaar Loos und dem Verschwinden der Tochter Flora abgehandelt. Auf der anderen erfährt der Leser die Zusammenhänge um Carinas Mutter.

Auch in diesem Teil bindet sie ein Teil unaufgeklärter deutscher Kriminalgeschichte passgerecht in ihren Roman ein. Stephanie Fey hat sich des Mordanschlages an den Vorsitzenden der Treuhandanstalt Detlef Karsten Rohwedder angenommen und diesen glaubhaft gut mit Hintergründen und Tathergängen umgesetzt. An dieser Stelle alle Achtung an die Autorin, die die tatsächlichen Ereignisse präzise recherchiert hat.

Obwohl dieser Band ein würdiger Folgeband von Teil 1 ist, kommt er meiner Meinung nach nicht ganz an ihn heran. Ich fand ihn in einigen Situationen ein wenig zäh, da passierte nichts. So zog es sich für mich zu lange hin, bis der Vater sich endlich dazu herabließ, Carina etwas über ihre Mutter zu erzählen. Ich hätte mich an der Stelle nicht immer wieder vertrösten lassen.

Auch denke ich noch über eine Erklärung oder Auflösung nach, was es mit Edgars Kopf auf sich hat. Aber vielleicht ist das ja auch schon wieder ein loser Faden, der im kommenden Band aufgerollt wird?

Ein empfehlenswerter Roman, der privates mit beruflichem verbindet und ein Stück deutscher Kriminalgeschichte interpretiert.


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Heyne-Verlag)
Stephanie Fey, geboren 1967, arbeitete viele Jahre als Illustratorin und Malerin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie am Starnberger See.







An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei dem Verlag 

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt habt

Von Stephanie Fey bereits gelesene und rezensierte Bücher: 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt 

Samstag, 20. April 2013

[Rezension] Stephanie Fey - Die Verstummten (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-453-40979-8
Erscheinungstermin: 11. Februar 2013
Format: Taschenbuch

Verlag: Heyne

Klappentext gem. Heyne:
Die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis entgeht nur knapp einem Unfall. Im letzten Augenblick kann sie dem jugendlichen Geisterfahrer ausweichen. Als sie wenig später dessen Eltern benachrichtigen will, findet sie das Ehepaar tot auf – in bizarrer Hochzeitstracht gemeinsam auf dem Ehebett liegend. Carinas Vater, Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis, übernimmt die Ermittlungen. Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin, doch zunehmend gerät der junge Geisterfahrer in Verdacht.


Rezension:
10 Monate sind seit den dramatischen Ereignissen um Carina Kyreleis vergangen (Band 1: Die Gesichtslosen). Trotz der langen Zeit hat ihr Vater noch immer mit den Nachwirkungen zu kämpfen, doch er wäre nicht Matthias Kyreleis, wenn er so leicht aufgeben würde. Doch so leicht, wie Matthias denkt, lässt ihn seine Tochter nicht vom Haken, denn nun weiß sie, was mit ihr nicht stimmt, sie weiß, dass Silvia, die Frau ihres Vaters und Mutter ihrer Schwester, nicht ihre Mutter ist, doch wer ist es? Immer wieder versucht sie, das Thema um ihre leibliche Mutter anzuschneiden, doch bis dato weicht ihr Vater ihr immer wieder aus und die Erkenntnis, dass es anscheinend alle in ihrem Umfeld wussten, trifft sie zudem tief. Bei einer gemeinsamen Autofahrt jedoch will sie endlich Antworten auf ihre Fragen, doch bevor es soweit kommt, kommt ihnen ein Geisterfahrer entgegen. In letzter Sekunde kann Matthias das Lenkrad umreißen, sodass es nicht zu einem Unfall mit ihrem Auto kommt, doch nur wenige Meter weiter verunglückt der Geisterfahrer. Durch das schnelle Eingreifen von Carina und Matthias, überlebt der junge Mann schwerverletzt.

Im Krankenhaus kommt heraus, dass es sich bei dem Geisterfahrer um den 17-jährigen Enrico Loos handelt. Als Carina und Matthias die Eltern verständigen wollen, finden sie in deren Haus nur die Leichen von Olivia und Jakob Loos vor - in ihrer Hochzeitskleidung. Gleich auf den ersten Blick ist klar, dass die beiden ermordet wurden, doch warum? War es Enrico, der daraufhin die Flucht ergriff und als Geisterfahrer endete? Auch Jakobs Bruder, der gleich im Haus nebenan wohnt, weiß nicht, was passiert sein könnte, zumal er gerade mit seiner eigenen Familie zu tun hat, da er erst vor wenigen Tagen Vater eines Sohnes geworden ist. Somit sind Carina und Matthias nach ahnungslos, was passiert sein könnte. Das Blatt scheint sich zu wenden, als Carina erfährt, dass Familie Loos noch ein weiteres Kind hatte - Tochter Flora, die seit diesen Ereignissen nicht mehr aufzufinden ist.

