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Samstag, 30. Juli 2016

[Rezension] Guillaume Musso - Vierundzwanzig Stunden



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Pendo (1. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866124015
ISBN-13: 978-3866124011
Originaltitel: L'instant présent
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,8 x 21,6 cm

Inhalt gem. Pendo:
Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...

Zum Buch:
Während seine Geschwister das ganze Erbe des Vaters bekommen werden, vermacht dieser ihm, Arthur Costella, einen Leuchtturm. Das Erbe wird vorab vergeben, der Vater, der nicht sein leiblicher ist, lebt noch einige Jahre.
Den Leuchtturm am Cape Cod erhält er mit der Auflage, nie eine bestimmte Tür im Keller zu öffnen. Diese wurde vor Jahren von seinem Vater zugemauert.
Da Verbote dazu gedacht sind, sie zu umgehen, war es auch für Arthur klar, dass er auf seinen Vater nicht hören würde und begab sich als erstes in den Keller. Dort öffnete er die Tür und befand sich in einer anderen Zeit ...

Arthur durchlebt sein Leben in Sprüngen. Kaum ist er angekommen, springt er in eine neue Zeit. Die magische Zahl ist 24. 

Es ist schwer, diesen Roman zu rezensieren, ohne zuviel von ihm preiszugeben.
Durch die Sprünge, die Arthur macht, durchlebt er kurz einige Zeit im "realen" Leben. Dieses aber sehr intensiv, denn er weiß nicht, wann der nächste "Sprung" in die nächste Zeit erfolgen wird, er kennt nur die Vorzeichen.

Trotz dieser kurzen Episoden in seinem Leben gelingt es ihm, Lisa kennenzulernen. Diese soll ihm dabei helfen, seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Warum er ihn befreien will, lasse ich hier mal offen.

Lisa wird ihn eine ganze Zeit seines Lebens begleiten, sie trifft man in den verschiedenen Sprüngen immer wieder. 
Es ist ein Leben zum Abgewöhnen, das Arthur lebt, aber er weiß, dass es irgenwann ein Ende mit dem Springen geben wird.

Die Bücher von Guillaume Musso sind immer Bücher, die man nicht aus der Hand legen möchte. So ging es  mir auch mit diesem Buch. 
Es ist eine eigenartige Geschichte, die man zu lesen bekommt, fremd und doch real. 
Als Leser fragt man sich das ganze Buch lang, was soll das, worauf wird diese Geschichte hinauslaufen. Man erkennt keinen Sinn darin, die Sprünge, das kurze intensive Leben in der realen Zeit. 
Was für ein Buch ist das? Fantasy oder was auch immer? Diese Frage wird neben allen anderen, die im Laufe des Buches auftauchen, am Ende beantwortet.
Es ist ein Ende, auf das man nicht vorbereitet ist. Meine Gedanken gingen in alle möglichen Richtungen, es war jedoch kein richtiger dabei. Und doch macht die Geschichte Sinn, lässt einen inne halten und sich besinnen.

Das ist ein Buch, das ich mit einem "Wow" für mich beendet habe.
Ein Musso geht eben immer und auch diesen empfehle ich gern weiter. Man sollte jedoch gewahr sein, dass sich erst einmal eine unglaubhafte Geschichte dahinter verbirgt.

Bewertung:



Zum Autor:

(Text von Pendo Verlag)
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.

Von Guillaume Musso wurden gelesen und rezensiert:
     

Weiteres zum Autor unter www.guillaumemusso.com

Die Bibliographie seiner Bücher findet ihr auf unserer Autorenseite



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 23. Mai 2016

[Rezension] Guillaume Musso - Vielleicht morgen



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (9. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349230768X
ISBN-13: 978-3492307680
Originaltitel: Demain
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,2 x 18,7 cm

Inhalt gem. Pendo:
Seine Philosophielesungen sind stets überfüllt, als Harvard-Professor hat er es geschafft – eigentlich müsste Matthew Shapiro glücklich sein. Er ist es aber nicht. Jedenfalls nicht mehr, seit der Tod seiner Frau ihn und ihren gemeinsame Tochter einsam zurückließ. Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein hat sich mit ihrer Anstellung im Sterne-Restaurant »Imperator« beruflich ihren Traum erfüllt. Doch der Erfolg konnte sie nicht vor der tiefen Krise bewahren, die die Trennung von ihrem Liebhaber François in ihr auslöste. Zu tief sitzt der Schmerz über seine Entscheidung, nach Jahren des Hinhaltens doch bei seiner Frau und den Kindern zu bleiben. Seitdem ist das Lächeln aus Emmas Leben verschwunden. Bis zu dem Tag, als Matthew auf einem Flohmarkt etwas kauft, das ihr Leben für immer verändern wird: Einen gebrauchten Laptop mit der Signatur »Emma L.« …

Zum Buch:
Als der Harvard-Professor Matthew Shapiro auf dem auf einem Flohmarkt gekauften Laptop noch Fotos vorfindet, schreibt er die ehemalige Besitzerin per Mail an, was er mit den Fotos machen soll.
Die Vorbesitzerin Emma Lovenstein antwortet prompt, dass es nicht sein kann, denn sie hätte ihren Laptop nicht verkauft. 
Es entsteht eine angeregte Unterhaltung, bei der sie sich kurz entschlossen für den kommenden Tag in einem angesagten Restaurant verabreden.
Beide finden sich pünktlich ein und beide erleben das Gefühl, sitzengelassen zu sein, denn der jeweils andere trifft nicht ein.
Es dauert ein wenig, bis sie nach einer weiteren Korrespondenz miteinander feststellen, dass sie sich in jeweils verschiedenen Jahren befinden. Während sich das Leben von Emma im Jahr 2010 abspielt, befindet sich Matthew bereits ein Jahr später, im 2011.
Die Akzeptanz Emmas von genau dieser Tatsache dauert lange, ja sie hält Matthew sogar für einen Spinner.
Matthew hingegen schöpft Hoffnung, lebte doch 2010 seine über alles geliebte Frau Kate noch, die Heiligabend vor einem Jahr tödlich verunglückte.
Nun bittet er Emma, dafür zu sorgen, dass dieser Unfall niemals stattfinden wird...

Was für ein Buch! 
Ich mag die Bücher von Guillaume Musso, seine Art zu schreiben und Spannung zu erzeugen, sind einfach mitreißend.
Zu Beginn des Buches fühlte ich mich in den Film "Das Haus am See" mit Keanu Reeves und Sandra Bullock hineinversetzt und machte mir so meine Gedanken, wer wohl von wem abgekupfert hat.
Aber bald musste ich feststellen, dass sich das vorliegende Buch in eine völlig andere Richtung entwickelte als der Film.

Von da ab hieß es, Konzentration und keine Müdigkeit vortäuschen, denn man kann es nicht mehr aus der Hand legen.
Dieses Buch birgt Überraschungen in sich, die weder vom Cover noch vom Klappentext her ersichtlich sind. Man wird als Leser völlig überrumpelt und in eine Geschichte hineingezogen, die Spannung vom allerfeinsten verspricht.

Es ist keine Zeitreise, aber es gibt sie, die Verbindung in eine andere Zeit. Eine Verbindung zwischen Dezember 2010 und Dezember 2011, die nur mittels eines Laptops, dem bewussten Laptop, das Matthew gekauft hatte, Bestand hat.
Die Story ist so genial aufgebaut und so unerwartet, dass man eigentlich nicht möchte, dass sie aufhört. Man wird vorangetrieben, will man doch wissen, wie alles ausgehen wird, nachdem einige Gegebenheiten verändert wurden.
Die Geschichte driftet schon fast in einen Thriller ab. Neben der anhaltenden Spannung punktet der Roman ebenfalls mit Dramatik und jeder Menge Emotionen. Mir standen sogar die Tränen in den Augen, so sehr habe ich mitgelitten und mitgehofft.

Am Ende steht man mit der Frage da, was darf Liebe und wie weit kann man gehen? 

Ich möchte gar nicht mehr zu dem Buch sagen, das sollte man wirklich allein herausfinden. 
Für mich war das wieder eine Bestätigung, dass man einen Musso immer unbedenklich in die Hand nehmen kann und nicht enttäuscht wird.

Für dieses Buch gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.


Bewertung:



Zum Autor:

(Text von Pendo Verlag)
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.

Von Guillaume Musso wurden gelesen und rezensiert:
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Die Bibliographie seiner Bücher findet ihr auf unserer Autorenseite



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 29. September 2015

[Rezension] Anne Hertz - Die Sache mit meiner Schwester



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3866123632
Erscheinungstermin: 10. März 2014
Format: Hardcover
Verlag: Pendo


Klappentext gem. Pendo:
Von wegen ein Hertz und eine Seele!
Die Schwestern Heike und Nele könnten nicht unterschiedlicher sein. Heike ist glücklich verheiratet, hat drei Kinder und lebt in einem Haus mit Garten im Vorort. Nele ist unsteter Single und genießt das Großstadtleben in vollen Zügen. Kurzum: Sie leben in zwei Welten und gehen sich aus dem Weg. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist ihr Pseudonym »Sanne Gold«, unter dem sie erfolgreich Romane veröffentlichen – doch selbst die schreiben sie in Wahrheit nicht mehr selber. Nur noch für öffentliche Auftritte machen sie gute Miene zum bösen Spiel. Nach einer gemeinsamen Talkshow kommt es zur Katastrophe: Heike wird bei einem Unfall schwer verletzt. Voller Schuldgefühle beginnt Nele, ihr bisheriges Geschwisterleben zu rekapitulieren und stellt sich die Frage, wie das alles nur so weit kommen konnte. Bald schon findet sie Antworten, die das Leben der beiden vollkommen auf den Kopf stellen ...


Rezension:
Heike Bachmann und Nele Krüger sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Heike glücklich verheiratet und dreifache Mutter ist, genießt die jüngere Nele ihr Singleleben in vollen Zügen. Doch so wenig sie gemeinsam haben - etwas verbindet sie und zwar "Sanne Gold", denn hierbei handelt es sich um das Pseudonym der Beiden, unter dem sie heitere Frauenliteratur veröffentlichen. Sie sind froh, wenn sie einander nicht sehen müssen, gerade Nele genießt die Zeit fernab ihrer Schwester, denn eigentlich, ja eigentlich, hätte auch sie gerne eine Familie, doch das hatte bisher nie geklappt und so ist es besser, sich von alledem fernzuhalten.

Mit Müh und Not bringen sie gemeinsame Auftritte hinter sich, denn als Sanne Gold ist man ja eine Einheit und hält immer zusammen und überhaupt verstehen sich die beiden Schwestern blendend (zumindest für die Öffentlichkeit). "Drei nach Drei" ist die Sendung für die moderne Hausfrau und hat sehr gute Einschaltquoten, von daher nimmt Sanne Gold die Einladung zu einer kleinen Plauderstunde nur zu gern an (irgendwie werden Heike und Nele das schon zivilisiert und lächelnd hinter sich bringen). Eigentlich läuft alles ganz gut, doch als die Zuschauer telefonische Fragen stellen dürfen, platzt die Bombe. Ausgerechnet die letzte Anruferin ist es, die das wohlgeordnete Kartenhaus der Sanne Gold zum Einstürzen bringt, denn es handelt sich bei dieser Dame ausgerechnet um die Ehefrau von Neles Liebhaber. Doch als wäre das nicht genug, keift die Dame so nebenbei in der Live-Talkshow auch noch heraus, dass die Bücher von Sanne Gold gar nicht von Heike und Nele geschrieben werden, sondern sie schon seit Jahren einen Ghostwrither beschäftigen.

Nach diesem katastrophalen Erlebnis will Nele nur noch eines - ganz weit weg von dem Aufnahmestudio und sich am liebsten in ihrer Wohnung verkriechen. Da hat sie jedoch die Rechnung ohne Heike gemacht, die sich prompt in Neles Auto setzt und sie noch während der Fahrt zur Rede stellt. Nele beschließt, Heike nach Hause zu fahren und danach nie wieder ein Wort mit ihr zu wechseln - doch noch während der Fahrt kommt es erneut zu heftigen Streitereien, sodass das Nele die Kontrolle über ihr Auto verliert. Sie kommt später im Krankenhaus zu sich, leicht lädiert, aber am Leben, muss jedoch erfahren, dass Heike auf Grund ihrer schweren Verletzungen in ein künstliches Koma versetzt wurde. Nele ist am Boden zerstört und als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, fasst sie einen Entschluss. Bis es ihrer Schwester wieder besser geht und sie wieder nach Hause kann, wir Nele sich um deren Familie kümmern und ihren (eher ungeliebten) Schwager entlasten. Schnell muss sie einsehen, dass das Führen eines Haushaltes mit drei Kindern alles andere als ein Kinderspiel ist und langsam aber sicher fängt sie an zu begreifen, wie viel ihr in Wirklichkeit noch an ihrer großen Schwester liegt - wenn sie nur wieder aufwachen würde ...


Geschwisterliebe? - von wegen! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ich glaube, jeder der ein Geschwisterkind hat, kann im Ansatz sicherlich nachvollziehen, wie es mitunter dazu kommen kann, dass man sich so richtig verkracht. Hier ist die Situation jedoch eine andere, denn die Beiden (allen voran Nele) wollen ohne einander, können aber auf Grund ihrer Sanne-Gold-Karriere nicht. Die Figuren wurden  facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei ich hier sehr große Sympathien für die Figur der Nele entwickelt habe, denn irgendwie konnte ich sie voll und ganz verstehen, auch wie sie reagiert hat, vor und nach dem Unfall und ganz ehrlich, die Frau ist tough, mit ihr würde ich mich nicht anlegen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch aus Sicht von Nele erzählt wird und sie nun wirklich kein Blatt vor den Mund nimmt und mitunter genau das sagt, was ihr gerade durch den Kopf geht - was durchaus zu höchst interessanten Situationen führt.

Bewertung

Von Anne Hertz wurde bereits gelesen und rezensiert:



Von Wiebke Lorenz wurde bereits gelesen und rezensiert:



Von Frauke Scheunemann wurde bereits gelesen und rezensiert:



Zu den Autorinnen:
(Text übernommen von Pendo)
   
(Fotos: v.l.: Wiebke Lorenz, Frauke Scheunemann)

Anne Hertz ist das Pseudonym der Hamburger Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen Großteil ihres Lebens miteinander verbringen. Bevor Anne Hertz 2006 in Hamburg zur Welt kam, wurde sie 1969 und 1972 in Düsseldorf geboren. 50 Prozent von ihr studierten Jura, während die andere Hälfte sich der Anglistik widmete. Anschließend arbeiteten 100 Prozent als Journalistin. Anne Hertz hat im Schnitt 2,5 Kinder und mindestens 1 Mann.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch hatte ich mir von meiner Mutter geliehen.

Samstag, 20. Dezember 2014

[Rezension] Gisa Klönne - Die Wahrscheinlichkeit des Glücks



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Pendo; Auflage: 2 (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123744
ISBN-13: 978-3866123748
Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 4,2 x 22,1 cm

Inhalt gem. Pendo:
Frieda Telling ist solide verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und mit 49 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als Astronomin. Ihre Leidenschaft gilt der Suche nach einer zweiten Erde. Doch am Tag der Verlobung ihrer Tochter ändert sich alles, denn Aline läuft vor ein Auto und fällt ins Koma. Offenbar hat das Geschenk von Friedas Mutter Aline völlig verstört: ein zerrissenes rotes Halstuch. Kann ein Stück Stoff so viel Macht haben? Gab es eine geheime Liebe im Leben von Friedas Mutter? Friedas Suche nach der anderen Hälfte des Halstuchs und seinem Besitzer führt sie in die Vergangenheit und schließlich nach Siebenbürgen. Doch die Spur verliert sich im Jahr 1948 in einem sowjetischen Gefangenenlager. Und der Mann, der Frieda helfen kann, berührt sie viel mehr, als ihr lieb ist.

Zum Buch:
Im gesamten Weltall muss es mindestens noch einen Planeten geben, der der Erde ähnelt. Frieda Telling, Astrophysikerin, hat sich als erklärtes Ziel gesetzt, diese zu finden. Sie lebt für ihre Arbeit. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist leicht gespannt, fällt aber nicht mehr ins Gewicht, da diese inzwischen dement ist. Aber auch zu ihrer Tochter Aline hat sie kein so inniges Verhältnis, wie man es gern denken möchte. 
Aline hat ihre Eltern eingeladen, zur Premiere eines neues Ballettstückes zu kommen, wo sie mit ihrem Freund die Hauptfiguren tanzen werden. Im Anschluss will sie sich mit ihm verloben.
Doch dazu kommt es nicht mehr, denn als Frieda ihr ein Geschenk ihrer Großmutter mitbringt, springt Aline verstört auf und läuft vor ein Auto.
Schwer verletzt fällt sie ins Koma.
In dem Geschenk befand sich die Hälfte eines rotes Tuches, dessen Geschichte Aline von ihrer Großmutter kannte.
Frieda, die völlig ahnungslos ist, macht sich auf die Suche nach der Geschichte, weil sie das Gefühl hat, nur dadurch zu Aline vordringen zu können...

Während ihrer Suche nach der Wahrheit trifft Frieda auf Arno, einem Autor. Dessen Vater war gerade gestorben und wartet in einer Urne auf seine Überführung nach Siebenbürgen, wie es sein letzter Wunsch gewesen ist. Arno hält nicht viel von der Idee, so dass er sich nicht überwinden kann, zurück in sein Heimatland zu gehen und seinen Vater zu beerdigen.
Es taucht ein Foto auf, auf dem Arnos Vater gemeinsam mit Friedas Mutter zu sehen ist.
Frieda muss erkennen, dass sie vieles über ihre Mutter nicht wusste, dass diese bewusst einige Puzzles ihres Lebens nie angesprochen hat.
Alles führt zurück nach Siebenbürgen, so dass sie sich gemeinsam mit Arno doch auf die Reise dorthin begibt. Sie hoffen, von Arnos Schwester, die wieder zurückgezogen war, Informationen zu erhalten.

Alles scheint in Siebenbürgen begonnen zu haben, und die Internierung im KZ Sachsenhausen, wo Friedas Mutter und Arnos Vater eine Zeit nach dem Zusammenbruch des Hitlerreiches verbrachten, bleibt lange Zeit im Dunkeln.

Frieda muss feststellen, dass es nicht nur Geheimnisse im Leben ihrer Mutter gibt, sondern dass auch sie belogen wurde, von Menschen, denen sie vertraute.

Ein Buch, das die Gegenwart mit der Vergangenheit miteinander verbindet. Ein Stück deutscher Geschichte wird belichtet und dem Leser nahe gebracht. Für mich traten Fakten zutage, die mir nicht bewusst waren.

Während Frieda versucht, das Rätsel um das rote Tuch zu lösen, treten neue auf, die vieles von dem, was ihr bekannt und vertraut war, auf den Kopf stellt. Die Gelegenheit, ihre Mutter zu fragen, ist wegen der fortschreitenden Demenz nicht mehr möglich. 

Es ist nicht nur ein Gang in die Vergangenheit, sondern auch ein Gang zur Wahrnehmung ihrer eigenen Probleme, auch ihres Verhältnisses zu ihrer Tochter.
Frieda ist jetzt nicht die Protagonistin, die Herzenswärme ausstrahlt oder die einem schlagartig sympathisch ist. Ganz im Gegenteil. Sie strahlte auf mich eine Gleichgültigkeit ihrer Tochter gegenüber aus, die erst durch den Unfall Risse bekam, die sie auf das Wesentliche zurückkatapultierte.

Ein wenig konstruiert fand ich den Auslöser für den Unfall von Aline. Das kommt mir persönlich nicht wirklich glaubhaft rüber. 
Sehr gut recherchiert scheint mir aber das Leben in Siebenbürgen sowohl heute wie zur damaligen Zeit wie auch die Zustände im Lager Sachsenhausen.

Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.


Bewertung:  




Zur Autorin:
(Text übernommen von Pendo)
Gisa Klönne, geboren 1964, ist die Autorin von fünf erfolgreichen Kriminalromanen um die Kommissarin Judith Krieger. 2013 legte die unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnete Autorin mit »Das Lied der Stare nach dem Frost« erstmals einen Familienroman vor. Gisa Klönnes Romane sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Köln.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 10. März 2014

[Rezension] Anne Hertz - Die Sache mit meiner Schwester



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Pendo (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123639
ISBN-13: 978-3866123632

Inhalt gem. Pendo:
Die Schwestern Heike und Nele könnten nicht unterschiedlicher sein. Heike ist glücklich verheiratet, hat drei Kinder und lebt in einem Haus mit Garten im Vorort. Nele ist unsteter Single und genießt das Großstadtleben in vollen Zügen. Kurzum: Sie leben in zwei Welten und gehen sich aus dem Weg. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist ihr Pseudonym »Sanne Gold«, unter dem sie erfolgreich Romane veröffentlichen – doch selbst die schreiben sie in Wahrheit nicht mehr selber. Nur noch für öffentliche Auftritte machen sie gute Miene zum bösen Spiel. Nach einer gemeinsamen Talkshow kommt es zur Katastrophe: Heike wird bei einem Unfall schwer verletzt. Voller Schuldgefühle beginnt Nele, ihr bisheriges Geschwisterleben zu rekapitulieren und stellt sich die Frage, wie das alles nur so weit kommen konnte. Bald schon findet sie Antworten, die das Leben der beiden vollkommen auf den Kopf stellen ...

Zum Buch:
Sie sind Schwestern, Heike und Nele, und haben sich fast nichts mehr zu sagen. Heike ist Mutter von 3 Kindern, hat ein Häuschen und ist verheiratet, während Nele ihr Singledasein genießt und gerade mit einem verheirateten Mann liiert ist.
Und doch sind sie als "Sanne Gold" eine Größe in der Literaturwelt. Unter diesem Pseudonym veröffentlichen sie gemeinsam unterhaltsame Bücher, nur dass sie diese inzwischen gar nicht mehr selbst schreiben, sondern dafür einen Ghostwriter haben.
Nach einem gemeinsamen Fernsehauftritt kommt es zum Eklat. Die Frau von Neles Liebhaber ruft in der Sendung an und lässt die Sache hochgehen, woraufhin nicht nur die Zuschauer über die Enthüllungen entsetzt sind. Im Anschluss an die Sendung streiten sich die beiden Schwestern so schlimm, dass Nele, die gerade Auto fährt, einen schweren Unfall verursacht. Während sie nur Prellungen davonträgt, liegt Heike schwer verletzt im Koma und hat keine Möglichkeit, auf die Umwelt zu reagieren.
Um Heikes Mann mit dem Haus und den Kindern zu unterstützen, kommt die Mutter und will diesen unterstützen. Das geht nur solange gut, bis auch diese aus gesundheitlichen Gründen ausfällt und sie ins Krankenhaus muss.
Kurzerhand entschließt sich Nele, die die Familie ihrer Schwester so gut wie nicht kennt, denn sie sehen nur noch 3 x im Jahr, dort anzurücken und ihren Schwager zu unterstützen.
Aber Nele ist alles andere als eine wandelnde Hausfrau und Heikes Ansprüche an Familie und Haushalt grenzen inzwischen an einen Kontrolltick und was noch viel schlimmer erscheint, die scheinbare heile Welt von Heike ist alles andere als heil ...

Was für ein Alptraum. Ein gehütetes Geheimnis, und nicht anders kann man die Inanspruchnahme eines Ghostwriters nennen, kommt während einer Livesendung zum Platzen.
Nele wird von ihrem Agenten gefeuert. Sie steht plötzlich allein da und kommt erstmal zur Besinnung.
Urplötzlich will ihre Affäre, der sich inzwischen von seiner Frau getrennt hat, auch noch bei ihr einziehen. Sie wäre ja momentan eh bei ihrer Schwester, da wäre ihre Wohnung ja frei.
Irgendwie überschlagen sich die Ereignisse für Nele.

Im Haushalt von Heike erkennt Nele viele Dinge, die die heile Welt von Heike zum Einsturz bringen. Der Sohn spricht in einem flegelhaften Ton mit seinem Vater, die Tochter macht wieder ins Bett. Die ehemals eingestellten Haushaltshilfen sind nicht mehr da und das Haus sieht trotzdem aus wie frisch gereinigt. Nele, die alles andere als organisiert ist, verhilft diesem dann unfreiwillig zu einem normalen Haushalt, in dem ebenfalls Kinder wohnen.
Obwohl es alles andere als leicht ist, sich dort durchzusetzen, gibt sie, bis auf einen Ausrutscher, nicht auf.

Die Welt, die das Autorenpaar Anne Hertz hier vorstellt, scheint scheinbar dem eigenen entnommen zu sein. 
Selbst die Titel der Bücher, die sie im wahren Leben als Anne Hertz schrieben, waren denen im Buch von Sanne Gold leicht angepasst.
Als Leser macht man sich so seine Gedanken, was davon Anne Hertz ist und was der schriftstellerischen Schreibfreiheit geschuldet ist.

Anne Hertz' vorliegendes Buch weicht ein wenig von den Vorgängern ab. Das ist bereits optisch anhand des Covers zu erkennen. Während die Vorgänger farbenfroh und mit einem geschwungenen Schriftzug aufwarten, die den Unterhaltungswert der Bücher betonen, kommt dieses Buch mit wenigen Farben aus. Schon auf dem Cover ist sehr gut erkennbar, dass sich dort 2 Schwestern gegenüberstehen, die optisch als die Schwestern des Pseudonym Anne Hertz erkennbar sind.

Hier geht es um die beiden Schwestern Heike und Nele, die trotz der bestehenden Differenzen, die sie voneinander trennt, doch füreinander da sind. Auch wenn es sich in dem speziellen Fall um Nele dreht, die der schwerkranken Heike dadurch hilft, dass sie sich um Haushalt und Kinder ihrer Schwester kümmert, kann man als Leser davon ausgehen, dass es anders herum genauso funktionieren würde.
Durch Erinnerungen bzw. Tagebuchaufzeichnungen erfährt der Leser auch, was sie wirklich voneinander halten oder denken, so dass viele Dinge in ein völlig anderes Licht rücken. Nele lernt ihre Schwester Heike durch deren Abwesenheit in derem zu Hause besser kennen und verstehen. Selbst deren Kinder, mit denen sie bisher wenig zu tun hatte, wachsen ihr ans Herz und sie steht für sie ein.

Es ist ein wunderbares Buch mit Unterhaltungswert, aber auch ein Buch zum nachdenken. Wie schnell sind viele böse Worte gesagt und nicht immer bekommt man Gelegenheit, diese wieder zurückzunehmen.

Mir gefielen die Bücher von Anne Hertz schon länger, und auch der neuen Anne Hertz werde ich die Treue halten. Allein nach der Lektüre dieses Buches weiß ich, dass ihre Bücher mit Suchtfaktor bestückt wurden.

Bewertung:


Zu den Autorinnen:
(Text übernommen von Pendo)
   
(Fotos: v.l.: Wiebke Lorenz, Frauke Scheunemann)

Anne Hertz ist das Pseudonym der Hamburger Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen Großteil ihres Lebens miteinander verbringen. Bevor Anne Hertz 2006 in Hamburg zur Welt kam, wurde sie 1969 und 1972 in Düsseldorf geboren. 50 Prozent von ihr studierten Jura, während die andere Hälfte sich der Anglistik widmete. Anschließend arbeiteten 100 Prozent als Journalistin. Anne Hertz hat im Schnitt 2,5 Kinder und mindestens 1 Mann.



Von Anne Hertz wurde bereits gelesen und rezensiert:
 

Von Frauke Scheunemann wurde bereits gelesen und rezensiert:



Von Wiebke Lorenz wurde bereits gelesen und rezensiert:




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Wiebke Lorenz und dem Verlag




bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt 

Samstag, 28. April 2012

[Rezension] Guillaume Musso - Nachricht von dir



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Pendo; Auflage: 4 (März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123132
ISBN-13: 978-3866123137
Originaltitel: L`Appel de l`ange
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 4,6 cm

Buchcovertext:
Als Madeline und Jonathan am Flughafen zusammenstoßen, denken sie nicht im Traum an ein Wiedersehen. Doch hat das Schicksal anderes mit ihnen geplant: Ihre Leben sind schon seit langem miteinander verknüpft - genau wie tiefe Wunden aus der Vergangenheit, die sie nun mit aller Macht einholen ...

Zum Buch:
In einem Schnellrestaurant auf dem New Yorker Flughafen passiert es. Madeline und Jonathan eilen beide auf den einzigen freien Platz hin und prallen aneinander. Beide lassen ihre Handys fallen und als sie bemerken, dass sie diese versehentlich vertauscht haben, ist es zu spät - Madeline ist in Paris und Jonathan in San Francisco. Sie nehmen mittels SMS Kontakt auf und versprechen sich, das jeweils andere Handy per Post zu verschicken. Aber beide sind neugierig auf das, was der andere in seinem Handy gespeichert hat, seien es die Fotos, Videos oder auch andere interessante Infos. Sie machen sich ein Bild von dem jeweils anderen. 
Dann entdeckt Jonathan auf Madelines Handy Daten aus ihrer Vergangenheit und er stellt fest, dass sie etwas gemein haben - einen Kontakt, der Madeline fast das Leben gekostet hat und Jonathans Leben gerettet hat.
Sie müssen sich wieder treffen, um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen...

Es ist für mich nicht das erste Buch von Guillaume Musso, aber wieder eines, das mir beweist, dass er ein Allroundschreiber ist. Was er auch anpackt, gelingt.
Er macht aus der alleinigen Tatsache des Verwechselns zweier Handys eine Geschichte, die zu Beginn von Neugier geprägt ist. Neugierde auf das, was der jeweils andere auf seinem Handy hat. Die Geschichte entwickelt sich schließlich zu einem Kriminalfall, was ich im Vorherein so gar nicht vermutet hatte.
Ganz langsam tastet er sich in die Geschichte hinein. Ich war schon fasziniert von den Schlussfolgerungen Jonathans, als er sich Madelines Kalender angesehen hat. Welche Spitzfindigkeiten und Überlegungen er jedoch anstellte, um an das Passwort der geschützten Dateien zu kommen, empfand ich als genial. Er kommt dem ganz großen Geheimnis von Madeline auf die Spur und erkennt, dass ihre Leben miteinander verknüpft sind.
Madeline hingegen erkundet die Vergangenheit von Jonathan und mischt sich in sein Leben ein, um ihm zu helfen.
Geschickt und feinfühlig lässt Musso den Leser miterleben, wie die Leben von den beiden Protagonisten miteinander verknüpft werden.
Die Charaktere der beiden Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet. Es war mir ein Vergnügen, die beiden zu begleiten.
Der Leser erhält hier nicht, was ihm anhand des Covertextes suggeriert wird, denn danach vermutet man eine Liebesgeschichte. Der Leser erhält noch etliches mehr, Spannung, Geheimnisse, einen längst als abgeschlossen behandelten Mordfall. 
Hat man dieses Buch begonnen, gibt es kein zurück mehr, denn Musso fesselt den Leser und führt ihn durch eine spannungsgeladene Geschichte.
Der Schreibstil von Musso ist flüssig und lässt sich leicht lesen.

Fast jedes Kapitel hat als Vorsatz einen Spruch oder eine Passage aus anderen Büchern, die immer passend zum Kapitel sind.
Die Covergestaltung finde ich sehr gelungen, sie steht verträumt vor der Silhouette von Paris, er vor der einer amerikanischen Stadt. Beide stehen so, als würden sie sich einander zuwenden. Die Motive wiederholen sich im inneren Klappenbereich. 

Ein Buch, das ich guten Gewissens weiterempfehlen werde.

Bewertung:



Zum Autor:
(Text von Pendo Verlag)
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.

Weiteres zum Autor unter www.guillaumemusso.com

Die Bibliographie seiner Bücher findet ihr auf unserer Autorenseite


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 11. Oktober 2011

[Rezension] Lesley Turney - Die fremde Frau








Eckdaten: 
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten 
Verlag: Pendo; Auflage: 2 (September 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3866123035 
ISBN-13: 978-3866123038 
Originaltitel: The Secrets Between Us 
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,2 cm

Buchcovertext:
Wenn aus Liebe Angst wird - und den Geliebten ein dunkles Geheimnis umgibt
Sarah lässt alles hinter sich, um mit dem faszinierenden Alex ein neues Leben zu beginnen. Sie zieht zu ihm in sein abgelegendes englisches Landhaus. Doch überall begegnen ihr die Spuren einer mystriösen Vergangenheit - und die Schatten von Alex' verschwundener Ehefrau...
Eine packende, düster-romantische Geschichte um Liebe, Verrat und die Geheimnisse, sie selbst jene, mit denen wir zusammenleben, im Innersten verborgen halten.


Zum Buch:
Als Sarah den geheimnisvollen Alexander und seinen Sohn Jamie auf Sizilien kennenlernt, ahnt sie noch nicht, dass er ihr Schicksal wird.
Sarah hat ihre Schwester May und ihren Schwager, der auf Sizilien geschäftlich zu tun hat, begleitet, um ihrem eigenen zerrüttetem Leben zu entfliehen. Ihr Freund Laurie hat sie mit ihrer besten Freundin betrogen, weil er sich von ihr nach einer Totgeburt vernachlässigt fühlte.
Sie fühlt sich zu Alexander und Jamie hingezogen und als Alex ihr das Angebot macht, mit ihm als seine Haushälterin und als Betreuerin von Jamie mit ihm nach Hause zu gehen, überlegt sie nicht lange und nimmt das Angebot an.  
Von Alexander erfährt sie nicht viel, nur soviel, dass er von seiner Frau Genevieve nach einem kurzen Abschiedsbrief verlassen wurde.
Sie verliebt sich in Alexander und die beiden werden ein Paar. 
Das widerum bringt die Gerüchteküche im Ort zum kochen. Genevieve, die ihren Sohn abgöttisch liebte, würde ihn nie bei ihrem Mann zurücklassen. Jeder im Ort mochte sie und es dauert auch nicht lange, bis die Polizei anfängt gegen Alexander zu ermitteln.
Sarah werden Sachen zugetragen, die sie sich weigert zu glauben. Warum und welche Geheimnisse hütet Alexander? Wie kann man einen Menschen lieben, der sich einem nicht anvertraut und kann sie ihm überhaupt trauen?
Wo ist Genevieve und warum meldet sie sich nicht einmal bei ihren Eltern, um diesem Spuk ein Ende zu setzen. Sarah ist voller Misstrauen und Angst und ist von Zweifeln befallen...


Meine Meinung:
Rebecca von Daphne DuMauriers lässt grüßen. 
Lange hatte ich während des Lesens den Hitchcookfilm nach benanntem Roman im Hinterkopf, weil das Buch parallel zum Film bzw. Buch verlief.
Auch wenn die Richtung klar war, hat es Lesley Turney fertig gebracht, Spannung aufzubauen und diese zu halten. Zum Ende wurde die Spannungskurve noch einmal richtig ausgereizt, dass es mir nicht gelang, das Buch aus der Hand zu legen. Ich habe es in einem Ritt bis nachts um 2:00 Uhr gelesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht.
In die Charaktere der Protagonisten konnte man sich sehr gut hineindenken. Der Erzählstil ist flüssig geschrieben und leicht zu lesen, die Kapitel sind kurz gefasst.
Glücklicherweise ist das Ende dann doch ein anderes als bei Rebecca, zumal es hier ziemlich überraschend ist.
Ein Buch, bei dem man nichts vermissen wird. Es ist eine Liebesgeschichte mit Thrillerelementen, Spannung und Mystik. 
Ich zumindest habe mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten und kann es nur weiterempfehlen.


Bewertung: Note 1



Zur Autorin:
Lesley Turney wurde in Sheffield geboren, lebt aber seit vielen Jahren in der Nähe von Bristol. Sie hat drei Söhne und wohnt mit ihrem Mann auf dem Land. Ihre Romane schreibt sie abends nach getanem Tagwerk als Journalistin, und die Ideen dafür sammelt sie während langer Spaziergänge mit ihrem Hund durch die Landschaft von Somerset, dem Schauplatz von „Die fremde Frau“. 

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Von Lesley Turney wurden gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt