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Dienstag, 14. Juli 2015

[Rezension] Jonathan Holt - Folter (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 576
ISBN: 978-3-442-38285-9
Erscheinungstermin: 16. Februar 2015 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet


Klappentext: gem. blanvalet
Die 16-jährige Mia Elston, Tochter des Kommandanten einer US-Militärbasis in der Nähe von Venedig, ist verschwunden. Capitano Katerina Tapo von der venezianischen Polizei und Holly Bolland vom US-Militär werden damit beauftragt, das Mädchen zu finden – und ihnen bleibt nicht viel Zeit. Über eine verschlüsselte Website tauchen Videos von Mia auf – auf einem Stuhl sitzend, gefesselt, nackt. Bildunterschriften besagen: »Laut den USA ist der Entzug sensorischer Reize keine Folter. Ist sexuelle Erniedrigung keine Folter. Ist Waterboarding keine Folter. Sehen Sie heute Abend um 21 Uhr, wie Mia Elston NICHT gefoltert wird.«

Rezension:
Capitano Katerina "Kat" Tapo hat derzeit keinen leichten Stand bei den Carabinieri in Venedig. Nachdem sie die Affäre mit ihrem Vorgesetzten Colonnello Aldo Piola aufgedeckt hat und sich an die Dienstaufsicht gewandt hatte, da sie gegen ihren Willen versetzt wurde, wird sie von den übrigen Polizisten gemobbt und muss sich derzeit wieder um Diebstähle und ähnliches kümmern. Dann meldet sich Second Lieutenant Holly Boland bei ihr. Die beiden haben nach ihrem letzten gemeinsamen Fall kurz zusammen gewohnt, doch das hat einfach nicht funktioniert und auch ihre aufkeimende Freundschaft zerstörte dieses Wohnexperiment, doch Holly braucht Kats Hilfe. Die 16-jährige Mia Elston wurde entführt. Bei Mia handelt es sich um die Tochter von Major Elston, welcher auf dem Stützpunkt Camp Ederle stationiert ist.

Kurz nach Mias Entführung wenden sich die Kidnapper an die Öffentlichkeit. Daniele Barbo, der Erschaffer von "Carnivia" erhielt schon vorher Nachrichten, hat diese allerdings in keinen Zusammenhang bringen können. Nunmehr prangern sie öffentlich die NICHT-Folter der US Army an und werden diese NICHT-Foltermethoden an Mia praktizieren und die Öffentlichkeit mit Filmen über die Cyberwelt "Carnivia" veröffentlichen. Tatsächlich geht das erste Video online - und es werden weitere folgen. Die Entführer bekennen sich zur ADM (Azione Dal Molin). Doch was bezwecken sie damit?

Derweil ermittelt Colonnello Aldo Piola auf der Militärbasis. Dort wurde von einem Demonstranten ein Skelett gefunden. Zwar handelt es sich um kein "neueres" Skelett, doch anhand einer Schusswunde im Schädel ist ersichtlich, dass das Skelett auch noch nicht "so alt" ist. Wer war der Tote und wie kommt es, dass das Skelett erst jetzt wieder auftaucht, auf einem Schaufelbagger? Auf Grund einer Besonderheit am Skelett stellt sich schnell heraus, dass es sich bei dem Toten um den Partisanen Massimilio "Max" Ghimenti handelt, der eines Tages einfach von der Bildfläche verschwunden ist. Hartnäckig hielt sich das Gerücht, dass er in ein Lager gebracht wurde und von dort an verliert sich seine Spur. Das dem nicht so war, ist offensichtlich, denn auch das Grab wird gefunden, er hat diesen Ort niemals verlassen. Wer hat ihn umgebracht? Eine weitere Frage, mit der Piola konfrontiert wird: Sowohl die Entführer bekennen sich zur ADM, wie auch der Demonstrant, der das Skelett gefunden hat. Was haben diese beiden Verbrechen miteinander zu tun? Piola wird zusätzlich mit den Ermittlungen zur Entführung von Mia betraut, doch was wirklich hinter der Entführung des Mädchens? Warum wird das Augenmerk so auf die NICHT-Foltermethoden der USA gelenkt und wird Mia diese Prozedur überstehen?


Der 2. Band der Carnivia-Trilogie! Der Plot wurde spannend und interessant erarbeitet. Faszinierend empfand ich vor allem, wie die 16-jährige Mia auf ihre Entführung reagiert und mit ihren Entführern agiert. Mein Hochachtung, davon bin ich anfänglich nicht ausgegangen. Die Figuren wurden wieder authentisch erarbeitet, wobei mich hier gerade die Figur der Mia regelrecht begeistert hat. Einerseits ist sie wie jede normale Heranwachsende, die Geheimnisse vor ihren Eltern hat und Neugierde auf das Leben der Erwachsenen entwickelt, andererseits wirkt sie, gerade in der Interaktion mit ihren Entführern deutlich reifer, als es ihre 16 Jahre auf den ersten Blick erahnen lassen. Den Schreibstil empfand ich sehr angenehm zu lesen und ich freue mich bereits jetzt auf den finalen Band, der hoffentlich noch einige offene Fragen aufklärt.


Bewertung

Von Jonathan Holt bereits gelesen und rezensiert:


 
Der Autor:
Jonathan Holt studierte Literatur in Oxford und ist heute Creative Director einer Werbeagentur. In seiner Studienzeit verbrachte er einen Sommer lang in Italien und verliebte sich in Land, Leute und das Essen. Seit dieser Zeit kehrt er jedes Jahr nach Italien zurück und bereist das Land. Mit seinem ersten Venedig-Thriller »Marter« eroberte er aus dem Stand Platz 1 der italienischen Bestsellerliste. (von blanvalet übernommen)

Zur Webside der Buchreihe kommt ihr hier
.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag






bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 

[Rezension] Jonathan Holt - Marter (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-442-38258-3
Erscheinungstermin: 17. Februar 2014 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet


Klappentext: gem. blanvalet
»Ein Weib soll keine Männertracht tragen; denn wer solches tut, ist dem HERRN, deinem Gott, ein Gräuel.« 5. MOSE 22,5
Es ist die Nacht von La Befana, und ganz Venedig feiert. Nur auf dem kleinen Platz vor Santa Maria della Salute herrscht tödliche Stille. Der Canale Grande hat eine Leiche angespült: Die Frau liegt auf den Stufen der Kirche, und sie trägt die Robe eines Priesters – ein unaussprechliches Sakrileg, das es in der katholischen Kirche nicht geben darf. Capitano Katerina Tapo wird auf den Fall angesetzt, und sie stößt bei ihren Ermittlungen auf weit schrecklichere Gräuel, in die nicht nur die Kirche verwickelt ist …


Rezension:
Venedig an La Befana - dem Tag der Heiligen Drei Könige: Capitano Katerina "Kat" Tapo will, wie der Rest Venedigs, feiern, doch unverhofft wird sie angerufen und zu einem Tatort gerufen. Kat ist voller Begeisterung, wartet sie doch voller Ungeduld seit ihrer Beförderung zum Capitano auf einen solchen Fall. Vor Ort trifft sie auf Colonnello Aldo Piola, der die Ermittlungen leiten wird. Bei dem Opfer handelt es sich um eine unbekannte Frau, welche wie ein katholischer Priester gekleidet ist. Handelt es sich hierbei um eine Verkleidung im üblichen Sinne oder steckt etwas anderes hinter ihrer Aufmachung? Auch eine recht markante Tätowierung hilft den Ermittlern nicht bei der Identifikation des Opfers.

Derweil trifft Second Lieutenant Holly Boland auf dem örtlichen Stützpunkt ein. Sie wird sich zukünftig um die Hearts-and-Minds-Initiative auf dem Stützpunkt kümmern, welche dazu da ist, die Wogen zwischen der Army und der örtlichen Bevölkerung zu glätten, falls es zu Streitigkeiten oder Unstimmigkeiten kommen sollte. Tatsächlich lässt ihr erster Auftrag nicht lange auf sich warten. Eine Barbara Holton, Chefredakteurin eines Magazins namens "Women Under War" stellt eine Anfrage auf Akteneinsicht zu einem bestimmen Fall. Mit Feuereifer stürzt sich die junge Frau in die Arbeit und will ihr bestes geben, die gewünschten Unterlagen zu besorgen, doch augenscheinlich sind diese nicht verfügbar und wenn, dann nur bruchstückhaft. Als eben jene Barbara Holton kurz darauf tot aufgefunden wird, macht sie die Bekanntschaft mit Capitano Tapo und beide spüren, dass die Ermordung der Frau etwas mit ihrer Anfrage zur Akteneinsicht zu tun hat.


Der italienische Mathematiker und Computerhacker Daniele Marcantonio Barbo hat hingegen ganz andere Probleme. Er kürzlich wurde er vor Gericht aus fadenscheinigen Gründen schuldig gesprochen und wartet nun mehr auf die Verkündung des Urteils. Auf Grund eines besonderen Status kann er bis zur Straffestsetzung diese Zeit in "Freiheit" verbringen. Daniele selbst hat vor Jahren eine digitale Welt namens "Carnivia" erschaffen, doch hierbei handelt es sich nicht um eines dieser Onlinespiele. Vielmehr hat er Venedig virtuell auferstehen lassen und bietet seinen Usern die Möglichkeit, anonym ohne Aufzeichnungen oder die Möglichkeit etwaiger Nachforschungen, zu kommunizieren. Bei ihren Ermittlungen finden Kat und Holly heraus, dass auch das Opfer Barbara Holton in dieser Welt sehr aktiv war und was auch immer der Grund ihrer Ermordung war - Spuren davon befinden sich in Carnivia. Doch um diese zu finden, benötigen sie die Hilfe von Daniele. Dieser hingegen will nur herausfinden, wer ihn verraten hat und ihn hinter Gitter sehen will ...


Der 1. Band der Carnivia-Trilogie! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie der Autor Fakten in das Buch eingearbeitet hat und so ein fundiertes Grundgerüst ersonnen hat, welches im realen Leben durchaus so gewesen sein könnte. Die Thematik des Krieges im ehemaligen Jugoslawien spielt in diesem Buch eine große Rolle und auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Welt war, war ich jedoch zu jung, um alle Hintergründe zu verstehen bzw. fundiertes Wissen dieser Art zu behalten. Der Autor hat es hier jedoch geschafft, diese (grausame) geschichtliche Begebenheit klar und deutlich darzustellen. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Figur der Kat, welche zwar einen ernsten Job bei der italienischen Polizei hat, sich allerdings auch in ihrer ersten Mordermittlung gerne von ihren Gefühlen leiten lässt, was nicht immer empfehlenswert ist, aber dennoch herrlich erfrischend und vor allem menschlich. Die Figur der Holly kam mir anfangs sehr steif vor, dies wandelte sich jedoch im Laufe des Buches. Fasziniert war ich geradezu von Daniele, dem jungen Mann, der bereit ist, für seinen Traum alles zu geben und der durch ein traumatisches Kindheitserlebnis seelisch und körperlich gezeichnet ist. Den Schreibstil empfand ich sehr angenehm zu lesen und ich freue mich bereits jetzt auf den 2. Band der Reihe "Folter".


Bewertung

Von Jonathan Holt bereits gelesen und rezensiert:

 
Der Autor:
Jonathan Holt studierte Literatur in Oxford und ist heute Creative Director einer Werbeagentur. In seiner Studienzeit verbrachte er einen Sommer lang in Italien und verliebte sich in Land, Leute und das Essen. Seit dieser Zeit kehrt er jedes Jahr nach Italien zurück und bereist das Land. Mit seinem ersten Venedig-Thriller »Marter« eroberte er aus dem Stand Platz 1 der italienischen Bestsellerliste. (von blanvalet übernommen)

Zur Webside der Buchreihe kommt ihr hier
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Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag






bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.