Während Carina es wieder nicht lassen kann und selbstständig ermittelt, steht Matthias nach wie vor vor einem Rätsel, das er nicht wird lösen können, bevor Enrico nicht wieder bei Bewusstsein ist. Derweil jedoch kann ihm Carina immer mehr Details aus dem Leben ihrer Mutter entlocken - auch dass diese starb, als sie 12 Jahre alt war. Doch was hat es mit der ominösen Geburtstagskarte auf sich, die ihre Mutter ihr zur ihrem 12. Geburtstag schickte und die ihr Vater zurückbehalten hat? Carina übergibt die Karte einem Sprachexperten und tatsächlich beinhaltet diese einen Code, dessen Entschlüsselung ihre ganze Welt auf den Kopf stellt ...


Eine gelungene Fortsetzung! Den Plot fand ich wieder sehr ansprechend ausgearbeitet, nach wie vor bin ich von der Vater-Tochter-Beziehung fasziniert und dann die Geheimnisse, die Carinas Herkunft umgeben ... einfach toll umgesetzt. Genial fand ich die Plotaufteilung, in denen der Leser das Geschehen um Carina und Matthias verfolgen kann, jedoch auch, im zweiten Handlungsstrang des Buches, das Geschehen um Carinas Mutter. Die Charaktere wurden wieder sehr facettenreich und tiefgründig erarbeitet und nach wie vor faszinieren mich vor allem Carina und ihr Vater und ihr Verhältnis miteinander bzw. wie sie miteinander umgehen. Den Schreibstil empfand ich wieder als angenehm zu lesen, jedoch fehlte mir auch hier etwas die Aktion. Abschließend kann ich sagen, dass es sich um einen gelungen 2. Band handelt und ich mich bereits jetzt auf weitere Bücher um Carina und Matthias freue.


Bewertung


Von Stephanie Fey bereits gelesene und rezensierte Bücher:

Die Autorin:
Stephanie Fey, geboren 1967, arbeitete viele Jahre als Illustratorin und Malerin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie am Starnberger See. (von Heyne übernommen)

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier





Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 




bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Stephanie Fey - Die Gesichtslosen (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 367
ISBN: 978-3-453-43586-5
Erscheinungstermin: 9. November 2011
Format: Taschenbuch

Verlag: Heyne

Klappentext gem. Heyne:
Wenn Tote nicht mehr zu erkennen sind, wenn ihr Mörder sie entstellt hat oder nur noch Skelettteile übrig sind, wird Carina Kyreleis gerufen. Die junge Rechtsmedizinerin versteht es wie kaum eine Zweite, den Toten Glanz einzuhauchen und ihnen ihre Gesichter zurückzugeben. Nachdem sie zwei Jahre als Knochen- und Mumienexpertin in Mexiko-Stadt gearbeitet hat, kehrt sie nach Deutschland zurück, um am Münchner Institut für Rechtsmedizin einen Neuanfang zu wagen. Kaum angekommen, steht sie vor ihrem ersten Fall. Ein Killer, der seinen Opfern die Gesichtshaut abzieht, um für immer ihr Antlitz zu bewahren.


Rezension:
Die 31-jährige Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis kehrt nach dramatischen Ereignissen in Mexiko nach Deutschland zurück. Sie kann und will nicht mehr in Mexiko leben - zu viel Schmerz ist damit verbunden. Als sie ein überaus interessantes Jobangebot aus ihrer Heimatstadt München erhält, beschließt sie, nach langen Überlegungen, dieses anzunehmen, auch wenn sie sich dann wieder mit ihrer Familie auseinandersetzen muss. An sich liebt sie ihre Familie, dennoch ist es nicht immer leicht mit ihr. Ihr Vater Matthias ist ein sehr angesehener und bekannter Kriminalhauptkommissar und Leiter der Münchner Mordkommission und auch ihre Mutter Silvia ging schon immer in ihrem Beruf als Hebamme voll und ganz auf, sodass es Carina und ihre ein Jahr jüngere Schwester Wanda nicht immer leicht hatten. Wanda hingegen scheint vollkommen aus der Art geschlagen zu sein. Sie ist die Liebenswürdigkeit in Person und dennoch, im Gegensatz zu ihren Eltern, eher unstet, nicht unbedingt verantwortungsbewusst und recht unorganisiert. Dennoch schafft sie es, mit Hilfe ihrer Familie, ihr Leben und das Leben ihres kleinen Sohnes Sandro zu meistern. Die beiden Schwestern stehen sich, trotz ihrer offensichtlichen Unterschiede sehr nah und so war es auch nur Wanda, die wusste, wo sich Carina aufhielt, als diese vor Jahren fluchtartig Deutschland verließ, nur um endlich dem (gutgemeinten) Überwachungswahn ihres Vaters zu entkommen.

Noch gar nicht ganz in München angekommen, nimmt ihr Vater Carina gleich mit zu einem Tatort. Eine Frau wurde auf ihrem Sofa gefunden, anscheinend ein Angriff von ihrem Jagdhundmischling. Ob sie noch lebt oder nicht, können die Polizisten vor Ort nicht sagen, da der Hund sie nicht zum Opfer lässt. Hier lernt Carina den entzückenden Tierarzt Dr. Clemens Schäfer kennen, dem es gelingt, dem Hund habhaft zu werden und die Anwesenden können feststellen, dass das Opfer noch lebt. Doch Carina fallen gleich Ungereimtheiten auf - war dies wirklich die Tat des Hundes?

Kurz nach diesen Ereignissen beginnt Carina offiziell mit ihrer Arbeit und wird auch von den neuen Kollegen herzlich aufgenommen, nur ihre neue Chefin Professor Paula Feininger benimmt sich ihr gegenüber eher ablehnend. Eine Situation, die bei Carina auf Unverständnis stößt, immerhin hatte diese ihr noch in Mexiko das Jobangebot gemacht. Unerwartet erhält Carina eines Tages von Luise Salbeck Besuch. Diese ist überzeugt davon, vor kurzem ihre Schwester Rosa in der Stadt gesehen zu haben - wobei diese nach offiziellen Angaben schon einige Jahre tot und begraben ist. Sie bittet Carina, ihr Gewissheit zu verschaffen, dass diejenige Tote, die begraben wurde, nicht ihre Schwester ist. Solche Aufgaben gehören definitiv nicht zu Carinas neuem Aufgabengebiet und dennoch, irgendwas an Luise rührt sie, sodass sie sich tatsächlich, wider besserem Wissen, an die Recherche macht, was seinerzeit wirklich passiert ist und ob wirklich Rosa Salbeck begraben wurde. Was jedoch zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt, das Verschwinden Rosas und der Angriff auf die Hundehalterin weisen eine Verbindung auf, die schon Jahrzehnte zurückliegt ...


Ein gelungener Auftakt! Den Plot fand ich detailliert und ansprechend ausgearbeitet, besonders gut hat mir hier das Verhältnis zwischen Carina und ihrem Vater gefallen, wo für jeden ersichtlich ist, dass sie sich lieben, Matthias jedoch, ausgerechnet seiner ältesten, mitten im Leben stehenden Tochter, nicht die Freiheiten gewähren will/kann, wie zum Beispiel der jüngeren, flatterhaften Wanda. Die Charaktere wurden sehr facettenreich und tiefgründig erarbeitet und gerade Carina und Matthias üben eine ausgesprochen starke Faszination auf mich aus - von den Beiden bekommte man, so glaube ich, so schnell nicht genug. Auch das Agieren miteinander wurde hervorragend umgesetzt. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei ich mir an manchen Stellen doch mehr knisternde Spannung gewünscht hätte. Alles in allem kann ich sagen, dass mir der 1. Band der Elster-Reihe gefallen hat und ich auch bereites den nächsten Band "Die Verstummten" gelesen habe, dessen Rezension ebenfalls im Laufe des Tages online geht.



Bewertung


Von Stephanie Fey bereits gelesene und rezensierte Bücher:


Die Autorin:
Stephanie Fey, geboren 1967, arbeitete viele Jahre als Illustratorin und Malerin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie am Starnberger See. (von Heyne übernommen)

Zur Webside der Autorin kommt ihr hier





Wie ich zu dem Buch kam:
Nachdem Band 2 schon auf dem Weg zu mir war, musste ich mir natürlich noch unbedingt Band 1 organisieren, nichts ist schlimmer, als eine Reihe nicht von Beginn an zu lesen. Fündig wurde ich dann bei Kleeblatt und habe mir das Buch umgehend geliehen.

Montag, 4. Februar 2013

[Rezension] Stephanie Fey - Carina Kyreleis 01: Die Gesichtslosen




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453435869
ISBN-13: 978-3453435865
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm

Inhalt gem. Heyne-Verlag:
Mit den Augen der Toten
Wenn Tote nicht mehr zu erkennen sind, wenn ihr Mörder sie entstellt hat oder nur noch Skelettteile übrig sind, wird Carina Kyreleis gerufen. Die junge Rechtsmedizinerin versteht es wie kaum eine Zweite, den Toten Glanz einzuhauchen und ihnen ihre Gesichter zurückzugeben. Nachdem sie zwei Jahre als Knochen- und Mumienexpertin in Mexiko-Stadt gearbeitet hat, kehrt sie nach Deutschland zurück, um am Münchner Institut für Rechtsmedizin einen Neuanfang zu wagen. Kaum angekommen, steht sie vor ihrem ersten Fall. Ein Killer, der seinen Opfern die Gesichtshaut abzieht, um für immer ihr Antlitz zu bewahren.

Zum Buch:
Carina Kyreleis ist Rechtsmedizinerin, die lange Zeit in Mexiko lebte und arbeitete. Dort machte sie durch die Modulierung eines Kinderkopfes von sich reden. Prompt wird ihr in München eine Stelle in der Rechtsmedizin angeboten, die sie auch annimmt, nicht ahnend, dass ihr kontrollierender Vater, Kriminalhauptkommissar Matthias Kyrelies, dahintersteckt.
Er ermittelt gemeinsam mit ihr an Mordfällen, in denen den Opfern die Gesichtshaut abgezogen wird. 
Auch ein alter Fall lässt Carina nicht ruhen, als sie von der Schwester einer vor Jahren getöteten Frau um Hilfe gebeten wird. Diese ist der Meinung, sie hätte ihre Schwester erst kürzlich gesehen, aber wie kann es sein, wenn sie doch auf dem Friedhof liegt?
Dann verschwindet ihre Schwester von einem Tag auf den anderen. Ist sie dem Gesichtsmörder in die Hände gefallen? ...

Die Zeitspanne der Haupthandlung umfasst 7 Tage in der Gegenwart. Diese beinhaltet die Suche nach dem Mörder der Frauen, denen die Gesichtshaut abgezogen wurde.
Eine andere Schiene führt die Geschehnisse zurück ins Jahr 1987. Hier erlebt der Leser, wie eine Frau aus Liebe zur Spionin eines Staasimitarbeiters der DDR wurde und die Auswirkungen bis zum Tod vom Chef der Deutschen Bank Alfred Herrhausen.
Der Mord an Alfred Herrhausen wurde bis heute nicht aufgeklärt, aber der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine glaubhafte Ermittlungsgeschichte darüber zu schreiben.

Dass die beiden parallel verlaufenden Handlungsstränge im Zusammenhang stehen, ist anfangs nicht ersichtlich, erschließt sich aber dem Leser so nach und nach.

Die Protagonistin Carina Kyreleis lässt sich von ihrer Familie vereinnahmen. Ihr Vater leidet unter zwangshaftem Kontrollwahn, Mutter und Schwester rufen sie auf den Plan, wenn es ihnen passt.
Am schlimmsten hat sie mit der Kontrolle durch ihren Vater zu tun, der sogar ihre Freunde durchleuchtet. Arbeitsmäßig muss sie die Schuhe füllen, die ihr Vater breitgetreten hat.
Durch ihre enorme Vorstellungskraft und ihr Wissen in der Rechtsmedizin hat sie sich jedoch selbst einen Namen gemacht und erhält letztendlich auch den Respekt, der ihr zusteht.

Der Autorin ist es gelungen, mich von Beginn an in ihren Bann zu ziehen. Es wird Spannung aufgebaut, die sich stetig steigert.
Die Geschehnisse um den Mord von Alfred Herrhausen sind sehr gut recherchiert und umgesetzt.
Die Ermittlungen der Mordfälle sind gut durchdacht und absolut glaubwürdig.

Da es der erste Teil einer neuen Reihe um die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis ist, wurden einige Situationen angesprochen, die aber für den Leser ein offenes Ende haben bzw. die noch nicht beantwortet wurden. So bleibt dem Leser nur die Hoffnung, in dem Folgeband ein paar der Fragen beantwortet zu bekommen.


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Heyne-Verlag)
Stephanie Fey, geboren 1967, arbeitete viele Jahre als Illustratorin und Malerin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie am Starnberger See.





Von Stephanie Fey bereits gelesene und rezensierte Bücher: 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt